cdu kandidaten-webAch, der Erdowahn, der hat es gut. Wenn ihm ein Journalist nicht passt, dann landet der bekanntlich im Knast. Geht bei uns ja leider (noch) nicht. Deshalb müssen sich unsere Politiker mit der dummen Pressefreiheit rumschlagen und so tun, als wäre sie ihnen ein hohes Gut und schön entrüstet sein, wenn der Kalif oder das Trumpeltier mal wieder ein paar Journalisten auslädt oder gar nicht erst hineinlässt. Aber auch bei uns beherrscht man diese Kunst, missliebige Berichterstattung notfalls durch Rechtsbruch zu unterbinden, wie die CDU gestern in Issum eindrucksvoll bewies.

Gestern fand nämlich eine öffentliche Vorstellungsrunde der vier Bewerber um die CDU-Bundestagskandidatur in Issum statt. In Kleve war die Vorstellungsrunde am Sonntag noch parteiintern, die Veranstaltung in Issum jedoch war ausdrücklich öffentlich: „Sie [die Bewerber – Anm. d. Autors] möchten sich auf Einladung der Gemeindeverbände Issum, Kerken und Rheurdt (…) den Mitgliedern und allen interessierten Bürgern vorstellen“, hieß es in der Pressemitteilung der CDU-Gemeindeverbände Issum, Rheurdt und Wachtendonk, die u.a. die Rheinische Post veröffentlichte. Rund 60 Besucher kamen in den Issumer Bürgersaal und auch eine Kollegin der Rheinischen Post wollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, vom ersten öffentlichen Aufeinandertreffen der Bewerber zu berichten.cdu issum1-web

So richtig öffentlich wollte die CDU es dann doch nicht haben. Zumindest wollte man keine Journalisten dabeihaben und wohl vor allem nicht mich. Nach einem Foto (siehe oben) der vier Bewerber Tammo Eilers (Issum), Christoph Gerwers (Rees), Matthias Reintjes (Emmerich) und Stefan Rouenhoff (Goch), nahm mich der Issumer CDU-Chef Klaus Viefers zur Seite und meinte, dass ich noch seine Begrüßung abwarten dürfe, dann aber gehen müsse. Ich war etwas verwirrt, weil die Veranstaltung doch deutlich erkennbar öffentlich war und dann dürfen selbstverständlich auch Journalisten dabei sein. Es wurde auch nicht die Parteimitgliedschaft der Besucher überprüft, wie das am Tag zuvor noch in Kleve der Fall gewesen war. Wer kam, der kam. Wie das bei öffentlichen Veranstaltungen eben so ist. Während ich also etwas unschlüssig herumstand, entdeckte ich die RP-Kollegin in der letzten Reihe sitzend. Sie hatte eine etwas andere Anweisung von Klaus Viefers erhalten: „Herr Viefers sagte, ich solle mich einfach in die letzte Reihe setzen.“ Habe ich dann selbstverständlich auch gemacht.

Doch dann kam Herr Viefers nach seiner Begrüßung von Podium herunter zu mir geeilt und beförderte mich hinaus. Weil das ja eine CDU-interne Veranstaltung sei. Intern, obwohl öffentlich eingeladen und nicht mal überprüft wurde, ob auch nur CDU-Mitglieder anwesend waren? So stand ich nun draußen vor dem Saal, die RP-Kollegin saß drin.

Das Issumer CDU-Kreistagsmitglied Paul Düllings versuchte die Situation wenigstens ansatzweise zu retten und geleitete nach ca. 5 Minuten auch die RP-Kollegin aus dem Saal. „Es kann ja nicht sein, dass nur ein Pressevertreter hinausgeschickt wird“, sagte Düllings. „Wenn einer, dann alle.“ Das hat zwar etwas von ausgleichender Gerechtigkeit und übertüncht zumindest ansatzweise, dass es hier wohl darum ging, befürchtete missliebige Berichterstattung zu unterbinden. Es war ein klarer Verstoß gegen das Versammlungsgesetz (§6), wonach Pressevertreter nicht von öffentlichen Versammlungen ausgeschlossen werden können. Aber eine CDU im Erdowahn macht das einfach. Ist ja eh alles Lügenpresse.

