sonja bm2Kleve (3.11.2015). Auf die Klever Bürger kommen im nächsten Jahr Gebühren- und Steuererhöhungen zu. So steht es zumindest im Haushaltsentwurf, den Kämmerer Willibrord Haas heute dem Rat vorgelegt hat. Die Grundsteuer A (landwirtschaftliche Grundstücke) soll von sonja-bm4213 auf 217 Punkte steigen, die Gewerbesteuer von 415 auf 417 Punkte. Besonders schmerzhaft für Immobilienbesitzer: Die Grundsteuer B soll besonders stark angehoben werden, nämlich von 423 auf 471 Punkte (+ 11,3 Prozent). Aber auch die Familien mit kleinen Kindern werden künftig stärker belastet.

Die Beiträge für den offenen Ganztag und die Kindertagesstätten sollen ebenfalls angehoben werden. Hier erhofft sich der Kämmerer Einnahmen von insgesamt 240.000 Euro. Außerdem soll eine Zweitwohnsteuer eingeführt werden (erhoffte Einnahme: 30.000 Euro) und eine Beherbergungsabgabe (100.000 Euro). Und Parken soll auch teurer werden: Hier erhofft man sich Mehreinnahmen von 200.000 Euro (Auch durch neue Flächen, die gebührenpflichtig werden). Willibrord Haas: "Diese Anhebung der Grundsteuer B als auch die aufgelisteten Ertragssteigerungen tun zwar weh, sind jedoch moderat, aber unvermeidlich um zukünftig nicht von der Substanz zu leben."

Soweit die schlechten Nachrichten. Der Haushaltsentwurf des Kämmerers wird nun in den nächsten Wochen in den Fratkionen beraten. Fest steht also noch nichts.

sonja-bm3Die Sitzung des Rates im Kolpinghaus Kleve begann heute aber erstmal feierlich. Denn die neue Bürgermeisterin Sonja Northing wurde vor dem Rat vereidigt und erhielt aus den Händen des stellvertretenden Bürgermeisters Joachim Schmidt (CDU) die Amtskette. Die neue Bürgermeisterin wandte sich in ihrer anschließenden Rede an die Ratsmitglieder: "Ich wünsche mir eine offene, konstruktive und zielorientierte Zusammenarbeit in diesem für Kleve so entscheidenden Gremium." Sie erneuerte auch ihr Versprechen, den Dialog mit den Bürgern suchen zu wollen und mehr Bürgerbeteiligung in Kleve umzusetzen. Ein Dank ging auch an ihren Vorgänger, für das, "was er in den letzten 11 Jahren für Kleve geleistet hat; auch für mich. Ganz großes Danke, Theo!"

Die Ratssitzung begann übrigens einigermaßen kurios: Bürger Martin Fingerhut meldete sich im Rahmen der Einwohnerfragestunde zu Wort. Er fragte, ob er Sonja Northing ein großes Radiergummi mit der Überschrift "For big mistakes" schenken dürfe und eine Flasche Meister Proper für "eine propere Politik in den nächsten Jahren". Der stellvertretende Bürgermeister Joachim Schmidt, der da noch die Sitzung leitete, entzog Fingerhut das Wort: "Ich lasse das hier nicht zu einer Karnevalssitzung verkommen", sagte er.

Olaf Plotke (Text & Fotos)

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Kommentare   

#1 Willi Heuvens, Spark.ang.a.D. 04.11.2015 18:51
Humor - nein danke .... würde ich sagen und Grundsteuererhöhung zu einem Prozentsatz, der nicht der Inflationsrate entspricht - ich denke...unsozial ....
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#2 Lehman Brothers 04.11.2015 19:21
Viele Jahre der Misswirtschaft zeigen nun ihre Wirkung.

