Klaus Gruyters, Guido Janssen, Stefan Walbohm, Peter Hinze, Maria Anna Kaußen, Dietrich Hannemann (v.li.) mit dem Logo, dass auf den Altkleidercontainern von Kolping, den Maltesern und dem Roten Kreuz geklebt werden soll.Foto: Michael TerhoevenEmmerich (13.02.2016). Aktuell sind in Emmerich zahlreiche Altkleidercontainer von kommerziellen Unternehmen aufgestellt. Auch auf öffentlichen Flächen. Ohne Genehmigung der Stadt. Das soll sich ändern. Künftig dürfen ausschließlich das Rote Kreuz, die Malteser und Kolping die Altkleidersammlung auf städtischem Grund und Boden durchführen. So steht es im Kooperationsvertrag, der am Donnerstag zwischen der Stadt Emmerich und den drei gemeinnützigen, ortsansässigen Organisationen geschlossen wurde.
„Wir wollen damit erreichen, dass Altkleider in die richtigen Hände gelangen“, erklärt Bürgermeister Peter Hinze das Ende der Duldung kommerzieller Sammler, die allein des Profits wegen Container aufstellen. Zudem will die Stadt dadurch „Unratsflächen“ entgegenwirken, die aufgrund unregelmäßiger bzw. oftmals zu seltener Leerungen der Behälter entstehen können.
Die Zahl der im Stadtgebiet aufgestellten Altkleidercontainer schwankt stark. „Es sind circa 40 von unterschiedlichsten Anbietern, die sowohl auf städtischen als auch auf privaten Grundstücken aufgestellt sind“, sagt Klaus Gruyters, Leiter des Kommunalbetriebes. Nach einer Änderung des Abfallwirtschaftsgesetzes vor rund drei Jahren wurde in der Verwaltung darüber nachgedacht, dass die Stadt die Verwertung von Altkleidern übernimmt. Immerhin lässt sich auch mit diesem „Wertstoff“ Geld verdienen. „Wir haben das durchgerechnet und sind zu dem Schluss gekommen, dass das für uns nicht wirklich wirtschaftlich wäre, Aufwand und Ertrag in keinem guten Verhältnis zueinander stehen würden. Ganz abgesehen davon, dass den Wohlfahrtsverbänden mit ihren Kleiderkammern ein immenser Schaden entstehen würde“, so Gruyters.
Und so suchte man nach einer anderen Lösung. Mit dem Ergebnis, dass fortan Kolping, Malteser und das rote Kreuz an 23 Standorten insgesamt 32 Behälter für Altkleider aufstellen dürfen. Exklusiv. „Alle anderen Aufsteller wurden, so weit es ging, informiert. Sie haben jetzt noch zwei, drei Wochen lang Zeit, ihre Container abzuholen. Ansonsten kümmern wir uns darum“, sagt Klaus Gruyters.
„Wir sind froh, dass so entschieden wurde“, sagt Guido Janssen von den Maltesern. Und auch, dass sämtliche Container vom Bauhof aufgestellt werden, kommt bei den drei Verbänden gut an. „Auch dafür ein Dankeschön. Das spart uns den Spediteur“, so Anna Maria Kaußen (DRK). Die Altkleiderbehälter der drei Verbände werden mit einem großformatigen Aufkleber kenntlich gemacht. Damit weiß jeder: Wer hier seine Altkleider einwirft, unterstützt Einrichtungen vor Ort. Behälter anderer Anbieter dürfte es jedoch weiterhin geben, dann aber nur noch auf privaten Grundstücken.

 

Text & Foto: Michael Terhoeven

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