cdu-issum2Düllings war das alles auf alle Fälle hochnotpeinlich. Er beteuerte mehrmals, dass ihm unverständlich sei, warum Journalisten nicht von einer öffentlichen Veranstaltung berichten dürften. Er telefonierte deshalb noch mit CDU-Kreisgeschäftsführer Manfred Lorenz und Kreisparteichef Dr. Günther Bergmann. Aber die betonten nur mehrmals, dass das eine CDU-interne Veranstaltung sei und da hätten dann auch Journalisten nichts verloren. Da aber Veranstalter nun die CDU-Verbände in Kerken, Rheurdt und Issum waren, bekamen die Kollegin und ich es dann auch noch von der Kerkener CDU-Vorsitzenden Hubertina Croonenbroek erklärt. „Sind Sie denn sicher, dass da nur CDU-Mitglieder drinsitzen?“, fragte die Kollegin die stellvertretende Landrätin, woraufhin die klarstellte: „Ja. Aber ich kenne natürlich nicht jeden persönlich.“ Man muss vielleicht Politiker oder Hellseher sein, um einen solchen Satz begreifen zu können...

Die RP-Kollegin zog sichtlich angesäuert ab, ich gesellte mich noch zu Paul Düllings, der mal eben eine „Entspannungszigarette“ rauchen wollte. Unsere Unterhaltung wurde kurz gestört von der Kreisgeschäftsführerin der SPD, Lena Kamps, die etwas verspätet zur Beobachtung des künftigen Gegners ihrer Chefin Barbara Hendricks kam. Ich begrüßte sie herzlich, Paul Düllings begrüßte sie höflich. Klar, ist ja der politische Gegner. Für mehr blieb keine Zeit, die Vorstellung der Bewerber war ja schon in vollem Gange und SPD-Geschäftsführerin Kamps wollte nicht noch mehr verpassen. Also verschwand sie flugs im Saal und keiner fand etwas dabei. Die CDU wollte ja auch nicht die Besucher, sondern die Presse kontrollieren - so wie der humorvolle Kalif. Darauf einen Raki!

„Sie haben uns ohne Recht und Urteil öffentlich gestäupt (…) und sollten uns nun heimlich ausstoßen? Nicht also; sondern lasset sie selbst kommen und uns hinausführen!“ (Apostelgeschichte 16,37)

Olaf Plotke, 21. Juni 2016

 

Notabene: In einer früheren Version des Notiz-Blogs wurde der Satz "Ja, aber ich kenne natürlich nicht jeden persönlich." Magret Voßeler zugeschrieben. Das ist falsch. Ich bitte Frau Voßeler und die Leser diesen Fehler zu entschuldigen.

Kommentare   

#1 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 21.06.2016 14:35
Lieber Olaf, lächle einfach drüber, so etwas ist ein Zeichen von Schwäche und Unsicherheit.
Dabei muss ich nochmal erwähnen, dass mir der Kandidat aus Goch sehr gut gefällt, mit ihm kann man auch im Beisein erfolgreicher Unternehmer - aber auch gemeinsam mit Planern, Investoren und Ideengebern - auf Augenhöhe diskutieren. Ein sehr intelligenter Mann, den da die Gocher ins Rennen schicken, die Vita kann sich sehen lassen und ich kann ehrlich sagen:
Es ist eine Freude, sich auch als Nicht-CDUler mit ihm zu unterhalten, auszutauschen .... sein Wissensdepot ist übergroß und .... ein lieber Mitmensch auch noch .... kommt er durch, könnte es gut möglich sein: Willi gibt ihm seine Stimme!
Platon sagte einmel: die Intelligenten sind zu bequem, Politik zu machen. Jetzt tun es die Dummen und die Intelligenten ärgern sich.
Hier ist ein Kandidat, der weder dumm noch bequem ist, jemand den auch die Menschen vom linken Spektrum wählen können.
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#2 Bernd Derksen 21.06.2016 17:20
Sehr bemerkenswert, Olaf.
Danke für den Bericht.