Was tun, Herr Heuvens?
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#3 Willi Heuvens, Spark.ang.a.D. 04.11.2015 19:49
@ 2

Man soll die Lehman Brothers fragen, die haben neoliberale Lösungen ....
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#4 Crybaby 04.11.2015 20:04
Aus dem Artikel:
Bürger Martin Fingerhut meldete sich im Rahmen der Einwohnerfragestunde zu Wort. Er fragte, ob er Sonja Northing ein großes Radiergummi mit der Überschrift "For big mistakes" schenken dürfe und eine Flasche Meister Propper für "proppere Politik in den nächsten Jahren".

Klasse gemacht und weiter so, Martin Fingerhut !!!!
Solche Bürger braucht das Land - ehrlich gemeint.
Radiergummi und MeisterPropper sind also im "Angebot".
Ob und wie sie von S.N. auch eingesetzt werden?
Nach 100 Tagen wird genauer hingeschaut.
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#5 Martin Fingerhut 04.11.2015 20:05
Danke, Herr Plotke, für Ihren Bericht.

In der BürgerFrageMinute sind 2 Fragen gestattet
- ausschließlich zu Temen, die NICHT auf der TagesOrdnung des Rates stehen.

Leider ist die Akustik im KolpingHaus nicht sonderlich.
Dabei war ich schon extra einiges nach vorne gegangen,
damit mein dünnes Stimmchen vielleicht doch bis ins Protokoll trägt.

hier der Ablauf nach meiner Erinnerung :

Frage 1 :

"
Frau Northing,
wie wir wissen kehren Sie nach guter deutscher Sitte zuErst vor der eigenen Tür,
ehe Sie Ihren stabilen Besen für andere Zwecke einsetzen.
Sie bevorzugen behutsamere Korrekturen.
Darf ich Ihnen dafür ein RadierGummi [ ein besonders großes ] überReichen ?
"

NachDem Frau Northing diese Frage durch freundliches Nicken beantwortet hatte,
ließ ich es durch die SitzReihe nach vorne reichen
und ergänzte :

"
Es ist beschriftet ' For BIG Mistakes '
- es sollte für Klever Verhältnisse reichen.
Und - da "Northing" englisch für "EinNorden" steht,
auch, um manche RichtungsPfeile zu korrigieren.
"

Frage 2 :
"
Das englische Wort 'proper'
steht sowohl für 'passend' und 'zugehörig' wie auch für 'sauber'.
Eine Portion ' MeisterIN Proper ' sollte also nützen.
Da es ein HaushaltsReiniger ist :
Dürfen wir ab 17 auf einen blitzBlanken Haushalt hoffen ?
"

Zwischen Frage 1 und Frage 2 erinnerte Herr Schmidt daran,
daß FRAGEN erwartet würden,
die - wenn möglich - sofort beantwortet würden.
Das Wort hat er mir nicht entzogen.

Ich schätze, wegen der schlechten Akustik hatte er weder Frage 1 mitbekommen,
noch daß die Frage von Frau Northing beantwortet worden war.

Die Frage 2 kann wohl erst in Zukunft beantwortet werden.

Auch hierin hatte Herr Schmidt sich verhört.
Er erläuterte mir,
der Haushalt 16 werde ja in wenigen Minuten eingebracht werden.

Herrn Schmidt wies ich darauf hin,
daß ich danach gar nicht gefragt hatte
und auch gar nicht fragen durfte.

Die Flasche war mit " MeisterIN Proper " beschriftet
und mit dem Portrait Frau Northing's versehen.


Warum Meisterin PROPER ?

'proper' steht für passend, zugehörig und sauber.

Dürfen wir auf eine saubere Politik hoffen ?

Pläne, die auch zu den Wünschen der Bürger passen ?

