Stalder webKranenburg (24.12.2016). Eigentlich wollte Werner Stalder „nur“ eine Familienchronik schreiben. Doch daraus wurde nichts. Stattdessen hält der 77-Jährige jetzt ein 292 Seiten dickes Buch in den Händen. Vier Jahre brauchte er, um sein Leben, seine Erinnerungen zu Papier zu bringen. „Mein ‚gestaldertes‘ Leben“ lautet der Titel der Autobiografie des in Kleve geborenen Nütterdeners, der viel zu erzählen hat... natürlich auch von seinen 21 persönlichen Begegnungen mit vier verschiedenen Päpsten.
„Mir hat jemand gesagt, dass ich irgendwo einen Schlussstrich ziehen muss, sonst käme ich nie dazu, mein Buch einmal selbst zu lesen“, erzählt der Autor mit einem Schmunzeln. Und so enden seine zu Papier gebrachten Lebenserinnerungen am 17. Oktober diesen Jahres, am Tag seiner Goldenen Hochzeit. Eine Fortsetzung ist nicht auszuschließen...
Werner Stalder wurde 1939 in Kleve geboren. Von Beginn an wurde sein Leben durch den christlichen Glauben geprägt. Triebfeder war seine Oma. „Eine starke Frau, die nach dem Tod ihres Mannes sieben Kinder alleine großgezogen hat“, so Stalder. Die Liebe zur Kirche und die Liebe zu den Menschen sei für ihn auch ein Grund gewesen, „dieses Buch zu schreiben“, sagt der 77-Jährige.
Auf den fast 300 Seiten lässt Werner Stalder tief blicken - in gute, aber auch in nicht ganz so gute Abschnitte seines Lebens. Evakuierung in der Zeit des 2. Weltkriegs, Schul- und Berufsjahre, Hausbau und Familiengründung (mit Dackel) sind da zu nennen, aber auch seine „geheime Leidenschaft“ für den Zirkus. Stalder: „Vor allem die fliegenden Menschen am Trapez haben mich fasziniert“.
Großer Schwerpunkt des Buches ist aber das Engagement von Werner Stalder für Kirche, Glauben und Menschlichkeit. Seine Arbeit für den Karl-Leisner-Kreis, sein Engagement für und mit der argentinischen Diözese Anatuya und seine zahlreichen Pilgerfahrten nach Rom, verbunden mit fast ebenso zahlreichen Audienzen bei sage und schreibe vier Päpsten - allein zwölfmal begegnete er Johannes Paul II. Türöffner für das Dauerabo im Vatikan war die Übergabe einer großen, künstlerisch „gestalderten“ Weihnachtskrippe für die Lateranbasilika im Jahr 1976. Viele Jahre stand sie dort, bis der Zahn der Zeit dann doch zu sehr an ihr genagt hatte.
Das Buch „Mein ‚gestaldertes‘ Leben“ wird in der Buchhandlung Hintzen vertrieben. Die erste Auflage war bereits nach wenigen Tagen vergriffen. „Nachschub kommt Mitte Januar“, verspricht Werner Stalder mit einem Schmunzeln. Bestellungen werden in der Buchhandlung entgegen genommen.

 

Text & Foto: Michael Terhoeven

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