hochbegabt webKürzlich besuchte ich das famose Kinderspielzeuggeschäft „Die Seifenblase“ in der Herzogstraße in Kleve auf der Suche nach einem Geburtstagsgeschenk für meine kleine Nichte (3 Jahre). Die freundliche Dame zeigte mir etwas, das sie für geeignet hielt - ein Puzzle. Ich zog ein Gesicht, als hätte ich in einen sauren Drops gebissen: „Ich suche etwas für ein hochbegabtes Kind, denn meine Nichte ist selbstverständlich hochbegabt.“ Die Dame nickte verständnisvoll, beinahe mitleidig: „Wir führen nur Spielsachen für hochbegabte Kinder“, sagte sie. Ich mochte die Frau sofort. Und während alle Eltern überzeugt sind, dass ihre Kinder hochbegabt sind, sind es dann auf der Schule am Ende nur 2 bis 3 Prozent. Das sagt zumindest Jörg Brinkmann, Lehrer am Willibrord-Gymnasium in Emmerich und für die Förderung von Hochbegabten zuständig. Wie kommt es nun zu diesem dramatischen Missverhältnis?  
Natürlich sind auch auf dem Emmericher Gymansium alle Kinder hochbegabt. Zumindest wenn man ihre Eltern fragt. Und selbst wenn der Junge in allen Fächern ein kompletter Versager wäre, dann ist er halt nur anders hochbegabt. Aber die Lehrer dürfen das natürlich anders bewerten. Und das tun sie auch. Also Jörg Brinkmann schätzt, dass 2 bis 3 Prozent eines Jahrgangs hochbegabt sind - nicht nur am Willibrord-Gymnasium in Emmerich, sondern überhaupt.
Aber natürlich ist gerade das Willibrord-Gymnasium berühmt für seine Hochbegabten-Förderung, hat Herr Brinkmann (So hieß in der Grundschule übrigens mein Mathe-Lehrer. Man darf ihn ruhig mal erwähnen, weil er sicher schon lange nicht mehr in der Zeitung stand.) gesagt. Das war jetzt ein langer Einschub in den Klammern und das soll das Verständnis nicht gerade erleichtern, aber natürlich sind auch meine Leser alle hochbegabt und haben das im Griff - auch wenn dann noch so ein langer Satz hinterher folgt.
Also die Hochbegabten-Förderung am Emmericher Gymnasium wird jetzt noch etwas toller als sie ohnehin schon ist. Denn Dr. Tanja Baudson von der Universität Duisburg-Essen führt dort ein spezielles Hochbegabten-Projekt durch. Dabei geht es darum, die Hochbegabten in kleine Gruppen zusammenzufassen, um ihre soziale und emotionale Entwicklung zu fördern. Bis zu 6 Kinder sind in einer Gruppe, die sich drei Mal für jeweils 4 Stunden treffen soll. 4 Stunden! Wer das viel findet, ist vermutlich nicht hochbegabt. Die Frau Dr. Baudson ist hochbegabt, glaube ich. Aber sie wollte es nicht bestätigen, sondern meinte nur: „Dazu sage ich nichts.“ Aber wenn man sie was zu ihrem Projekt fragt, was sie doof findet, sagt sie: „Sie haben wohl noch nicht oft mit Hochbegabten  gearbeitet.“ Haha. „Nein, unter meiner Brücke galt der als hochbegabt, der wusste, wie man die Zeitungen, in die man sich nachts einwickelte, an Sommertagen zu Hütchen falten konnte...“
Man sollte sich eigentlich nicht über Hochbegabte lustig machen. Sie haben es schon schwer genug. Deshalb ist das Projekt von Dr. Baudson so wichtig: Denn die Kinder sollen nicht nur gestärkt werden, weil sie sich mit ihrer Begabung und den Reaktionen und Erwartungen ihrer Umwelt auseinander setzen, sondern das alle auch noch wissenschaftlich begleitet wird. Ziel ist es, ein Programm zu entwickeln, das jede Schule für ihre hochbegabten Schüler durchführen kann - auch ohne spezielle akademische Begleitung und ohne hochbegabte Lehrer. Obwohl die bestimmt mal hochbegabte Schüler waren. Wie alle anderen Kinder auch - zumindest heute.

"Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen." (Römer 11,29)

Olaf Plotke (Text & Foto)

Kommentare   

#1 Antje S. 04.10.2015 11:25
"Nein, unter meiner Brücke galt der als hochbegabt, der wusste, wie man die Zeitungen, in die man sich nachts einwickelte, an Sommertagen zu Hütchen falten konnte...“ haha
Ob ein hochbegabter auch weiß oder darauf kommt, dass man sich bei Kälte,eine Zeitung zum Einwickeln suchen muss, um vielleicht zu überleben?
Ich möchte nur damit sagen, dass gerade diejenigen, die z.B.einen 1 er Abschluss haben (Hut ab !) nicht unbedingt die "einfachsten Sachen" in der Praxis beherrschen oder für Berufe geeignet sind, wo es eher um Menschlichkeit und soziales Engagement geht, als um hervorragende Noten. Z.B. manche Ärzte, die mit Patienten menschlich nicht umgehen können.
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#2 Nobody 04.10.2015 13:35
Es gibt da einen Kontinent auf dieser Weltkugel........es gibt dort so viel Sonne, dass die Erde austrocknet.........es gibt dort so viele, tatsächlich hochbegabte (Straßen-) Kinder ohne Schulbildung und ohne Weiterbildung für soziale und emotionale Entwicklung....... da würde so manches "hochbegabtes", mit Schulwissen vollgestopftes Kind aus Emmerich oder Kleve (Europa) nicht mitkommen.........
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#3 Johann Wolfgang Mozart 04.10.2015 13:55
Je schwachsinniger die Eltern, desto hochbegabter das Kind.
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#4 Der Laie 04.10.2015 14:06
Wie sagte doch vor Jahrzehnten der Altgeselle schon:
Ich arbeite lieber mit einem faulem Schlauen, als mit einem fleißigen Doofen zusammen.Woher er wohl diese Lebensweisheit ohne akademische Ausbildung genommen hat.
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#5 Klaus H. 04.10.2015 19:12
Ist es Satire? Eine Glosse? Ist es witzig?
Nein, einfach nur albern. Herr Plotke, was soll das? Die Schule gibt sich Mühe, den Kindern gerecht zu werden, übrigens auch den Kindern, die kämpfen müssen. Ihren sonstigen Artikeln nach habe Sie als eher ernsthaften Journalisten erfahren, aber das hier? Grundschulniveau.
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#6 Antje S. 04.10.2015 20:25
was heißt denn genau hochbegabt?
oder hochintelligent...., wie es auch viele Eltern von ihren Kindern behaupten, zu sein.
Ein Kind, das begabt ist, hat ein Talent, eine Begabung. Klavier zu spielen z.b. Es hat ielleicht die Begabung, etwas schneller zu begreifen, als andere Kinder in dem Alter. Eine Begabung sollte gefördert werden. Sie in Gruppen zusammen zu fassen, finde ich auch sinnvoll, damit diese Kinder nicht unterfordrt sind. Kinder, die nicht so schnell begreifen und sich alles selber erarbeiten müssen ("kämpfen"), sollten auch gefördert werden, um zum Lernen motiviert zu werden (Erfolgserkebnisse zu haben).
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#7 Jens-Uwe Habedank 05.10.2015 18:47
Keine Ahnung was "hochbegabt" nun en détail ist oder wer das wie feststellen mag.
Zu meiner Schulzeit gab es immer MitschülerInnen die entweder besser, gleich oder schlechter in Noten ( auch über deren Verteilung mag man ja streiten...) als ich. Mal war ich "angepisst" weil ich bessere Noten(als für mich) für andere SchülerInnen nicht verstand, mal war ich froh "gute" Noten erhalten die haben, wobei ich auch nicht verstand warum gerade ich...
That's Life - und am Ende mag es sich ausgleichen.

Was mir aber von meiner Schulzeit (70er und 80er) noch unbedingt, unwiderruflich und unauslöschlich im Bewußtsein ist: Es spielte keine so große Rolle ob die Eltern Rechtsanwälte, Unternehmer, Bauern oder Bergarbeiter waren - Bildung war, zu einigermassen gleichen Konditionen, für alle Kids da!
Der Zugang zu Bildung heutzutage, in Kleve dafür seit eh und je (wenn man nicht von Außen eindringt), ist doch eher abhängig vom "Status" der Eltern, ihren finanziellen Möglichkeiten und der "Erlaubnis" höchstkonservativer Eliten, zum Beispiel, á la Klever Landrecht.