Werden Verwaltung, Politiker und Bürger gemeinschaftlich zusammenArbeiten,
weil sie erkennen, daß wir alle zusammenGehören ?
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#6 Kern 04.11.2015 21:06
Also die Grundsteuererhöung ist schon echt Grenzwertig. Das die Parkgebühr erhöht werden ,war wohl jedem klar. Nachdem das (für eine Großstadt) Parkleitsystem aufgestellt war. So kann man nur hoffen das die Bürgermeisterin auch hier den Dialog mit den Bürgern sucht.
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#7 Lehman Brothers 04.11.2015 21:12
Sollten wir nicht erst einmal nach den Ursachen suchen, bevor wir nach guten Lösungen suchen? Die Ursachen für die desaströse Finanzlage ist jedenfalls in der Vergangenheit zu finden.
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#8 Klever 04.11.2015 23:42
Wahnsinn.. CDU und Pseudogrüne ruinieren mit ihrer assozialen Ausgabenpolitik der letzten Jahre die Stadt Kleve... Die FDP kleve hat in den letzten Jahren Haas und die Verwaltung kritisiert weil der Haushalt "auf Kante" gestrickt wurde. Es ist eine absolute Frechheit das der Kämmerer die Steuern erhöhen möchte bei der verschwenderischen Ausgabenpolitik der letzten Jahre...
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#9 Jens-Uwe Habedank 05.11.2015 00:10
Liebe Leute,

Die Finanzsituation, Steuererhöhungen etc. haben wir dem Mann zu verdanken, der noch mit großem Zapfenstreich verabschiedet wurde - wie pervers ist das denn..?!
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#10 Haldenverwalter 05.11.2015 00:20
Was hat eigentlich der Zapfenstreich mit Gala für Danke-Theo gekostet?
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#11 Der Laie 05.11.2015 01:32
90.000€ Verlust macht die Draisine und die Groesbecker sind die einzigen die Fragen,wodurch der Verlust zu stande gekommen ist.
Mal eben 30.000 € umbuchen kann wohl nur ein Geschäftsführer und Kämmerer machen,der seinen Gesellschaftern nicht Rede und Antwort stehen muß.
Gehört es eigentlich zu den orginären Aufgaben einer Kommune einen Draisinenbetrieb zu unterhalten,wenn der eingesetzte Geschäftsführer den
Zusatzjob als Freizeitbeschäftigung ansieht und auf sinkende Einnahmen
durch geringere Nachfrage nicht reagiert.

Da ist es natürlich leichter Personen die nicht mal eben Haus und Hof unter den Arm nehmen können, zur Kasse zu bitten.
Steigen die Löhne und Renten eigentlich auch um 11,3% oder woher nehmen junge Familien die Gelder für die Zusatzbelastungen.

Natürlich der private Haushalt muß mit dem auskommen was er einnimmt,
ergo bedeutet das, da einkaufen wo das Parken kostenlos ist oder die Ware bis zur eigenen Haustüre gebracht wird.

Das die Hochrechnungen den Stadtsäckel über Parkgebühren zu sanieren,
nicht aufgeht,haben die Damen und Herren in Goch ja nun gerade festgestellt.
Aber was soll es,wenn die Einnahmen aus der Gewerbesteuer weniger werden,wird halt der Hebesatz moderat angehoben,warum soll man auch über sinnvolle Ausgabenkürzungen nachdenken.
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#12 Nobody 05.11.2015 07:16
Was zu befürchten war,......wir werden in Kleve rückschrittlich gemacht, in Form von mittelalterlichem "Hofnarren", der, wie man lesen kann, eine anscheinend abgesprochene "schauspielerische" Darbietung mit Radiergummi und schleichwerbendem, unsanftem Flüssigreiniger, gab.
Zum "Hofnarren" gehört auch der Begriff "Narrenfreiheit".
Manche Städte unterhielten im Mittelalter, sogenannte "Stadtnarren", die zur allgemeinen Belustigung, Späße treiben durften.
Wird das jetzt, nach dem umarmenden "Kampf zur Wahl", die, auf Kleve zukommende Kleinkunst für "Doornrosje-Sehnsucht"?
....oder muss jetzt die wahlversprochene "Kulturszene" für Kleve durch "versteckte" Steuererhöhungen finanziert werden?
Wie war das noch..........irgendwo und irgendwie wird sich für Kultur in Kleve noch eine Lösung im Etat finden..........!!! 3x :-)

