hochschule von obenDie Hochschulpressestelle, die uns Journalisten jedes noch so kleine Ereignis im, am und rund um den Campus als Weltsensation verkauft, hat das wichtigste Ereignis verschlafen. Oder wurde es bewusst unterdrückt? Von der Systempresse ist sicher keine Aufklärung zu erwarten - zu tief ist man miteinander verstrickt und verfädelt.

hendricks gerhardEs geht um den 75. Geburtstag des Gründers der Hochschule Rhein-Waal – der bekannte Visionär und Universalgelehrte Gerhard Hendricks aus Goch-Asperden.

Er gilt als unbequemer Zeitgenosse, dessen Verdienste eigentlich nie wirklich gewürdigt wurden. Gut, dass ein aufmerksamer Unbekannter (vermutlich auch ein Universalgelehrter) den Ehrentag nicht vergas und in der Rheinischen Post am Samstag eine Anzeige aufgab, um die Verdienste der „Lichtgestalt“ zu ehren, die „Kreisgeschichte geschrieben“ hat (siehe unten).

So angemessen diese wenigen Zeilen der Würdigung auch sein mögen, Gerhard Hendricks hat sie nicht nötig und der Anzeigentextschreiber weiß es ja auch selbst, denn: „Sein Denkmal steht am Spoykanal“. Er ist der Einzige, der den Titel "Vater der Hochschule" wirklich für sich beanspruchen kann. Leider will davon in der Hochschule niemand etwas wissen. Ich glaube, keine Präsidentin hat ihn bislang auch nur auf einen Kaffee eingeladen. Aber der Prophet gilt bekanntlich nichts im eigenen Land und Gerhard Hendricks sitzt im Audimax bei öffentlichen Veranstaltungen stets allein in einer der letzten Reihen - unbemerkt, unbegrüßt, ungeehrt.

„Warum hast du mein vergessen? Warum muß ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich drängt?“ (Psalm 42,10)

Olaf Plotke, 26. September 2016

universalgelehrter2

Kommentare   

#1 Jens-Uwe Habedank 26.09.2016 20:13
Also, meine Wenigkeit achtet und respektiert Gerhard Hendricks! Für manche, manchmal auch für meinen Einen, mag er irgendwie verschroben wirken - sein Durchhalten, seine profunde Kenntnisse und sein Aufwand an Zeit und Engagement ( wohl auch Geld) ringen mir den höchsten Respekt ab!
Wenn man mal, ohne Einfluss des Kreises, recherchiert, hat er tatsächlich vor Jahrzehnten die Vision von einer Hochschule in Kleve mit internationalem Charakter gehabt ( damals "nur" D/ NL) und ist damit Klinken putzen gegangen, ist abgewiesen bis verlächerlicht worden und hat nie aufgegeben.
Ich habe ihn im Rahmen der Gesamtschuldiskussion Kleve kennen und schätzen gelernt; ich konnte viel von seinem Wissen und Erfahrung profitieren - dafür gebührt ihm mein Dank.
Mir ist bewußt, dass er Kanten und Ecken hat, bin mit ihm nicht immer einer Meinung - aber lieber so Einen als die weichgespülten "Bldungsexperten" wiei Cosar, Bay etc., die mehr zur Verhinderung von Bildungsteilhabe beitragen als sonst jemand - und dass, im Gegensatz von Gerhard Hendricks, auch noch für richtig Patte!

Da Zitate u.Ä. aus der Bibel ein Wahrzeichen von KAS sind:
" Der Prophet gilt im eigenen Lande nichts!"

Was den abgebildeten Anzeigentext betrifft: Unterschreib' ich!

Für Hr. Hendricks einen glücklichen und unvergesslichen 75. hier von mir.
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#2 Bernd Derksen 26.09.2016 22:00
;-)
Auch wenn ich es irgendwie doch etwas traurig finde...

__________
Bei Gelegenheit werde ich ihn mal fragen, ob meine Vermutung bezüglich des Anzeige-Aufgebenden denn zutrifft.
___________
"Bildungslegende" und "Erstmeinungs-Koryphäe" - kannte ich noch nicht als Begriffe.
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#3 Bernd Stromberg 27.09.2016 00:09
Der Witz ist, dass man Gerhard Hendricks ob seiner Selbstbeweihräucherung für verrückt hält, während man es bei Politikern von Brauer bis Pofalla, die sich alle zu Väter der Hochschule erklären, als ganz normal empfindet.
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#4 Jens-Uwe Habedank 27.09.2016 10:57
Da hat #3 aber so etwas ins Schwarze getroffen!
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