Kreis Kleve. Nach den närrischen Tagen zieht die Polizei im Kreis Kleve eine gemischte Bilanz. Wie in den Vorjahren führten Polizeibeamte gemeinsam mit Vertretern der örtlichen Kommunen kreisweit während der Karnevalsumzüge intensive Jugendschutzkontrollen durch. In Zusammenarbeit mit Vertretern der Jugend- und Ordnungsbehörden wurden Kinder, Jugendliche und Heranwachsende überprüft und Taschen sowie Rucksäcke nach nicht zulässigen Alkoholika durchsucht. Dabei stellten die eingesetzten Kräfte kreisweit fast 500 Flaschen bzw. Fläschchen Alkoholika sicher bzw. entsorgten den Inhalt unmittelbar vor Ort. Naturgemäß erfolgten die meisten derartigen Sicherstellungen während der größten Umzüge im Kreis Kleve. In Kleve selbst musste die Polizei 190 derartige Flaschen bzw. Fläschchen den nichtberechtigten Personen wegnehmen. In Goch waren es 123 Alkoholika und in Kevelaer ca. 120. Dies macht deutlich, dass die intensiven Jugendschutzkontrollen erforderlich und sinnvoll sind.

Dennoch gab es auch in diesem Jahr wiederum zahlreiche Jugendliche und Heranwachsende, die den Alkoholkonsum übertrieben hatten. So wurden in Kleve 7 Kinder und 6 Jugendliche auf Grund des Alkoholkonsums in hilflosem Zustand angetroffen. Sie mussten in die Obhut von Erziehungsberechtigten übergeben werden. In Kevelaer traf dies auf 2 Kinder und 2 Jugendliche zu.

Immer wieder mussten Polizeibeamte einschreiten und durch das Aussprechen von Platzverweisen drohende Auseinandersetzungen schon im Keim ersticken. Dennoch konnte trotz des großen personellen Aufwands nicht verhindert werden, dass es im Umfeld der Karnevalsumzüge in Goch zu 3 Körperverletzungsdelikten kam. In Kranenburg und Geldern registrierte die Polizei jeweils zwei derartige Straftaten. In Kleve ereigneten sich 7 entsprechende Delikte.

In Kevelaer-Twisteden hatten sich per Internet offenbar zahlreiche Jugendliche und junge Erwachsene am Sonntag zu dem dortigen Karnevalsumzug verabredet. Die Gruppe wurde daraufhin intensiv überprüft, so dass bei den Personen insgesamt etwa 70 Fläschchen Alkoholika sichergestellt werden konnten. Allerdings ereigneten sich in der Folge 8 Körperverletzungdelikte. Während des polizeilichen Einschreitens kam es seitens dreier alkoholisierter Personen zu drei Widerstandshandlungen gegenüber Polizeibeamten. Hierbei wurden 2 Polizisten verletzt. Insgesamt 6 Randalierer mussten daraufhin am Sonntag in Polizeigewahrsam genommen werden.

Kreisweit verbrachten 13 Personen auch am Rosenmontag einen Teil des Tages im Polizeigewahrsam. Wegen übermäßigen Alkoholkonsums, Nichtbeachten von Platzverweisen oder auch weil sie in erheblichem Maße randalierten mussten diese Personen kreisweit ins Polizeigewahrsam gebracht werden, und zwar in 4 Fällen in Kleve, in 5 Fällen in Goch und jeweils 2 Personen in Geldern und Kevelaer waren davon betroffen.

Unauffällig verliefen die Umzüge in Emmerich und Rees. Besondere Vorkommnisse wurden der Polizei hier nicht bekannt. In Rees musste lediglich eine Person zur Ausnüchterung ins Polizeigewahrsam verbracht werden. Auch die Karnevalsumzüge in Kranenburg und Bedburg-Hau konnten aus polizeilicher Sicht ohne größere Probleme bewältigt werden.

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