Peinliches Kleve!!!
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#13 Erbarmen bitte! 05.11.2015 09:10
So schnell lösen sich die rosaroten linken Träume in Luft auf. Kulturzentrum wie in Nimwegen...
Die neue Bürgermeisterin legt den Bürgern zum Amtsantritt Steuererhöhungen vor. Typisch SPD. Statt zu sparen bedient man sich am Geld der Bürger. Das ist bekanntlich einfacher.
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#14 Mut zur Wahrheit 05.11.2015 10:19
Was für ein Gejammere hier. "Wie furchtbar, wie kann man nur , wer hat denn usw usw.
Wir sind letztendlich selber Schuld. Wenn wir es zulassen, das bedeutet in der Regel "Zahlen", wird es gemacht. Und immer mehr. Das ist nur der Anfang, oder schon mitten drin. Jedenfalls noch lange nicht das Ende.
Solange wir von Heidi Klum, Dieter Bohlen oder vom Zapfenstreich schwärmen sollten wir uns nicht wundern wenn die Realität an uns vorbei zieht.
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#15 Crybaby 05.11.2015 11:17
Teilzitat:
zitiere Nobody:
Was zu befürchten war,......wir werden in Kleve rückschrittlich gemacht, in Form von mittelalterlichem "Hofnarren", ..


Ich wünsche mir mehr Bürger, die auf diese Art und Weise auf etwas hinweisen. Zeig einem schlauen Menschen einen Fehler und er wird sich bedanken. Zeig einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.
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#16 Willi Heuvens, Spark.ang.a.D. 05.11.2015 15:26
Steuer- und Abgabenerhöhungen sind immer das letzte Mittel, die letzte Möglichkeit die eine Kommune (wie auch ein Land) hat, nicht in die Pleite zu rutschen. Besser wäre es, auf Möglichkeiten zu setzen wie Einnahmenerhöhung durch neue Wirtschaftsansiedlung usw.
Wie in vielen Anstalten und Körperschaften des Öff. Rechts geht man den Weg der Belastung von Kunden, Steuerzahlern und Einfrieren von Lohnsteigerungen.
Könner werden durch Marktwissen erfolgreich .... Nichtkönner dadurch, dass sie ihre Arbeitnehmer nicht gut honorieren .... und oft -nicht immer- die Abgaben erhöhen.
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#17 Bernd Derksen 05.11.2015 18:26
Bemerkenswert, wie die NRZ den Appell des Kämmerers an den Rat zitiert:""Starten Sie alle nochmals den Versuch - trotz eines gravierenden Vertrauensverlustes - in einer Arbeitsgruppe weitere Wege der Konsolidierung als auch über einzelne Maßnahmen zu beraten."

Sicherlich hat dann doch die Bürgermeisterin ergänzt, dass angesichts "ihre[r] zentralen Anliegen, Transparenz, konstruktive Zusammenarbeit, Bürgernähe und Dialog" dies nun für interessierte Bürger öffentlich geschehen wird, oder? ;-)

Ja, wenn Sie mitlesen (bzw. wie der Vorgänger: lassen): Ist schon gemein, wie verantwortungslose Polit-Schwätzer ;-) wie ich hier ein wenig provozieren. Nix für ungut. ;-)
____

Wurde etwas dazu gesagt, wie sich die Rücklagen der Stadt nach dem vorgelegten Haushaltsplan entwickeln sollen?
In den Presseartikeln lese ich nichts dazu.
Oder ist sowieso allen Beteiligten klar, dass die Ausgleichsrücklage in 2016 verbraucht sein wird?

