Herzwoche
Kreis Kleve (23.10.2016). „Herz unter Stress: Bluthochdruck, Diabetes, Cholesterin“ lautet das Thema der von der deutschen Herzstiftung ausgerufenen Herzwoche. In diesem Zusammenhang laden die Experten der Klinik für Kardiologie des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums zu zwei Informationsveranstaltungen ein: am 2. November ins Kevelaerer Konzert- und Bühnenhaus und am 9. November in den Hörsaal 2 der Klever Hochschule. Beginn ist jeweils um 18.30 Uhr. „Unser Fokus liegt bei den Vorträgen auf der Prävention. Auch wenn sich die Sterblichkeitsrate bei Herzinfarkten in den vergangenen Jahren deutlich verringert hat, ist es am besten, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen“, sagt Chefarzt Prof. Dr. Stefan Schuster.
Bluthochdruck, Diabetes und Störungen des Fettstoffwechsels (Stichwort: Cholesterin) gehören zu den wichtigsten Risikokrankheiten für schwerwiegende Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein möglicher Auslöser ist Stress. „Stress hat jeder. Der Mensch braucht Stress, um leistungsfähig zu sein. Dauerstress kann aber zu dauerhaften Problemen führen. Die Balance aus Spannung und Entspannung ist entscheidend“, sagt Prof. Dr. Schuster.
Probleme, die früher oder später auch das Herz angreifen können. Das tückische an Krankheiten wie Bluthochdruck, einem erhöhten Blutzuckerspiegel oder  Cholesterinwert ist aber, dass sie oftmals lange Zeit nicht bemerkt oder unterschätzt werden. „An Bluthochdruck leiden in Deutschland über 20 Millionen Erwachsene. Gut 20 Prozent der Betroffenen wissen aber nichts von ihrer Erkrankung, weil sie sich lange fit und gut fühlen“, so Schuster. Ähnliches gilt für Diabetes, Fettstoffwechselstörungern oder die Gefäßverkalkung (Arteriosklerose). So kommt es heimlich, still und leise zu schleichenden Schädigungen von Gefäßen und Organen. Und damit erhöht sich bei vielen Millionen Männern und Frauen das Risiko von Herzinfarkt, Schlaganfall und anderen schwerwiegenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen. „Das ist umso tragischer, weil diese Krankheiten durch therapeutische Maßnahmen wie Medikamente und konsequente Lebensstiländerungen in der Regel sehr gut beeinflussbar sind“, weiß Prof. Dr. Stefan Schuster aus der Praxis zu berichten. Regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung (ohne Alkohol und Nikotin) sind hier die passenden Stichworte.  „Mit den beiden Informationsveranstaltungen  möchten wir für die Ursachen und Gefahren dieser Risikokrankheiten, für Möglichkeiten der Vorbeugung sowie für neue Entwicklungen in Diagnostik und Therapie sensibilisieren“, lädt Dr. Norbert Bayer zum Besuch von Konzert- und Bühnenhaus bzw. Hörsaal ein. Neben Schuster und Bayer wird mit Dr. Georg Schouwink ein dritter Kardiologe auf dem Podium referieren. Die drei Ärzte und weitere Mitarbeiter der Kardiologie  stehen während und nach den  Vorträgen für Fragen zur Verfügung.
Eine Anmeldung zu den Informationsabenden am 2. und 9. Novemberist nicht erforderlich, der Eintritt ist kostenlos.

 

Text & Foto: Michael Terhoeven

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