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Freitag 18 Mai 2012

Abzocke auf sozialdemokratisch (oder: Warum die SPD Kevelaer vor den Machenschaften der eigenen Partei warnt)

E-Mail

Die Mitglieder der SPD im Kreis Kleve haben in den letzten Tag Post von ihrer Landesvorsitzenden Hannelore Kraft (Foto) bekommen. Das ist schön und mancher denkt vielleicht: „Ach, von der netten Ministerpräsidentin möchte ich auch mal einen Brief bekommen.“

Aber über diesen Brief können sich die Genossen eigentlich nicht freuen. Denn die selbst ernannte „Partei der kleinen Leute“ will nun vor allem denen ans Portemonnaie. Aber das schreibt sie natürlich nicht so.Hannelore Kraft - die nette Frau an der Spitze NRWs ist auch Landes-SPD-Chefin.

Aber der Reihe nach:

Der Brief (ohne Betreffzeile o.ä.) beginnt mit den üblichen Jubelarien, die man als Parteimitglied in schöner Regelmäßigkeit zugeschickt bekommt und die man deshalb meist schnell in der nächsten Altpapiertonne entsorgt oder in den Kamin steckt, damit sie wenigstens irgendeinen Zweck erfüllen. Gut möglich, dass man bei der SPD genau darauf hofft. Aber dazu später. „Wir können gemeinsam auf ein sehr erfolgreiches Jahr der SPD-geführten Landesregierung in NRW zurückblicken“, heißt es da. Blabla halt.

Dann dauert es 15 Zeilen und 11 Sätze bis plötzlich das Wort „Beitragssolidarität“ fällt. Solidarität ist gut und bei Sozialdemokraten durchweg positiv belegt. Da wird dem Genossen gleich warm ums Herz und es legt sich ein zufriedenes Lächeln auf sein Gesicht. Wie schön, Solidarität. Man möchte gleich anfangen "Die Internationale" zu singen...

Doch die SPD ist seit langem meisterlich darin, böse Überraschungen in eine schöne Verpackung zu stecken. So weiß seit der Regierungszeit Schröder jeder, dass das Wort Reform für Steuererhöhung steht.

Ähnlich kreativ geht man bei der SPD jetzt mit dem Wort Solidarität um. Das steht nämlich ab jetzt auch für eiNebelkerzen, Verschleierung - so verschleiert die SPD eine Beitragserhöhung.ne Erhöhung. In diesem Fall eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge.

„Wir schreiben Dich heute an und möchten Dich herzlich bitten, deine monatlichen Zahlungen um einen Euro pro Monat anzuheben“, schreibt Hannelore Kraft. Obwohl bitten eigentlich auch schon wieder eine Verniedlichung ist. Denn ein paar Sätze später heißt es dann: „Wenn wir von dir bis zum 31.12.2011 keine Rückmeldung erhalten, werden wir deine monatlichen Zahlungen um einen Euro pro Monat erhöhen.“ (Rechts der ganz Brief zum Nachlesen. Draufklicken zum Vergrößern.) Noch heftiger trifft es übrigens die Mitglieder, die weniger als 5 Euro zahlen, z.B. Rentner und Arbeitslose. Für die gibt es nämlich noch einen Spezialbrief. Ihr Beitrag von 2,50 Euro wird einfach auf 5 Euro erhöht, wenn die nicht von sich aus widersprechen. Ja, wenn es um den Griff ins Portemonnaie geht, ist man bei der SPD ratzfatz. Sage noch einer, die Genossen könnten mit Geld nicht umgehen.

Obwohl vermutlich genau da das Problem liegt. Sie können es vielleicht wirklich nicht. Die Zeitung „Die Welt“ berichtete im Juli, dass der SPD bis 2014 ein Schuldenloch in Höhe von 20 Millionen Euro droht. Man könnte natürlich die Kosten senken und vielleicht den bürokratischen Wasserkopf abbauen. Aber man kann natürlich auch einfach die Einnahmen erhöhen.

Gut, dass man mit Dr. BarbaraSPD-Schatzmeisterin Dr. Barbara Hendricks Hendricks (Foto) eine erfahrene Schatzmeisterin in der SPD-Zentrale in Berlin hat. Dumm nur, dass in ihrem eigenen Wahlbezirk im Kreis Kleve die ehrenamtlichen Funktionäre Sturm laufen gegen diese Art der Solidarität, die man guten Gewissens als „hinterfotzig“ bezeichnen kann. Oder man sagt es noch deutlicher wie die SPD Kevelaer: "Geld einzuziehen ohne Zuspruch des Mitgliedes ist für uns eher eine unseriöse, dem mittelalterlichen Dorfrecht geschuldete, Handlungsweise."

Der SPD-Vorstand in Kevelaer hat seine Mitglieder jetzt in einem Brief vor den Machenschaften der eigenen Landespartei gewarnt. „Wichtig!!! Der Inhalt des Briefes ist eine versteckte Beitragserhöhung!“, schreibt Parteichef Heinz Ermers in großen Lettern seinen Mitgliedern. Der engagierte Parteichef spricht aus, worum es hier in Wahrheit geht: eine „heimliche Beitragsanpassung“.

Ermers weiß natürlich, dass Mitglieder so angefressen vom Vorgehen der Landespartei sein könnten, dass sie ihm gleich ihr Parteibuch nach Hause schicken. Deshalb fleht Ermers: „Wir bitten Euch uns treu zu bleiben da der Ortsvereinsvorstand die Art und Weise des Umgangs mit Mitgliedern nicht hinnehmen möchte. Da es in letzter Zeit so einige Kommunikationsstörungen zwischen ´Wir hier unten – Ihr da oben´ gegeben hat, wollen wir auf dem politischen Weg dagegen halten.“

Schade eigentlich, dass es noch nicht die Verbraucherzentrale im Kreis Kleve gibt, die die Kreis Klever SPD so vehement fordert. Die könnte sich jetzt mal mit dem Geschäftsgebahren der Partei beschäftigen.

