vorsitzedne2Wenn die Internetseite einer Partei etwas über ihren Zustand verrät, dann steht es um die Gocher CDU sehr, sehr schlimm.

Zur gestrigen Mitgliederversammlung kam Stefan Rouenhoff aus Brüssel angereist, um sich die Unterstützung der Partei für seine Bewerbung um die CDU-Bundestagskandidatur abzuholen. Und die bekam er wohl auch, denn heute hat er sich offiziell beworben.

Und nicht nur das: Die Mitglieder wählten Rouenhoff auch gleich zu ihrem neuen Vorsitzenden. Herzlichen Glückwunsch! Es soll ja keiner sagen, der 37-jährige Handelsreferent in Brüssel habe kein Ehrenamt im Kreis Kleve.

Und natürlich hat das auch überhaupt nichts mit der Bewerbung um das Ticket nach Berlin zu tun. Nein, überhaupt nicht. Die Wahl von Rouenhoff zum neuen Gocher CDU-Chef hat keine taktischen Gründe und die Weberstädter müssen auch nicht fürchten, dass ihr Vorsitzender „in den Sack hauen“ könnte, wenn er am 29. Juni doch nicht zum Bundestagskandidaten gewählt werden sollte. Rouenhoff wollte selbstverständlich schon immer Vorsitzender der CDU in der Weberstadt werden und die 155 Kilometer von Brüssel nach Goch zur Vorstandssitzung sind doch ein Klacks und die nimmt er auch einfach gerne auf sich, um in der Heimat der Partei zu dienen. Gibt es denn was Schöneres?

Natürlich kann sich so ein vielbeschäftigter Gocher CDU-Vorsitzender im fernen Brüssel nicht um alles selber kümmern. Die Webseite muss er ja wohl nicht auch noch selber programmieren, oder? Aber wer tut es dann? Auf der Webseite der Gocher CDU sind alle Vorstandsposten fein säuberlich mit Foto und Anschrift aufgelistet (siehe oben). Nur ganz oben gilt: Der Vorsitzende ist abwesend.

„Die Weissagung wird ja noch erfüllt werden zu seiner Zeit und endlich frei an den Tag kommen und nicht ausbleiben. Ob sie aber verzieht, so harre ihrer: sie wird gewiß kommen und nicht verziehen.“ (Habakuk 2,3)

Olaf Plotke, 24. Mai 2016

Kommentare   

#1 Abnicker 24.05.2016 21:50
Lächerliche Wählerverdummung.
Zitieren
#2 Klever CDU 25.05.2016 00:05
Die CDU in Goch. Immer gut für einen dollen Lacher!
Zitieren
#3 Erbarmen bitte! 25.05.2016 08:54
Ich stimme hier mit Herrn Plottke überein. Diese Personalie hat etwas satirisches.
Zitieren
#4 Müller 25.05.2016 12:00
Klever CDU,

über die Gocher CDU kann mann wenigstens noch lachen.

Der Zustand der Klever CDU treibt mir die Tränen in die Augen!
Zitieren
#5 Martin 25.05.2016 14:14
zitiere Klever CDU:
Die CDU in Goch. Immer gut für einen dollen Lacher!

Traurig, dass sich CDU'ler benachbarter Stadtverbände nun schon gegenseitig bekriegen. Das nenne ich Einheit... Man könnte gemeinsam mehr erreichen. Kein Wunder, warum immer mehr komische Parteien viele Stimmen bekommen...
Zitieren
#6 Hermann Berger 25.05.2016 16:16
Eigentlich hatte ich Sie, Herr Plotke, bisher als seriösen, an der Aufklärung so mancher Ungereimtheit orientierten Journalisten eingestuft und habe viele Ihrer Artikel als kritischer Bürger gerne zur Kenntnis genommen.

