barbara2Im nächsten Jahr ist Bundestagswahl und unsere Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks von der SPD ist plötzlich die Favoritin im Kreis Klever Wahlkreis. Das ist einigermaßen ungewöhnlich, weil sie in den vergangen 12.542 Jahren gegen Platzhirsch Ronald Pofalla keine Schnitte hatte und nie das Direktmandat holte, aber nun ist RoPo weg und sie ist halt Ministerin mit ständiger Medienpräsenz und einer unfassbaren Präsenz im Wahlkreis. Und auf der anderen Seite ihre bislang bekannten Gegenkandidaten: entweder sind unbekannt oder fast ganz unbekannt und chancenlos. Für die Grünen tritt Bruno Jöbkes an, für die FDP Dr. Ralf Klapdor. Beide Kandidaten sind Insidern bekannt, ansonsten aber eher unbekannt und chancenlos sowieso. Die CDU hat vor einigen Wochen Stefan Rouenhoff aus Brüssel aufgestellt. Und in der belgischen Hauptstadt dürften ihn auch mehr Leute kennen als zwischen Rhein und Maas. Aber im Gegensatz zu Klapdor und Jöbkes ist er wenigstens nicht chancenlos. Immerhin ist er von der CDU und kann darauf hoffen, dass die CDU-Wähler ihn einfach wählen, weil er halt für die CDU antritt.
Aber eine CDU-Kandidatur ist kein Selbstläufer mehr, wie wir spätestens seit den Bürgermeisterwahlen im letzten Jahr wissen und Barbara Hendricks ist eben Barbara Hendricks und bei Rouenhoffs ist sich nicht mal die Familie einig, wie der Nachname korrekt ausgesprochen wird (kein Witz!).

Stefan Rouenhoff hat mir gesagt, er hätte Barbara Hendricks schon mal kennengelernt, aber er hat wohl nicht so viel Eindruck hinterlassen, denn wie die Ministerin am Rande eines Pressegesprächs in Emmerich verriet, kennt sie ihren CDU-Mitbewerber nicht. „Ich gehe aber davon aus, dass er sich irgendwann in naher Zukunft mal bei mir vorstellen wird“, sagte sie. „Die anderen Beiden kenne ich ja schon.“ Und was ist mit möglichen weiteren Kandidaten, Frau Ministerin? „Von Linken und AfD kenne ich noch keine Kandidaten. Aber die müssen sich bei mir auch nicht vorstellen.“

Wir sind gespannt auf die Podiumsdiskussionen im nächsten Jahr und freuen uns auf die spannende Frage, wer wem den Handschlag verweigern wird.

„Noch sind sie bis auf diesen Tag nicht gedemütigt, fürchten sich auch nicht und wandeln nicht in meinem Gesetz und den Rechten, die ich euch und euren Vätern vorgestellt habe.“ (Jeremia 44,10)

Olaf Plotke, 20. Juli 2016

Kommentare   

#1 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 20.07.2016 14:58
Ich würde Herrn Rouenhoff keinesfalls unterschätzen, ich glaube, in den Bereichen (Außen-)Wirtschaft, Finanzen und Haushalt hat er keine Gegner. In mehreren Gesprächen stellte ich außerdem eine hohe soziale Kompetenz fest. Obwohl ich kein CDU-Wähler und -Anhänger bin, könnte er - ich kenne den Kandidaten der Partei Die Linke noch nicht - eine fast optimale Lösung sein. Bereits nach meinem ersten, intensiven Gespräch über mehrere Stunden stellte ich fest: der ist hochintelligent und könnte vieles bewegen.... Zur Toleranz gehört es auch, einen politisch Andersdenken positiv darzustellen, wenn es der Wahrheit entspricht. Persönlich bin ich der Überzeugung, dass er weit sozialdemokratischer denkt als viele SPD-Politiker ....
Zitieren
#2 Opportunistische Weltverschw. 20.07.2016 15:16
Ich fühle mich einem anderen Verein zugehörig, wähle zu Europa- oder Bundestagswahlen schon mal was ganz anderes, aber diesmal, zum ersten mal in meinem Leben, werde ich ihr meine Zweitstimme geben.

Ich habe den Eindruck, obwohl die SPD aktuell beispielsweise wegen ihrer Haltung zu TTIP, Braunkohleverstromung oder Rentenpolitik ein populistischer "Scheißverein" ist, dass Frau Dr. Hendricks auf der Seite der guten steht.

Andererseits, taktisch betrachtet... Erststimme Grüne, oder?

Die CDU macht es wieder, die SPD will nicht mehr, die FDP kann auch nicht und um die TTIP-Vollpfosten zu stoppen, bedarf es eines standfesten Koalitionspartners.

Da Die Linke oder die Hetzer von der AfD (Hetzer ist cool, oder, AfD, denn es gab mal im Krieg einen DEUTSCHEN Panzer mit dem Namen!!1!!!) eher nicht als Koalitionspartner für die CDU in Frage kommen, bleibt als Option nur der Grüne Verein, oder?
Zitieren
#3 Tyler Durden 20.07.2016 23:34
Also ich hoffe darauf, dass auch die "traditionellen" SPD-Wähler sich im kommenden Jahr dann daran erinnern, wer die Verantwortung für die Einführung einer "Blauen Plakette" trägt, die dafür sorgt, dass des Wahlviehs 2015er Diesel-Pkw mit Euro-5 plötzlich nur noch einen Bruchteil des Neuwertes im Wiederverkauf bringt...
Zitieren
#4 Bernd Derksen 21.07.2016 01:05
>Wir sind gespannt auf die Podiumsdiskussionen im nächsten Jahr und freuen uns auf die spannende Frage, wer wem den Handschlag verweigern wird.>

Ich weilte kürzlich mal bei einer Veranstaltung, da sangen die Politiker (CDU, SPD, FDP, AfD, Linke, Piraten) am Ende noch gemeinsam ein Lied. Nur der grüne Vertreter, Landtags-Vize-Präsident, drückte sich ... ;-)
-----
@#2
Erststimme Zweitstimme ?
Zitieren
#5 Erbarmen bitte! 21.07.2016 10:14
Demokratische Kandidaten sollten sich immer die Hand geben können.
Zitieren
#6 Gerd Plorin 21.07.2016 17:14
CDU und SPD haben zusammen mit ihren Helferparteien unser Land mit ihrer Politik der letzten Jahrzehnte an die Wand gefahren: Zerrüttung unseres Vermögens durch die Folgen der verantwortungslosen D-Mark-Abschaffung zu Gunsten des Euro, Aufgabe der deutschen Grenzkontrollen mit den Folgen der (u.a.) durch völlig unkontrollierte Einwanderung entstandenen No-Go-Areas, Einwanderung in die Sozialsysteme und Abschmelzung der inneren Sicherheit und eine stümperhafte Energiewende führen die Deutschen einer Katastrophe entgegen, deren wahre Auswirkungen sich erst noch zeigen werden.

Mit Frau Dr. Hendricks und Herrn Rouenhoff treten nun also zwei Kandidaten auf, welche mit ihrem langjährigen Bekenntnis zu ihren Parteien deren bisherige Politik nicht nur persönlich gutgeheißen haben, sondern diese weiterzuführen gedenken, indem sie auch noch gewählt werden wollen. Dreist.

Ohne die Fehlleistungen dieser Blockparteien hätten sich verantwortungsbewusste Bürger nicht in der AfD zusammenschließen müssen.

