Prinzenpaar Goch webGoch (12.11.2016). Die Spatzen pfiffen es bereits von den Gocher Dächern, seit Freitagabend ist es amtlich: Johannes Polders wird am 6. Januar zum neuen Karnevalsprinzen der Weberstadt gekürt. Ihm als Prinzessin zur Seite steht dann Lisa Verpoort. Die beiden werden als elftes Prinzenpaar aus Reihen der Pumpengemeinschaft Vrouwenpoort in die karnevalistischen Geschichtsbücher der Stadt eingehen. Ihr Motto: „De Vrouwenpoort lätt de Poppe danze“.
Johannes Polders konnte eigentlich gar nicht anders. „Bei dem Vater musste ich wohl Prinz Karneval zu werden“, erzählt der 27-Jährige mit einem Schmunzeln. 1999 führte Josef Polders die Gocher Narren durch die Session. Mittendrin statt nur dabei: Klein Johannes, der die Karnevalsluft mit ganz tiefen Atemzügen einsog. „2005 bin ich der Vrouwenpoort beigetreten, 2008 war ich in der Garde von Prinz Daniel unterwegs“, erzählt er von seinen jecken Anfängen. Weiter ging die karnevalistische Karriere im Verein als Tanzmajor und Heber des Tanzcorps, als Sitzungspräsident bei der Damensitzung (2011 und 2012) und der Kappensitzung der Narrenakademie (seit 2013) sowie bei Jugendsitzungen der Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena. „Man kann also durchaus sagen, dass ich über eine gewisse Bühnenerfahrung verfüge. Der Job des Prinzen ist aber eine andere Hausnummer“, zeigt sich der Prinz in Spe im Anblick der nahenden Herausforderung demütig.
Die närrische Vita der zukünftigen Prinzessin ist um einiges kürzer. Erst 2010 fand sie zum Karneval. Ihre Schwester brachte Lisa Verpoort schließlich auf den Geschmack. „Ich hatte vorher ein anderes sehr zeitintensives Hobby“, erzählt die Polizistin von ihren Jahren als erfolgreiche Rock‘n‘Rollerin bei Footloose. Dementsprechend war und ist die 24-Jährige bei der Vrouwenpoort bisher vor allem tänzerisch aktiv - als Mitglied des Tanzcorps und, gemeinsam mit ihrer Schwester, als Trainerin des kürzlich neu gegründeten Männerballetts. „Lisa war für mich die erste Wahl. Am 2. Mai 2015 habe ich ihr den Antrag gemacht und zum Glück hat sie ‚Ja‘ gesagt“, sagt Johannes Polders.

 

Text & Foto: Michael Terhoeven

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