Doch mit Ihrem Blog-Eintrag "Der Vorsitzende ist abwesend" entlarven Sie sich selbst, nämlich als wahlkämpfenden SPD - Funktionär, der die Chancen der Kandidatin der SPD, Frau Dr. Hendrix, stärken will, indem er den meines Erachtens qualifiziertesten Bewerber der CDU um ein Bundestagsmandat im Kreis Kleve beschädigen will. Schließlich ist es leichter gegen schwächere Kandidaten des politischen Gegners zu wahlkämpfen.

Herr Rouenhoff ist in Goch verwurzelt. Er war JU-Vorsitzender und Ratsmitglied für die CDU von 1999 - 2003. Berufsbedingt musste er dann seine politischen Ämter nach dem Studium der Verwaltungs- und Politikwissenschaft aufgeben, da zu diesem Studium passende Stellenangebote im Kleverland rar sind. Hier hat er zu seiner persönlichen Entwicklung bewußt nicht den Weg über eine Parteikarriere gewählt. Beruflich kann er Aufgaben im Bundesministerium für Wirtschaft zunächst als Ministeriumssprecher für Fragen der Mittelstandspolitik und zuletzt als Handelsattachee in Brüssel nachweisen. Damit unterscheidet er sich deutlich von vielen anderen Bewerbern für den Bundestag, denen leider wirtschaftliche Zusammenhänge oft oft nicht so vertraut sind und daher oft nach opportunistischen Grundsätzen entscheiden. Wirtschaftlicher Sachverstand orientiert an den Menschen des Kreises Kleve sollte aber Grundvoraussetzung für ein Mandat in Berlin sein.
Zitieren
#7 Jens-Uwe Habedank 25.05.2016 18:26
Die Strecke Brüssel -Goch ist deutlich über 200km!

@#6: Die Dame schreibt sich Hendricks - nicht Hendrix, das ist jemand anders ( aber eben aus Goch...)
Zitieren
#8 Der Laie 26.05.2016 00:42
Politikwissenschaftler sind das nicht die Spezialisten die im Nachhinein im Fernsehen immer erklären können, warum und wieviele Wähler ihre Stimme plötzlich einer anderen Partei gegeben haben.

Aber klar,wer auf der staatlichen Gehaltsliste steht,wird natürlich nie negativ über seinen Brötchengeber reden.

So bleibt es also der Presse vorbehalten die "Fähigkeiten" der Politiker ins rechte Rampenlicht zu stellen,leider ohne Konsequenzen für die Entscheider.
Oder mußte für das Desaster bei der HSH Nordbank. der West LB,des BER,der Philharmonie in Hamburg,der Drohnen ohne Flugerlaubnis etc. je ein Politiker den Hut nehmen.

So wie die Vertreter der Grünen aus dem Kreis Kleve einen sicheren Listenplatz für die NRW Wahl suchen, so suchen hier Leute die noch nie in der freien Wirtschaft sich um einen Auftrag bemühen mußten,dafür sorgen mußten das der Auftrag ordentlich abgewickelt und den entsprechenden Deckungsbeitrag erzielt hat, einen gut dotierten Arbeitsplatz ohne Verantwortung für irgend etwas übernehmen zu müssen.
Gab es da nicht mal einen Vertreter aus dem Kreis Kleve, der sich dafür stark machen wollte,das Politiker max. 2 Legislaturperioden im Bundestag sitzen sollten.Aber schön das es im Bundestag genügend Leute gibt,die anderen erklären können wie Wirtschaft zu funktionieren hat,das Risiko trägt der Unternehmer alleine,die Gewinne gehören dem Staat.

Da braucht es natürlich noch einen Verwaltungsfachmann mehr in Berlin, schliesslich müssen die Steuereinnahmen ordentlich verbucht werden,damit so tolle Projekte wie ein Katholischer Kirchentag in Leipzig mit 4 Millionen Euro Steuergelder gefördert werden kann.

Das Geld in der Altenpflege eingesetzt hätte wenigstens einen Sinn gemacht.
Zitieren
#9 Friedrich Foerster 26.05.2016 11:10
Jens-Uwe Habedank hat Recht.