Was bedeutet der Begriff 'Public Viewing' noch mal eigentlich? ;-)
---------

Ich habe ja schon CDU-Veranstaltungen erlebt, bei der die Pressevertreter drin bleiben durften und ich als nicht persönlich eingeladener Bürger freundlich herausgebeten wurde.
Aber auch eine Veranstaltung des CDU-Bundesverbands, zu der Journalisten keinen Zutritt hatten und Dr. Bergmann überrascht mir begegnete.

Wichtig ist es halt, klar zu kommunizieren, ob es öffentlich ist bzw. wer Zutritt erhält.

Wie im Issumer Fall aber offenkundig willkürlich Journalisten auszuschließen, verdient deutliche Kritik.
Denn das geht gegen Grundsätze unseres politischen Systems. So sehr man auch Angst vor den gefährlichen und zugespitzten Notizblog-Artikeln von Herrn P. haben mag. ;-)

Sinnvoll fände ich klarstellende und entschuldigende Worte des Kreisvorsitzenden.
Mmh, vielleicht muss ich morgen abend doch mal im Kolpinghaus vorbeischauen. Auch wenn ich an sich dort nur ein uninteressantes Durchwinken der Kandidatur erwarte. (Gleich, was da jemand anonym hier meint ankündigen zu können.)
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>ein Zeichen von Schwäche und Unsicherheit>
Ja. Ich finde es vor allem politisch unprofessionell, ja armselig.

Lässt sich die RP denn derlei einfach gefallen?
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#3 RoteZora 21.06.2016 19:19
Dem aufmerksamen Beobachter ist sicherlich aufgefallen, dass Herr [Da hier eine eindeutige Zuschreibung vorliegt, die für uns nicht überprüfbar ist, hat sich die Redaktion zur Streichung der Zuschreibung entschieden. - Administrator] zu Beginn der Veranstaltung eine "intensive" Diskussion mit den Veranstaltern geführt hat. Daraufhin folgte der hastige Rauswurf von O. Plotke.

In seiner Rede an die Mitglieder ließ Herr [gestrichen vom Administrator] kein gutes Haar am Kurier und den "Blogs" im Internet.

Ein Schelm, wer hier einen Zusammenhang sieht...
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#4 Insider 21.06.2016 19:33
Einer Volkspartei absolut unwürdig! Warum werden die Kandidaten vor der Presse und damit dem Bürger und Wähler versteckt? Warum deckt ein Dr. Bergmann dieses Verhalten?

Ein Ronald Pofalla, Helmut Linsen, Manfred Palmen hätten sich als unangefochtene Lokalmatadore wie selbstverändlich vor die Presse gestellt. Heute ist man nicht mal im Landesvorstand vertreten.
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#5 O.Plotke 21.06.2016 19:38
@Bernd Derksen:
Die RP kann ja erst morgen berichten.
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#6 CDU-Abtrünniger 21.06.2016 21:17
Ich freue mich jetzt schon auf die umfangreiche Erklärung des CDU-Vorsitzenden, dass das alles falsch verstanden wurde, die CDU selbstverständlich zur Pressefreiheit stehen würde und man wusste, dass nur CDU-Mitglieder anwesend waren und die SPD-Frau sich wohl einfach unbemerkt eingeschlichen habe. Das mit den Journalisten tut allen sehr leid, aber es sei eben nur ein Missverständnis.
Wetten, dass es so oder so ähnlich sein wird?
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#7 Klever CDU 22.06.2016 00:21
Es hat sich ja bereits rumgesprochen welcher der vier Kandidaten hier auf die Entfernung der unliebsamen Presse bestanden hat. Unsouverän, sehr unsouverän und peinlich für den möchtegern Bundespolitiker mit angeblich ach so viel Lebenserfahrung.
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#8 Der Laie 22.06.2016 01:03
Hier der Bericht der RP:
www.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/cdu-verbannt-journalisten-aus-dem-buergersaal-in-issum-aid-1.6065328

Irgendwie verständlich,das die Parteistrategen verhindern möchten, das sich die Wettbewerber aus den Reihen der anderen Parteien schon auf die Themen der einzelnen Kandidaten einschiessen können.

