ess3Wald ist ja ganz schön, aber die Bäume nerven doch ungemein. Ein paar sind vielleicht ja noch irgendwie sinnvoll, damit die Hunde was zum dranpinkeln haben, aber im Großen und Ganzen nehmen die Dinger uns nur den Platz für Einfamilienhäuser, Straßen und Windräder weg. Im Grunde nerven die Dinger mehr als Erdogan. Und faul sind sie obendrein auch noch: So ein Baum tut ja den lieben langen Tag nichts weiter als rumstehen, wachsen und im Herbst verstopft er uns mit seinen Blättern obendrein noch die Dachrinnen.

Gut, wenn man in Kleve lebt. Da weiß man bei der Stadt noch, dass die Motorsäge der natürliche Feind des Baumes ist und wie man sie anwendet, ist hier auch wohlbekannt. Natürlich schreien dann immer gleich ein paar Frauen mit Halstuch und Jutetasche Baumfreunde auf von wegen Klima und Gedöns und wollen sich am liebsten gleich einen bekannten Schlager von Alexandra auf den Lippen an ihre Freunde ketten.

ess4Aber es kommt der Tag, da wird die Säge sägen und dieser Tag war heute: Da wurden am Waldrand in der Nähe von Haus Ida lächerliche 8 Buchen gefällt, die da nun auch schon um die 150 Jahre dumm rumstanden und deren einzig sinnvoller Beitrag für die Gesellschaft darin bestand, Projektionsfläche jugendlicher Pubertätstriebe gewesen zu sein (siehe Foto rechts).

Also die Buchen waren kaum gefällt, da heulten die ersten Frauen mit Halstuch und Jutetasche Baumfreunde der Notiz-Blog-Redaktion bereits die Ohren voll und stammelten sowas in der Richtung von „Den Krieg überstanden“ und so weiter.

Dabei hat man nun endlich mal eine sinnvollere Verwendung für die Bäume gefunden, als sie einfach zu verbrennen: Wir verkaufen die Dinger einfach! Und so wurden die 8 Klever Buchen heute schön in Überseecontainer verladen und mit ein wenig Glück sind vielleicht bereits auf dem Weg nach China. Denn die erfindungsreichen Chinesen haben ess1eine tolle Idee, was man mit dem alten Holzresten machen kann: Essstäbchen nämlich!

Richtig geschnitten kann man aus den acht dicken Baumstämmen aus Kleve umgerechnet 383.824 Essstäbchen machen. Fürwahr eine beeindruckende Zahl. Wichtiger ist natürlich, dass man nun weiß, dass die Bäume letztlich doch noch zu was gut waren. Und den heulenden Frauen mit Halstuch und Jutetasche Baumfreunden sei zum Trost gesagt: Die Bäume kommen am Ende ja auch wieder zu uns zurück. Sie sehen dann halt nur etwas anders aus.

Buchen soll man bekanntlich suchen. Deshalb: Versuchen Sie es einfach beim nächsten Besuch im China-Restaurant Ihres Vertrauens.

„Ein Baum hat Hoffnung, wenn er schon abgehauen ist, dass er sich wieder erneue.“ (Hiob 14,7)

Olaf Plotke, 12. April 2016

Kommentare   

#1 Josef Peters 12.04.2016 20:02
Immer dasselbe. Billig einkaufen ist hier angesagt. Darum müssen viele Artikel des täglichen Gebrauchs in Billiglohnländer gefahren werden. (Klimaschutz ).Das sind eben die Folgen von Geiz ist Geil!!
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#2 Heinz Goertz 12.04.2016 22:29
Lieber Herr Peters,
mir ist nicht klar, was Sie meinen. 200 Jahre alte Buchen sind keine Artikel des täglichen Gebrauchs.

Es dürfte sich doch auch mittlerweile am unteren Niederrhein rumgesprochen haben, dass sich unsere Buchen besonders gut zur Herstellung von Essstäbchen eignen. Sie sind absolut geschmacksneutral und das hiesige Holz ist sehr hell.
Na, dann mal guten Appetit!

喜歡用筷子德國山毛櫸用餐

Wikipedia

In China werden jedes Jahr etwa 45 Milliarden Essstäbchen verbraucht.[1] Dies entspricht 1,7 Millionen Kubikmetern Holz[2] bzw. 25 Millionen voll ausgewachsenen Bäumen.[1] Diese werden aber bei weitem nicht alle selbst produziert, sondern im Raubbau gefälltes Tropenholz dafür verwendet[3] oder anderweitig importiert[4].