So langsam – wenn auch viel zu langsam – erkennen die Wahlberechtigten, darunter zunehmend auch viele Mitglieder der Blockparteien, dass letzteren die politische Verantwortung entzogen werden muss und wenden sich der AfD zu. Nachdem diese die Grünen, Linken und FDP in Bezug auf die Wählerzustimmung bereits weit hinter sich gelassen hat, hat die AfD bereits heute die SPD in etwa eingeholt.
Und wir haben noch ein gutes Jahr bis zur Bundestagswahl vor uns.

Wer wird dann noch die Blockparteien wählen; diejenigen also, die uns und unsere Kinder um eine aussichtsreiche Zukunft gebracht haben? Wohl nur noch diejenigen, die bis heute noch nicht erkannt haben, was man ihnen angetan hat und/oder zu den Bodensatzwählern gehören, die, wie im Lokalkompass mal zu lesen war, „der SPD die Treue halten“. Ja, solche Leute werden dringend gebraucht. Und wem jetzt der Begriff „treudoof“ einfällt, wird wissen, warum.

Die AfD wird mit guten Argumenten und einem ebensolchen Parteiprogramm in den Bundestagswahlkampf ziehen.
Die Blockparteien gehen auf Dummenfang.
Zitieren
#7 VG 22.07.2016 00:04
AfD hat die die FDP überholt, die Grünen, bald die SPD? Ja dann: Willkommen im Club der "Blockparteien" inkl. Wählerbeschimpfung a la "treudoofe Bodensatzwähler"

Dann können sich die bekennenden "Blockparteien"-Verweigerer ja wieder der SPD zuwenden.
Zitieren
#8 Floro 22.07.2016 09:44
Liebes Kurier-am-Sonntag-Team!
Ist es nicht möglich, dass dieser Plotke sich auf die medialen Grundprinzipien beschränkt und wertungsfreie Berichterstattung macht?
Man merkt ihm in seinen Artikeln viel zu oft an, dass er in seiner eigenen politischen, nicht stattgefundenen "Karriere" ständig gescheitert ist!
Für den Leser unzumutbar; mit Argumenten, die auf ein Kleinkind deuten lassen!
Zitieren
#9 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 22.07.2016 10:28
Also - ich lese die Beiträge, Kommentare und Berichte von Olaf Plotke sehr gern, ich halte ihn für tolerant und offen für andere Überzeugungen innerhalb einer demokratischen Gesellschaft.
Bin selbst ein überzeugter Unterstützer der Einstellungen von Dr. Wagenknecht, Oskar Lafontaine und echter Sozialdemokraten wie Wehner und Brandt. Viele, die sich für Demokratie und für das Menschwürdige in dieser Gesellschaft positionieren wie Olaf Plotke, haben keine "poliitische Karriere" gemacht, sind aber als Vertreter einer freien Presse ein wichtiges Organ unserer Demokratie.
Zitieren
#10 Jörg Lorenz 22.07.2016 12:59
Danke an Herrn Plorin. Wer noch nicht wusste, welche Geistes Kind diese selbernannten Vaterlandserretter der AFD sind, kann es jetzt nachlesen.
Zitieren
#11 Tyler Durden 22.07.2016 13:39
@Jörg Lorenz

Getroffene Hunde bellen! Die Angst der SPD vor der zukünftigen Bedeutungslosigkeit kann man förmlich riechen...
Zitieren
#12 Jörg Lorenz 22.07.2016 14:51
Da hat die Person, die sich hier Tyler Durden nennt, mich doch tatsächlich erwischt. Ja, ich habe tatsächlich Angst. Nicht um mich und auch nicht um die SPD. Aber darum, dass die Rattenfängerparolen von ihm und seinesgleichen verfangen, und uns Verhältnisse drohen, wie wir sie inzwischen aus einer Vielzahl europäischer Nachbarschstaaten drohen. Angst auch, dass Errungenschaften wie Solidarität mit den Schwächeren verloren gehen. Angst, dass unser gemeinsames Haus Europa zerstört wird von Menschen, die außer dumpfen Parolen und dem Schüren von Angst nur noch eine dümmliche Deutschtümelei zu bieten haben. Ja, davor habe ich Angst aber auch einen noch immer ungebrochenen Kampfgeist, mich diesem Trend in den Weg zu stellen, so gut ich es vermag.
Zitieren
#13 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 22.07.2016 15:17
@ 12

Für mich sehr guter Kommentar, durchdacht und realistisch.... obwohl Herr Lorenz und ich nicht immer einer Meinung sind. Ich für mich als christlich-linker Bürger ignoriere Rechts, dort gibt es keine Lösungen, lediglich Parolen, die letztlich nur Negatives bringen. Mir ist beispielsweise ein Asylsuchender, der sich integriert, der sich einbringt, herzlich willkommen .... und weit über 90 Prozent sind friedvoll, menschlich und fleißig.
Zitieren
#14 Tyler Durden 22.07.2016 15:57
@Jörg Lorenz

Wenn die SPD (und andere etablierte Parteien) mehr Politik für die gesamte Bevölkerung, als Lobbyismus für das eigene Wählerklientel und Bücklinge gen Brüssel machen würde, dann bräuchten Sie keine Angst vor der AFD haben. Die gäbe es dann nämlich nicht...
Zitieren
#15 B.R. 22.07.2016 16:18
Wer wählt denn noch SPD ?
Kriminelle Papierdeutsche und AWO Mitarbeiter. Sonst wüßte ich da keinen.
Zitieren
#16 Bernd Derksen 22.07.2016 19:29
@#12 Jörg Lorenz

>Rattenfängerparolen>
Der hauptamtliche Geschäftsführer der Duisburger SPD nutzt natürlich ganz sachliche Begriffe ... ;-)
Immer sehr einnehmend, wenn man als Bürger quasi als Ratte bezeichnet wird.
(Aber nein, das haben Sie natürlich ganz anders gemeint ... ;-))

>Ja, davor habe ich Angst aber auch einen noch immer ungebrochenen Kampfgeist, mich diesem Trend in den Weg zu stellen, so gut ich es vermag.>


Sie haben also Ängste. Und ihre sind berechtigt..? Die anderer per se nicht? Einfach weil es die von anderen sind?

Wie wäre es mit ein bisschen Toleranz und dem Respekt für Minderheiten, Herr Lorenz? ;-)

Für mich diskreditiert sich die SPD gerade wegen ihres Agierens gegenüber der AfD. Für mich ist das, trotz aller Ängste, teilweise einer demokratischen Partei unwürdig.
Mir scheinen da Beschimpfungen, etc. weit mehr zu dominieren als sachliche Auseinandersetzung und inhaltliche Gegenargumente.
Aber vielleicht versteckt man es auch nur vor interessierten Bürgern wie mir. ;-)

Vielleicht engagiert sich die Duisburger SPD, deren Chef immerhin der für die Sicherheit in NRW zuständige Innenminister ist, glaubwürdig gegen die Angriffe auf AfD-Leute und deren Wohnungen durch angebliche "Antifa".
Oder schweigt man, zumindest mehr oder weniger, dazu, weil man glaubt, das die Drangsalierung und Einschüchterung politischer Konkurrenten einem selbst nutzt?

Bei der Kreis Klever SPD habe ich dazu noch keine Antworten erhalten... Nun gut, zwei Wahlkämpfe stehen im nächsten Jahr an. Da werde ich sicher noch bei Veranstaltungen bezüglich des demokratischen Grundverständnisses nachfragen können.

Wohlgemerkt:
Ich bin für den deutlichen Austausch von Positionen und Argumenten.