Wie das allerdings mit dem heren Anspruch einer repräsentativen Demokratie,wir vertreten die Interessen der Bürger im Kreis Kleve zusammen passen soll,verstehen wohl nur Wahlstrategen oder die, die sich dafür halten.
In Sachsen- Anhalt,Baden- Württenberg und Rheinland-Pfalz haben die Strategen doch erkennen müssen, ein Plakat mit einem per Photoshop behandeltem Gesicht und einem sinnfreien Spruch reichen nicht mehr, um Wähler zu überzeugen.
Was macht eigentlich die CDU, wenn die Hauspostille ihre Rosa Rote Partei Brille absetzt und zukünftige Pressemitteilungen einfach im Altpapier Container entsorgt,müssen dann die Partei Soldaten ran und
Flyer in jeden Briefkasten stecken,um sich bemerkbar zu machen.
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#10 Mario Krude 22.06.2016 06:15
Olaf, als Pressevertreter sind Sie ja auch kein gemeiner "interessierter Bürger".
DIE waren laut ihrem verlinkten RP post ja eingeladen.

Sie sind ein Journalist der "ein Interesse hat".
Und beim Kurier am Sonntag sind diese Interessen möglicherweise ja nicht 100% CDU hörig.

Das man Sie da dann ggf. nicht an die Kandidaten ranlassen kann wenn Sie möglicherweise kritisch sind ist doch wohl verständlich ;-)

Disclaimer: Ich habe mich bisher nicht mit dem Background des KaS vertraut gemacht und weiß nichts über dessen politische Interessen/wessen brot sie essen.
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#11 Maus abgerutscht 22.06.2016 07:05
Interessant, dass es sich hier, sofern das überhaupt möglich ist, etwas milder und anderes anhört...

www.rp-online.de/app/1.6065078
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#12 O.Plotke 22.06.2016 07:52 Zitieren
#13 Gerd bartels 22.06.2016 08:47
Puuh, das ist stärker Tobak! Sollte die CDU vergessen haben, dass die nächstjährige Wahl eine demokratische ist, an der ja letztlich möglichst viele Bürger teilnehmen sollen. Ein alter Spruch in der Werbung lautet: "tue Gutes und sprich darüber". Hierzu wäre jetzt Gelegenheit gewesen und die Presse hätte auch noch darüber berichtet. Geht's denn noch besser? Ich bin mir sicher das die Kandidaten kein Problem damit gehabt hätten. Ja und wenn dann zum guten Schluss auch noch der CDU Kreisgeschäftsführer Herr Lorenz nicht mal in der Lage ist mit einer klaren Ansage die Situation zu retten, dann muss man sich auch nicht wundern wenn auch Herr Bergmann an der falschen Glocke zieht, ohne damit die Chance zu ergreifen hier das richtige Signal zu geben, dass da heißt "Offenheit und Transparenz im Sinne der Bewerber", denn letztlich wird sich einer dieser Bewerber am Ende nicht einer parteiinternen Wahl stellen sondern er muss vielmehr vom Bürger gewählt werden. Fazit: Frau Dr. Barbara Hendricks wird sich sicher über die unerwartete "indirekte Untersützung" gefreut haben. Aber wer weiß , vielleicht richtet es am Ende ja auch die Landesliste.
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#14 Mario Krude 22.06.2016 08:57
Ob olafs BerufsKollegin nach diesem "sehr persönlichen Bericht" wohl noch lange für die "stockkonservative" (Volker Pispers) RP arbeiten darf?
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#15 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 22.06.2016 10:11
Ich denke, die CDU alles Ganzes ist stark verunsichert, es geht bestimmt nicht speziell gegen Olaf, den ich als ehrlich und verlässlich kennenlernen durfte. Wenn man einer Partei nachweist, dass sie wesentlich an der Altersarmut, an Minilöhnen und Ausbeutung auf dem Arbeitsmarkt, an Armutsrenten und an immer weiter wachsender sozialer Ungerechtigkeit im Land (mit-)verantwortlich zeichnet .... da wird man schon mal ungesellig und nervös ....
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#16 Müller 22.06.2016 12:11
Herr Heuvens,

zu Ihrem Beitrag Nr. 15 zur CDU volle Zustimmung, lediglich eine Ergänzung m.E. notwendig:

