pflegende angehoerigewebKalkar (26.12.2016). CDU-Bundestagskandidat Stefan Rouenhoff besuchte jetzt gemeinsam mit dem Kalkarer CDU-Stadtverbandsvorsitzenden David Kerkenhoff und Ratsmitglied Ansgar Boßmann das St. Nikolaus Hospital in Kalkar. Die CDU-Politiker tauschten sich vor Ort mit dem Geschäftsführer der Katholischen Karl-Leisner-Pflegehilfe, Ottmar Ricken, und Gabriele Theissen vom Gocher Wilhelm Anton Hospital über Pflege, Seniorenbetreuung und die ärztliche Versorgung im Kreis Kleve aus.
Stefan Rouenhoff warb im Gespräch mit Ottmar Ricken für einen weiteren Ausbau der Plätze für Tages- und Kurzzeitpflege im Kreis Kleve: „Die Pflegestärkungsgesetze haben dazu geführt, dass pflegebedürftige Menschen verstärkt von den eigenen Familienangehörigen zuhause betreut werden. Pflegende Familienangehörige stehen jedoch häufig mitten im Berufsleben. Die gleichzeitige Pflege ihrer Angehörigen wird somit zu einer echten Herausforderung. Daher ist es wichtig, hier Entlastungsangebote zu schaffen. Die Ausweitung der Tagespflege und Kurzeitpflege ist hier entscheidend.“
Der Einschätzung von Rouenhoff kann Ottmar Ricken nur zustimmen: „Die Entlastung der Menschen, die ihre Angehörigen betreuen, muss weiter in den Fokus rücken. Mit dem am 1. Dezember 2016 von Bundestag verabschiedeten Pflegestärkungsgesetz III werden für Tages- und Kurzzeitpflege weitere staatliche Mittel für pflegende Familienangehörige bereitgestellt. Hierüber müssen wir verstärkt informieren. In Kalkar, Kleve, Xanten und Kevelaer bieten wir aktuell mehrere Tages- und Kurzzeitpflege-Plätze an und bauen weiter aus. In den Städten und Gemeinden im Kreis Kleve ist das Angebot allerdings sehr unterschiedlich.“
Gemeinsam mit Gabriele Theissen engagiert sich Ottmar Ricken auch für ein besseres Image der Pflegeberufe. „Die gute Arbeit der Pflegerinnen und Pfleger muss wieder stärker betont werden. Überall gibt es schwarze Schafe. Doch der allergrößte Teil leistet eine wirklich hervorragende und vor allem fürsorgliche Arbeit.“ Beide berichteten von ihrer Erfahrung mit Familien und Senioren, die Vorbehalte überwunden und die immensen Vorteile erkannt hätten, die Pflege- und Betreuungseinrichtungen bieten können.
Die CDU-Politiker thematisierten auch den Ärztemangel im Kreis Kleve. Ricken und Theissen erläuterten, dass bei der Ärzte-Bedarfsplanung grundsätzlich die Einwohnerzahl als Maßstab herangezogen werde. Damit werde der Kreis Kleve mit seinen rund 310.000 Einwohnern genauso behandelt wie Großstädte mit gleicher Einwohnerzahl. Vergessen werde hierbei, dass Großstädte häufig über ein dicht ausgebautes Netz von Bussen und Straßenbahnen sowie zum Teil auch U-Bahnen verfügten. Rouenhoff und David Kerkenhoff mahnten an, dass regionale Unterschiede bei der Ärzte-Bedarfsplanung eine Rolle spielen müssten. Es sei ein gewaltiger Unterschied, ob man mit der U-Bahn zum nächsten Arzt fahren könne oder ob man 50 Kilometer mit dem Auto zum nächsten Fach- oder Kinderarzt zurücklegen müsse. Auch wenn hier dicke Bretter gebohrt werden müssten, versprachen die Christdemokraten, an dem Thema weiter dran zu bleiben.

Kommentare   

#1 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 27.12.2016 10:38
Die Einstellung des hoch intelligenten Stefan Rouenhoff ist menschlich und christlich. An und für sich ist er für eine Partei tätig, die m.E. mit verantwortlich ist für nicht menschliche und nicht christliche Zustände im Land wie Armut, menschenunwürdige Löhne und Renten, von denen viele Menschen nicht würdig leben können. Ich denke, bei dlen BündnisGrünen könnte er mehr bewirken.
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#2 Der Laie 27.12.2016 14:12
Welche Partei stellt in Berlin noch mal gerade den Minister für Gesundheit,
ohne das etwas zum Wohle der Patienten passiert.
Nette Presse Mitteilung um dem Bürger den unbekannten CDU Kandidaten
als Kümmerer zu verkaufen.
Da schliessen sich vier Krankenhäuser zu einem Verbund zusammen,ein HNO Patient darf aber am Wochenende zur Ambulanz nach Krefeld fahren,
damit ihm ernsthaft geholfen werden kann,eine schlüssige Patientenversorgung sieht irgendwie anders aus.
Aber schön das sich die Krankenhausleitung für einen PR Gag Zeit nimmt.
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#3 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 27.12.2016 17:31
Ist es christlich und sozial, wenn man eine Zwei- bzw. Dreiklassen-Medizin duldet und fördert? Ich denke, weder Jesus Christus noch Willy Brandt oder Herbert Wehner hätten Verständnis dafür.
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#4 Jens-Uwe Habedank 27.12.2016 18:19
Willi - da hat "der Laie" aber recht! Es geht ja noch weiter - Versuch' mal in Kleve (auch Kreis!) einen Kinderarzt oder Augenarzt zu bekommen (wenn du nicht privat versichert bist)!
In Tansania - sind die Wege zum Doc länger; aber du kommst dran und wirst behandelt! Hier? Vergiss es..!

Anders 'rum: Ich kann auch an den Rhein wandern um mich über Rheinlachse zu informieren - deshalb wird es nicht mehr davon geben, werden sie besser schmecken oder aus ihnen Zander werden.
Daher: Das war ein Wahlkampfauftritt, nicht mehr, nicht weniger.
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#5 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 28.12.2016 12:50
@ 4 Jens-Uwe

Dass die CDU sehr viel aufarbeiten muss und eine große Kehrwende machen müßte, um das "C" würdig zu tragen, ist mir auch bewußt.
Zumindest für Arbeitnehmer aus dem Bereich "Mittel- und Geringverdiener", für Rentner, aber auch für praktizierende Christen ist diese Volkspartei kaum wählbar. . . schade eigentlich, viele setzen das C mit Christus oder Christlich gleich.
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#6 B.R. 30.12.2016 11:57
Diese postfaktischen Märchenerzähler von der CDU werden uns bis zu den Wahlen noch einige Märchenstunden unterjubeln.
In der Zwischenzeit höhlen Merkels Gäste unser Finanz- und Sicherheitssystem langsam aber sicher vollends bankrott.
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#7 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 30.12.2016 12:45
Man sollte vielleicht mit vielen Mandatsträgern nicht so hart umgehen, viele können es einfach nicht besser. Ein Wirtschaftsfachmann kann schließlich auch nicht den Motor eines Düsenjets warten und reparieren. Der Bürger könnte jedoch erwarten, dass man dann sagt: Ich kann das nicht, ich mache etwas anderes.
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