ulrich ulrike-webKreis Kleve (27.8.2016). Das ist die beste Botschaft zum neuen Schuljahr: Die CDU-Kreistagsfraktion gibt dem Berufskolleg in Goch eine Standortgarantie bis 2020, vielleicht noch länger. „Es wird vorerst keine Standortentscheidungen geben“, erklärt die Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion Ulrike Ulrich. Der CDU-Arbeitskreis „Jugend und Bildung“ sowie der Fraktionsvorstand hatten sich eingehend mit dem Entwurf des Schulentwicklungsplans des Büros „Garbe & Lexis“ beschäftigt, in dem eine mögliche Aufgabe des Gocher Berufskollegstandortes skizziert wurde. „Dass man als Schulträger die eigenen Ressourcen einer ständigen Kontrolle unterzieht, ist vernünftig - jedes Unternehmen macht das“, sagt Ulrike Ulrich. „Aber der Kreis Kleve ist immer bereit, für die Bildung junger Menschen viel Geld in die Hand zu nehmen und das wird auch in Zukunft so bleiben.“  
Der Kreis wird spätestens in 2020 prüfen, wie sich die Schülerzahlen entwickelt haben. Es geht dabei um die Frage, ob diese tatsächlich stark zurückgehen oder nicht doch ansteigen. In diesem Jahr haben die Berufskollegs im Kreis z.B. einen deutlichen Anstieg zu verzeichnen. Im Jahr 2020 kommen die Zahlen dann auf den Prüfstand - vorher passiert nichts. „Die Aufregung der vergangenen Wochen war unnötig“, versichert Ulrich. „Es gab bis jetzt keine Überlegungen, den Standort Goch aufzugeben.“ Schulentwicklungsplanung berücksichtigt 1. das gegenwärtige und zukünftige Schulangebot, 2. die mittelfristige Entwicklung der Schülerzahlen und 3. die Entwicklung des Raumbestandes. Ob der Standort Goch dauerhaft erhalten werden kann, hängt vor allem von den Anmeldungen in Zukunft ab: „Entwickeln sich die Schülerzahlen weiter so positiv, wird sich auch 2020 keine Standortfrage stellen“, stellt Ulrike Ulrich klar. „Im Übrigen hat die Verwaltung mit Landrat Wolfgang Spreen diese Auffassung auch immer vertreten.“

Olaf Plotke (Text & Foto)

Kommentare   

#1 Roland Katzy 29.08.2016 15:54
In dem Artikel "CDU: Standortgarantie bis 2020 für Berufskolleg in Goch" wird von der CDU-Fraktionsvorsitzenden vertuscht, dass es sich mit der Außenstelle Goch um das Berufskolleg Kleve handelt. Das Berufskolleg Kleve soll auf Dauer reduziert werden. Dies war der Auftrag an den Gutachter Dr. Garbe. Er empfiehlt, „dass zum Schuljahr 2019/2020 am Teil-Standort Goch keine Klassen mehr neu gebildet werden, sondern dass die Aufnahme gemäß den Regularien des Szenario 2. in Kleve oder Geldern erfolgt“.
Damit sollen der Bankkaufmann, der Automobilkaufmann, der Lagerlogistiker, der Bauzeichner, der Bautechniker und Elektro- und Informationstechniker ab 2022 komplett in Geldern Vollzeit und Teilzeit beschult werden.
Die Aussage von Ulrike Ulrich „Es gab bis jetzt keine Überlegungen den Standort Goch aufzugeben“ ist falsch, der Auftrag des Kreises Kleve und die Empfehlungen des Gutachters bestätigen die Überlegungen zur Schließung der Außenstelle des Berufskollegs Kleve in Goch.
Die Verlegung der o.g. Berufsausbildungen nach Geldern schwächt deutlich die Qualität der Berufsausbildung in Kleve und lässt die fehlenden Angebote beruflicher Bildung im Norden des Kreises unberücksichtigt. Der Süden des Kreises hat in seinem Einzugsbereich mit Krefeld, Viersen, Dinslaken, Wesel, Moers, Duisburg und Rheinhausen vielfältige Angebote beruflicher Bildung, die schon jetzt häufig durch junge Menschen aus dem Südkreis Kleve wahrgenommen werden.
Ich empfehle der Kreis CDU, die Außenstelle des Berufskollegs Kleve in Goch nicht aufzugeben und das Berufskolleg Kleve mit dem Standort Hochschule durch notwendige Entwicklungsinvestitionen zu stärken!

Roland Katzy
- Oberstudiendirektor a.D. von einem Berufskolleg -
Gabriele-Münter-Straße
Kleve
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#2 Heinz Goertz 29.08.2016 16:15
@1 Roland Katzy

Zitat Herr Katzy:

Die Verlegung der o.g. Berufsausbildungen nach Geldern schwächt deutlich die Qualität der Berufsausbildung in Kleve und lässt die fehlenden Angebote beruflicher Bildung im Norden des Kreises unberücksichtigt

Sehr geehrter Herr Katzy,

wieso wird dadurch die "Qualität" der Berufsausbildung geschwächt???
Ich vermute, dass Sie schon etwas länger im Ruhestand sind, sonst hätten Sie mit bekommen, dass es nicht mehr genügend Auszubildende in den, von Ihnen genannten Berufen hier im Nordkreis gibt.

Die Gocher Filiale des Berufskollegs Kleve zu schließen, folgt wirtschaftlichen Notwendigkeiten. Bekanntlich wird so etwas mit Steuergeldern finanziert.

Mit kollegialen Grüßen

Heinz Goertz
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