Aber es muss klar sein, was nicht geht in der Bekämpfung anderer Ansichten.
Da hat u.a. die SPD für mich (und ich kann immer nur meine Eindrücke schildern) ein Glaubwürdigkeitsproblem.

@B.R.
Es gibt natürlich noch viele andere SPD-Wähler. Aber dass ihre früheren Stammwähler ihnen "wegbrechen", ist kaum bestreitbar.
Die Aktiven der SPD haben halt wohl oftmals andere Vorstellungen davon, was sinnvolle Politik ist als die (früheren) Wähler.
-----
@Gerd Plorin
Aktuell, auch im Zuge des Desasters in Baden-Württemberg, ist die AfD laut Umfragen eher wieder fast einstellig. Es geht halt nicht nur in eine Richtung ... ;-)

>Ohne die Fehlleistungen dieser Blockparteien hätten sich verantwortungsbewusste Bürger nicht in der AfD zusammenschließen müssen. >

Nach meinen Eindrücken dominiert tatsächlich der Verdruss über die kritisch betrachtete Politik und Prioritätensetzung der etablierten Parteien.Bei Mitgliedern wie Wählern. Insofern haben diese Parteien den Entstehen und Aufschwung der AFD quasi verursacht.
(Fast immer hört man im Gespräch, dass man stärkeres politisches Engagement nie vorhatte, es nun aber aus Verantwortung gegenüber Kindern bzw. Enkeln machen "müsse". Vom lokalen Aktiven bis zur Bundesvorsitzenden.)

Halten Sie z.B. einen Begriff wie "Blockparteien" wirklich für angemessen? Für mich ist er sehr durch die DDR-Zustände besetzt.

Ich finde, dass die AfD teilweise die Konkurrenz arg hart mit Worten attackiert. Und damit auch die "Legitimität" des vor Ort tätigen Partei-Aktiven massiv in Zweifel ziehen. Da darf man sich über manche "Reaktion" denn auch nicht sonderlich wundern.
Zitieren
#17 Bernd Derksen 22.07.2016 19:32
@#14 Tyler Durden
Ja, so scheint es mir auch.
Zitieren
#18 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 22.07.2016 20:23
Mit Sicherheit hätte die SPD - wie auch andere Altparteien - gegenüber den Schwachen, den Randgruppen, den Arbeitssuchenden bedeutend sozialer agieren müssen, die Wahlergebnisse für die SPD wären dann deutlich positiver .... aber Herr Lorenz ist auch als Sozialdemokrat ein aufrechter Demokrat, seine Befürchtungen bezüglich der AfD teile ich. Diese Partei hat keinerlei Lösungen für die Probleme, mit Populismus konnte man noch nie den Menschen helfen - und wenn .... dann nur sehr kurzfristig .... und letztlich immer zu Lasten der Menschen ...
Bin kein SPD-Wähler, jedoch hat diese Partei eine sehr lange demokratische Tradition in diesem Land und hat gegen das Ermächtigungsgesetz gestimmt - GEGEN .
Zitieren
#19 Jörg Lorenz 22.07.2016 20:40
Ich nehme nicht für mich in Anspruch, sachlich zu sein. Verglichen mit dem, was ich beim Lesen solcher Beiträge empfinde, habe ich mir ein hohes Maß an Zurückhaltung auferlegt.
Zitieren
#20 Der Laie 23.07.2016 00:26
@19Jörg Lorenz
In meinem Post 32
h t t p

habe ich einige Punkte aufgeführt,warum sich die Altparteien schwer damit tun werden auf Dauer Freunde zu gewinnen.

Auch wenn der Rechtsstreit gegen die nachträgliche Änderung der Vertragsbedingungen bei der Directversicherung von den Regierungsparteien gewonnen wurde,bleibt der finanzielle Schaden alleine bei den Arbeitnehmern, die ja Dank der weisen Ratschläge aus der Politik auf die betriebliche Altersvorsorge setzen sollten.

Genauso wie das Gefühl,den Aussagen von amtierenden Politikern kann man noch nicht mal für die Dauer zwischen Suppe und Nachtisch trauen.

Es braucht schon viel Überzeugungsarbeit um die Wähler bei den anstehenden Wahlen davon zu überzeugen, warum die Lügen der Altparteien in der Vergangenheit das kleinere Übel für den Bürger sind.
Zitieren
#21 Jörg Lorenz 23.07.2016 09:35
Was soll eigentlich der Unsinn mit den "Altparteien"? Die SPD ist über 150 jahre alt, CDU und FDP sind Nachkriegsgründungen, die Grünen gibt's seit gut 20 Jahren. Und wir akzeptieren, dass die alle in einen Topf geworfen und mit diesem Wort diskreditiert werden? Ich lasse mich jedenfalls auf die Begriffsschöpfungen der Rechtspopulisten (Systempresse ist auch so eine) nicht ein. Es ist doch kein Verdienst, dass es die AfD noch nicht lange gibt, sondern das nährt eher die Hoffnung,dass dieser Spuk bald wieder vorbei geht.
Zitieren
#22 Martin Fingerhut 23.07.2016 10:59
@ #8 Floro :
Falls Sie nichts anderes lesen möchten als " mediale GrundPrinzipien ",
dann beschränken Sie sich am besten auf die Lektüre von PresseMitTeilungen.
z.B. w w w . p r e s s e m e l d u n g - n r w . d e /
Falls Sie allerdings glauben, diese seien "wertungFrei", ...

Absolute Objektivität oder Neutralität gibt es für uns Menschen nicht
- sie sind in diesem Sinne "unMenschlich".

Sehr menschlich hingegen - und vielleicht sogar eine besondere Fähigkeit der Spezies Mensch -
sind Humor und Satire.

DAZU gibt es Plotke's NotizBlog.

Falls Sie das nicht mögen, sollten Sie ihn nicht lesen.

Falls Sie versehentlich auf " w w w . k u r i e r - a m - s o n n t a g . d e / . . . / " geclickt haben sollten,
dürfte Ihnen Ihr Irrtum spätestens beim 2. Satz - und nicht erst nach 12.542 Jahren - gewahr werden,

"Karrieren" gibt es viele.
Der eine macht vielleicht eine wohlBezahlte Karriere,
für die er in KonfirmandenAnzug etwas vertreten muß,
zu dem er selber innerlich nicht steht.

Der andere gibt einen solch verlogenen Job lieber auf
und schreibt offen seine Meinung ohne sich verkleiden zu brauchen.

Mir ist lieber, ich lese etwas, bei dem ich merke, aus welcher Richtung der Wind weht.
Dann kann ich mir dazu ergänzende Berichte und Meinungen aus anderen WindRichtungen suchen,
um mir aus der Gesamtheit mein eigens Bild zu bilden.

Für intelligente Leser finde ich es durchAus zumutbar, sich umfassend zu informieren.

Alle Argumente schön neutral zu einem EinheitsBrei verkocht eingelöffelt bekommen zu wollen,
läßt eher auf ein KleinKind deuten !
Zitieren
#23 Der Laie 23.07.2016 14:35
Das Alter nicht mit Weise gleichzusetzen ist, zeigt doch dieser Bericht:

h t t p

Wenn dann noch diese Geldvernichtung durch FDP und Grüne aus Machterhaltungsgründen gedeckt wird,wer kann dann noch darauf bauen, dass die Altparteien wissen was sie tun.
Zitieren
#24 Gerd Plorin 26.07.2016 23:37
@ Bernd Derksen; # 16:

Natürlich geht es nicht nur in eine Richtung, und schon gar nicht in unverändertem Tempo: Lag die AfD vor einem Jahr (nach den Umfrageergebnissen; diese entsprechen nicht dem tatsächlich zu erwartenden Wahlergebnis im Umfragezeitpunkt; dazu unten mehr) noch bei 4%, waren es ein halbes Jahr später 12%. 8% pro Halbjahr: ja, dann wäre die absolute Mehrheit schnell erreicht.

