Windpark

Rees (11.10.2016). In Rees wird nach fünfjährigem Planungsprozess jetzt ein Windpark bestehend aus zehn Windenergieanlagen (WEA) errichtet. Bei dem Projekt spielen Bürgerbeteiligung und lokale Wertschöpfung eine entscheidende Rolle. Reeser Bürger können sich finanziell an den WEA beteiligen und so vom Gewinn der Stromerlöse profitieren. Der zukünftige Windpark wird mit einer Jahresleistung von rund 65 Millionen Kilowattstunden bis zu 18.500 Dreipersonenhaushalte versorgen können.
Mit dem ersten Spatenstich begannt symbolisch der Bau des Windparks in Rees. Bei den neuen WEA handelt es sich ausschließlich um Anlagen des deutschen Marktführers Enercon. Die getriebelosen Anlagen haben eine Nabenhöhe zwischen 85 und 135 Metern und verfügen über eine Nennleistung zwischen 2.300 und 3.050 kWh. Die Inbetriebnahme ist für das 2. Quartal 2017 geplant.
Anfang kommenden Jahres können sich Reeser Bürger finanziell an dem Projekt beteiligen. Insgesamt können auf diesem Weg  rund 4 Millionen Euro bereitgestellt werden. Auch die Stadtwerke beabsichtigen eine Anlage zu betreiben.
Um die lokale Verankerung des Windparks zu unterstreichen, werden Teile der Erlöse in eine Stiftung überführt. Die Stiftung unterstützt soziale und gemeinnützige Projekte in Rees und stellt nach derzeitigen Abschätzungen rund 60.000 Euro im Jahr zur Verfügung. Über die Mittel entscheiden wird ein lokal bestztes Gremium. Zudem profitiert die Stadt von 95 Prozent der vereinnahmten Gewerbesteuer. Deren Verbelib in Rees wird durch eine spezielle Vereinbarung mit der Stadt Gladbeck gesichert.

Kommentare   

#1 Heinz Goertz 11.10.2016 14:41
Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen:

Lokale Wertschöpfung

Die Wertabschöpfung besteht darin, dass alle Stromkunden für diesen Wahnsinn überteuerte Stromrechnungen bezahlen.

Windräder ersetzen nicht ein Kraftwerk, leider!
Keine 3% des Gesamtenergiebedarfs der Bundesrepublik werden mit Windenergieanlagen gedeckt.
Zitieren
#2 juergen 11.10.2016 21:05
Freie Energiemaschinen für jeden Haushalt seit Nicola Thesla möglich. Auf diesem Gefängnis und Ausbeutungs - planeten unerwünscht. Ihr müsst zahlen und bezahlen und bezahlen und bezahlen. Bezahlen ist nur mit Arbeit möglich welches das einzige wahre Geld darstellt. Somit sind restlos alle im weitesten Sinne zur Zwangsarbeit verdonnert. Außer die Posteninhaber der Ausbeutung.
Zitieren
#3 Reeser Jung 11.10.2016 22:59
H. Goerts, Erneuerbare machen aktuell 30% der Stromerzeugung aus. Im Strombereich sind das unter den Erneuerbaren gut 44%, also eine ganz beachtliche Zahl! Das lässt erahnen, welche Flächen wir noch benötigen, und wie wichtig die Akzeptanz in der Bevölkerung ist.

Übrigens, zu Ihren Meinungen, hier noch harte Fakten:

- Der mit Windkraft erzeugte Strom ist aktuell der günstigste überhaupt.

- Alle Windkraftanlagen in Deutschland ersetzen aktuell ungefähr 7-8 AKW: 1x AKW = 12 Mrd. kW/h; Wind > 85 Mrd. kW/h (p.a.)
Zitieren
#4 Heinz Goertz 12.10.2016 00:04
Aktuell erzeugen die gar nichts, weil es windstill ist. Die Windkraftanlagen ersetzen keine Kraftwerke, können sie nicht, weil vom Wind abhängig.

Höchstens auf See bringen sie was, leider sind die Verluste bei den langen Strecken zu hoch.
Zitieren
#5 Bernd Derksen 12.10.2016 10:06
@Heinz Goertz
Bitte nicht die Propaganda-Luftballons anpieksen wollen. ;-) Das gehört sich hierzulande, im Land der guten Einheitsmeinungen, nicht. ;-)

Morgen wird sicher der Durchbruch in der Speichertechnologie gelingen. Ganz sicher.
Wir müssen nur ganz feste dran glauben.

Und dafür sind Ihre Beiträge hier einfach nicht hilfreich.

Nehmen Sie sich ein Beispiel am Artikel selbst:
Eine komplette Win-Win-Situation für alle Seiten. (Zumindest für die guten.)

Wer gegen die Windräder aufbegehren sollte, möchte den Ärmsten vor Ort Böses. Wer könnte so ein Unmensch sein?

SO geht das, Herr Geurts!

Ihr pessimistisches Nölen ist Ausdruck bislang noch ungenügender politischer Erfahrung. Wenn Sie politischen "Einfluss" erreichen möchten, sollten Sie sich unbedingt an dem ausrichten, was man, also wir Guten, so sagen.

