GegenwindKleverland (08.10.2016). Der Widerstand gegen die von ABO-Wind geplanten zwölf Windenergieanlagen (WEA) im Kranenburger Teil des Reichswaldes wächst weiter. Vor wenigen Tagen hat der Kreistag der Empfehlung der Kreisverwaltung, im derzeit in der Ausarbeitung befindlichen Regionalplan für das Land NRW keine Konzentrationszone für Windräder im Reichswald auszuweisen, mit großer Mehrheit zugestimmt. Am Donnerstag erklärte Gochs Stadtwerke-Chef Carlo Marks auf Basis eines unabhängigen Gutachtens im Gocher Rat, dass er dem Bau der Windräder mit Blick auf die direkt angrenzenden Brunnenanlagen der Stadt für äußerst problematisch hält. „Die bessere Alternative wäre nicht zu bauen. Sollten die Windräder kommen, dann nur, wenn umfassende Schutz- und Sicherungsmaßnahmen für das Grundwasser getroffen werden“, so Marks. Ein entsprechender Katalog wurde bereits ausgearbeitet. Gar nicht einverstanden zeigte er sich mit der Lage von WEA Nummer 6. „Die liegt genau im Anstrom des Grundwassers auf einen unserer Brunnen“, sagte der Stadtwerke-Chef. Die Auswirkungen auf das gewonnene Trinkwasser und seine Qualität könnten bei der Errichtung der Anlage und im Fall einer Havarie schwerwiegend sein.
Und dann gab es noch 11.111 Unterschriften und 1.297 persönliche Eingaben, die vom Verkehrs- und Heimatverein (VHV) Kessel und der Bürgerinitiative Gegenwind im Reichswald gesammelt und jetzt bei der Bezirksregierung in Düsseldorf sowie im Kreishaus übergeben wurden. „Dass sich in kurzer Zeit so viele Bürger gegen Windenergie im und am Wald aussprechen beweist, dass die gegenwärtigen Planungen gegen den mehrheitlichen Willen der Bevölkerung politisch durchgesetzt werden würde“, sagte Bernd Thönnisen vom VHV Kessel zu Landrat Wolfgang Spreen. Der zeigte sich von dem Engagement der Bürger angetan und versicherte: „Wir sind an ihrer Meinung interessiert und es gibt viele, die ihre Sorgen teilen. Wir müssen jetzt zunächst einmal auf das Ergebnis der Regionalplanung warten. Darauf bin ich sehr gespannt.“

 

Text & Foto: Michael Terhoeven

Kommentare   

#1 juergen 11.10.2016 21:36
Die Stadtwerke Goch schieben als einziges wasserdichtes Argument die Verschmutzung/Gefährdung des Grundwassers /Trinkwassers an. Warum können sie nicht über ihren Vorteilsschatten/oder Sorge, springen und sich für die Natur direkt einsetzen? Ist das zu billig, sich einfach nur für die Natur/Schöpfung als solches einzusetzen? Danke dennoch an die Stadtwerke Goch.

Warum sind die Menschen dermaßen verblödet und fallen immer wieder auf die Kindergartenargumente herein die die Wirtschaft und Politik liefert? Klimawandel? =blöder gehts nimmermehr. Warum wird Windstrom nach Holland verschenkt? Warum zahlt der Österreicher 8 Cent das KWH Strom, warum zahlt man in Paraguay umgerechnet 20,-Euro Stromkosten pro Monat für ein 10 Zimmerhotel, warum wird der Strom mit 2-3 Cent per KW an der Börse gehandelt, warum werden die freien Energiemaschinen unterdrückt, warum werden Erfinder der Reihe nach getötet, warum werden Wälder abgeholzt um Wälder zu retten, warum werden die Menschen einfach nicht wach, warum hinterfragen sie nicht?

Ach ja, alle werden durch die Glotze regiert und haben ihr eigenes Gehirn neben dem Einschalter der Glotze abgelegt?

Jeder seinen Magnetkonverter im Keller und jegliche Stromnetze können zurückgebaut werden = nee das geht nicht, dann werdet ihr ja frei und ich kann nicht mehr in Saus und Braus leben und euch melken. Unmöglich derlei Aussichten, geht gornech so wat.

"Ihr sollt nicht Auto fahren um die große Freiheit zu genießen, ihr sollt Auto fahren damit ihr bezahlt" Richard Baader.

Ihr sollt euren Strom nicht selber produzieren, nein Konsortien machen das für euch damit ihr bezahlt. Und die Provision für die Gemeinde hat ja wohl jeder Stromverbraucher des überteuerten Stromes selbst bezahlt. 25Cent das KW = vollkommen irre soetwas im technologie Hochland dieser Welt, mit dem teursten Strom dieser Welt.
= pure Ausbeutung.

Da bekam ich einen Anruf doch meinen Stromanbieter zu wechseln auf 28 Cent das KWH. Ich erklärte dem Anbieter das ich 10 Cent für angemessen hielt, das es in keinster Weise mehr koste. Er war verwirrt und wir legten beide auf.
Werdet wach und steigt aus eurer selbst verschuldetetn Unmündigkeit aus.
Auf ein fröhliches Erwachen. Wer Windkraft unterstützt ist entweder schlecht informiert oder er verdient mit daran = Vorteilnehmer = selbst in 10ter Reihe der Absaugekonsortien und Logen?

Nur der sich wirklich wahrhaftig informiert wird einen Schritt näher zur Wahrheit kommen. Die Anderen schieben implantierte Sichtweisen vor die nicht ihre eigenen sind.
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#2 Heinz Goertz 21.10.2016 11:41
„Versuchen Sie, uns zu vertrauen“

Diesen Apell richtet Johannes Mayer, Aufsichtsratsmitglied in der Windenergiegenossenschaft Kranenburg, an die Leser seines Leserbriefes.
Ich frage mich immer wieder, was/wer die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder dieser Genossenschaft in Kranenburg, reitet, dass solcherart Schwachsinn in der Presse verbreitet wird?

Die Herren Stefan Blome, Hans Kocks sind Vorstandmitglieder und die Herren Jünnemann und Mayer sind im Aufsichtsrat dieser Windenergiegenossenschaft. Ziel diese Genossenschaft ist es Anteile an der von der Firma ABO-Wind geplanten Windräder zu erwerben, kein Problem bis dahin.

ABER: Dann sollten die Herrschaften auch ganz klar ÖFFENTLICH mitteilen, wer Ross und wer Reiter ist. Und das machen die oben genannten eben nicht!
Alle vier Herren sind durch ihre gleichzeitige Tätigkeit im Rat, bzw. Ratsorganen und im Vorstand und Aufsichtsrat der Windenergiegenossenschaft BEFANGEN!
Nach dem Korruptionsvorbeugungsgesetz NRW sind diese Tätigkeiten in einer öffentlichen Liste einzutragen, die als Teil einer EHRENORDNUNG vom Kranenburger Rat verabschiedet wurde. Dies ist nicht oder nicht ordnungsgemäß geschehen. Dadurch setzen sich die Betroffenen selbst der Gefahr aus, dass ihr Einsatz für ABO-Wind missverstanden wird.

Ich frage mich allen Ernstes, ob die genannten jemals das Wesen unserer wunderbaren Verfassung verstanden haben, wenn ich in dem besagten Leserbrief lese:

„Versuchen sie, uns zu vertrauen.“
Nein, man kann ihnen nicht vertrauen!
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