Das Dellchen durch die kleine Ungeschicklichkeit in Baden-Württemberg sollte nicht überbewertet werden; das wird schnell vergessen sein. Die Umfragewerte legen übrigens schon wieder zu.

Zur Zeit könnten diese sich auf durchschnittlich 13% belaufen. Vergleicht man die Umfrageergebnisse mit den tatsächlich bei Wahlen erzielten Ergebnissen, ergibt sich folgendes Bild: Nach den unmittelbar vor den letzten Wahlen erhobenen Umfragen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Frankfurt (Kommunalwahl) wurden den AfD (in dieser Reihenfolge) 11, 9, 18 und 6 % vorausgesagt. Die tatsächlich erzielten Wahlergebnisse betrugen 15,1, 12,6, 24,2 und 8,9 %. Somit lagen die tatsächlich erreichten Wahlergebnisse durchschnittlich 40% über den Umfragewerten. Die Abweichungen werden damit erklärt, dass sich viele Befragte im Zuge der Umfragen zur Vermeidung befürchteter Nachteile nicht trauen, ihr tatsächliches Stimmverhalten offen zu legen. Dieses Phänomen dürfte auch jetzt noch unverändert vorliegen.

Danach läge der aktuell zu erwartende Stimmenanteil der AfD heute bei 13 % x 1,4 = über 18%. Da die Umfragewerte der SPD derzeit bei etwa 22% liegen, hier aber wegen des bei der AfD höheren tatsächlichen Zuspruchs dann aber ca. 2% abzuziehen wären, könnte die SPD heute etwa mit 20 % rechnen. Die AfD könnte die SPD also bereits jetzt fast eingeholt haben. Dies ist umso bemerkenswerter, als die AfD bewusst gewählt wird und nicht über Bodensatzwähler verfügt, die heute noch CDU wählen, weil sie Adenauer und Erhard gut fanden oder die immer SPD wählen, weil sie Gewerkschaftsmitglieder sind – egal, was die SPD angerichtet hat.

===================================

Mit „Blockparteien“ sind Parteien bezeichnet, die sich in ihrer Ausrichtung inhaltlich kaum unterscheiden und somit einen einheitlichen Block bilden.

Einen solchen Block bilden CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne insofern, als sie die schlimmen Fehlleistungen wie das Schengen-Abkommen, D-Mark-Abschaffung, Haftungsübernahmen, Energiewende usw. unisono gemeinsam vertreten. Ich verwende für diese Parteien schon mal CDUCSUSPDFDPGrüne – ist ziemlich lang zum Tippen. „Antidemokraten“ ginge ja auch, wenn ich an die gemeinschaftliche AfD-Hetze und die gründlich in die Hose gegangenen Lex AfD aus Dezember 2015 denke. „Altparteien“ trifft ebenfalls zu – und wird auch nicht goutiert.

Dass man zutreffenden Begriffen oder Bezeichnungen eine Besetzung anlastet, stört mich eher wenig. Wegen eines Terroristenfreundes muss man auf klammheimliche Freude nicht verzichten, wenn die Lügenpresse (wurde auch von den Nazis verwandt; ich kenne keinen, der dieserhalb die Autobahn meidet und nur Landstraßen benutzt ) erneut gestiegene AfD-Umfragewerte vermelden muss. Wollte man auf alle von Terroristenfreunden, Kommunisten, Nationalsozialisten, Roten und Grünen verwandten Begriffe verzichten: Unsere Sprache bestünde nur noch aus Gestammel.


===================================

Ich finde überhaupt nicht, dass die AfD die Konkurrenz arg hart mit Worten attackiert. Angesichts der Unverschämtheiten und Hetzereien, denen sich die AfD seit ihrer Gründung ausgesetzt sieht, ist da noch viel, sehr viel, Luft. Die Entwicklungen der Umfragewerte und der daraus abzuleitenden Wahlwerte zeigen, dass deutliche Worte so verkehrt wohl nicht sind.
Zitieren
#25 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 27.07.2016 10:08
@ 24

Bedauerlich, dass man so etwas lesen kann oder soll .... sind wir in Weimar?
Zitieren
#26 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 27.07.2016 10:10
.... und wenn man bedenkt, dass man einen aufrechten Demokraten und Menschenfreund wie Bodo Ramelow sehr lange überwacht hat, findet man keine Worte ....
Zitieren
#27 VG 27.07.2016 13:23
Herr Plorin,

"AfD bewusst gewählt" - wofür? Für die Ziele, die Sie als Kandidat mal 2013 formuliert haben, die man vielleicht nicht teilen, aber über die man wenigstens noch ernsthaft diskutieren konnte?

Das glauben Sie? Wieviele Ihrer Neuwähler können mit dem Begriff "Nordeuro" überhaupt was anfangen.

Parteikollegen wie Gedeon oder Höcke - "kleinere Dellen und Ungeschicklichkeiten"?

Von Papen hat ja auch geglaubt, man werde die NSDAP schon zähmen.

An Ihrer Zielformulierung von 2013 erkennt man (noch) keinen Populismus, aber Ihre Rhetorik scheint sich ja inzwischen geändert zu haben.

Schön, dass sie kein Problem mit Nazi-Begrifflichkeiten haben, trotzdem hat weder das Konzept noch der Begriff "Autobahn" etwas mit den Nazis zu tun, da sowohl Pläne als auch Begriff schon seit Mitte/Ende der 20er in den Schubladen der Weimarer Republik lagen. Dies nur zur sachlichen Richtigstellung.
Zitieren
#28 Der Laie 28.07.2016 00:13
Da entstehen schon wieder neue Begrifflichkeiten
. . . / l i n k e - s a h r a - w a g e n k n e c h t - p r o v o z i e r t - m e i s t - f o l g e n l o s - w a r u m - a - 1 1 0 4 9 8 0 . h t m l

Wenn eine linke Politikerin Dinge anspricht,die nicht ins ideologische Korsett der Parteistrategen passen,wird gleich mit Förderung der AfD argumentiert.
Inhaltliche Themen oder Richtigkeit der Aussagen spielen da keine Rolle mehr.
Warum sitzen eigentlich über 600 Abgeordnete im Bundestag, wenn dann doch nur die Meinung von 5 Parteivorsitzenden in Deutschland das Maß der Dinge sein soll.
Zitieren
#29 Bernd Derksen 28.07.2016 11:14
@Der Laie
>Inhaltliche Themen oder Richtigkeit der Aussagen spielen da keine Rolle mehr.>

Das scheint mir eine Tendenz in der politmedialen Welt zu sein.

Umso lobenswerter finde ich den Kommentar #24 von Herrn Plorin.
Er hat sich inhaltlich-argumentativ mit meinen ihn betreffenden Anmerkungen in Kommentar #16 beschäftigt. Und Punkt für Punkt seine Ansicht dargelegt bzw. begründet. (Dass ich derlei wertschätze, gleich ob ich die Ansicht jeweils teilen mag oder mich überzeugt, dürfte klar sein.)

