udo janssen webKleve (23.8.2015). Seine Wahl zum Bürgermeisterkandidaten der Klever CDU hatte einigen Wirbel ausgelöst und einige mehr oder weniger offene Schlammschlachten: Heute ist Udo Janssen (52) in dieser Hinsicht ganz entspannt und sagt, dass die Partei hinter ihm stehe. Als Kandidat der seit Jahrzehnten mit Abstand stärksten Partei in der Schwanenstadt darf er sich einigermaßen berechtigte Hoffnungen auf einen Wahlsieg am 13. September machen. Der Kurier am Sonntag besuchte Udo Janssen in seiner Rechtsanwaltskanzlei und führte mit ihm ein offenes Interview, in dem Janssen auch den unangenehmen Fragen nicht auswich.

Wie ist eigentlich Ihr Verhältnis zu CDU-Fraktionschef Wolfgang Gebing, der selbst gerne CDU-Bürgermeisterkandidat geworden wäre?  Janssen: „An unserem Verhältnis hat sich nichts geändert. Das ist wie vorher auch ganz normal.“

Ihre plötzliche Kandidatur zwei Tage vor der Wahl des Bürgermeisterkandidaten haben Ihnen aber einige Menschen in der Partei übel genommen.  Janssen: „Eine Kandidatur mehrere Kandidaten bringt immer eine gewisse Aufregung mit sich. Das ist doch ganz normal. Ich habe aber meine Kandidatur nicht erst in der Versammlung bekannt gegeben, wie es von der Satzung ja auch erlaubt gewesen wäre. Es hätte ja auch am Abend der Wahl noch jemand kandidieren können. Ich habe dem Stadtverbandsvorsitzenden immer gesagt, dass ich eine mögliche Kandidatur nicht erst am Tag der Wahl bekanntgeben würde und habe ich es dann auch gehalten.“

Dabei hatten Sie offiziell die Kandidatur aufgrund einer Erkrankung abgeschrieben.  Janssen: „Das stimmt. Gesundheit geht vor. Aber das ging dann alles so glatt und hat sich so gut entwickelt, dass ich nach Rücksprache mit meiner Frau, dann doch dachte, dass ich die Chance wahrnehmen sollte. Denn so eine Chance hat man in der Regel nur einmal im Leben. Und Bürgermeister meiner Heimatstadt zu werden, ist eine große Herausforderung. Ich bin ein Klever durch und durch. Ich liebe diese Stadt und ihre Menschen. Ich war ja nur für den Grundwehrdienst und das  Studium fort aus Kleve. Aber für mich stand felsenfest fest, dass ich wieder zurückkehren werde. Womit ich nichts gegen Münster und Würzburg sagen möchte, aber Kleve ist eben Kleve - meine Heimat. Und für die habe ich mich immer engagiert. Das habe ich von meinen Eltern so mitbekommen, die sich sehr in der katholischen Gemeinde eingebracht haben. Und so habe ich dann auch in der Jugendarbeit angefangen, war Jugendleiter im Sommer- und Pfingstlägern. Später kamen dann der Karneval bei den Schwanenfunkern und eben die Politik.“

In Erinnerung bleibt vielen aus Ihrer Zeit als Fraktionschef der CDU ihr Spruch „Bin ich Jesus, wächst mir Gras aus den Taschen“ bei der Diskussion um den Minoritenplatz.   Janssen: „Das war wahrlich kein Ruhmesblatt. Es wäre sicher besser gewesen nach einem harten Verhandlungstag in Süddeutschland und einer mehrstündigen Autofahrt nicht auf das Podium zu steigen. Aber ich sah mich in der Verantwortung und habe mich ihr halt gestellt. Der Spruch selbst war nicht okay und tut mir leid und ich habe mich dafür entschuldigt. Ich wollte lediglich ausdrücken, dass man eben keine hundertprozentig sicheren Vorhersagen über Entwicklungen machen kann. Wer in der Politik tätig ist, hat es mit sehr komplexen Sachverhalten zu tun und versucht nach Abwägung aller ihm zur Verfügung stehenden Fakten eine Entscheidung zu treffen, die er für richtig hält. Es kann aber immer sein, dass man später eine solche Entscheidung als falsch bewertet. Und noch später kann eine solche Entscheidung sogar wieder als richtig bewertet werden. Ich bin immer sehr dafür, dass man Dinge nach den Rahmenbedingungen und den Fakten beurteilt, die damals herrschten und vorlagen.“

In diesem Wahlkampf haben die Kandidaten viel Herz. SPD-, FDP- und OK-Kandidatin ist herzlich und Sie auch.   
Janssen: „Mein Slogan lautet ‚ Mit Herz und Sachverstand‘. Und ‚Mit Herz‘ soll vor allem dafür stehen, dass ich mich für die Menschen in dieser Stadt mit viel Herz engagiere- also eher im Sinne von leidenschaftlich. Wenn ich etwas mache, dann bin ich mit Herz bei der Sache. Und das ich Sachverstand habe, bezweifelt auch der politischen Gegner nicht. Der Slogan passt also ganz gut zu mir.“

Wenn Sie gewählt werden, wären Sie Chaf von mehr als 500 Mitarbeitern. Jetzt führen Sie eine Kanzlei. Trauen Sie sich diese viel größere Aufgabe denn zu?   Janssen: „Es ist ja nun auch nicht so, als würde man jeden Mitarbeiter der Verwaltung selbst führen. Es gibt ja eine vorhandene und gut funktionierende Organisation. Ich würde da ein gut bestelltes Feld von Bürgermeister Brauer und seinen Vorgängern übernehmen. Im Übrigen arbeite ich als Ratsmitglied seit mehr als 15 Jahren intensiv mit der Verwaltungsspitze und den Fachbereichsleitern der Klever Stadtverwaltung zusammen. Die Struktur ist mir sehr gut vertraut und kann im Bereich Bürgerservice weiter optimiert werden.“