Durch die erzwungene Gründung einer Gesamtschule in Kleve kann man das ja nun, 40 Jahre nach dem Rest der Republik, etwas korrigieren. Es mögen dort SchülerInnen mit "hochbegabt" für ein Studium abgehen, die später nicht mal eine Klo-Spülung ordnungsgemäß betätigen können und SchülerInnen für ein "bloßes" Handwerk abgehen, die uns in vielen Alltagssituationen mangels unserer Unfähigkeit mit ihrer Hilfe vor den Kopf stossen, helfen, evtl. zur Demut bringen könnten.
Wer mag denn nun "hochbegabt" sein, für was oder wen?

Statt es, noch dazu im Vorfeld, klassen-kastisch definieren zu wollen - sollten wir doch lieber an einem System arbeiten, dass es allen Kindern ermöglicht ihre Fähigkeiten weit möglichst finden und entwickeln zu können ohne eine Vorauswahl mit erzwungenem Lebenslauf getroffen zu haben..???

"Hochbegabt" - Das sind Kinder für mich eh alle mal; Denn sie sind am Anfang weder vorurteilend, haben kein Elitär-Gehabe noch Berührungs-Fremd.
DAS Alles bringen wir Ihnen erst mit "Erziehung" bei...
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#8 Heinz Goertz 05.10.2015 19:50
@7. Jens-Uwe Habedank

Richtig Herr Habedank, es ist unglaublich, wie lange die GRÜNEN in Kleve, zugeschaut haben, ohne dass es zur Gründung einer Gesamtschule gekommen ist.
Dabei saßen die ja am längeren Hebel, weil die GRÜNEN mit der CDU eine tief verankerte "Koalition bilden. Die ist so eng, dass der unbefangene Beobachter, keine von beiden, als eigenständige Fraktion erkennen kann.
Das GRÜN-Schwarze-Projekt in Kleve, sah eine durchgreifende Verbesserung des "Klever" Schulsystems nicht vor.
Also Herr Habedank, bitte Ross und Reiter nennen, es ist vieles richtig was Sie oben schreiben.
Das Leute, wie Herr Bay, es überhaupt noch wagen, ihren Mund zum Thema Schulpolitik aufzumachen, ist ein Widerspruch in sich.
Er ist doch einer der Initiatoren des GRÜN-Schwarzen-Projekts in Kleve.
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#9 Jens-Uwe Habedank 06.10.2015 00:25
Lieber Herr Görtz,

Sofern man hier eine Art "bashing" oder Liste der Verantwortunglosigkeit in Bezug auf ein Gesamtschule in Kleve betreiben möchte:
Diese Liste wäre genau so lang wie die der, die diese Gesamtschule angeblich schon immer wollten, errichteten, gründen wollten usw....

Gefordert haben einen Gesamtschule u.a. seinerzeit, die OK, die SPD und Eltern. Als es zum Show-Down ging - haben OK und SPD gekniffen, dabei die Eltern leider nur halbwegs informiert und, in gewohnter Weise, vertröstet "wir habens ja versucht..." . Polit-Geschwätz!
Es oblag dann Einzelnen, mit bekundedeter Nicht-Unterstützung von OK und SPD, das Thema Gesamtschule in Kleve nicht untergehen zu lassen - mit dem Ergebnis, dass u.a. das Northing-Amt sich rächte...

Da machen Sie sich Gedanken über über einen Herrn Bay...?!

Belächelnswert...
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#10 Heinz Goertz 06.10.2015 13:43
@Jens-Uwe Habedank,

sehr geehrter Herr Habedank!
Ich bin es jetzt satt, legen sie Fakten auf den Tisch. Fakten, Fakten, Fakten!!!
Wie? Wie bitte? Hat sich das "Northing-Amt" gerächt? Jetzt Butter bei de Fische!
"Die" GRÜNEN im Klever Rat hatten 10 Jahre die Gelegenheit, die Gesamtschule in Kleve durch zu drücken. Sie haben es nicht gemacht, obwohl sie als "Koalitionspartner der CDU am längeren Hebel saßen.
Ich vermute, dass das Fahrradwegekonzept wichtiger für unsere "GRÜNEN" Freunde war.
Und was die OK anbelangt, da sind sie völlig überfordert. Lesen Sie mal Ratsprotokolle nach und erzählen Sie keinen Unsinn.
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#11 Jens-Uwe Habedank 06.10.2015 22:28
Lieber Herr Goertz,