Warum fällt dies anderen Akteuren offenbar so schwer?
Wenn ich beispielsweise zum Vergleich mir anschaue, worauf sich Herr Lorenz beschränkte: einzig auf den Hinweis, dass er "nicht für [sich] in Anspruch [nimmt], sachlich zu sein". (#19)

Da fühlt man sich als politisch interessierter Bürger natürlich richtig ernstgenommen ... ;-)

Man komme mir jetzt nicht mit dem Format, den Kommentaren beim Notizblog. Auch auf ihren Facebook-Seiten ignorieren die Mitarbeiter von Frau Hendricks wie der Kreis-SPD offenkundig kritische Fragen. Die dortigen Auftritte werden augenscheinlich einzig als weiterer 'Vertriebsweg' für die eigene Sicht angesehen.

Dialog und Kommunikation - nur mit Leuten, die die eigene Ansicht teilen?
Ist das der demokratische Anspruch der SPD?

Mit Frau Dr. Hendricks habe ich ja noch nie selbst gesprochen. (Was ich als politisch Interessierter sicher bis zur Bundestagswahl noch ändern werde. ;-) )

Umso stärker wirkt bei mir folgende Erinnerung: Dass sie mal meine Nachfragen zu ihren Antworten kommentarlos löschte bzw. löschen ließ. (Als sie mal einige Zeit einen Versuch zum Dialog mit interessierten Bürgern auf ihrer Internetseite anbot.
War vielleicht nicht so ernst gemeint ... ;-) )
-----

@Gerd Plorin
Zumindest eine inhaltliche Stellungnahme meinerseits:
>Angesichts der Unverschämtheiten und Hetzereien, denen sich die AfD seit ihrer Gründung ausgesetzt sieht, ist da noch viel, sehr viel, Luft.>
Selbst wenn dem so ist, und ich sehe es ähnlich wie Sie, sollte das aus meiner Sicht nicht der Maßstab sein. Man sollte es besser machen.
So sehr ich es menschlich nachvollziehen kann und vermutlich in derselben Situation ähnlich handeln würde. (Als passiver Beobachter habe ich ja leicht reden ... ;-) )
Zitieren
#30 Bernd Derksen 28.07.2016 11:49
@VG #27
Ihre Anonymität wird schon gute Gründe haben. ;-)
Aber finden Sie den Einbringen der NSDAP nicht arg billig? Glauben Sie so wenig an die Substanz der heutigen Demokratie?
-----
Interessant finde ich ja den Umgang mit dem Wort "Lügenpresse". Da erklären das die Gemeinten aufgrund der Verbreitung flugs zum Unwort. Und begründen es u.a. mit der Nutzung durch Nationalsozialisten. Dass der Begriff viel älter ist und z.B. auch von den 68er öfter genutzt wurde, versucht man auszublenden.
Ich sehe den Begriff inhaltlich kritisch bzw. halte ihn für falsch. Aber einen sehr zugespitzten Ausdruck zulässiger Meinungsäusserung.
Ich finde aufgrund der (oftmals aufgrund guter Absichten praktizierten) Selektion und Tendenz mancher Berichterstattung den Begriff Lückenpresse begründeter.

Interessant finde ich, dass den meisten Journalisten offenbar die neutral-distanzierte Berichterstattung kein sonderlich wichtiges Gut zu sein scheint. Es geht ihnen oftmals mehr um verantwortungsbewusste Wirkung.
---------

Ich war mal Fan des Deutschlandfunks und seines Anspruchs an die politische Berichterstattung. Interessante Einblicke in deren Redaktion vermittelt einer, der dort 26 Jahre gearbeitet hat:
m . y o u t u b e . c o m / . . . /
Zitieren
#31 Der Laie 28.07.2016 14:07
@29 Bernd Derksen
In Verkaufsseminaren lernt der Teilnehmer unter dem Abschnitt
" Wie behandel ich Reklamationen" u.a.
" Wer sich verteidigt klagt sich an"
Dies dürfte einer der Gründe dafür sein, warum Politiker niemals konkret auf Fragen eingehen, oder im Nachhinein eigene Fehler oder Fehleinschätzungen
öffentlich eingestehen.
Die aktuelle Wertschätzung von politischen Akteuren ist doch nicht Grundlos so tief im Keller.Bei der Rechtfertigung der gewährten Privilegien
wird gerne der Begriff gewählt,dies ist erforderlich um die Eliten für politische Ämter gewinnen zu können.
Wenn es darum geht Verantwortung für politisch getroffene Entscheidungen zu übernehmen, ist von einem elitären Auftreten nichts mehr zu sehen.
Vll. sollte man den Abgeordneten mal das lesen von mindestens 10 Lokal Ausgaben der Zeitungen als Pflicht Lektüre verordnen, damit sie mitbekommen, was in diesem Land vorsich geht.

Wenn es heute an der Haustüre klingelt und man im unklaren ist, hat die
unbekannte Person evtl. eine Waffe in der Hand und fordert die Herausgabe von Geld,dann hat das nichts mehr mit einem subjektiven
Angstgefühl zu tun,sondern ist die teuer erkaufte Realität für grenzenlose Reisefreiheit.

Wenn ein Unternehmer feststellt, das eine produzierte Ware am Markt
nicht angenommen wird,wird er deren Produktion einstellen und neue Produkte suchen.
Warum blenden Politiker diese Erkenntnisse immer aus.
Wo Vorteile sind, gibt es auch Nachteile,da gilt es abzuwägen welche Seite überwiegt.Was bringt es einem Staat sich in der Welt als humanitärer Retter zu präsentieren und die eigene Bevölkerung ratlos und verunsichert zurück zulassen.
Zitieren
#32 Jörg Lorenz 28.07.2016 17:27
Herr Derksen tritt ja offenbar, im Gegensatz zu dem Laien, B.R., VG und ähnlichen Schreibern, mit seinem wahren Namen hier an. Und obwohl ich weiß, das es wenig Sinn hat, werde ich daher nochmals antworten.
1. meine Antwort bezog sich auf ihren Vorwurf, ich hätte die sachliche Ebene verlassen. Ich habe von dem AfD-Menschen keine verlangt und auch für mich nicht in Anspruch genommen, sachlich zu sein. muss Ihnen nicht gefallen, ist einfach so.
2. verrate ich Ihnen auch gern, warum ich auf ihre anderen, selbstgerechten Anmerkungen nicht eingegangen bin. Es ist eine Unverschämtheit, mir unterzuschieben, ich hielte nur eigene Ängste für berechtigt und die der anderen nicht. Das lässt sich weder aus der Formulierung noch der Intention meines Beitrags ableiten, sondern ist nur ihrer Fanatasie entsprungen. Warum sollte ich also darauf antworten?
Zitieren
#33 Bernd Derksen 28.07.2016 17:39
@Der Laie
1. >Was bringt es einem Staat sich in der Welt als humanitärer Retter zu präsentieren<
2. >und die eigene Bevölkerung ratlos und verunsichert zurück zulassen.>

Das erste ist moralisch geboten. (Zumindest wenn man einen deutschen Größenwahn pflegen möchte... ;-) )
Und kommt bei den meinungsmachenden Gutmenschen doch sicher gut an...

Und für das zweite, also Negatives, trägt die Politik bzw. der Staat schlicht keinerlei Verantwortung. Da müssen sich die Menschen mit abfinden ...

Dass das zweite irgendwie mit dem ersten zusammenhängen könnte, können nur böse Menschen konstruieren.
Denn Fakt ist doch: Wer Gutes will, kann nur Gutes bewirken... Zumindest ist er für nix anderes verantwortlich. ;-)
_______

Dass ich das persönlich anders sehe, ich z.B. Frau Merkel und die Abnicker in Partei und Bundestag für so manches in einer quasi Mit-Verantwortung sehe, ist hoffentlich klar.