Anders als im Vorjahr (vgl. "zentrale Anliegen" ;-) ) wurde die aktuelle Haas-Rede nicht im Internet veröffentlicht; zumindest bislang.
Dort (www.kleve.de/de/aktuelles/haushaltsrede-des-stadtkaemmerers-zum-haushalt-2015/) kann man nachlesen, dass in 2015 eine halbe Million zum Haushaltsausgleich entnommen werden solle. (Ich nehme mal an, dass es mehr werden könnte bzw. wird.)
Aber selbst nach den alten Zahlen sagte Herr Haas: "Nach den derzeitigen Erkenntnissen reicht die Ausgleichsrücklage – das virtuelle Sparbuch der Stadt – noch bis zum Jahre 2016."

D.h.: Jetzt panikartig ;-) (weil ja ganz überraschend ;-) ) im Geheimen die ultimativen und unumstrittenen Sparmaßnahmen zu finden, dürfte aus meiner Sicht eher schwierig werden.
Aber vielleicht unterschätze ich als alter Pessimist auch die Kreativität (bzw. Genialität) der Klever Haushaltspolitiker. ;-)

Die aktuellen Sparvorschläge deuten auf einen gewissen Handlungsdruck hin und erinnern irgendwie etwas an die in aller Regel eher Verzweiflung ausdrückende Rasenmäher-Methode.

Ich bin gespannt, wie sich die Bürgermeisterin beim Haushalt inhaltlich positionieren wird. Dass sie den ersten Unterstützern vor den Kopf stoßen wird, halte ich für kaum vermeidbar. Das ist nun mal bei allen Vorzügen auch Teil des Jobs... ;-)
Obwohl: Es gab ja auch schon Bürgermeister, die bei Kritischem einfach aus Prinzip nicht mit abgestimmt haben ;-) ("Der Rat entscheidet, die Verwaltung führt aus." Anders formuliert: Die anderen haben den Schwarzen Peter, und ich bleibe beliebt.)
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#18 Jens-Uwe Habedank 05.11.2015 19:53
Willi - es ist ganz einfach: Der gute Theo hat das Geld verprasst oder verprassen lassen um seine Bühne des Wohlwollens kreieren zu können. Da es nicht sein Geld war - fiel es ihm leicht dies auszugeben. Und - was kümmert ihn die "Erbschaft" wenn er nicht mehr da ist? Eben!
Betriebswirtschaftlich, sozialverantwortlich oder gar überhaupt verantwortlich war die Theo-Lügie ganz und gar nicht!
Über all die Jahre unnütze, unnötige und generationsvergiftende Ausgaben - allein um all die, vermeintlichen, Sonnenstrahlen auf sich selbst zu lenken.
Das nenne ich asozial, ausbeutend, nicht-wollen, tarnen, täsuchen-tricksen - kurz: VerBrauern

Und nun, lieber Willi, kehrt mal Einsicht ein..?
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#19 Willi Heuvens, Spark.ang.a.D. 06.11.2015 08:14
Ich denke, er hat viel bewirkt .... ansonsten hätte man ihn doch bei den Abschiedsreden - auch von seiner Nachfolgerin - nicht so positiv dargestellt - oder?
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#20 Willi Heuvens, Spark.ang.a.D. 06.11.2015 08:46
Im Bezug auf die drohende Insolvenz der Draisine muss man bemerken: Hätte man nach meinem Vorschlag und meiner Meinung die Verantwortung und Führung dieser GmbH einer Person aus der Wirtschaft übertragen, wären die Zahlen deutlich besser. Doch da redet man vergebens, das gleiche Problem sehe ich, dass in den Aufsichts- und Verwaltungsräten der GmbHs und Anstalten, die (teilweise) der Stadt oder dem Kreis gehören, Kontrollräte sitzen, die von der Materie (ich drücke es mal vorsichtig aus) wenig Kenntnisse haben. Ich persönlich hätte nie die Chance, z. B. im Aufsichtsrat der Stadtwerke mitwirken zu können.
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#21 Martin Fingerhut 06.11.2015 16:25
@ #13 Erbarmen bitte! :
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[...] Steuererhöhungen [...]. Typisch SPD.
Statt zu sparen bedient man sich am Geld der Bürger.
Das ist bekanntlich einfacher.
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Wahrheit bitte !