"ungesellig und nervös" und verdammt ängstlich.
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#17 Christian Breuer 22.06.2016 13:09
@Mario Krude: Hier die gleiche Antwort wie in FB zu dem Vorwurf, die RP sei "stockkonservativ": Auch und gerade im Gelderland dürfte sich herumgesprochen haben, dass die RP ganz sicher kein CDU-Parteiblatt ist. Ich war dort selber mehrere Jahre Redakteur in der Lokalredaktion, mir ist nie gesagt worden, was ich schreiben darf, kann, soll oder muss. Und ich bin mir recht sicher, dass sich die Vertreter aller Fraktionen/Parteien mal mehr und mal weniger geärgert haben.
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#18 Günter K 22.06.2016 14:39
Allen Kritikern muß erst eimal erklärt werden, daß es sich hier um eine Veranstaltung zur Vorstellung von 4 Bewerbern handelte, die sich am 29.06.2016 den CDU Mitgliedern des Kreises Kleve als Bundestagskandidat zur Wahl stellen.
In den anderen Veranstaltungen wurden auch nur CDU Mitglieder eingeladen, damit man sich ein Bild über die Personen machen kann, die am 29.06.2016 zur Wahl stehen.
Da am 29.06.2016 auch nur CDU Mitglieder wählen können, war es vernünftig auch nur CDU Mitglieder zu informieren, damit im Vorfeld der Wahl, die Kandidaten nicht auch von Nicht-Mitgliedern der CDU in der Öffentlichkeit zerrissen werden.
ich kann verstehen, daß Herr Plotke dies allzu gerne getan hätte.
Wer am 29.06 2016 gewählt wird, ist einzig und alleine Entscheidung der CDU Mitglieder.
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#19 Christian Heinrich 22.06.2016 14:44
“Ohne Pressefreiheit ist die Demokratie kaputt.” - Richard v. Weizsäcker

Hallo,

wer kann die 4 Kandidaten jetzt noch ernst nehmen? Kein Gefühl für etwas an Diplomatie zum richtigen Zeitpunkt auch bei Dr. Bergmann. Aber genau das wird in der Politik, besonders im Bundestag, gebraucht. Stattdessen aber nichts hören, sagen oder sehen und Ausgrenzung. Wie schlecht ist das denn? Mir ist nicht bekannt das der Berliner Tiergarten für 2017 Nachwuchs sucht.

Ich sehe es also ähnlich wie Kommentator Gerd Bartels im Kommentar #13 und ich hoffem dass selbst Gestrige vor Wahlkreuzchen 2017 was erkennen.

Mein Eindruck: Zum 'den Finger heben' und nie mehr, treten 'CDU'ler' an. Am Ende, siehe Wahl in Aachen (Landesvorstand) bringt das immer wenig. Irgendwann, ist ja nicht die erste Wahlschlappe der CDU im Kleverland, ist wirklich erlaubt sich Gedanken zu machen und vom Klappergaul zu steigen.

Stattdessen gibt man die beleidigte Leberwurst? Wer hat den Fehler gemacht und wer ist letztendlich quasi das Opfer. Die, die extra angereist sind? Echt?

'Hindernis für Fortschritt'. Diese Bezeichnung, die Hr. Palmen einst brachte, passt, meine ich, zur CDU im ganzen Kleverland. Und es wird nicht besser?

Schade, Frau Dr. Hendricks kann vermutlich nicht verlieren. Gegen solche?

Bei Kommunalwahl 2020 erlebt die CDU im Kleverland ein blaues Wunder. Ich hoffe nur das die AfD bis dahin nicht zulegen kann. Fände ich echt übel!