Ich hoffte ja, dass ich mich irren werde. Aber dass die empfundene Sicherheit sich so entwickelt, war ja absehbar. Außer einem 'Das-wird-schon-gut-gehen' und Kleinreden der Risiken habe ich aus den Kreisen der etablierten Parteien da fast nix vernommen.

Es gibt ja Leute, die sagen ein Kernmerkmal "progressiven" Denkens sei der Optimismus bezüglich der Auswirkungen politischen Wirkens und Gestaltens. Wohingegen kritische, vorsichtige, skeptische Sichtweisen auf den Menschen eher "konservativ" seien.

Insofern sei eine unverzerrte Wahrnehmung auch negativer Aspekte der Wirklichkeit von gutmeinenden "linken" Menschen tendenziell eher nicht zu erwarten. Denn oftmals würde die ungeschönte Realität beim Gestalten und Verändern der Gesellschaft nur stören.)

Und auf diejenigen, die alle vier Jahre eine bedingungslose Handlungsvollmacht auszustellen und dann wieder öffentlich zu schweigen haben, ist doch normalerweise Verlass.

;-)
_____________
Nein, ganz im Ernst:

Nur beispielhaft am Agieren der Regierungschefin ein paar subjektive Vorteile:

Merkels Ruf in die Welt vom Sommer 2015 und das reale Öffnen der Grenzen - Es machte ihr das mediale und politische Geschäft leichter. Denn Medien wurden nun vielfach zum bedingungslosen Vermarkter der Regierungspropaganda. Die Opposition im Bundestag zum fanatischen Verteidiger des Regierungswirkens. Etc.

Ich bin ja weiter der Ansicht, dass Frau Merkel eine begnadete Machtpolitikerin ist. Im Kern ohne wesentliche eigene Werte. (Herrlich, wie sie in ihrer Vorstellungsrede vor der ersten Wahl zur Parteivorsitzende jeder parteiinternen Lobbygruppe quasi ein Bröckchen hinwarf...)

Wo sind denn aktuell noch Hindernisse für eine Koalition mit den Grünen? Ich sehe da nix Subtantielles mehr. (Die Partei Die Linke ist gerade in Sachen Krieg noch nicht im Berliner politischen Einerlei angekommen. Äh, professioneller ausgedrückt: Außenpolitisch noch nicht verantwortungsbewusst und zuverlässig.)

Somit hat die CDU viele Optionen für die nächste Wahl. Und die Pöstchen für die verdienten CDUler bleiben weiter gesichert. Oder gibt es da etwa noch andere Werte, die CDU-Mitglieder verfolgen? ;-)
Ist da nicht vermeintliche Macht und ein vermeintlich gutes Gewissen quasi Selbstzweck?s

Damit verglichen ist die Befindlichkeit im vermeintlichen Souverän nur dann von Belang, wenn es sich an der Wahlurnen äußern würde. Und danach sieht es aktuell nicht aus. Selbst wenn die ach so böse AfD mal in den Bundestag einziehen mag.

So wie nach den letzten Landtagswahlen aus dem CDU-Präsidiumsmitglied unwidersprochen äußerte, dass doch alle Nicht-AfD-Stimmen Zustimmung für Merkels Wirken gewesen seien.
Da kann doch nix schief gehen ...

Um zu Ihrem ursprünglichen Bild zu zurückzukommen:
Die Gesetze des öffentlichen politischen Marktes, vor allem das Diskreditieren, etc. alternativer Angebote, werden vermutlich für den sicheren Absatz des Standardprodukts sorgen. Auf die Wähler ist halt Verlass.

Im Zweifel wird jeder, der nicht das Standardprodukt herstellt, ein ganz böser dargestellt. Als "Nazi" (um das Sozialistische zu verschleiern ;-) ), und was da die politische Klamottenkiste so an Einschüchterungsmitteln hergeben mag.

Aber vielleicht irre ich mich, und die hiesigen Akteure der etablierten Parteien sind zur echten Auseinandersetzung mit den Inhalten der AfD bereit. Bislang sehe ich davon noch fast nix.
Der CDU-Gegenkandidat wurde ja von einem gar nicht so heimlichen Verehrer ;-) interviert. Und auf die Frage nach der AfD brachte er auch andeutungsweise etwas, das zuvor von einer anonymen "Antifa"-Facebook-Seite thematisiert wurde. Ausreichend inhaltlich überzeugend fand ich es nicht.

Aber kann ja noch werden...

_______
Schönen Tag noch allerseits.
Zitieren
#34 Bernd Derksen 29.07.2016 12:29
@Jörg Lorenz
Dass ich gerne mal provozierend frage bzw. formuliere, ist bei mir üblich.

>Warum sollte ich also darauf antworten?>

Vielleicht weil Sie für ihre Ansichten werden möchten, Menschen überzeugen möchten, Irrtümer aufklären möchten, usw.

Aber vielleicht täusche ich mich.
Es gibt ja in Parteien oft so eine Art Wagenburg-Mentalität: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Und mit Gegnern lohnt es sich nicht, Debatten zu führen.
Zitieren
#35 Jörg Lorenz 29.07.2016 15:56
Nur damit ich das richtig verstehe, Bernd Derksen: Sie stellen eine falsche Behauptung auf, nennen sie dann beschönigend eine "provozierende Frage" und ich soll diese Unverschämtheit anschließend richtigstellen, weil ich ja anderenfalls mich ihrem Vorwurf aussetze, Menschen nicht überzeugen zu wollen. ich weiß nicht, ob Sie das selber glauben, was sie da so von sich geben. Aber eins weiß ich sicher:Diese Spielchen spiel ich nicht mit.
Wenn Sie ernst genommen werden wollen, und von mir ernsthafte Antworten wollen, dann benehmen Sie sich entsprechend. Wenn nicht: auch gut.
Zitieren
#36 Der Laie 29.07.2016 16:58
@34 Bernd Derksen
Erwarten sie nicht zuviel,aufgrund des Mitglieder Schwundes in Duisburg wird die finanzielle Situation für die hauptamtlichen Kräfte der Parteien nicht besser.
Das für den Mitglieder Austritt natürlich Berlin zuständig ist,ist selbstredend.
Wenn man schon die eigenen Genossen von der Richtigkeit des Tun und Handelns nicht überzeugen kann, wie soll das dann Glaubwürdig bei einem unabhängigen Bürger möglich sein.

Aber vll.glaubt man in den Parteizentralen immer noch, in den paar Wochen vor den Wahlen, mit der Verteilung von Rosen, Kugelschreibern und Luftballons Stimmen einfangen zu können.

Aufträge bekommt man nicht dadurch, das man über den Wettbewerber schlecht redet,sondern seine eigenen Fähigkeiten in den Vordergrund stellt,aber wie es scheint sind einige die seit jahrzehnten nichts anderes als den Parteien Schreibtisch gesehen haben, damit einfach überfordert.
Zitieren
#37 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 29.07.2016 17:48
@ 33

Lieber Bernd, ich freue mich besonders über den letzten Abschnitt von Kommentar 33. Menschen, die etwas leisten und ein hohes Wissen haben und dieses umsetzen möchten .... kann man auch - soll man auch positiv darstellen, auch wenn man Dr. Sahra wählen würde ....
Zitieren
#38 B.R. 29.07.2016 20:00
[...] gelöscht

-------------------------------------------------------------

Damit ich nicht vorschnell Konsequenzen ziehe, erklären Sie doch bitte kurz, wie dieser Eintrag gemeint war.
Worauf beziehen Sie sich? Die Kommentare, den Artikel oder das Angebot als Ganzes?

