Weihnachtsmann goch-webGoch (11.12.2016). Am Donnerstagabend hat der Weihnachtsmann auf dem Gocher Weihnachtsmarkt seinen zweiten Wohnsitz bezogen. Seitdem empfängt er  zwischen loderndem Kaminfeuer und geschmücktem Tannenbaum auf seinem schicken Sessel sitzend täglich eine große Kinderschar. „Mir gefällt es in meinem schicken Wohnzimmer. Und viele freundliche und brave Kinder gibt es in Goch. Da komme ich nächstes Jahr doch gerne wieder“, sagt der Weihnachtsmann im Gespräch mit dem Kurier. Nur mit einer Sache ist er nicht ganz so glücklich...
„Es ist traurig zu sehen, dass immer weniger Kinder dazu in der Lage sind, dem Weihnachtsmann ein Gedicht aufzusagen oder ein Lied zu singen“, erzählt der Mann mit dem roten Mantel und dem weißen Rauschebart. Am Donnerstag habe er gerade einmal ein Kind dazu bringen können, „O Tannenbaum“ mit ihm anzustimmen. „Das ist sehr schade. Ich sehe da vor allem die Eltern in der Pflicht, diesem Trend entgegen zu wirken. Traditionen wollen gepflegt werden, ansonsten gehen sie nach und nach verloren“, zeigt sich der Weihnachtsmann besorgt.
Dabei ist es so einfach, Kinder für die Adventszeit zu begeistern. Allein der Anblick des Weihnachtsmanns sorgte vor dessen Wohnzimmer für glänzende Augen, offene Münder und gespannte Erwartung. „Die meisten Kinder sind, wenn sie mir begegnen, zunächst ein wenig Schüchtern. Sie tauen in der Regel aber nach wenigen Minuten auf. Das Schönste sind die Blicke, wenn sie merken, was ich so alles über sie weiß“, erzählt der Weihnachtsmann mit einem Schmunzeln. Der kennt nicht nur Namen und das Alter der zu ihm kommenden Kinder, sondern auch deren Weihnachtswünsche. „Die sind oftmals ganz traditionell. Puppen, Lego, Playmobil. Nur mit dem Tip Toy wusste ich zunächst nicht anzufangen.“
Auch die guten und schlechten Angewohnheiten der Kinder werden während des Besuchs angesprochen. „Echte Klassiker: unaufgeräumte Zimmer, Streit mit Geschwistern, Ungehorsam gegenüber Eltern. Wobei: Die waren früher auch nicht besser“, plaudert der Weihnachtsmann aus dem Nähkästchen. An seinen langen Bart hat sich übrigens kein Kind herangetraut...

Michael Terhoeven (Text & Foto)

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