Was für ein Chef sind Sie?   Janssen: „Vor allem einer, der zuhört. Das habe ich ihn meinem Beruf als Rechtsanwalt gelernt. Ich bin niemand, der vorschnelle Entscheidungen trifft. Aber ich bin jemand, der auch Entscheidungen treffen kann.“

Was wird eigentlich aus Ihrer Kanzlei, wenn Sie zum neuen Bürgermeister Kleves gewählt werden würden?   Janssen: „Die müsste ich aufgegeben. Ich würde am Tag vor dem Beginn der Amtszeit am 21. Oktober meine Zulassung als Rechtsanwalt zurückgeben.“

In drei Wochen wird gewählt - sind Sie aufgeregt?

Janssen: „Natürlich steigt die Nervosität, aber vielleicht sollte man besser Anspannung sagen. Aber das ist doch normal, wenn man eine Sache ernst nimmt, nicht wahr? Als ich 1996 meine erste Haushaltsrede halten musste, habe ich die Nacht vorher auch unruhig geschlafen.“

6 Podiumsdiskussionen, Wahlkampfstände - werden Sie auch Hausbesuche machen?  

Janssen: „„Wenn mich jemand mal persönlich kennenlernen möchte und keine Zeit hat, einen Stand oder eine der Diskussionen zu besuchen, kann man mich gerne anrufen, dann komme ich auch zu Besuch. Direkte Hausbesuche, unangekündigte, sind nicht geplant.“

Fragen & Foto: Olaf Plotke

Kommentare   

#1 Erbarmen bitte! 24.08.2015 09:16
Udo Janssen ist ein Mann mit Format. Ich denke, er wird im Amt noch wachsen und ein guter Bürgermeister für Kleve werden.
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#2 Willi Heuvens, Spark.ang.a.D. 24.08.2015 10:40
Ich denke, es liegt immer daran, welche Maßstäbe man anlegt. Ich lege die Messlatte hoch an, dann ist AL mit großem Abstand auf Platz 1. Aber in diesem Land erhalten oft Intelligenz, Können, Zuverlässigkeit, Menschlichkeit und Fleiß nicht die entsprechende Anerkennung.

Dies erkennt man auch sehr häufig im Öffentlichen Dienst, wo oftmals Vorstände und Geschäftsführer "eingesetzt" werden, statt dass man hohes Wissen zur Grundlage macht.
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#3 Willi Heuvens, Spark.ang.a.D. 24.08.2015 11:48
@ 2

Auch die soziale Kompetenz sucht man dort oft vergebens ...
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#4 Martin Fingerhut 06.09.2015 09:35
@ Udo Janßen :

Direkt nach dem ausgestreckten ZeigeFinger kommt der StinkeFinger
- wie jeder an der eigenen Rechten kontrollieren kann.

Sehr geehrter Herr Janßen,

der Gerechtigkeit wegen auch für Sie zur Begrüßung eine Portion Ironie und Sarkasmus
wie für Ihren KandidatenKollegen
( siehe www.kurier-am-sonntag.de/notizblog/9856-menschen-mit-auslauf#comment-11803 ).

Außer dem "eregierten" Finger gab es von Ihnen noch nichts herausRagendes.

Deshalb auch für Sie ein FragenKatalog,
damit Sie sich vielleicht doch noch durch Ihre Antworten von den anderen abheben können :

1.)
Den BerufsSchülern gaben Sie für deren LebensWeg den Rat :
" Schreiben Sie Briefe ! "
Meinen Sie damit auch solch einen Brief
wie jenen des Quartetts Bay/Meyer-Wilmes/Gebing/Herman ns ?
Oder welche Sorte von Briefen ?

2.)
Da Sie den Rat auf einer der PodiumsDiskussionen der BM-Kandidaten erteilten,
vermute ich, Sie meinten insbesondere Briefe an den BürgerMeister.
Unabhängig davon, ob Sie in dieses Amt gewählt werden oder nicht :
Wie gehen Sie mit Briefen um, die jemand Ihnen schreibt ?
Wie reagieren Sie darauf, wenn jemand Sie um Hilfe bittet ?
Was ist Ihre Reaktion, wenn jemand Sie auf einen Aspekt hinweist,
den Sie bisher übersehen hatten ?
Wie nehmen Sie es auf, wenn ein FachMensch Ihnen aus seiner Branche berichtet,
die nicht die Ihre ist ?

3.)
Der momentane BM hält offenbar nicht so viel von Briefen wie Sie.
Er hat mir stattDessen empfohlen, ihn persönlich anzurufen.
Zu diesem Zweck habe er stets 2 mobieltjes bei sich.
Damit sei er jederZeit zu erreichen.
Da er damals gerade zu einem LandesParteiTag fuhr,
wollte er wohl auch während der DelegiertenKonferenz erreichbar sein.
Wie halten Sie das ?
Wie gewichten Sie Partei- und RatsArbeit zuEinander ?
Wie würden Sie Partei- und BM-Arbeit gewichten ?
Würden auch Sie strittige Fragen privat am Telefon entscheiden wollen ?
Wie schützen Sie sich dann gegen den Verdacht,
hinter den Kulissen zu kungeln ?

