Friedensdemo webGoch (25.12.2016). Der anhaltende Terror in der Welt, das Leid der Menschen in Ländern wie Syrien, dem Irak oder Afghanistan, das zunehmend fremdenfeindliche Getöse in Deutschland: Sebastian Bruckmann hatte genug gesehen und gehört. Das Attentat in Berlin und die darauf folgenden Reaktionen aus Reihen der Politik sowie in den sozialen Medien waren für ihn das Signal, selbst aktiv zu werden. Und so organisierte er eine Friedensdemo, die am Freitagabend an den Gocher Nierswellen durchgeführt wurde.
„Mir ging es darum, ein Zeichen zu setzen... gegen Gewalt, für die Opfer des Terrors, aber vor allem auch für Toleranz, Solidarität und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft“, erklärt Sebastian Bruckmann sein Engagement. Er hält den eingeschlagenen Weg von Parteien wie der CSU oder der AfD für den falschen, sieht mit Sorgen, wie deren Parolen im Alltag und vor allem in den sozialen Netzwerken aufgegriffen werden. „Es werden Ängste geschürt und  Hass produziert, der ausgerechnet diejenigen trifft, die in ihrem Leben mehr Leid ertragen haben,  als wir es uns in Deutschland auch nur ansatzweise vorstellen können“, sagt der 33-jährige Gocher mit einem Kopfschütteln. „Wir kennen Krieg nur aus dem Fernsehen, vielleicht noch aus Büchern und Erzählungen, können nicht nachvollziehen und noch weniger nachfühlen, was das bedeutet“, so der zweifache Familienvater. Dass ausgerechnet die unterschiedlichen Religionen Hauptgrund für die zahllosen Konflikte in der Welt sind, hält er für geradezu zynisch. „Egal ob Buddhismus, Hinduismus, der Islam oder das Christentum: Die wichtigste Botschaft aller Religionen besteht doch darin, friedlich miteinander zu leben.“

 

Text & Foto: Michael Terhoeven

Kommentare   

#1 Sarkastikus 26.12.2016 16:06
Welch' herrliche Lektüre zur Weihnachtszeit! Hier zwei meiner Lieblingsstellen (neben dem obligatorischen AfD-Bashing natürlich):

Dass ausgerechnet die unterschiedlichen Religionen Hauptgrund für die zahllosen Konflikte in der Welt sind, hält er für geradezu zynisch.

Wer kennt sie nicht, die täglichen Schreckensmeldungen über buddhistischen Terror! Wen erfüllt es nicht mit Traurigkeit, wenn Christen wieder mal eine zwangsverheiratete Ehebrecherin zu Tode steinigen oder Hinduisten Homosexuelle an Baukränen strangulieren. Diese verdammten "unterschiedlichen Religionen"...

„Egal ob Buddhismus, Hinduismus, der Islam oder das Christentum: Die wichtigste Botschaft aller Religionen besteht doch darin, friedlich miteinander zu leben.“

Aber natürlich! Deswegen betont Mohammed bspw. ja auch ständig im Koran, wie wichtig ihm das friedliche Zusammenleben mit Andersgläubigen ist. Das Abschlachten Ungläubiger wird in diesem heiligen Friedensmanifest deswegen auch mit keiner Silbe erwähnt - ebenso wenig wie eine Zwangsabgabe für Nicht-Muslime, das ewige Höllenfeuer für jeden Andersgläubigen und die unbedingte Überlegenheit des Muslims gegenüber jedem Kuffar.

Vielen Dank, Herr Bruckmann, dass sie in ihrer gewaltigen theologischen Weisheit mit Unwahrheiten aufräumen und uns klar machen, dass man alle Religionen getrost über einen Kamm scheren kann!
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#2 Randnotiz 27.12.2016 11:35
@Sarakstikus:

googlen Sie doch mal "Lord’s Resistance Army" (Wikipedia-Eintrag) oder "Myanmar: Der Zorn der Mönche" (Zeit-Artikel) oder "Burma: Rassistische Gruppe 969 gefährdet Muslime" (Spiegel Online). Da vergeht Ihnen Ihr Sarkasmus...

Und das was im Koran steht, findet sich fast 1:1 auch in der Bibel. Wenn man alles wörtlich nehmen würde was in diesen in Jahrhunderten zusammengeschusterten Buch drin steht... dann gute Nacht!
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#3 B.R. 27.12.2016 20:44
@ 2 Randnotiz )

Köstlich wie diese traumatisierten Einzelfälle von der linken deutschen Presse als unschuldige Opfer dargestellt werden.

Es läßt sich nicht so einfach feststellen, welche der beiden Gruppe bei diesen Streitigkeiten die Hauptschuld trägt.

Es läßt sich aber leicht feststellen, dass es überall zu Gewaltausbrüchen kommt, wo diese traumatisierten Einzelfälle auf andere Kulturen treffen.
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