reiner Formalismus ohne zielfördernden Ehrgeiz mag ja eine schöne Sache sein - bewirkt aber nichts. So war's bei der Gesamtschule. Als es um die entscheidende Frage "Durchkämpfen oder Aufgeben?" ging - war ganz schnell die faktische Solidarität sowohl von OK als auch SPD weg. Hätte man sich der Entsolidarisierung hingegeben, wie es OK und SPD taten und dafür viele "gute" Worte hatten - hätten wir noch heute keine Gesamtschule in Kleve.
Nach allerlei üblen Tricks der Stadt Kleve, auch durch CDU und Grüne, aber eben auch ohnmächtiger bis mal wieder aufgebender Duldung von OK und SPD kam nur noch eines in Frage: Eine Klage beim Verwaltungsgericht...
Im Rahmen meines Engagements bei der Gesamtschul-Inititiative schlug ich dies vor bevor man a) der Willkür gegenüber aufgibt und b) der bisherigen Entrechtung nicht entgegnet.
Es gab null komma null Unterstützung für diesen Gedanken. Vertreter von OK, SPD und Grüne äußerten Bedenken wie "Theo darf man nicht verärgern", " Ich möchte auch morgen noch in Kleve Geschäfte machen", " Das gibt nur Ärger", " Damit kriege ich keinen Fuß mehr in Kleve auf die Erde" usw.
Selbst ein Hr. Frantz, seinerzeit Fraktionsvorsitzender der SPD im Rat Kleve, und Rechtsanwalt ( als auch die OK) sagten sinngemäß:" Nee - das mach' mal selber, können und wollen wir nicht als Fraktion"
Habe ich selber gemacht, allein sogar gegen OK und SPD...

Das Ergebnis spricht für sich - und schon bekam ich mal wieder für 6-9 Monate Totalstreichung von damals ALG -II. Ein Schelm, wer böses dabei denken mag.
Wenn einem tagtäglich Geld für Arznei, Lebensmittel, Heizung uva fehlt, weil es ein Amt nach Lust und Laune bestimmen kann, dies über immer 6-12 Monate geht bevor man, wen überhaupt, sein Recht erstreiten kann - sind derart viel Mankos aufgelaufen. Seien es nun Rauswürfe aus Arztpraxen, weil zum 137. Mal das Amt einen von der KV abgemeldet hat, für Zahlungen Wohnen etc. die Überweisungen nicht gedeckt sind, ein endlos- Falle von Mahn- und Veräumnisgebühren sich auftut und so weiter - Am Ende gibt es, erstrittenermassen, Nachzahlungen; doch auf den Folgekosten willkürlicher Amtshandlungen - bleibt man sitzen...

" Kümmern Sie sich weniger um Bildung/ Gesamtschule - dann klappt es auch besser mit Hartz 4!"
Entgegnete man mir auf der Lindennallee 33 auf meine Nachfrage, warum Widersprüche über 10 Monate und länger, mit bis dahin verheerenden Folgen für mich, dauern.

Noch Fragen, Hr. Goertz???

Sicherlich nicht, Sie scheinen ja so arg "konform" zu sein.
Ich aber habe noch Fragen:
- Wenn dies, was ich erleben mußte, jederzeit von jedermann in einer Klever Stadtverwaltung exekutiert werden kann - haben wir, in Kleve, was für ein Recht...?
- Wenn offensichtlich die Gewährung von Rechten/ Zahlungen ALG-II abhängig gemacht wird von "politischer Konfomität" - haben wir, in Kleve, was für ein Recht..?
- Wenn eine dafür verantwortliche Person/ Amtsleitung zur Bürgermeisterin mutiert - darf man was dann genau erwarten..?

Statt "Butter bei die Fische" - hätten Sie mal vielleicht " Ende mit der Willkür!" gefordert. Aber - dann hätten Sie sich von Sonja Northing lossagen müssen...
Da Sie ja wohl im Fahrwasser der Dame zu schwimmen scheinen und sich für sich selbst Einiges davon versprechen mögen - agieren Sie, wie Sie nun agieren.