4.)
Jährlich Hunderte von Briefen schreiben Bürger zu all den BebauungsPlänen.
Formal werden diese Briefe "Anregungen" genannt.
Tatsächlich schildern die meisten,
welche Fehler die Bürger in den B-Plänen erkennen.
Welche Sorgen Sie sich wegen der Folgen dieser Fehler machen.
Wie die B-Pläne verbessert werden könnten.
All diese Briefe haben Sie in den vorigen 15 Jahren vorgelegt bekommen.
WieViele davon haben Sie gelesen ?

5.)
Voriges Jahr im Februar hat der Rat mit großer Mehrheit
- inclusive Ihrer Stimme -
ein neues EinzelHandelsKonzept beschlossen.
Dieses Konzept enthält mehrere offensichtliche Fehler.
u.a. sind ein paar Zahlen falsch aufAddiert.
Das Ergebnis ist um mehr als 10% falsch.
Die in der Addition fehlenden 1.000m² VerkaufsFläche sind entscheidend.
Ein Fehler, den auch jemand erkennen kann, der vom EinzelHandel nichts versteht.
Ein Fehler, den auch jeder, der es noch nicht selber bemerkt hat,
dennoch sofort erkennt, sobald er auf ihn hingewiesen wird.
Schon im vorherGehenden Oktober hatte ich in einem Brief auf u.a. diesen Fehler hingewiesen.
Diesen und andere Hinweise hatten Sie als "Anregung" zum B-Plan "MinoritenPlatz" erhalten.
Haben Sie diese Briefe gelesen ?
Die Offenen Klever offenbar wohl.
Die Offenen Klever lehnten als einzige das fehlerhafte Konzept ab.
Sie hingegen fragten ungläubig : " Welche Fehler sollen das denn sein ? "
Wenn Sie die Briefe der Bürger gelesen gehabt hätten,
hätten Sie selber die Fehler kennen müssen.
Dann hätten Sie das Konzept ablehnen müssen.
Können Sie also überhaupt die Anregungen zum "MinoritenPlatz" gelesen haben ?

6.)
Im obigen Interview werden Sie zitiert :
### Wer in der Politik tätig ist, hat es mit sehr komplexen Sachverhalten zu tun und versucht nach Abwägung aller ihm zur Verfügung stehenden Fakten eine Entscheidung zu treffen, die er für richtig hält. ###
An sich haben Sie damit vollkommen Recht.
nur :
Halten Sie sich selber daran ?
Seit über 15 Jahren sind Sie Mitglied des Rates.
Seit über 15 Jahren bestimmen Sie mit über die Geschicke der Stadt Kleve.
Seit über 15 Jahren hängen die Bürger der Stadt von u.a. Ihren Entscheidungen ab
- die einen profitieren davon, andere leiden darunter.
Seit über 15 Jahren sollten Sie sich eigentlich so umfassend informieren
und so gründlich abwägen, wie Sie es im InterView darstellen.
Haben Sie stets Ihre Pflichten erfüllt ?
Wie würden Sie es als BM halten ?
In wieViel Prozent der Entscheidungen haben Sie Vorlagen der Verwaltung einfach nur "durchGewinkt" ?
Ohne die Briefe der Bürger zu lesen ?

7.)
2 des Quartetts der Verfasser des Briefes an die NRZ
- die Vorsitzenden der beiden Fraktionen der schwarz-grünlichSchwarzen Koalition -
wiesen diese Woche darauf hin,
1 Woche reiche nicht aus, die ca. 3 Dutzend Anregungen zum B-Plan Nassauer Allee zu studieren und abzuwägen.
Dem wurde allgemein zugestimmt.
Noch vor andertHalb Jahren jedoch
haben Sie mit NachDruck verkündet,
für ein Vielfaches davon - die Anregungen zum "MinoritenPlatz" - hätten Ihnen 2 Wochen gereicht.
Auch fast alle Ihrer RatsKollegen behaupteten das.
Aber nur 2 der 46 RatsMitglieder kannten die Fehler im EinzelHandelsKonzept,
welche in den Anregungen ausführlich geschildert sind.
Wie erklären Sie das ?

8.)
Vor andertHalb Jahren wurde sowohl von Seiten Ihres KoalitionsPartners, den Grünen,
wie auch von den Offenen Klevern angeregt,
den Beschluß über den MinoritenPlatz um wenige Wochen zu verschieben,
um die dicken Konvolute der gesammelten Anregungen studieren und diskutieren zu können.
Damals wiesen Sie jede Verzögerung brüsk ab.
Sie behaupteten, die VoBa brauche dringend BauRecht
und dazu müsse der B-Plan sofort beschlossen werden.
Mal abgesehen davon, daß sowohl FachLeute im PlanungsAmt wie auch Juristen mit FachKompetenz anderer Ansicht waren :
Warum haben Sie es als so dringend angesehen,
daß die VoBa nicht noch wenige Wochen hätte warten können ?
Wie gewichten Sie die Wünsche einer einzigen Bank gegenÜber den Belangen vieler Dutzend Bürger ?

9.)
Würden Sie BM, müßten Sie die DruckSachen und TagesOrdnungen unterzeichnen,
würden Sie zu RatsSitzungen einladen.
Damit könnten Sie sehr weitGehend bestimmen,
ob ausreichend Zeit bleibt, vor den Beschlüssen zu beraten.
Oder ob Beschlüsse schier durchGepeitscht würden,
weil möglicherWeise ein ungeduldiger BauHerr das gerne so hätte.
Angenommen, Sie würden in dieses Amt gewählt, erhielten Sie dadurch de facto einige Macht, die Geschicke der Stadt, ihre Entwicklung und ihre Zukunft zu bestimmen.
Wie würden Sie diese Macht nutzen ?

