Neumarkt2 webEmmerich (23.11.2016). Heureka! Nach monatelangen Verhandlungen scheint die letzte Hürde auf den Weg zur Neumarkt-Bebauung endlich übersprungen zu sein: Am Dienstagabend stimmten Aufsichtsrat und Vorstand der Emmericher Baugenossenschaft dem Verkauf von 19 Quadratmetern Gundstücksfläche zu, die Investor Josef Schoofs zur Realisierung der Immobilie noch fehlten. Als nächstes gehen die Pläne noch einmal in die Offenlage. Im Januar könnte der Rat der Stadt Baurrecht für das millionenschweren Bauprojekt erteilen... wenn es keine Einsprüche mehr gibt oder das Ergebnis eines laufenden Artenschutzgutachtens nicht noch eine Böse Überraschung bereithält.
Neumarkt1 webAn den Grundstückverkauf geknüpft waren zahlreiche Bedingungen der Emmericher Baugenossenschaft. 25 Forderungen umfasste der Katalog, den sie Schoofs vorgelegt hatte. „23 unserer geforderten Maßnahmen werden jetzt umgesetzt“, zeigt sich Horst Boch mit dem Ergebnis der sechsmonatigen Verhandlungen überaus zufrieden. Deren für die Eigentümer und Mieter der Wohnungen übersteige den Kaufpreis des 19 m²-Grundstücks, die zum normalen Emmericher Grundstückspreis verkauft werden, bei weitem. „Am wichtigsten waren uns die Rettungswege, die Verlegung des Trafohauses und die Einhausung der Tiefgarageneinfahrt. Da waren wir zu keinen Kompromissen bereits“, so Boch.
Emmerichs Bürgermeister Peter Hinze betont, dass alle drei Parteien, Genossenschaft, Investor und Stadt nach „gegenseitigem rücken und drücken“ aufeinander zugegangen seien, der umstrittene Investor Schoofs dabei am Ende den größten Schritt gemacht habe. „Er hat den größten Teil des Kuchens übernommen“, so Hinze. Das Ergebnis der Verhandlungen wird vertraglich festgehalten. „Theoretisch können Mieter und Eigentümer dagegen klagen. Davon raten wir jedoch ab“, sagt Horst Boch. „Die Lage vor Ort wird sich durch die Umsetzung der ausgehandelten Maßnahmen im Vergleich zum Ist-Zustand sogar verbessern“, ergänzt Peter Hinze.
In den kommenden Tagen gehen Schoofs Baupläne in die Offenlage. Es heißt abzuwarten, ob und wenn ja welche Einwendungen gemacht werden. Außerdem befindet sich noch ein Artenschutzgutachten in der Mache, schließlich lag das zu bebauende Grundstück nach dem Abriss des Meumarkt-Centers zweieinhalb Jahre lang brach. Es wäre schon eine besondere Ironie des Schicksals, wenn sich dort jetzt eine Schützenwerte Tierart eingenistet haben sollte...
Geht alles gut, könnte der Rat der Stadt im Januar grünes Licht für die Bebauung des Neumarkts geben.

 

Text & Fotos: Michael Terhoeven

Kommentare   

#1 Susanne M. 25.11.2016 09:17
Schon sehr erstaunlich, wie sehr ein fremder Investor eine Stadt im Griff hat. Nun soll er langsam anfangen, zu bauen.
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