Admin.
Zitieren
#39 VG 29.07.2016 20:50
zitiere Bernd Derksen:

Aber finden Sie den Einbringen der NSDAP nicht arg billig? Glauben Sie so wenig an die Substanz der heutigen Demokratie?


Ich glaube absolut an die Substanz der heutigen Demokratie. Woran ich allerdings nicht ist glaube, ist, dass die "Ehemalige-Lucke-Fraktion" der AFD den rechten Rand in der Partei im Griff hat. Daher auch der Vergleich.
Zitieren
#40 Jens-Uwe Habedank 29.07.2016 23:44
@ #35 und #33/34:
Gratulation, Herr Lorenz - Sie bestätigen quasi jedes Vorurteil gegenüber "Parteibonzen"!
Gratulation an Bernd Derksen, der das hier sehr fein und feinfühlig herausgefragt hat...!

Es macht immer wieder nachdenklich, Spass und bewegend Bernd Derksen zu lesen!
Zitieren
#41 Brexit 31.07.2016 06:13
Eine amüsante Diskussion, in der Herr Lorenz nur verlieren konnte.
Er muss sich Unterstellungen und Gemeinheiten (Blockparteien etc.) unterstellen lassen, kritisiert er das, ist er polemisch oder beschimpfend (aus Sicht der anderen Diskutanten).
Bernd Derksen, Tyler Durden und Der Laie haben an einer Diskussion kein Interesse, sondern fallen nur über Herrn Lorenz her. Zu dumm, dass er sich hier unter seinem Namen in die Diskussion einbringt. Das würde keinem CDU-Funktionär passieren.
Aber das sehen die "Kritiker" hier nicht. Mit ihrem Verhalten treiben sie die Politiker aus dem Forum oder zumindest in die "Anonymität". Dann kann man wieder kritisieren, dass sich kein Politiker hier einbringt.
Zitieren
#42 Bernd Derksen 31.07.2016 12:03
@Brexit
In der Grundtendenz will ich Ihnen gar nicht mal so widersprechen.

Ich hatte mir ohnehin vorgenommen, bei Gelegenheit Herrn Lorenz in der realen Welt mal anzusprechen.
Und daher wollte ich mich hier eigentlich nicht mehr zu Wort melden.

Aber auf folgende Annahme Ihrerseits muss ich doch reagieren. Und eine Frage an Sie stellen. Und ich hoffe Sie weichen nicht aus oder finden eine Ausrede.

Sie behaupten, dass ich "an einer Diskussion kein Interesse" habe.

Wie begründen Sie diese Einschätzung? Welche Belege sehen Sie dafür?

Dass Herr Lorenz auf meine Nachfrage seine Interpretation einer Passage meines Kommentars als seine Begründung für eine quasi Verweigerung des Dialogs angibt, reicht mir hierfür nicht aus.

Ich bin davon überzeugt, dass ich an Diskussionen interessiert bin. Aber auf Augenhöhe, und nicht so, dass kritische Nachfragen tabu sind.

Ich habe oft den Eindruck, Politiker glauben einen Anspruch darauf zu haben dass man ihre Stellungnahmen hinnimmt, akzeptiert, übernimmt, ... - das ist aber keine Form des ernsthaften Dialogs mit ernsthaft politisch interessierten Bürgern.

Aber natürlich:
Kontroversere Debatten sind im Internet, mit dem einen, zeitversetzten, Kommunikationskanal, oft schwierig.
Zitieren
#43 Gerd Plorin 31.07.2016 13:21
Kontroverse Debatten sind insbesondere für Beteiligte dann schwierig, wenn sie in der Defensive sind, also wenn sie keine oder die schwächeren Argumente haben. Dies tun sie dann oft auch noch lauthals kund, indem sie die sachliche Ebene verlassen und persönliche (natürlich abfällige) Wertungen abgeben.

Herrlich, diese Selbstrichtungen.
Zitieren
#44 Der Laie 31.07.2016 14:10
@41 Brexit
Herr Lorenz ist kein Feierabend Politiker, sondern führt den schönen Titel
Geschäftsführer der SPD in Duisburg und Kreis Wesel.

In dieser Funktion beteiligt er sich an der Diskussion in diesem Forum.
Bekanntlich werden die Gehälter nicht nur von den Beiträgen der Mitglieder bezahlt, sondern auch aus Geldern die sich die Parteien einstimmig aus dem Staatssäckel zu kommen lassen.

Im übertragenen Sinne bin ich als Steuerzahler also Mitgesellschafter der SPD,nach den Bestimmungen eines Gesellschafter Vertrages ist der Geschäftsführer seinen Gesellschaftern gegenüber schon Rechenschaftspflichtig.

Zu den Obliegenheiten eines Geschäftsführers gehört es auch,seine Arbeitskraft und seine Handlungen im Interesse und zum Wohle der Gesellschaft einzusetzen.

Im Umkehrschluss, was hat die SPD zu verkaufen, bzw. welche Dienstleistungen kann sie erbringen um auf Dauer am Markt bestehen zu können?

Wer unzufriedene Kunden hinterläßt,sollte bedenken,dass der Werbeetat
ansteigen muß, um die per Mundpropaganda verlorene Laufkundschaft
durch neue ersetzen zu können.

In Verkaufsseminaren lernt man,unangenehme Dinge am besten sofort erledigen,damit die Arbeitskraft unbelastet für den Rest des Tages zur Verfügung steht.

Das Politiker nie Fehler eingestehen werden, ist hinlänglich bekannt,
das unzufriedenen Wähler plötzlich von ihren Gewohnheiten bei der Stimmabgabe abweichen, hat die FDP kennengelernt.


Die letzten Landtagswahlen haben gezeigt,die alten Parolen ziehen nicht mehr,der geneigte Wähler ruft immer öfters seinen Bio Speicher ab,was wurde versprochen, was davon wurde gehalten.

Die anstehenden Landtagswahlen, auch die in NRW dürften spannend werden,wenn sich plötzlich in dreier oder vierer Koalitionen alle Parteien wieder finden wollen.
Zitieren
#45 Brexit 31.07.2016 16:43
@all:
Was Der Laie da über seine angebliche Beteiligung an der SPD schreibt, kann ja wohl nur Satire sein.
Aber vermutlich meint er das sogar ernst.
Auf sowas kann man meiner Meinung nach nicht eingehen.
Zitieren
#46 Jörg Lorenz 31.07.2016 16:49
Immerhin verfügt AfD-Plorin doch über ein nennenswertes Maß an Selbstkritik. Hätte ich ihm vorher nicht zugetraut. Aber dem, was er da unter #43 über seine eigenen Beiträge schreibt, kann ich tatsächlich nur zustimmen.
Zitieren
#47 Brexit 31.07.2016 16:49
@Bernd Derksen.
Dass Sie an einer Diskussion interessiert sind denke ich schon.
Aber hier wurde dazu kein Versuch unternommen.
Auf die Aufzählung von Herrn Lorenz, wovor er Angst hat, antworteten Sie: "Sie haben also Ängste. Und ihre sind berechtigt..? Die anderen per se nicht? Einfach weil es die anderen sind?"