10.)
Welche Form von BürgerBeteiligung würden Sie unterstützen ?
Würden Sie erst die Bürger nach deren Erfahrungen, wünschen und Ideen fragen ?
Danach einen Plan entwickeln lassen ?
Diesen mit den Bürgern diskutieren ?
Schließlich wohlAbgewogen das beschließen, was das Optimum für Kleve insgesamt erreicht ?
Oder würden Sie erst mal alles beim alten lassen ?
Würden Sie erst dann aktiv, wenn ( echte oder möchteGern ) Investoren schon die für sie lukrativsten Ideen ausgebrütet haben ?
Dann einen für solche GoldGräber passenden Plan aufstellen ?
Die Bürger artig Brieflein dazu schreiben lassen, weil das Gesetzt Sie bzw. die Stadt nun mal dazu zwingt ?
All die Argumente der Bürger am FließBand abschmettern mit " Der Anregung wird nicht gefolgt. " ?
Den Beschluß als angeblich extrem dringend durchDrücken, weil die GlückRitter auf ihren JackPot warten ?

Wie würden Sie als BM agieren ?
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#5 Martin Fingerhut 07.09.2015 15:20
@ Udo Janßen :

Als Ihr jetziger KandidatenKollege Leenders
noch Ihr Kollege im Rat war
- also bevor er sich aus der Politik "verabschiedete" -
boten Sie und er uns regelmäßig ein besonderes SchauSpiel :
Mitten aus Sitzungen brachen Sie und er fröhlich gemeinsam auf.
Blieben etliche Minuten verschwunden.
Kehrten schließlich - immer noch gut gelaunt - wieder gemeinsam in die Sitzung zurück.

Was war so wichtig, die laufenden Sitzungen zu schwänzen ?
Was daran war so belustigend ?

Was trieb Sie stets gemeinsam nach draußen ?

Eine volle Blase oder ein voller Darm können gewiß ein Grund sein,
die Pflichten, welche den StadtVerordneten übertragen wurden, eine Weile zu vernachlässigen.

Aber synkron ?

SynkronSchwimmen ist oder war eine OlympiaDisziplin.
Doch trainierten Sie für SynkronPinkeln ?

Oder lag es an einer anderen Sorte " menschlichen Bedürfnisses " ?
"Mußten" Sie beide - gemeinsam - eine rauchen ?

War DAS Ihnen beiden so wichtig,
daß Sie den Bürgern damit ruhig zeigten,
wie unWichtig Ihnen beiden die Belange der Stadt und Ihrer Bürger sind ?

Übten Sie zwar kein wörtliches SynkronKacken
sondern eines im übertragenen Sinn :
Wir beide sch... auf die RatsSitzung ?
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#6 Pascal Deckers 07.09.2015 19:09
@ Martin Fingerhut

zu 8)

Als es vor einigen Jahren um meinen Arbeitsplatz ging (Handwerksunternehmen, 15 Mitarbeiter) war die Entscheidung nicht ganz so dringlich/freundlich:

-----
Bebauungsplan Nr. 1-263-0 für den Bereich Kermisdahlstraße/ Turmstraße;
hier: Beschluss der erneuten öffentlichen Auslegung
- Drucksache Nr. 495/VIII. -
StV. Janssen erklärt für die CDU-Fraktion die Ablehnung des Beschlussvorschlages. Es könne nicht sein, dass Bebauungspläne nach Anfragen von Investoren geändert würden...
-----
Die Seite seiner Stadt Kleve schreibt aber Folgendes:

"Planänderungen nach Inkrafttreten des Bebauungsplans sind das tägliche Geschäft des Fachbereichs Planen und Bauen der Stadt Kleve. Die Gründe hierfür sind... , dass
...
2.konkrete Vorstellungen von Investoren beziehungsweise Bauherren den Festsetzungen widersprechen..."

Wohlgemerkt, bei uns ging es damals nur um die erneute öffentliche Auslegung und keinesfalls darum irgendetwas schon in Stein zu meißeln. Auch der Hinweis, dort wäre schon zu oft etwas geändert worden war völliger Quatsch. Dort stand eine Industriebrache (alte Bösman Druckerei).

Wenn bei Herrn Janssen mittlerweile ein Umdenken stattgefunden hat begrüße ich persönlich das sehr. Möglicherweise bin ich aber auch naiv und in Wirklichkeit hat eine große Bank einfach mehr Möglichkeiten als ein kleiner Handwerker :-)
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#7 Martin Fingerhut 08.09.2015 09:28
@ #6 Pascal Deckers :

mal unter uns
- also von WurmFortsatz zu WurmFortsatz :

Heißt es nicht schon in animal farm :
" Alle Investoren sind gleich - aber die Schweine sind gleicher " ?

Es gibt halt 2 Klassen von "Investoren" :

Die eine Klasse von "Investoren" hat wirklich Klasse :
Sie investieren gar nichts
- auf gar keinen Fall ihr eigenes Geld -
sondern zocken mit dem Geld des Gewürms,
haben eine dicke Pension sicher
- egal wie tief sie die Karre in den Dreck fahren -
und bilden sich auch noch ein,
ihre "Beschäftigung" sei so etwas ähnliches wie tägliche Arbeit.

Die andere Klasse von "Investoren" bildet jenes Gewürm,
das eigenes Geld investiert,
das selber arbeitet,
das keine Rente garantiert bekommt,
aber die eigene AltersSicherung für den Betrieb einsetzt.