Die 155 km sind nur als Luftlinie möglich - wenn überhaupt.
Selbst über Land (Gennep - Boxmeer - Gemert - Eindhoven - Valkenswaard und dann in Belgien bei Houthalen-Helchteren auf die
Autobahn) sind es (von Kleve) knapp über 200 km; und wenn man
möglichst nur Autobahn fährt, sind es noch deutlich mehr.

Da ich mehrmehr im Jahr nach Brüssel fahre, weiß ich das aus eigenem Erleben.
Zitieren
#10 Heinz Goertz 26.05.2016 14:57
Zitat @ 6. Herrmann Berger,

"Wirtschaftlicher Sachverstand orientiert an den Menschen des Kreises Kleve sollte aber Grundvoraussetzung für ein Mandat in Berlin sein."

Herr Berger, ich vermute, dass Sie schon länger politisch, tief verwurzelt sind. Sonst könnten Sie, meiner Meinung nach, nicht so einen Satz schreiben. Der kritische Bürger nennt so etwas "Politikergeschwafel".
Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen, um die unbewussten ironischen Feinheiten zu genießen.
Zitieren
#11 Christian Heinrich 26.05.2016 17:47
"Ein Papagei redet zwar viel aber fliegt nur wenig” - Wilbur Wright

Hallo Herr Fingerhut,

Ihr enormer Mitteilungsbedarf nervt mich weil er fast überall auftaucht. Ich denke die Mitleser/innen haben längst verstanden worum es Ihnen in vielen Themen geht. Sie müssen bestimmt auch nicht immer daran erinnern was an welcher Stelle wo gesagt oder zu etwas geführt hat. Ich denke die Menschen sind intelligent und gewillt genug sich selbst zu informieren, sofern sie denn wollen. Mir gelingt es leider kaum, auch geschuldet dem wie ich meine sehr üblem Schreibstil, jeden der Kommentare zu überlesen weil sie außerdem in nicht geringer Häufigkeit vom eigentlichen Thema abweichen. Letztendlich ist das jetzt auch passiert. Etwas kürzer und konkreter bitte. Das wäre super!

Ich weiss nicht ob sie in einer Partei aktiv sind. Das Profil, Sie hinterlassen ganz automatisch ein Profil, sagt mir aber das sie 'nur' der bohrende Bürger sind. Jemand der, bezogen auf das Zitat, nicht richtig fliegen kann oder will. Das mag beim Kleinbürger alias Spießbürger gut ankommen. Bei mir nicht.

Wenn Sie irgendetwas besser können, dann bewegen Sie doch mal was!

Bevor es kommt: Ich unterstütze keinen der Kandidaten oder eine SPD.

LG
Christian Heinrich
Zitieren
#12 Martin Fingerhut 27.05.2016 09:16
@ #11 Christian Heinrich :

Hallo Herr Heinrich,

Ihre MitTeilung
### Ihr enormer Mitteilungsbedarf nervt mich weil er fast überall auftaucht. ###
überrascht mich.
Besonders, weil Sie es HIER posten.
Bei einem der vielen, vielen Temen, zu denen ich NICHTS geschrieben habe.

Im übrigen lege ich es nicht darauf an, bei Ihnen gut anzukommen.
Auch nicht bei sonst jemandem.

Denn ich bin eben KEIN Politiker, der auf Quoten und Prozente schielen muß.
Deshalb brauche ich NICHT wie ein Papagei nachZuPlappern, was momentan populär ist.

und :
Ja, ich bleibe lieber auf dem Boden der TatSachen.
Auch wenn ich oft an diese erst erinnern muß.
Auch wenn es manche schmerzt, an diese erinnert zu werden.
HochFliegende Pläne mögen andere hegen.
BruchLandungen gab es in und für Kleve schon viel zu viele.

kurz genug ?
Zitieren

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren