NovemberleuchtenEmmerich (24.10.2016). Der Herbst ist bereits gekommen und der „Schmuddelmonat“ November steht vor der Tür. Dem wird an der Eltener Mühle am Möllenbölt ein rauschendes Fest bereitet. Am Sonntag, 30. Oktober, wird, passend zur dunklen Jahreszeit, von 14 bis 19 Uhr zum Novemberleuchten mit Kunsthandwerkermarkt und Peng Paff-Feuerwerk eingeladen. Und dann hat sich auch noch prominenter Besuch angekündigt...
Die historische und nach wie vor voll funktionstüchtige Windmühle steht im Fokus des stilvollen Festes in gemütlicher Atmosphäre.  Diplomwindmüller Frank Heeren und seine drei Lehrlinge laden die Besucher dazu ein, ihnen in der beleuchteten Mühle bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Zudem wird allerlei Wissenwertes über die Architektur und die Funktionsweise der Mühle berichtet. „Ideal wäre es, wenn ein leichter Wind wehen würde. Ohne Wind, kein Mühlendrehen“, sagt Emmerichs Cheftouristikerin Dr. Manon Loock-Braun.
Zuviel Wind oder gar Regen muss es aber nicht sein, immerhin gibt er drumherum reichlich zu entdecken. Und das Drumherum hat sich vergrößert. „Die Straße vor der Mühle gehört jetzt auch zum Veranstaltungsgelände, wird dementsprechend gesperrt“, Kirstin Herr vom Stadtmarketing. So ist jetzt Platz für rund 40 Kunsthandwerker aus Emmerich und Region, die sich und ihre gestrickten, gemalten, gehäkelten, gefilzten, geschnitzten, genähten, gesägten und gebastelten Arbeiten anbieten. Für die kleinen Gäste werden Ballonkünstler Maik und ein Kinderkarussell „vor Ort“ sein, für musikalische Untermahlung sorgt ab 14.30 Uhr der Eltener Musikverein. Um 18 Uhr beginnt eine Tombola mit hochwertigen Preisen. Der Erlös ist für die Mühle bestimmt. Hunger oder Durst muss auch keiner Leiden, zeigt sich das Team des Mühlenbistros mit Glühwein und vielen Knabbereien doch bestens vorbereitet.
Gegen 19 Uhr wird als finaler Höhepunkt das große Peng Puff-Feuerwerk entzündet. Den „Schalter umlegen“ wird Regierungspräsidentin Annemarie Lütkes. Sie kommt, um Bürgermesiter Peter Hinze die Urkunde zur Reprädikatisierungs Eltens zum Erholungsort zu überreichen. „Die entsprechende Kommission hat uns Ende September besucht und hat uns das Prädikat erteilt“, so Stadtsprecher Tim Terhorst. Es besitzt 10 Jahre Gültigkeit, soll aber nur der erste Schritt auf dem Weg zum Kneippkurort sein.
Der Eintritt ist frei.

 

Text & Foto: Michael Terhoeven

Kommentare   

#1 Heinz Goertz 24.10.2016 10:51
Der letzte Müller hieß wegen einer Behinderung,
der "Krumme Thed"(Theodor Gerritschen). Das war nicht geringschätzig gemeint, viele Eltener Originale hatten besondere Spitznamen und man konnte die Leute bei Namensgleichheit, wunderbar auseinander halten.
Auch der 1941 in Griechenland gefallene Divisionspfarrer Anton Gerritschen, stammte aus der Müllerfamilie.

Wer das Äußere und Innere der Mühle besichtigt, wird sicher bemerken, was für eine harte und schwere Arbeit mit diesem Handwerk verbunden war.
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