Solch lächerliche Krauter bekommen gerne schon mal beschieden,
daß sie in Kleve unerwünscht sind.

z.B. morgen im Rat :
rat.kleve.de/ris/ris-2014/x.-bebauungsplan-nr.-1-276-8-fuer-den-bereich-flutstrasse-ludwig-jahn-strasse-6502259/

Dazu war im BauAusschuß SO "beraten" worden :

### ### ###

Technischer Beigeordneter Rauer erläutert die Drucksache. Für den Rat der Stadt Kleve liege eine Abwägungserfordernis vor. Es sei eine Anregung eines von der Planung betroffenen Betriebes eingegangen, welcher die Möglichkeit, seinen Standort in zentraler Lage von Kleve zu erweitern, durch die Planung eingeschränkt sehe.

Stadtverordneter Lichtenberger erkundigt sich, wie weit die Planungen des Straßenverlaufs den an der Ecke Flutstraße/ Ludwig-Jahn-Straße befindlichen Baum betreffen würden.

Technischer Beigeordneter Baum [ sic ! ] erläutert, dass der geplante Straßenverlauf einen Erhalt des Baumes unmöglich mache. An dieser Stelle sei eine Änderung des Straßenverlaufs erforderlich, um den vorhandenen Durchgangsverkehr flüssig zu gestalten. Die Planung sei in Absprache mit dem Fachbereich Tiefbau erfolgt. Demzufolge sei der Baum in die Planung nicht integrierbar.

Der Bau- und Planungsausschuss empfiehlt dem Rat der Stadt einstimmig, so wie in der Drucksache Nr. 264/X. zu beschließen.

### ### ###

merke :
Sei ein Baum, dann wird wenigstens nach Dir gefragt, bevor ( oder nachDem ) Du abgesägt worden bist.


In der - nicht mehr onLine verfügbaren - Begründung zum B-Plan,
für welche letztlich
" Technischer Beigeordneter Baum " ;-)
verantwortlich zeichnen dürfte,
hieß es, daß der Betrieb nicht innenStadtKonform sei.

Den HilfeRuf des Betriebs,
der nur in Form einer "Anregung" möglich ist,
wimmelt die Verwaltung ab.

Auf die Warnung der IHK wenigstens
erwidert die Verwaltung ( T.B. Baum ? ) u.a. :
" Der Hinweis wird zur Kenntnis genommen. Die Auswirkungen auf
den Betrieb werden in der Begründung stärker thematisiert. "
( rat.kleve.de/C1257CF60039C976/html/EDBF0FDC756CFE56C1257E75004F962F/$FILE/1-276-8%20Abw%C3%A4gung%20Offenlage.pdf )

sprich :
" Wir werden noch ein paar Zeilen dazu schreiben,
warum wir bei unserem Plan bleiben
und diesen Betrieb dort nicht haben wollen. "

Was in diesen Zeilen stehen wird,
kann jeder ahnen :
In den sogenannten "Abwägungen" wird ständig nur das Mantra herunterGebetet :
Die Festlegung des B-Plans " entspricht den langfristigen Zielen der Stadtentwicklung. Die innerstädtische Lage des Gebiets, die Nähe zur Hochschule und die Entwicklungen im direkten Umfeld zeigen, dass das Gebiet zukünftig nicht als Gewerbegebiet zu betrachten ist. "

Der Betrieb ist halt zu spät aufgewacht,
denn das Gebiet ist längst schon im ( alten ) FlächenNutzungsPlan so ausgewiesen,
daß der Betrieb dort nicht mehr hingehört.

mensch lerne daraus :
Statt sich um den Betrieb zu kümmern
hätte der Unternehmer besser ständig verfolgen sollen,
was gerade mal in welche Pläne geschrieben wird.

einmal nicht aufgepaßt - Pech gehabt !
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#8 Peter Wanders 08.09.2015 11:52
Da wird die Aufhebung eines der ältesten Klever Gewerbebetriebes beschlossen.
Da hat schon mein Großvater sein Holz eingekauft.
Es ist einfach unglaublich, was Stadtplaner sich in Kleve erlauben und die Politik in Kleve mitmacht.

So erging es auch den Anwohnern der Werftstrasse.
Die mussten Zwangsverkaufen und ihre Häuser wurden auf Kosten der Stadt Kleve oder besser gesagt uns Steuerzahlern abgerissen, weil im städtebaulichen Entwurf ein U-förmiges sich zum Kanal öffnendes Gebäude stand. Die Umsetzung besteht heute aus einem Querriegel vorm Kanal, den nicht einmal die Volksbank so bauen wollte.
Auch der Vorschlag zu dieser Form stammt aus dem Rathaus.
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#9 Der Laie 08.09.2015 13:47
@8
Sie erwarten doch nicht das der heutige technische Beigeordnete der Stadt Kleve, Zeichnungen lesen kann.Man bedenke nur das unerwartet plötzlich die Fa. Rübo Gas ein Gefahrgutlager im Klever Hafengebiet hatte,oder das Höhenabweichungen von 1,30m zu tolerieren sind,Dachstuhltoleranzen von 13 cm aber ein No go sind.Liegt es daran das der frühere techn. Beigeordnete Krebs selber Architekt war und noch wußte wie man eine Ausschreibung VOB Konform erstellt?
Wenn auf den Sonderschullehrer ein Rechtsanwalt folgen sollte,dann dürfen die Fachbereichsleiter sich weiterhin zurücklehnen, frei nach dem Motto, er hat zwar keine Ahnung aber er ist unser Chef.
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#10 Pascal Deckers 08.09.2015 14:57
@Martin Fingerhut

wem sagen Sie das. Unser krankes System ist eines meiner Lieblingsthemen. Um dem Neidvorwurf vorzugreifen: ich persönlich profitiere durch die niedrigen (Bau)zinsen seit Jahren von der Krise.
Trotzdem wäre ich auch in der Rückschau für eine Radikallösung gewesen. Von mir aus hätte man das ganze Finanzsystem über die Wupper gehen lassen können, für mich musste keine Bank gerettet werden. Natürlich hätten wir alle 10 harte Jahre gehabt aber eben auch die Möglichkeit, Prioritäten zu überdenken und neu zu setzen.

Bspw. sollte man Menschen, die in so genannten sozialen Berufen arbeiten, finanziell deutlich besser stellen. Dafür Menschen, die nur anderer Leutes Geld von A nach B verschieben, deutlich schlechter.

Zu Beginn der Finanzkrise wollte keiner der hochbezahlten Finanzjongleure mehr etwas wissen von "der Markt regelt sowas" sondern war sehr dafür, dass die Allgemeinheit, der Wurmfortsatz ;-), in die Bresche springt. Übrigens, auch unsere Sparkassen haben sich da, mit ihrem Zentralinstitut der West LB, nicht positiv hervor getan.

Der Hoffnungsschimmer ist, dass das Zinseszins-System endlich ist und meine Generation wird einen, hoffentlich friedlichen, Systemwechsel noch mitbekommen.

Zum Thema Dorsemagen habe ich keine abschließende Meinung. Tendenziell sehe ich ein, dass ein Großhändler nicht zwingend in der Stadtmitte sitzen muss und vielleicht in einer verkehrsgünstigen Randlage sogar besser liegt, zumal man das Innenstadtgrundstück dann als Bauland sicher gut vermarkten kann. Andererseits ist man mit der Ausstellung in der Stadt gut aufgehoben, ist dort gewachsen, ein Umzug ist teuer etc. pp.
Man müsste mal die Dorsemänner fragen was sie denn selbst davon halten. Der Widerspruch lässt vermuten eher wenig. Wir würden aber unabhängig vom Standort, wie die letzten 30 Jahre, weiter dort einkaufen. Guter Service, gute Qualität und das Geld bleibt in der Stad, Stichwort regionale Wertschöpfung.
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#11 Martin Fingerhut 09.09.2015 09:56
@ Udo Janßen :

Im SpiegelZelt wehrten Sie alle Wünsche der Künstler ab
durch Ihr routiniertes SperrFeuer,
alles und jedes sei durch ( meist EINstimmig beschlossene ) Satzungen geregelt.

unverrückbar !

Die Bedingungen für Kultur haarGenauso penibel wie jene für einen MüllContainer.

Diesen Vergleich zogen tatsächlich Sie !
MüllContainer !
wörtlich !

Haben Sie so wenig Gespür dafür,
wie Sie mit Menschen umgehen ?

Merken Sie nicht, wie sehr Sie andere durch solches und ähnliches demütigen ?

Ist Kultur für Sie nur ein Bereich unter vielen,
die Sie alleSamt am liebsten durch ParagrafenReiterei abhandeln ?
abKanzeln ?

Das Leben ist gewiß kein PonyHof,
doch muß es ausschließlich auf PfennigZählen reduziert werden ?
nach Art des KassenWarts ?

Färbt der Job bei den SchwanenFunkern zu sehr ab ?

Oder ist das einfach Ihre Natur ?
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#12 Martin Fingerhut 11.09.2015 17:29
@ Udo Janßen :

gestern, in der Hektik meines Aufbruchs, habe ich Ihr Päckchen versehentlich bei L deponiert.
Deshalb liefere ich es Ihnen heute hier nach :

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Eine für Kleve wichtige Aufgabe ist es, die hiesige Wirtschaft zu fördern.

Ihre Kompetenz in puncto Wirtschaft begründen Sie
zum einen damit, während des JuraStudiums auch VolksWirtschaftsLehre gehört zu haben,
zum anderen damit, Ihre Kanzlei sei auch ein kleiner Betrieb,
und schließlich mit den vielen Dutzend Bilanzen, die Sie im Rahmen Ihrer Kanzlei erstellen.

Sind Bilanzen für Sie wirklich der Kern des Unternehmertums ?

Glauben Sie, der KassenSturz zum JahresEnde sei das wesentliche daran,
ein Unternehmen erfolgreich zu führen ?

Glauben Sie, Unternehmer würden Ideen für neue Produkte aus dem standardisierten ZahlenWust gewinnen ?

Oder aus strikten Paragrafen ?

Welches Verständnis haben Sie tatsächlich für Wirtschaft ?

Können Sie überhaupt ahnen,
welche Beschlüsse des Rates welche Betriebe wie sehr gefährden können ?
wie viele ArbeitsPlätze ?

-----------------


und nun Ihre frische TagesRation für heute :

Im KAG brüsteten Sie sich :
" Wie viel haben WIR nicht schon für den Markt getan ! "

Ja, ( fast ) richtig :
Wie viel haben Sie für den Markt schon NICHT getan !

Der Markt an der Linde wird seit JahrZehnten vernachlässigt.
Der Platz gammelt vor sich hin.
Was ein Entrée zur InnenStadt sein sollte,
ist eher eine Absperrung.

Der "andere" Markt war früher auf dem Großen Markt.
Weil dort auch die Kirmes stattFand,
mußte er jedes Jahr für 2 Wochen pausieren.
Deshalb haben die EinzelHändler ihn zu sich in die Kavariner Straße eingeladen,
als diese vor bald 40 Jahren zu Kleve's erster FußGängerZone wurde.
Eigentlich nur für die Zeit der Kirmes.
Doch die MarktLeute wollten gar nicht wieder zurück.
Und den EinzelHändlern war es viele Jahre lang sehr recht,
denn der Markt belebte auch ihr Geschäft.