Falls der angebliche SPD-Haushalt für 2016
tatsächlich CDU und Grünen nicht gefallen würde,
bräuchten sie ihn nur abzulehnen
- und - schwupps ! - wäre er vom Tisch.
Nach wie vor hat die schwarz/grünlichSchwarze Koalition die Mehrheit im Rat !

In den vorigen 10 Jahren ist die sogenannte "AusgleichsRücklage" von anfänglich 19 Millionen
aufgezehrt worden.
Das macht im Mittel ein Minus von 1,9 Millionen pro Jahr.

Das waren bestimmt nicht die freiwilligen Leistungen,
die Kleve derMaßen überMäßig belastet haben.
Die Diskussion um die angebliche "GiftListe" lenkt vom wahren Grund ab :

Zu vieles an sichStändigWiederholenden Ausgaben wurde geduldet
- wenn nicht sogar bewußt initiiert.
Diese ständigen Belastungen laufen auch in 2016 fortWährend weiter.

ZwangsLäufig fehlen deshalb auch im Haushalt 2016 ungefähr diese 1,9 Millionen.
Nur kann nicht mehr bequem in die Kasse gegriffen werden,
denn die "AusgleichsRücklage"
- die besser " erlaubter AusgleichsSpielraum " heißen sollte -
ist jetzt aufgebraucht.

Das war in den 11 BrauereiJahren das Ergebnis von schwarz/grünlichSchwarz
und das ist es für 2016 zwangsläufig auch noch.

Gewiß kann die SPD sich nicht den Ruhm an ihre Fahne heften,
konstant gegen den Unfug der vorigen Haushalte protestiert zu haben.

Stets wurde der Haushalt mehrheitlich beschlossen :
2014 bei 7 GegenStimmen
2013 bei 7 GegenStimmen
2012 bei 7 GegenStimmen
2011 bei 18 GegenStimmen
2010 bei 2 GegenStimmen
2009 bei 19 GegenStimmen
2008 bei 15 GegenStimmen und 2 Enthaltungen
2007 bei 4 GegenStimmen und 1 Enthaltung

Diese Zahlen sprechen für sich :
Die SPD dürfte immerhin 3mal den Haushalt abgelehnt haben.
Die FDP fast immer.
Die einzigen, die konstant dagegen protestiert zu haben scheinen,
daß ständig über die Verhältnisse ausgegeben wurde,
sind die Offenen Klever.

Interessant ein Fund aus der HaushaltsDebatte vor 10 Jahren :

Statt über sachliches gab es einen heftigen Streit darüber,
daß wohl Detail des Haushalts durch einen Artikel der NRZ öffentlich bekannt geworden war.

Die StadtVerordnete Frau Schneeberger-Kröhl verzichtete deshalb auf ihre sonst übliche Rede zum Haushalt
und gab stattDessen eine persönliche Erklärung ab :

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Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren!
Ich werde keine der üblichen Haushaltsreden halten,
da im Rathaus anscheinend nicht mehr die üblichen Spielregeln gelten,
was die Aufklärung der Ratsmitglieder über Vorgänge betrifft,
die bereits in der Presse erschienen sind.
Da die Offenen Klever aber nicht zum Selbstzweck hier im Rat sitzen,
sondern im Auftrag der Wähler,
werden wir uns weiter um das Wohl der Menschen in Kleve bemühen.
Im Jahr 2005 ist uns das recht gut gelungen,
indem wir der Stadt per Dienstaufsichtsbeschwerde
eine Ausgabe von ca. 1,5 Mio. € ersparten.
Wir bleiben am Ball was die Aufklärung betrifft über Vorgänge,
die uns unklar erscheinen,
und scheuen uns auch nicht vor rechtlichen Schritten.
Wir werden nichts verschweigen.
Das ist nicht unsere Sache.
Wir waren jedoch auch nicht diejenigen,
die der Presse irgendetwas lanciert haben.
Wir scheuen also nicht die Öffentlichkeit,
im Gegenteil.
Wir wollen die Klever Bürgerschaft darüber informieren,
wie im Rat Entscheidungen gefällt werden.
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.
###