-----
;-)
Sicherheitshalber noch ganz ernsthaft:
Behalten Sie sich den Mut zu eigenen Meinungen und Hinterfragungen.
Das scheint mir im, dem Opportunismus oftmals quasi huldigenden, Polit-Milieu viel zu selten ...
Zitieren
#6 Heinz Goertz 12.10.2016 12:03
Bernd Derksen,

Danke.

Ich bin überhaupt nicht sicher, ob die Windradfetischisten daran Glauben oder so blööd sind. Die Jubelperser der Windkraftlobby haben es wirklich einfach:
Das Wort "Wertschöpfung" reicht aus, um Bürgermeistern, Energiegenossenschaftlern, Gemeinderäten das Hirn zu vernebeln und ihre Heimat dieser absurden Technik opfern.

Gibt es in Rees auch eine Energiegenossenschaft, so wie in Kranenburg?

Im Link kann man nachsehen, wie hoch die tatsächliche Stromeinspeisung durch Windräder.
Oft genug geht es leider gegen Null. Ist kein Problem, Importstrom von den Atomkraftwerken steht jederzeit zur Verfügung.

www.energy-charts.de/power_de.htm
Zitieren
#7 Der Laie 12.10.2016 13:09
Da sollte man doch tatsächlich vor lauter Freude, Luftsprünge machen:
www.wiwo.de/politik/deutschland/eeg-umlage-oekostromumlage-steigt-2017/14670262.html

Diese Planwirtschaft garantierter Abnahme schreit zum Himmel,je mehr dieser tollen WKA gebaut werden,je teurer wird der Strom für den Endverbraucher.
Warum eigentlich glaubt die Politiker Kaste immer noch auf einer Insel der Glückseligen zu leben.Die größten Dreckschleudern die aus Braunkohle Strom erzeugen, dürfen bei Windflaute vorrangig einspeisen,Gasbefeuerte Kraftwerke stehen dagegen still,aber dem Bürger soll immer noch verkauft werden,die Verringerung des CO-2 Ausstosses hat Vorrang.

Nein, hier werden in einer unverschämten offenen Art, die Lobby Interessen einiger weniger bedient.
Polen wird weiter seine Kohle Kraftwerke betreiben,Frankreich und Belgien seine KKW`s, die Engländer bauen weiter neue KKW`s,nur Deutschland fühlt sich berufen das Weltklima zu retten.
Ist ja auch einfach,wenn man per Gesetzesbeschluss die Bürger zwingt,die Mehrkosten für die doppelte Bevorratung der Energieerzeuger
zahlen zu lassen.

Da man ja nicht ganz Weltfremd ist und erkannt hat, das Energiekosten einen großen Anteil an den Produktionskosten hat und wettbewerbsschädlich ist,werden eben die normalen Bürger die nicht weglaufen können mit den Kosten alleine belastet. Nicht ganz, auch die kleineren und mittleren Handwerksbetriebe dürfen sich an den Kosten beteiligen.

Liegt das jetzt daran, das wir uns Umweltminister ohne Berufsabschluss in NRW gönnen,oder im Bund eine Ministerin die in Industriebetrieben immer nur zu Besuch war.

In einer Marktwirtschaft sollte Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen und nicht die ideologischen Vorstellungen staatlich gepamperter Personen.
Zitieren
#8 Der Laie 12.10.2016 13:27
Wer dies liest, darf wahrlich an der Qualität der deutschen Ökonomen und der Ingenieurskunst zweifeln.

strom-report.de/strompreise-europa/

Oder sind es doch die Politiker, die ein bisher funktionierendes und bezahlbares Versorgungssystem,einfach aushebeln und jetzt nicht mehr wissen wie sie die Preisspirale zurück drehen können.
Zitieren
#9 Ge.Org 12.10.2016 21:11
Hier, für die, die es genau wissen wollen, Prof. Dr. Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin.

Ein sehr unterhaltsamer und leicht verständlicher Beitrag.

youtu.be/pgmPy_IORlk
Zitieren
#10 Ge.Org 12.10.2016 22:34
Das ist übrigens auch sehr interessant. Hier geht es um Regelleistung, virtuellen Batterien usw, also alle zuvor befürchteten Probleme.

Die "Anlage" in Norddeutschland, bestehend aus Wind-, Solar- und Bio-Energie ersetzt bereits ein komplettes kleineres AKW.

youtu.be/EgbCo4CkZcM
Zitieren
#11 Bernd Derksen 14.10.2016 06:21
@Ge.Org
(Das mag auch für die Gegenseite zutreffen, aber:)
Ich finde, dass Sie es sich zu leicht machen.
Ein paar ("leicht verständliche" ;-) ) Videos ersetzen doch keine konkrete inhaltliche Auseinandersetzung mit vorgebrachten Einwänden und Kritik.
Zitieren
#12 Heinz Goertz 14.10.2016 13:50
@Ge.Org Zitat:

Virtuelle Batterien???
Zitieren
#13 Heinz Goertz 14.10.2016 14:45
Hier noch mal zum Thema "lokale Wertschöpfung"!
Die Windradlobby versteht ihr Geschäft.
Ein Viertel des Strompreises, wird den Kunden für diesen Energiepolitischen Wahnsinn aus der Tasche gezogen, und dann als lokale Wertschöpfung verkauft. Widerlich!

www.msn.com/.../ar-AAiWj5U?li=BBqg6Q9&ocid=iehp
Zitieren

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren