Festival-Gelände mit Blick auf die Schwanenburg: Ron Manheim, Christoph Frauenlob und Marco van Heys (v.re.) laden zu einem Fest der Kulturen ein. Foto: Michael Terhoeven

Kleve (23.08.2014). Vom Meyerhof aus hat man einen freien Blick auf die Schwanenburg. In deren Schatten soll in absehbarer Zeit das „Haus der Begegnung - Beth HaMifgash“ entstehen. Am Samstag, 30. August, lädt der gleichnamige Verein Menschen aller Nationen zu einem Musikfestival auf den Meyerhof an der Uedemer Straße 15 in Kleve ein. „Es soll ein echtes Multi-Kulti-Fest für ganze Familien werden, ein Fest für Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen“, sieht der Vereinsvorsitzende Ron Manheim dem Mifgash-Festival mit Spannung entgegen.
Beginnen wird der Abend um 18 Uhr mit Ausstellung, Workshop, kulinarischen Genüssen und jede Menge Musik um 18 Uhr. Hanna Stijnen und Gastgeber Marco van Heys verschiedene Gongs zum Schwingen bringen. „Mit Esoterik hat das wenig bis gar nichts zu tun, vielmehr möchten wir in eine für uns Mitteleuropäer exotische Klangwelt entführen“, erklärt van Heys. „Klezmore“ nennt sich ein niederländisch-dänisch-deutsches Weltmusikensemble-Quintett, das seine Kunst ab 18.45 Uhr zum Besten gibt. Um 20 Uhr spielt Günther Zins zwei Improvisationen auf dem Tenorsaxophon, ehe gegen 20.30 Uhr das Paradoxon-Klangorchester traditionelle Musik aus Griechenland, der Türkei, Deutschland und anderen Teilen der Welt zu Gehör bringt. Den musikalischen Abschluss bilden „Kabelbrand“. „Die haben sich mit Reggae und Ska den karibischen Klängen verschrieben, doch ‚unter der Haube‘ entfalten sich auch Funk, Jazz, Motown und Afro-Latin“, zeigt sich Mit-Organisator Christoph Frauenlob von der Combo begeistert.
Während der musikalische Teil unter freiem Himmel stattfinden soll, bei Regen ist der kurzfristige Umzug in eine Scheune geplant, kann im Meyerhof eine Ausstellung besichtigt werden. Im Fokus: Die von Günther Zins bereits 1988 entwickelten Pläne für den Klever Synagogenplatz, die nie ausgeführt wurden, und Dokumente der Diplomarbeit von Julia Blanck, die sich ebenfalls mit dem Ort der ehemaligen Synagoge beschäftigt. Eröffnet wird die Ausstellung um 19.45 Uhr. Bereits um 18.45 Uhr lädt Klara Hambach, Museumspädagogin im Museum Kurhaus Kleve, zu einem Kurz-Workshop ein. Das Thema: Die Suche nach einem Logo für den Mifgash-Verein.
Für kulinarische Genüsse sorgt während des Festivals das Alevitische Kulturzentrum Emmerich. Es serviert nach überlieferten Hausmacherrezepten frisch zubereitete süße, warme und kalte Speisen aus der Türkei. „Das ist das i-Tüpfelchen auf einer Veranstaltung, durch die uns Fremdes vertraut werden soll“, sagt Ron Manheim.
Karten für das Mifgash-Festival kosten im Vorverkauf 10, ermäßigt 5 Euro und sind in der Buchhandlung Hintzen, bei Kleve Marketing und bei Leselust Materborn erhältlich. An der Abendkasse müssen 12 Euro bezahlt werden. Für Kinder und Jugendliche bis zu einem Alter von 14 Jahren ist der Eintritt frei.

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