Da fällt mir noch ein: Am 01. März, 22.27h habe ich meine Bedenken gegen die Nominierung geäußert. Empfänger waren die "Findungsspezialitsten" der "Findungsparteien", Frau Sonja Northing herself, aus Gründen der Offenheit aber auch.
Da Sie höchstpersönlich auch von mir angeschrieben wurden - tun Sie doch bitte nicht so überrascht ob meiner Kritik!
Allein, und das spricht für sie, hat Frau Gudrun Huetten auf meine Email vom 01. März 15 reagiert. Sie, lieber Herr Goertz, haben dies wohl genauso in den Papierkorb geworfen, wie es bei der Stadt Kleve Usus zu sein scheint? Jedenfalls - kam nichts von Ihnen...
Da muss wohl immer, nach Klever Landrecht, der Fisch zur Butter kommen oder was...?
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#12 Willi Heuvens, Spark.ang.a.D. 07.10.2015 09:57
Nur mal am Rande .... Hochbegabte wurden in der DDR entsprechend gefördert. Aber man sagte ja fälschlicherweise: In der DDR war alles schlecht ....
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#13 Peter Wanders 07.10.2015 18:01
@11 JUH
Mein ganz persönlicher Dank an Sie für Ihre Hartnäckigkeit in Sachen Gesamtschule. Wer die Geschichte Ihrer Klage zur Veröffentlichung der Ergebnisse der Elternumfragen kennt, weiß, wie skandalös und völlig undemokratisch sich die Verwaltung verhalten hat.
Dass Sie dafür in anderen Bereichen durch die Verwaltung gemobt wurden, kann ich mir gut vorstellen.
Ähnliches haben wir selbst auf anderer Ebene erfahren.
Bei uns lag dies nachvollziehbar nicht an den jeweiligem Mitarbeiter der Verwaltung. Auf diesen wurde sichtbar Druck von höherer Stelle ausgeübt.

Ohne Frau Sonja Northing zu sehr schützen zu wollen, ist meine Bitte an Sie, eventuell in Betracht zu ziehen, dass es innerhalb der Verwaltung von höherer Stelle Vorgaben gab, sich als Sozialamt gegenüber Hartz4-Empfängern so zu verhalten, wie Sie und BR dies glaubhaft geschildert haben.
Sollte es so gewesen sein, hat Frau Northing nun Gelegenheit dort andere Leitsätze vorzugeben.
Vielleicht können Sie und BR in einigen Monaten von einer Änderung des Verhaltens des Sozialamtes berichten.
Sollte dies nicht so sein, war und ist Ihre Kritik völlig zu Recht.
Bleiben Sie kritisch!
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#14 Jens-Uwe Habedank 07.10.2015 23:09
@13, Peter Wanders:
Vielen Dank für die anerkennenden Worte und, einigermassen, Bestätigung der "Klever" Verhältnisse. (Fasse ich mal so auf).

Ihren Einwand, dass Frau Northing über die von mir geschilderten "Ereignisse und Situationen" regelrecht in ihrem Handeln angewiesen oder gar genötigt worden wäre, kann ich so nicht gelten lassen:
1) Frau Northing war dem Gesetz und ihrem Eid als Beamtin verpflichtet - keinem Meisterbürger oder sonstwem...
2) Hat, oder hätte, es derartige Weisungen von "oben" ( Das wären dann Haas und Brauer) gegeben - hab' ich noch immer kein Verständnis dafür, dass man das dann, entgegen jeder Rechtsstaaatlichkeit, durchsetzt, duckt und mitmacht.
3) Schaden, irreparabel, ist entstanden - und der Grund dafür war dann " es wurde mir befohlen"...? Hatten wir schon! Geht einfach nicht.
4) Für Frau Northing dürfte wohl kaum die Frage um Leib und Leben bestanden haben, eher eine Frage der Karriere-Stufe - für ihre "Klienten" galt das nicht; da war Leib und Leben egal...
5) Frau Northing hatte jederzeit die Wahl gehabt a) Gesetz und Recht zu folgen ( mit wohl unangenehmen Diskussionen mit ihren Vorgesetzten) oder b) vermeintlichen Vorgaben "von Oben" zu folgen ( damit sich selbst "angenehm" zu machen und "wohl" zu sein...)
6) Frau Northing hatte Gelegenheit Leitsätze zu leben und umzusetzen - Sie hat es nicht getan; warum sollte sie es auf einmal tun?
Wer sagt denn, dass nächste Woche, nächsten Monat, nächtes Jahr nicht Jemand daher kommt und "höhere Vorgaben" macht und Frau Northing mal wieder/ noch immer/ schon wieder meint einem "Druck" nachgeben zu wollen? Was machen wir dann - Die Dame zur Bundespräsidentin wählen, weil sie dann ggf. andere Leitsätze vorgeben könnte?
- Demnach müßte ich schon Kaier sein -

7) Fehler, teilweise üble Fehler, mit üblen irreversiblen Folgen sind geschehen. Das lag in der Verantwortung von Frau Northing.
Sie kann nun, endlich mal nach etlichen Jahren, Fehler zugeben und korrigieren - macht sie aber ungemein stetig nicht! Sie steht für nichts ein, taucht ab und macht Wahlkampf statt Arbeit...
Fragen Sie Frau Northing mal, Stichwort JUH...
8) Über Veränderungen des Sozialamtes der Stadt Kleve werde ich wohl kaum berichten können, da ich mich nun auch aus der Beratung zurück ziehen werde müssen.

