schmidt

Lieber Joachim Schmidt,

haben Sie auch gehört von dem verwerflichen Treiben im Ausflugslokal „Aussichtsturm“ in Kleve? An 13 Abenden präsentiert der WDR-Journalist Ludger Kazmierczak da einen sogenannten „Satirischer Jahresrückblick“ und macht sich hemmungslos über die Klever Politik und Verwaltung lustig.

Da wir beide als das moralische Gewissen der Schwanenstadt gelten, bin ich mir sicher, dass Sie auch völlig entsetzt reagieren werden auf das, was da getrieben wird. Dieser Pseudosatiriker verspottet da doch glatt den grünen Bürgermeisterkandidaten, Weltenlenker, Wirtschaftsweisen, Visionär Dr. Artur Leenders als „eitlen Pfau“ und bringt den charmanten CDU-Bürgermeisterkandidaten Udo Janssen mit einer Hundeschule in Verbindung. Und als wäre das nicht schon Schmäh und Spott genug, zieht er auch noch unseren Kämmerer Willibrord Haas und den technischen Beigeordneten Jürgen Rauer in den Dreck, in dem er sie als Mitglieder einer amerikanischen Version des Kasperletheaters bezeichnet. Eine unerhörte Frechheit, die nach einem offenen Brief geradezu schreit.

ludger1Für mich war das Maß voll, als ich hörte, dass er in seinem "Programm" die bescheidene Abschiedsfeier unseres ehemaligen Bürgermeister Theo Brauer gnadenlos niedermachte, weil die angeblich 20.000 Euro gekostet hätte und unsere klamme Stadt das Geld nun angeblich durch höhere Gebühren bei den Kindertagesstätten wieder hereinhole. Unverschämt und falsch. Von wegen 20.000 Euro. Das ist glatt gelogen, aber für einen guten Gag verkauft Kazmierczak vermutlich sogar seine Oma. 20.000 Euro? Wo nimmt der Mann die Zahl her? Vermutlich erfunden. Typisch Lügenpresse. Denn wir beide wissen doch, dass die Party 22.300 Euro gekostet hat.

Diese üble Hetze ist uns ja leider nicht neu. Sie hatten sich als stellvertretender Bürgermeister ja schon auf der bereits erwähnten kleinen Abschiedsfeier von Theo Brauer kritisch mit der Rolle der sogenannten „Medien“ befasst und bemängelt, dass durch „pseudosatirische Zeitungsartikel oder unter anonymen Decknamen in Internetblogs verbreitete Herabwürdigungen die Grenzen des Anstandes“ überschritten würden. Und zwar mit fatalen Folgen. Das Attentat auf die Kölner Oberbürgermeisterkandidatin Henriette Reker war gerade ein paar Tage her und sie waren noch immer geschockt davon, weil sie natürlich wussten, dass es doch die Medien selbst waren, die hier quasi die Hand des Täters geführt haben. Sie sagten: „Ich kann nur warnen: siehe Köln - zwischen übler Hetze und tätlichem Angriff ist nur noch ein kleiner Schritt.“

ludger2Man kann nur hoffen, dass der selbst ernannte Satiriker Herr Kazmierczak diese Zeilen liest und vielleicht doch noch zur Besinnung kommt und seine weiteren geplanten Auftritte am Aussichtsturm absagt. Ich kann nur warnen: Wenn hier auch so etwas passiert wie in Köln, dann klebt Blut an Ihren Händen, Herr Kazmierczak.

Eine Sache liegt mir noch am Herzen, Herr Schmidt. Und zwar geht es um den üblen Angriff, den das AfD-Kreistagsmitglied Kai Habicht im Rahmen der Podiumsdiskussion zum Thema „Flüchtlinge“ im Konrad-Adenauer-Gymnasium gegen Sie ritt. Sie hatten gerade eine deutlich kritische Aussage zur AfD gemacht, da meinte doch der Kritisierte, Sie selbst zum Hetzer zu stilisieren, der zu kriminellen Taten anstiftet. „Solche Diffamierungen sind es, die dazu führen, dass Autos und Büros der AfD in Brand gesetzt werden.“ Unverschämt. Das ist ja wohl was ganz anderes...

Denn Hetze ist es nur, wenn ein Mitglied der CDU, der Klever Grünen oder der heiligen Klever Stadtverwaltung kritisiert werden. Kritik an den anderen ist selbstverständlich immer berechtigt. Warum das so ist? Weil es so ist. Und wer so unverschämt fragt, will nur hetzen.

„Die Spötter bringen frech eine Stadt in Aufruhr; aber die Weisen stillen den Zorn.“ (Sprüche 29,8)

Es grüßt Sie herzlichst Ihr Kollege aus dem Immanuel Kant-Club

Olaf Plotke, 4. Dezember 2015

Kommentare   

#1 Martin Fingerhut 24.12.2015 23:52
Bravo und Danke, Herr Plotke,

ein weiterer EdelStein Ihres NotizBlogs !

Ein weiterer hätte längeren Auslauf verdient gehabt,
als bis zu jeder eMail, bay welcher ein nicht nur humor-loser sich beschwerte.

Frohe WeihNachten
und viel FreiLauf für Ihre Notizen in 2016 !
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#2 B.R. 29.12.2015 13:52
War der Attentäter von Köln ein bezahlter Spitzel des Verfassungsschutzes ?

Kölner Express vom 21.10.2015
Keiner kennt den Reker Attentäter Frank S., das Gespenst von Köln Nippes

w w w . e x p r e s s . d e / . . . /


rp-online vom 23.10.2015
War Reker Attentäter ein V-Mann ?

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Kölner Express vom 15.12.2015
V-Mann Verdacht gegen Frank S. kriegt neue Nahrung

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