schulz webKalkar (16.1.2016). Den Haushalt der Stadt dauerhaft zu sanieren - das hat für Kalkars neue Bürgermeisterin Dr. Britta Schulz (Forum) Priorität. Dass man sich dabei nicht unbedingt Freunde macht, ist ihr bewusst: „Wir werden jetzt unangenehme Entscheidungen treffen müssen“, sagt sie im Gespräch mit dem Kurier. „Dass ich dafür nicht nur Applaus bekomme, ist mir klar. Aber ich habe diese Aufgabe übernommen und ziehe sie jetzt auch durch.“ Am Montagabend hat sie einen Termin in Appeldorn. Sie wird mit Eltern über die Zukunft der Grundschule reden. Denn die sieht nicht rosig aus, da die Anmeldezahlen sinken: „Wenn sich nur 22 Kinder dort anmelden - was sollen wir denn dann machen?“ Denn klar ist auch - die Stadt muss sparen. Eine Schulschließung würde da gut ins Sparprogramm passen.
Schulz will vieles auf den Prüfstand stellen, z.B. auch das Gründerzentrum in Kehrum. Das ist zwar zu 80 Prozent ausgelastet, aber die Stadt muss trotzdem noch drauflegen. Dazu kommt, dass auf die Stadt bald Kosten für Renovierungsarbeiten zukommen werden. „Wir werden uns damit beschäftigen müssen, was wir dort wollen und können“, so Schulz.
Dass Sparen viel Ärger mit sich bringt, weiß die Bürgermeisterin - vor Gegenwind hat sie aber keine Angst. „Einer schreit immer“, erklärt sie. Schulz will Kritik vor allem mit einer transparenten Informationspolitik begegnen: „Wir können nicht so weitermachen wie bisher. Das will ich vermitteln. Wer ist denn die Stadt? Das sind doch wir alle zusammen. Und deshalb müssen wir auch gemeinsam Verantwortung dafür übernehmen, dass Kalkar auch in Zukunft noch handlungsfähig ist.“
Britta Schulz sieht die Zeit günstig, im Rat eine breite Mehrheit für die nötigen Sparmaßnahmen zu finden. „Wir haben jetzt 4 Jahre keinen Kommunalwahlkampf - die Zeit sollten wir nutzen.“Olaf Plotke

Kommentare   

#1 Mut zur Wahrheit 16.01.2016 06:33
Natürlich schreit immer einer, es schreien sogar immer mehr. Es wachen immer mehr Menschen auf.
Die BRD hat zur Zeit über 2,2 Billionen € Schulden. Die ganze Welt ist verschuldet und der Schuldenberg wird überall immer größer. Schuldenabbau ist mit diesem Geldsystem technisch nicht machbar. Da muß man mal den Fernseher ausgeschaltet lassen um das zu verstehen.
So und ausgerechnet Kalkar schafft das.

So, jetzt schreit wieder einer, oder auch mehr. Aber es gibt auch welche die genau wissen was ich meine. Die werden Gott sei Dank auch immer mehr.
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#2 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 16.01.2016 09:19
Bis jetzt (hoffentlich auch weiterhin) erkenne ich bei Dr. Schulz eine durchaus ehrliche Politik und verlässliche Umsetzung ihrer Versprechungen im Wahlkampf. Dies ist lobenswert!
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#3 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 16.01.2016 10:55
Einen Vorteil hat Frau Dr. Schulz: die Altparteien haben oft keine Lösungen und auch nicht die geeigneten Kandidaten, um die Probleme der Neuzeit zu lösen. Mein Eindruck ist, dass die unabhängigen und freien Wählergruppierungen (u.a. das Forum Kalkar) einfach diese negativen Altlasten besser "behandeln", besser lösen könne. Ich hoffe, dass hier in Kalkar kein Klüngel die Arbeit der Bürgermeisterin beeinflussen kann.
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#4 Dieter Brammen 18.01.2016 19:17
Hoffentlich werden auch die richtigen Leute zur Kasse gebeten.
Bei Firmen besteht die Gefahr den Standort zu wechseln, bei den Bürgern eher nicht. Auf Grund des Wahlergebnisses werden die meisten Bürger ja Verständnis dafür haben in Zukunft höhere Abgaben zu zahlen, denn Sparen am falschen Ende bringt nichts !
In 4 Jahren spricht da keiner mehr drüber !
Also lächeln und zahlen !
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#5 Ralf 20.01.2016 18:15
Sparen auf Kosten der Bürger aber Geld für ein Denkmal in Höhe 20000euro ausgeben. Da frage z mich wo ist da das Wahlversprechen.
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