China hat im April 2006 eine Steuer in Höhe von 5 Prozent auf Wegwerf-Essstäbchen erhoben.[2] Ein großer Teil der in China produzierten Wegwerf-Essstäbchen wird nach Japan exportiert.
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#3 Frau mit Jutetasche 13.04.2016 09:10
Sind das die 8 hochgewachsenen Buchen, die als (ökologischer) Ausgleich für die gefällten Kastanien im Gemeindezentrum von Bedburg Hau (also hier vor Ort) gedacht waren ? (laut Bauamtsleiter sollte der Natur doppelt so viel zurück gegeben werden. (wie zerstört -heul- ) Also für mich ist es kein Grund, 200 Jahre alte Bäume hier zu fällen, wenn das Holz eh nach China geht und danit wahrscheinlich Millionen verdient werden Es gibt außerdem Plastikstäbchen, die man wiederverwerten kann.
Aber dann stimmt der alte Spruch "Jute statt Plastik" nicht mehr.
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#4 Baumann 13.04.2016 09:16
Ironie zu erkennen, ist nicht jedermanns Sache, Herr Plotke. Erst recht nicht, wenn man emotional in einer Sache engagiert ist.
Das kann man an der Reaktion in 2 und besonders auf Facebook wieder feststellen.
Ich glaube, dass die meisten Menschen Satire nur verstehen, wenn Wörter wie Ziegenficker benutzt werden.
Schade.
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#5 Peter May 13.04.2016 09:40
Ich habe Ihren Bericht als Satire verstanden, gut gemacht! Haben einige vielleicht gar nicht gemerkt!
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#6 Elvira Rohra 13.04.2016 10:07
Im Gegenzug serviert man in Europa die köstlichen Speisen auf Bambusgeschirr und isst auch mit Bambusstäbchen made in China.

Alles noch besser als unseren globalen Lebensraum mit gesundheitsschädlichem Plastikmüll zu überschütten, in dem wir letztendlich selber ersticken.

Viel, viel schlimmer ist es, dass man die Menschen auf dem Kontinent Afrika zwingt, unsere überschüssige, hier übersubventionierte Milch als Milchpulver, zu kaufen.........dort, wo es kaum Wasser für die Zubereitung gibt.

Auch diese Trockenmilch reist um den Globus, bevor es für Europa als wirtschaftliche Rendite (steuerlich als "Entwicklungshilfe" begünstigt), in Afrika landet.

Wirkliche realistische Hilfe wäre, dort saubere Brunnen zu schlagen und sich verstärkt für mehrere kleine "Water-Pipelines for Africa" einzusetzen!!! Dort geht es um Menschenleben.......
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#7 Heinz Goertz 13.04.2016 11:14
Guten Morgen Herr Baumann,

ich befürchte, dass das von Ihnen geschriebene mit dem "Ziegenficker" leider für Sie zutrifft. Offensichtlich verstehen Sie keine Ironie.
Ist nicht so schlimm:

"Ironie zu erkennen, ist nicht Jedermanns Sache", Herr Baumann.
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#8 Antje S. 13.04.2016 12:54
Ich weiß ja,dass die Berichte von Herrn Plotke ironisch oder satirisch gemeint sind. Aber wer mich kennt, weiß, dass ich beim Fällen von alten Bäumen auch ,wie Herr Baumann emotional egagiert bin und da verstehe ich persönlich keinen Spaß. Ich finde es eher traurig und Satire ist was zum Lachen. Aber das ist mein persönliches Gefühl. Anderen macht es Spaß, mit der Motorsäge Holz zu zersägen.
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#9 Heinz Goertz 13.04.2016 14:02
# Antje S.,

Hallo Antje,

es geht doch wohl in erster Linie darum, dass die Buchen zu Essstäbchen verarbeitet werden. Zum Beispiel Bauholz, MUSS ja irgendwo herkommen. Und es ist mehr als in Ordnung, wenn es aus unseren Wäldern kommt und NICHT aus den Tropenwäldern.

Dafür kommt dann unser Bioanteil für unseren Sprit aus Palmölplantagen, für die Regenwälder ungeahnten Ausmaßes gerodet wurden.
Die Tropischen Hölzer aus diesen Rodungen sind u.a. auch zu Essstäbchen verarbeitet worden.