LG
Christian Heinrich
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#20 Jörg Lorenz 22.06.2016 15:12
#18 Günter K. Nichts gegen einzuwenden: Wenn die CDU es für richtig hält, im geschlossenen Kreis über die Kandidaturen zu beraten, dass ist das ihre Entscheidung. Hier war es aber anders: Die veranstaltenden Gemeindeverbände haben ausdrücklich interessierte Bürger eingeladen und es hat keine Einlasskontrolle gegeben, die das auch sicherstellt. Damit handelt es sich eindeutig um eine öffentliche Veranstaltung und es gilt § 6 des Versammlungsgesetzes: § 6
(1) Bestimmte Personen oder Personenkreise können in der Einladung von der Teilnahme an einer Versammlung
ausgeschlossen werden.
(2) Pressevertreter können nicht ausgeschlossen werden; sie haben sich dem Leiter der Versammlung gegenüber
durch ihren Presseausweis ordnungsgemäß auszuweisen.
Wir haben es also nicht nur mit einer politischen Dummheit, sondern mit einem Rechtsverstoss zu tun.
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#21 Mario Krude 22.06.2016 16:37
@ Christian Breuer
Ich habe keine Vorwürfe gegen die RP erhoben. Ich habe zitiert.
Einmal die Worte der Redakteurin und einmal mit Angabe von wem.

Pispers sagt im bezug auf PR es sind 4 reiche Familien und er benutz für sie in seinem Programm die Attribute stockkatholisch bzw. stockkonservativ soweit ich mich erinnern kann. Habe beide schon in unterschiedlichen Versionen seines Programms gehört.
Hier in dem kurzausschnitt Medien aus seinem Gesamtprogamm ist's Stockkatholisch
youtu.be/X4PJwHCjh_g?t=395

Ich denke es ergeben sich durchaus Schnittmengen zwischen dem was die Eigentümer und die CDU'ler wollen. ;-)

Höre mir jetzt mal wieder nach langer Zeit Herbert Grönemeyers "Mit Gott" an.
Uralt und passt trotzdem relativ regelmäßig wenn mal wieder was bei denen ist immer irgendwie auch ein bisschen auf die Kreis Klever CDU meinem Empfinden nach.
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#22 Günter K 22.06.2016 22:04
Wie machen Sie es denn in der SPD?
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#23 Onkel Wolf 23.06.2016 08:07
Dies zeigt, wie schwach die Kandidaten sind. Aber das sind wir Wähler selbst schuld, wenn man nur noch den Klünglern und Pöstchenjägern das Geschick überläßt.
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#24 Martin Fingerhut 23.06.2016 09:11
@ #22 Günter K :
Wie die SPD es macht, weiß ich natürlich nicht sicher.
Doch halte ich es für jede Partei für ratsam,
1.) die Einladungen, die sie rausSchickt, vorher sorgfältig zu prüfen
und
2.) zu den Einladungen - selbst falls sie aus Versehen Fehler enthalten sollten - zu stehen.

Aber das mit dem ZuSeinemWortStehen ist nicht gerade die Stärke großer Parteien.

Daß SPD-Mitglieder bei CDU-Versammlungen willkommen sind und gut dortHin passen,
dürfte niemanden wundern, der an Klever (Un)RatsVerhältnisse gewohnt ist :
Seit JahrZehnten hat die SPD sich selber darauf dressiert,
schön artig der CDU zur Seite zu stehen.
Spätestens wenn die PseudoGrünen gerade mal einen TagesOrdnungsPunkt lang sich schwach daran erinnern,
daß sie eigentlich einst - vor langer, langer Zeit - im vorigen JahrTausend mal für grüne Politik gestanden hatten,
springt die SPD als MehrheitsBeschaffer der CDU freudig ein.
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#25 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 23.06.2016 09:27
@ 23