Dann jedoch bröckelte der Markt ab.
NachEinAnder gingen MarktLeute in Rente.
Keiner rückte nach.
Warum nicht ?

Als vor 11 Jahren, Anfang 04, jemand bei uns vorm Haus einen Stand neu einrichten wollte,
wurde das von der StadtVerwaltung abgewiesen :
" Es werden keine neuen MarktStände zugelassen,
denn der Markt soll verkleinert werden,
damit er auf den Platz vor Haus Koekkoek paßt. "
- wohlGemerkt : Diesen Platz gab damals noch gar nicht !

Die MarktLeute, denen ich das berichtete,
waren sehr erstaunt :
" Uns sagt die Verwaltung immer, es würde sich niemand neues interessieren ! "

Wenige Monate später, im Dezember 04 :
BauAusschußSitzung :
auf der TagesOrdnung :
" Platz vor Haus Koekkoek - hier : Vorstellung der PlanVarianten "
Dabei trug die Planerin u.a. vor :
" Vor Haus Koekkoek wird noch einiges aufgeschüttet,
damit ein etwas größerer Platz entsteht,
denn dort soll ja der Markt hin. "
Mit entsetztem Blick in meine Richtung
fiel der Technische BeiGeordnete Rauer
sofort und lautStark ins Wort :
" hin ERWEITERT werden !
hin EERRWWEEIITTEERRTT werden ! "

Soviel zum WahrheitsGehalt gewisser Äußerungen.

In den folgenden Jahren verkümmerte der Markt weiter.

Nichts zuletzt,
weil die KoekkoekWüste angelegt
und dabei die ParkPlätze vor Rexing, Haus Koekkoek, TurmCafé und Bacco vernichtet wurden,
die bis dahin gerade auch von Kunden des Marktes genutzt worden waren.

Schließlich kamen ein paar der EinzelHändlet zu dem Schluß,
daß durch den Markt nicht mehr genug Kunden zusätzlich in die Straßen kamen,
um den NachTeil auszugleichen, den sie hatten, weil ihre SchauFenster von den Ständen verdeckt wurden.

Deshalb wünschten ein paar der EinzelHändler,
den RestMarkt auf die KoekkoekWüste zu verlagern,
worauf die Verwaltung nur gewartet hatte.

Da Sie sich sonst angeblich so gut mit RatsBeschlüssen auskennen,
hier eine kleine Erinnerung :

Rat, 23.09.2009 :
( rat.kleve.de/.../... )

### ### ###
Beschlussvorschlag:
[ ... ] freitags den Wochenmarkt am Koekkoekplatz [ ... ] Zu gegebener Zeit soll dann geprüft werden, ob eine Verlegung des Wochenmarktes zu einem anderen Standort, wie z.B. am Klosterplatz oder am Opschlag, zweckmäßig und erforderlich ist.
[ ... ]
Wortbeitrag:
StV. Janssen teilt mit, dass seine Fraktion der Drucksache zustimmen werde. Aufgrund der vorgetragenen Argumente der Verwaltung sowie der Erfahrungen auf diesem Gebiet erscheine eine entsprechende Änderung sinnvoll.
### ### ###

Sie lesen richtig :
Den Markt noch nicht einmal auf der KoekkoekWüste belassen,
für den er ja schon zusammenGeschrumpft worden war,
sondern ihn möglichst sogar auf den Opschlag oder KlosterPlatz weiterVerlagern.

Wenn er auf der KoekkoekWüste genügend eingegangen ist,
dann paßt er sogar auf den Opschlag,
DerJenige Stand, der am OpSchlag am längsten überlebt,
der darf schließlich auf die KlosterPlatz.

DAS haben Sie alles dem Markt angetan !

Wir haben uns sooo sehr bemüht,
den Markt zu beleben.

- von wegen !

Ist Ihr Gedächtnis zu anderen RatsBeschlüssen ebenSo zuverlässig wie in diesem Fall ?
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#13 Martin Fingerhut 12.09.2015 14:08
@ Udo Janßen :

eine kleine Kronologie - u.a. Ihrer - RatsArbeit :

ein Kronologie des Grauens ?

2014 :

Februar :
Der Rat beschließt im SchweinsGalopp den B-Plan für den MinoritenPlatz,
obwohl dieser massive und offensichtliche Fehler enthält.
siehe oben unter #4 ab Punkt 5.)

Januar, Februar, März, ... :
Verwaltung und RatsMehrheit streiten die Fehler vehement ab.

April :
Die BürgerInitiative DenkPause ermöglicht,
daß der B-Plan dem OberVerwaltungsGericht Münster zur Prüfung vorgelegt wird.
Das Gericht fordert von der Verwaltung die Unterlagen an.

Juli :
Nach 3 Monaten hat die Verwaltung es endlich geschafft,
die 5 AktenOrdner mit den Unterlagen in ein Paket zu packen und dem Gericht zu schicken.
Jene 5 AktenOrdner, von denen u.a. Sie, Herr Janßen, behauptet hatten,
sie - neben ihrem Job bei den SchwanenFunkern - im Januar/Februar binnen 3 Wochen durchGearbeitet gehabt zu haben.

August/September :
Die Verwaltung legt dem Rat eine DruckSache vor,
daß der B-Plan für den MinoritenPlatz geändert und gemäß §214 des BauGesetztBuches ergänzt werden soll.
Die DruckSache enthält nur allgemeine Floskeln und keinen einzigen konkreten Punkt, WAS geändert oder ergänzt werden solle.
Der Rat winkt - wie üblich - diesen Beschluß durch.
Keiner im Rat fragt, was geändert werden soll.
Keiner im Rat erkundigt sich, was §214 BauGB besagt.

November :
Ein Bürger hat im BauGesetzBuch nachGeschaut :
§214 betrifft jenen Fall, daß ein B-Plan beachtliche Fehler enthält,
und ermöglicht, diese zu heilen.
Dieser Bürger fragt zu Beginn der RatsSitzung :
Vor 2 Monaten ist beschlossen worden, den B-Plan zu ändern und zu ergänzen.
Zu ergänzen, um beachtliche Fehler zu heilen.
Damals wurde noch nicht genannt,
um welche Punkte es gehen soll.
Ist inzwischen bekannt,
wie der B-Plan geändert werden soll ?
Antwort : Nein.
Welche beachtlichen Fehler geheilt werden sollen ?
Antwort : Nein.
Oder wenigstens, welche beachtlichen Fehler im B-Plan enthalten sind ?
Antwort : Nein, das muß erst noch mit dem RechtsBeiStand der Stadt geklärt werden.

November/Dezember :
Der Technische BeiGeordnete verspricht mehrmals öffentlich,
im Januar, spätestens Februar werde ein WorkShop einberufen,
bei dem die Bürger den MinoritenPlatz planen können sollten.

Dezember :
Der Rat nickt eine rätselhafte DruckSache ab,
die sich in BinsenAllgemeinBanalitäten ergeht wie
### Der Bereich Städtebau ist unterteilt in „Baukörper“ sowie in „öffentlicher Raum“.
Die„Baukörper“ sowie der „öffentliche Raum“ formen eine Stadt und deren Zentrum. ###
Dieses Papierchen wurde schon satirisch übertrieben als "GrundKurs" zur StadtPlanung bezeichnet,
obwohl es noch nicht einmal ein kleines 1x1 ist.
MonateLang bleibt es unbeachtet.

2015 :

Januar :
Es gibt immer noch keine einzige Idee,
welche beachtlichen Fehler im B-Plan wie geheilt werden könnten.

Auch der Februar verstreicht,
ohne den versprochenen WorkShop der Bürger.

Als ein Bürger nachFragt,
was mit " Januar, spätestens Februar " gemeint gewesen sei
- in welchem Jahr, JahrZehnt, JahrHundert oder JahrTausend sich die Verwaltung denn mal für die Ideen und Wünsche der Bürger zu interessieren gedenke -
antwortet der technische BeiGeordnete,
er warte noch auf die Vorschläge aus der Politik.
Die Fraktionen des Rates seien aufgefordert worden, ihre Vorgaben für den WorkShop einzureichen.
Damit erntet er einiges Erstaunen - auch im Rat.
Als ein Mitglied der FDP sich erkundigt, wie und wodurch sie denn aufgefordert worden sein sollten.
ergibt sich, daß jenes nochNichtMal-kleines1x1-Blättc hen die omninöse "Aufforderung" hätte darstellen sollen.
Allein die Grünen wollen das erkannt gehabt,
jedoch noch keinen Vorschlag weit genug ausgearbeitet gehabt haben.


seit Februar bis heute = September ! :

alles unverändert !

Die Verwaltung will keine Ahnung haben,
welche beachtlichen Fehler alle im B-Plan stecken,
geschweige denn, wie welche davon geheilt werden könnten.

Die Politik hat immer noch NULL Vorgaben erstellt,
um den WorkShop der Bürger in ein Korsett zu zwängen.

Die Verwaltung wagt ohne Korsett nicht, die Bürger zu fragen.

Die Stadt hat bei Gericht immer noch keine Stellung bezogen,
warum sie die ganzen Fehler im B-Plan doch für richtig hält.

Der Rat läßt sich weiterhin das alles bieten.

Die Bürger warten immer noch darauf,
nach ihren Ideen und Wünschen gefragt zu werden.
OHNE Korsett !

DAS ist die wunderbare "BürgerBeteiligung" nach 11 Jahren schwarz-grünlichSchwarz.

Und Sie, Herr Janßen, werben für das " Weiter so ! " ?

Ja, DAS ist sogar Ihnen zu glauben,
schließlich sind Sie seit 16 Jahren Teil dieses Problems.
Rädchen im wohlGeschmierten Getriebe jener Mühlen,
in welchen BürgerWünsche, BürgerIdeen, BürgerSorgen zu AktenStaub zermahlen werden !

Sollen die Klever wirklich das " Weiter so ! " wählen ?
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#14 Martin Fingerhut 14.09.2015 16:56
@ Udo Janßen :

Haben die Klever das " Weiter so ! " gewählt ?

Nein !

Nicht einSTIMMIG
- aber einDEUTIG : NEIN !

schwarz-grünlichSchwarz ? Nein !
Leenders ? Nein !!
Janßen ? NEIN !!!

Nein !, Nein !! und nochmals NEIN !!!

Noch vor 15 Monaten hatte "Ihr" WahlBezirk #112 Sie direkt in den Rat gehievt.
"358stimmig".

Davon ist noch nicht einmal die Hälfte übrigGeblieben :
161 !

TrotzDem war es der einzige, in dem Sie über 30% kamen !
SO viel schlimmer ist Ihre BruchLandung sonst überAll !!
Teilweise haben Sie die CDU auf GrünenNiveau gecrasht !!!

Machen Sie jetzt " Weiter so ! " ?

Oder stehen Sie zu Ihrer Verantwortung ?
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