Ach was sind wir doch ökologisch in Deutschland. Und jetzt auch noch die 200 Meter hohen Windräder in den Reichswald, ach was sind wir ökologisch, wo doch an Autobahnen Platz genug ist.
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#10 Antje S. 13.04.2016 16:50
@ Heinz
Bauholz wird zum Bauen verwendet, Essstäbchen vorwiegend für das Essen in asiatischen Ländern. und für die wenigen Europäer, die das mal ausprobieren wollen.
Dass hier das Holz aus unseren Wäldern, die jährlich durchforstet werden zu Produktionszwecken verarbeitet wird, ist ja normal(Forst-wirtschaft). Aber nicht das von unserem alten Baumbestand und dann für die Wegwerfgesellschaft und in einem Land wie China, wo alles billig und in Massen verkauft wird. Ich seh das sicher mal wieder zu emotional mit dem Fällen, aber ich finde es auch nicht lustig, Ich habe vor kurzem einen Filmbericht gesehen, in dem eine Geschäftsfrau (aus Indien?) eine Firma dort gegründet hat, die nur für die eigene Produktion von Möbeln bestimmte Flächen dafür kontrolliert gerodet haben. Und nur so viel, dass der Baumbstand erhalten bleibt. Nennt man das nicht Nachhaltigkeit?
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#11 Zuhörer 13.04.2016 20:42
Es wurde durch Schulklassen aus Kleve über die Grenze in der Niederlanden mit Niederländische Schulklassen zusammen Bäume gepflanzt mit Hilfe von Wald und Holz, es wäre auch mal ein sinnvolle Idee das Niederländische Schulklassen auch hier mit Deutsche Schulklassen Bäume im Reichswald pflanzen, besonders wenn Wald und Holz ein Kahlschlag mit Hilfe von Kranenburg in der Größe von 12 Fußballfelder im Reichswald plant für 12 WEA`S am Kartenspielerweg
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#12 Ökologe 13.04.2016 21:00
Unsere Buchen retten den Regenwald. Schon mal drüber nach gedacht? Das Holz ist fast geschenkt, fm ca. 50 Euro, ein Container(12m) ca. 1500 EUR, Begasung extra, kann aber auch auf See begast werden, also keine Begasung.
Nee, soviel Buchen gibt es gar nicht, wie die Chinesen Essstäbchen brauchen. Der Regenwald wird auf Dauer dran glauben müssen. In Ghana zum Beispiel werden die letzten paar hundert Urwaldriesen mit Stiel Kettensägen umgelegt und verhökert.

Die Gier ist größer als der Verstand!

www.badische-zeitung.de/winden/winden-exportiert-buchenstaemme-nach-china--97573186.html

Hört auf zu Jammern und schaut der Realität ins Auge! Was machen die Chinesen anders, als die ABO-Wind und der Kranenburger Gemeinderat?
Teile des Reichswaldes werden umgehauen, betoniert und das bringt Kohle!
Hört auf zu Jammern.
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#13 Nobody 13.04.2016 21:08
Wie wäre der Aufschrei groß, wenn ein/e unbedarfte/r Spaziergänger/In oder Jogger/In von einem "öffentlichen" maroden Baum, erschlagen würde, nur weil er nicht früh genug gefällt wurde?
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#14 Money money 14.04.2016 09:02
Kommt mal alle etwas runter. Es wurden 8 Bäume gefällt und nicht ein ganzer Wald betoniert. Bäume nennt man zurecht einen nachwachsenden Rohstoff. Bäume fällen und verkaufen ist das normalste der Welt. Das weiß jeder, der einen Kamin hat. Esstäbchen, Kaminholz, Holztisch oder Carport, Holz ist ein guter Werkstoff.
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#15 Ökologe 14.04.2016 11:26
#14 Money Money,

mit den 8 Buchen stimmt nicht. Es waren mindesten 16. Fehlinfo von Olaf.

Richtig, Holz ist ein guter Werkstoff.

Aber bitte nicht für 46 Milliarden Essstäbchen pro Jahr. Oder benutzen Sie auch Holzbesteck?

Es werden dafür ja nicht nur Buchen verwendet, sondern auch Regenwaldhölzer. Die Finanz- und Politikerelite in China, verwenden dafür nur die edelsten, exotischen Hölzer. Für die Reichsten kommt natürlich nur Jade in Frage.
In Europa/Deutschland werden Tropenhölzer für Gartenmöbel und Paletten verwendet.
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