Da ist - allerdings bedingt - was dran, wobei - wie ich bereits schrieb - bei Herrn Rouenhoff eine Ausnahmeerscheinung mit hohem Können und sehr guter Ethik auf dem Parkett steht, ich konnte mich selbst überzeugen.
Ein Problem im Öff. Dienst .... Leistungsträger und Menschen, die etwas anpacken und zum Optimalen verändern wollen, oft nicht er- und gewünscht sind.
Wenn ich mal ehrlich bin - ich habe leider bis Renteneintritt dort verbracht, war vielleicht bis etwa 20 Prozent gefordert .... keine Polemik, m. E. Realität.
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#26 Michael Bay 23.06.2016 10:51
Lieber Jörg (N.20), Du hast völlig recht mit Deiner Einschätzung. Vielleicht war es ja beides: Politisch-demokratisch gesehen das falscheste, das man machen kann und, Du hast die entsprechenden §§ ja schon herausgesucht, ein Verstoß gegen Bürgerrechte.
Man bleibt kopfschüttelnd zurück und fragt sich "Was soll das?"
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#27 Leser 23.06.2016 16:44
Unverständlich das man den besten Freund eines Kandidaten einfach rausschmeißen will
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#28 Günter K 23.06.2016 22:49
zitiere Leser:
Unverständlich das man den besten Freund eines Kandidaten einfach rausschmeißen will

Hern Reintjes?
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#29 Klever CDU 24.06.2016 00:04
zitiere Günter K:
zitiere Leser:
Unverständlich das man den besten Freund eines Kandidaten einfach rausschmeißen will

Hern Reintjes?


Haters gonna hate...
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#30 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 24.06.2016 11:13
Leute, seht zu, dass ihr wieder volksnahe und bürgerfreundliche Politik macht, mit jungen und unverbrauchten Kräften, mit Visionären, die sich nicht jenseits von Moral und Ethik angesiedelt haben. Gebt denen eine Chance für den Bundestag, die sozial denken und vieles über Haushalt, Finanzwelt und Wirtschaft wissen und umsetzen können, Verwalter und Darsteller haben wir mehr als genug! Leute, die sich international (EU) bewegen, die andere Staaten kennen, Dörfler bringen uns nicht weiter.
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#31 B.R. 25.06.2016 11:55
Die Gründe für den Rausschmiss sind leicht zu erahnen.
Zum einen haben die CDU Politiker im Kreis Kleve doch schon vor einiger Zeit herumposount, dass sie sich die Berichterstattung von Olaf Plotke in dieser Form nicht mehr weiter gefallen lassen wollen.
Hauptsächlich ging es dabei wohl um einen Artikel, wo Olaf Plotke den Zustand des Gebisses von Udo Janssen etwas genauer dokumentiert hat.

Zum zweiten ist die Berichterstattung hier im kurier über die kandidaten Gerwers und Rouenhoff doch sehr einseitig destruktiv gewesen.

Der Rausschmiss ist allerdings illegal. Olaf nimmt den Ball auf und Kreis CDU Chef Bergmann bleibt nichts anderes übrig als öffentlich zu bekunden, wie lieb man alle Journalisten hat und das alles nur ein Missverständnis war.

Bei soviel Amateurhaftigkeit wird es Herr Bergmann sehr schwer haben bei den nächsten Landtagswahlen. Selbst der wahnsinnige Puppenspieler dürfte ihn locker schlagen können, vorausgesetzt die SPD gibt ihm eine zweite Chance.
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#32 BRtztztztz 25.06.2016 16:50
@BR:
Sie schreiben sich immer ein Zeug zusammen... Ich meine damit nicht nur diesen Beitrag. sondern alles, was Sie von sich geben.
Das ist schlichtweg unfassbar.
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#33 B.R. 25.06.2016 21:48
@ 32)

Dass der wahnsinnige Puppenspieler seine erste Chance vertan hat, in in der online Ausgabe des kurier wohl unter Tisch gefallen.
Sie müssen sich aber nur mal die paper Ausgaben der letzten Monate durchlesen. Irgendwann hat es mal drin gestanden, gut versteckt auf seite sieben oder acht. Sehr schwer zu finden. Aber es ist tatsächlich so gewesen. Konnte keiner mit rechnen.


Bei Dr. Bergmann dürfte jetzt wohl das grosse Zittern einsetzen, falls die SPD dem wahnsinnigen Puppenspieler eine zweite Chance gibt. In seiner momentanen Form hätte Dr. Bergmann selbst beim Kasperletheater wenig Chancen.
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#34 Job Hoogendoorn 01.08.2016 07:58
Wenn einiges und anderes so gesetzeswidrig ist, warum wird dann nicht verklagt???? Immerhin lebt man hier in ein "Rechtsstaat", oder?
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