nochmals @ #13 Erbarmen bitte! :
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Statt zu sparen bedient man sich am Geld der Bürger.
Das ist bekanntlich einfacher.
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Ja, DAMIT haben Sie Recht.

Auch wer nicht die Steuern erhöht
sondern die Substanz der Stadt aufbraucht,
vergreift sich damit am Besitz der Bürger
- nur merken die Bürger es nicht so deutlich,
weshalb diese Metode 11 Jahre lang populärer war.

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[...] Steuererhöhungen [...]. Typisch SPD.
###

Typisch SPD ???

eine Folge von 11 Jahren CDU mit grünem KettenHund !!!
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#22 Martin Fingerhut 10.03.2016 11:18
Seit fast 12 Jahren dürfen Klever Bürger zu Beginn der RatsSitzungen Fragen stellen.
Allerdings ausdrücklich NICHT zu Temen der aktuellen TagesOrdnung.
Dabei sind es doch gerade aktuelle Temen,
zu denen sich Fragen aufDrängen.
Deshalb muß manch aktuelles Anliegen
mühsam hinter einer eigenTümlich anmuteten Frage maskiert werden.

Und es darf nur vor der RatsSitzung gefragt werden,
obwohl in der Regel dann schon alles in den Ausschüssen ausDiskutiert und festGezurrt ist.

In Kevelaer gilt das FrageRecht nicht nur für den Rat sondern auch für sämtliche Ausschüsse.
Zu Beginn jeder AusschußSitzung darf sogar ausschließlich zu den Temen der aktuellen TagesOrdnung gefragt werden.
Kevelaer hat - so die Auskunft der StadtVerwaltung - damit gute Erfahrungen gemacht.
Insbesondere nutzen die Fraktionen die Gelegenheit,
während ihrer Debatte die Fragen der Einwohner aufzugreifen.
Damit ersparen sich die Kevelaerer RatsMitglieder so manche nachTrägliche Überraschung.
Und den Bürgern wird deutlich, daß ihre Vertreter sich auch um ihre ( und nicht nur um IHRE EIGENEN ) Belange kümmern.

Doch in Kleve wurde nur die "kastrierte" Version eines "FrageRechts" eingeführt.
Die damaligen Warnungen klangen, als müsse sonst sofort über Kleve der Himmel einstürzen und Kleve unterGehen,
falls Bürger sich zu dem aktuellen Temen erkundigen dürften.

Kevelaer hingegen steht noch - obwohl dort das wirkliche FrageRecht schon 5 Jahre länger gilt als der FrageRest in Kleve.

Deshalb habe ich gestern im Rat gefragt :
" Warum ist Kevelaer nicht schon längst in Schutt und Asche gefallen. "

Frau Northing's Antwort :
" Weil es dazu keinen RatsBeschluß gibt. "

Uff, da hat Kevelaer echt Glück gehabt,
seinen UnterGang noch nicht im Rat beschlossen zu haben.

Denn wenn in Kevelaer etwas beschlossen wird,
dann passiert es auch so.

Wenn z.B. beschlossen wird, das alte RatHaus zu sanieren,
binnen soUndSoViel Monaten und zu maximal jenem Preis,
dann wird nicht stattDessen das alte RatHaus abgerissen ...

Die Sitzungen in Kevelaer's fristGerecht frisch renoviertem RatsSaal sind eine Reise wert.
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