Ich verstehe nicht, wie Sie das aus den Zeilen von Herrn Lorenz ziehen?
Das hat er doch gar nicht geschrieben, sondern sich selbst beschrieben mit seinen Ängsten?
Mir scheint, dass Sie die nicht ernst nehmen. Mit dem Vorwurf von Ihnen verweigern Sie doch die Diskussion, oder nicht?
Richtig wäre nach meiner Auffassung gewesen, seine Ängste einfach hinzunehmen und dann zu fragen, wie es denn mit den Sorgen anderer Menschen steht (Welche konkret?).
Zitieren
#48 Der Laie 01.08.2016 00:39
@45
Das Zauberwort nennt sich staatliche Teilfinanzierung:
. . . / f i n a n z b e r i c h t _ 0 9 _ 1 0 . p d f
Aber sie sind sicherlich noch jung und können dazu lernen.

Das Geld das die Mandatsträger aus dem Steuersäckel zur Finanzierung ihrer Wahlkreisbüros erhalten,darüber würde sich so mancher Handwerksbetrieb auch freuen.

Die Gelder die an die parteinahen Stiftungen fliessen ca 423 Millionen Euro pro Jahr sind ja wohl auch als unvermeidbare Größe in Stein gemeißelt.

Den volkswirtschaftlichen Nutzen kann ich für diese Ausgaben jedoch nicht erkennen,es sei denn man sieht die Förderung des eigenen politischen Nachwuchses,als staatliche Aufgaben an.

Das der Handwerksmeister seine Ausbildung selber finanzieren muß,ist da
natürlich als System Kollateralschaden einzustufen.

@Herr Lorenz
Von Kampfgeist kann doch keine Rede sein,oder warum verliert die SPD immer mehr Mitglieder,liegt es vll. auch daran, dass Bürger die in prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt sind,ihre paar Cent nicht für Beiträge an Gewerkschaften oder Parteien ausgeben wollen.

Beim Kampf um die Stimmen aus der Mitte der Gesellschaft,dürfte es langsam eng werden,da kommen natürlich Schlagzeilen wie diese zur Unzeit.
. . . / p e t r a - h i n z - s p d - e s s e n - j u s o s
Zitieren
#49 Rainer Nehls 04.08.2016 15:26
zitiere Willi Heuvens, Spark.ang. a.D.:
@ 12

Für mich sehr guter Kommentar, durchdacht und realistisch.... obwohl Herr Lorenz und ich nicht immer einer Meinung sind. Ich für mich als christlich-linker Bürger ignoriere Rechts, dort gibt es keine Lösungen, lediglich Parolen, die letztlich nur Negatives bringen. Mir ist beispielsweise ein Asylsuchender, der sich integriert, der sich einbringt, herzlich willkommen .... und weit über 90 Prozent sind friedvoll, menschlich und fleißig.

Es kann ja sein, dass weit über 90 Prozent friedvoll und menschlich sind. Leider gibt es da aber noch die 10 Prozent oder mehr, die eben nicht friedlich sind. Wie kommen Sie darauf, dass weit über 90 Prozent fleißig sind. Nach Aussage von Frau Nahles, stehen ca. 90 Prozent, wegen fehlender Bildung dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Was meinen Sie denn da mit fleißig?
Zitieren
#50 Jörg Lorenz 04.08.2016 15:41
#49 Typische Stammtischparole - Einfach mal behaupten, wird schon keiner nachprüfen. Klappt leider nicht. 10% der Zuwanderer im erwerbsfähigen Alter haben schon im ersten Jahr Zugang zum Arbeitsmarkt gefunden. Das ist Aussage von Frau Nahles und der Arbeitsagentur. Die weitaus meisten haben es allerdings wegen fehlender Bildung schwer, darum wird genau daran gearbeitet. Aber: über ihren Fleiß sagt das überhaupt nichts aus, denn auch der persönlichen und beruflichen Bildung kann man sich mit Fleiß widmen, wie ihnen zahllose Schüler/innen und Studierende sicher gern bestätigen würden.
Und auch die Zahl von "10 Prozent oder mehr" die nicht friedlich sind, wird einfach mal so rausgehauen und ist mit nichts belegt - außer mit ihren Vorurteilen.
Zitieren
#51 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 04.08.2016 16:11
@ 49

Unter "fleißig" verstehe ich zum einen, dass - mit geringen Ausnahmen - fast alle gern bereit wären, auch einfache Arbeiten zu machen, zu anderen sich auch anstrengen würden, eine Ausbildung zu machen, zu lernen. Man muss ihnen nur die Chance geben, dann sind 90 Prozent oder mehr auch bereit, sich zu intergrieren, sich den Rahmenbedingungen anzupassen, ihre Unterkünfte und Wohnungen zu pflegen - man muss es ihnen zeigen und ihnen helfen, auch mal an die Hand nehmen, wenn man es so ausdrücken darf.

Früher in den 1960er Jahren hat man oft gesagt: die Südländer sind nicht fleißig. Meine Erfahrung nach vielen Reisen: die sind genau so fleißig - wenn nicht fleißiger - als die Mitteleuropäer - wir sollten uns von Vorurteilen trennen und lösen, Man darf natürlich die Arbeitnehmer aus diesem Land nicht vergessen.
Zitieren
#52 Der Laie 06.08.2016 01:01
Wenn man so etwas liest:
. . . / b u n d - z a h l t - b e r a t e r n - m i l l i o n e n - f u e r - a b s c h i e b e - t i p p s - a i d - 1 . 6 1 6 5 6 1 9
Der fragt sich wirklich,für welches Können erhalten im Bundestag über 600 Personen jeden Monat fast 14000 €.
Juristische Fachkenntnisse von einem Justizminister zu erwarten ist in der heutigen Zeit wohl zuviel verlangt.
Da kann man sich z.B. in Düsseldorf ja auch lieber um herrenlose Vermögen auf irgendwelchen Konten bei Banken und Sparkassen kümmern,anstelle als Gesetzgeber mal eindeutig, klar und zweifelsfreie Gesetzestexte zu verfassen.
Zitieren
#53 Walter Effertz 17.11.2016 09:01
@Jörg Lorenz
"Typische Stammtischparole - Einfach mal behaupten, wird schon keiner nachprüfen. Klappt leider nicht. 10% der Zuwanderer im erwerbsfähigen Alter haben schon im ersten Jahr Zugang zum Arbeitsmarkt gefunden"
Von wegen Stammtischparole. Richtig ist sicherlich, dass Zahlen immer nachprüfbar sein müssen, aber was uns Frau Nahles weismachen möchte, ist so unrealistisch, dass ich nicht mal auf die Idee kommen möchte, das zu überprüfen. Das würde ja bedeuten, dass im Verlauf der letzten zwölf Monate etwa 120.000 Menschen, die aus fernen Ländern zu uns gekommen sind, berufstätig sind. Nach zwölf Monaten sprechen diese Menschen in der Regel ja noch nicht einmal so gut Deutsch, dass sie sich mit einem Vorgesetzten oder gar Kunden verständigen könnten. Durch meine ehrenamtliche Tätigkeit habe ich einen recht guten Einblick in die Situation der Flüchtlinge in Uedem. Wissentlich ist mir nur ein Flüchtling bekannt, der einen Minijob bei einem Supermarkt im Lager hat. Dieser Flüchtling lebt schon über vier Jahre hier, spricht ein wenig Deutsch und ist mit einer deutschen Frau verheiratet. Lassen wir uns nichts vormachen: den Großteil der Flüchtlinge werden wir noch in zehn Jahren nicht in Arbeit haben. Möglicherweise hat Frau Nahles ja die alten Flüchtlinge mitgezählt, die irgendwann aus dem Asylbewerberleistungsgesetz in die Sozialhilfe fallen und deshalb nicht mehr in der Statistik auftauchen.
Zitieren

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren