Kunst. Bewegt. 10 Bedburg-Hau (01.10.2016). Schon wieder ist ein halbes Jahr rum und so wird im Museum Schloss Moyland die Serie „Kunst. Bewegt. 9“ mit „Kunst.Bewegt.10“ fortgesetzt. Zur Feier dieses kleinen Jubiläums werden am Sonntag, 2. Oktober, gleich zwei neue Ausstellungen eröffnet: die „Moyländer Episoden: Friedrich, Voltaire und Beuys“ von Jochen Stücke sowie Arbeiten von Beuys aus dessen Frühwerk zum Thema „Natur und Kosmos“.
Stückes Präsentation widmet sich drei herausragenden Persönlichkeiten der Geschichte, die in Moylands Historie, aber auch dessen Gegenwart eine wichtige Rolle spielen: König Friedrich der Große, Philosoph Voltaire und Künstler Joseph Beuys. 2013 begann der Kunstprofessor mit seinem Zeichenzyklus. In ihm thematisiert er die erste Begegnung von Friedrich dem Großen und Voltaire im September 1740 auf Schloss Moyland und knüpft eine Verbindung zu Beuys und seinen Ideen. „Es lässt sich eigentlich nicht rechtfertigen, diese drei Persönlichkeiten in einen Kontext zu stellen... und doch vereint sie ein die Jahrhunderte übergreifendes Geflecht an Reizen und daraus resultierenden Ideen“, sagt Jochen Stücke. Er fasst die Geschichte nicht als chronologischen Prozess auf. Vielmehr ist sie für Menschen, Orte und Ereignisse laut Kuratorin Barbara Steriegler eine „Bühne der Gleichzeitgkeit“. 100 des mittlerweile auf gut 200 Blätter angewachsenen Zyklus werden im Schloss zu sehen sein. In ihnen werden die drei Protagonisten in immer wieder neue Zusammenhänge gesetzt - allein, zu zwei und gelegentlich sogar zu dritt.
Eine Stockwerk darüber steht allein das Wirken von Joseph Beuys im Fokus. Genauer: Frühwerke aus der Sammlung des Museums zum Thema Natur und Kosmos. Es sind Arbeiten, in denen Beuys das Einwirken von kosmischen Energien auf irdische Wachstums- und Umformungsprozesse verbildlicht. Durch Motive wie Vulkane, Gletscher, Kristalle und Gesteinsschichten veranschaulicht er Formbildungs- und Veränderungsprozesse in der Natur bei denen Wärme und Kälte eine wichtige Rolle spielen.

 

Text & Foto: Michael Terhoeven

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