Noch mal zur Situation Gesamtschule/ Politik versus Gesamtschule:
"Mobbing" - damit kommt meiner Einer noch klar, rechnet man in Kleve dauch damit; Existenzvernichtung, mit allen langläufig bekannten "Mafia-Mitteln, aus politischen oder persönlichen Gründen - gehört sich für eine Verwaltung nicht!

Und - wer haftet für angerichtete Schäden? Frau Northing nicht, weil sie ja "angewiesen" sein könnte, Meisterbürger TB nicht, weil Frau Northing ihn nicht belasten möchte. Ja- was denn nun...?
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#15 pd 09.10.2015 14:50
@ Jens-Uwe Habedank, @ KaS

Vielen Dank für die Veröffentlichung der Kommentare. Herr Habedank, bleiben Sie so wie Sie sind!

@ Heinz Goertz
Wo ist das Problem auf dem kurzen Dienstweg mal nachzufragen was an den sehr konkreten Vorwürfen dran ist. Mich würde die SIcht der "Gegenseite" interessieren.
Jens-Uwe Habedank schreibt schlüssig, ist mir als einer der Vorkämpfer zum Thema Gesamtschule in Erinnerung. Es fällt schwer, dass hier öffentlich geschriebene nicht zu glauben.

Ich persönlich habe, wie vielen, Anti-UJ gewählt und nicht Pro Northing. Solche Geschichten wie hier beschrieben brennen sich allerdings ein. Theoretisch gehört sowas nachrecherchiert und auf die Titelseiten. Leider müssen sowohl KaS als auch RP, NRZ, Blättchen etc. auch morgen noch Geschäfte in Kleve machen :-/
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#16 Nobody 10.10.2015 09:11
#15 pd

"Solche Geschichten wie hier beschrieben brennen sich allerdings ein. Theoretisch gehört sowas nachrecherchiert und auf die Titelseiten."

Es gab und gibt noch andere solcher Skandale...........in der Vergangenheit sprach man beim "Jobcenter" immer von "Stress".......jetzt werden die "Asylbewerber" vorgeschoben, wenn Menschen, die dort gemeldet sind, z.B. keine Antwort, keinen Bescheid, falsche Bescheide und auch kein Geld zum Leben bekommen.

Man hätte sich wirklich besser um die Verantwortung der eigenen Arbeitsstelle kümmern sollen, als um den "umarmenden Wahlkampf".......alles nur Blenderei auf Kosten der Bedürftigen.
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#17 jürgen 10.10.2015 21:37
98% aller Kinder sind hochbegabt und dann geht's in die Schule. Nach der Schule sind 2% übrig geblieben. Der Rest ist zu Systemrobotern verkommen.
Noten sind fürs System. Nur mit guten Noten kommst du im System nach oben. Das Auswahlverfahren hat gefruchtet und Die mit der besten Systemsteuerung im Hirn funktionieren Systemkonform.
Ergebnis = Unmenschliche POLITIK. Menschenverachtende Maßnahmen. Eine glänzende Waffentechnologie und unendliche Parasitenbankenstützungen. Weltweit Unruhen und alles im Handelsrecht/Seerecht. Alles läuft nach Plan. Je länger die Ausbildung je weniger SELBST steckt noch im Bioroboter.
Kaum noch Philosophen in diesem Land der funktionierenden Mechanik. Kaum noch wahre Künstler außer Abstraktionen.
Monotonie und Funktionalismus, Noten und Vorgaben, Hörigkeit und Aufgabenabwicklungen. Das LEBEN lebt sich nicht mehr, es wird nur noch abgelebt. Freiheit ist ein Fremdwort geworden. Nur der Kleingeist findet Freiheit und Glück in einer/seiner kleinen Welt. Der Rest der Welt ist auf Untergang getrimmt. Es ist alles da, wenn es nicht dauernd genommen würde.
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