Bis dahin tut es auch ein Blick in die Bibel: "Du weißt ja die Gebote wohl: (...) du sollst niemanden täuschen." (Markus 10.19)

Olaf Plotke, 8. Dezember 2011

 

 

Kommentare 

 
#1 Erich Ollenhauer 08.12.2011 15:32
Schön, wenn der OV-Vorsitzende aus Uedem Parteiinterna aus Geschäftsintere ssen (um dem eigenen Käseblatt mehr Leser zu verschaffen!) öffentlich macht.

Von solchen Genossen brauchen wir mehr!
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#2 Jens-Uwe Habedank 08.12.2011 17:54
Willkommen im "Klever Landrecht"! Ich hatte die (Klever) SPD da ja eh im Verdacht, diesem zu dienen statt ursozialdemokra tisch zu sein...
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#3 Bernd Derksen 08.12.2011 18:48
Schön, wenn man auch das Agieren der eigenen Partei bei Bedarf kritisch betrachten kann.

In Zeiten, in denen die etablierten Parteien mir oftmals intern immer undemokratische r zu werden scheinen, finde ich's lobenswert.
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#4 Bernd Derksen 08.12.2011 20:31
@"Erich Ollenhauer"
Es hat halt nicht jeder Genosse die Größe zur eigenen Meinung öffentlich zu stehen.

Ich empfinde es als Ausdruck von journalistische r Unabhängigkeit und Professionalitä t auch über Vorgänge in Organisationen, deren aktives Mitglied man ist, berichten zu können. Auch mittels provokanter Zuspitzung.

Wie langweilig sind mir mittlerweile Kommentare in Zeitungen wie taz, SZ, FR, FAZ, Spiegel, RP, NRZ etc., bei denen man vorher schon weiß, in welche politische Richtung der Wind wehen wird. Weil die Redakteure nicht anders dürfen ...

Selbstkritik gehört zu demokratischen Organisationen und Transparenz ist unverzichtbar für ernsthafte Demokratie.
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#5 Jens-Uwe Habedank 08.12.2011 20:51
So what?! Was -bei einer Partei - drauf steht, soll auch drin sein. Wenn dem nicht so ist - dann muss das gerade von "innen" auf Korrektur gemahnt werden. Das hat OP getan - und das ist eben parteiloyal! Genau das - und nicht eben "abnicken"!

Sorry, Erich Ollenhauer ( ist wohl eher nur Mißbrauch des guten Namens, oder...?): Wenn eine Wahrheit, eine Begebenheit, nicht veröffentlicht werden sollte weil sie gegen das äußere Bild sei und "Sauereien" verschwiegen werden sollen mit Berufung auf Parteiloyalität - dann sind wir bald wieder so weit...
www.youtube.com/watch?v=UFM2N-8Yo9M
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#6 Der da 08.12.2011 21:56
Erstmal Hut ab für den Mut diese Sauerei öffentlich zu machen.
Aber auch Respekt vor der SPD Kevelaer die eigenen Mitglieder auf diese unseriöse Art der eigenen Partei hinzuweisen. Man kann den Sozis da nur gratulieren einen so starken Mann an der Spitze zu haben wie Herrn Ermers, der sich auch mal gegen die große Vorsitzende stellt.
Entsetzt bin ich von dem ersten Kommentar hier. Das ist ja offensichtlich ein Sozialdemokrat. Das man die aufrechten Parteimitgliede r mit Rückgrat in dieser Art und Weise beschimpft, ist schon allerhand. Wo kommen wir denn hin, wenn man so etwas nicht mehr sagen darf? Würde mich nicht wundern wenn sich hinter Erich Ollenhauer eine SPD-Frau von ganz oben verbirgt.
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#7 Erik der Rote 09.12.2011 08:59
Was sollen diese unerträglichen Lobhudeleien auf zwei Verräter?
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#8 Wim Heuvens 09.12.2011 09:11
Die SPD ist zu satt, hat kein Interesse mehr, die Gesellschaft positiv zu verändern, ist neoliberal geworden. Wehner, Ollenhauer, Erler und Brand würden sich im Grad umdrehen ....
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#9 Spyder 09.12.2011 12:11
@Erik der Rote

Verräter?! Wenn Genossen eigenständig denken und das Parteivorgehen kritisieren sind Sie also gleich Verräter? Das wirft ein bezeichnendes Bild auf den Geisteszustand einiger Anhänger. Schon klar, das Kollektiv geht über alles, Abweichler haben zu schweigen... tolles Demokratieverst ändnis, weiter so!!


@Ollenhauer

Warum unterstellen Sie OP finanzielle Interessen? Ich kann hier keine Werbung entdecken (warum eigentlich nicht, würde mich nicht stören).

An wie vielen Printmedien ist die SPD doch nochmal direkt oder indirekt beteiligt? Natürlich vollkommen ohne Gewinnerzielung s- oder Meinungsbildung sabsicht...
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#10 Der Laie 10.12.2011 13:39
Die Inzenierung von Parteitagen kostet nun mal Geld, was liegt da näher als nach dem alten Reformen Strickmuster, Beiträge erhöhen anstelle zu sparen, auch bei den
eigenen Mitgliedern vorzugehen.

Aber woher soll auch bei einer SPD Schatzmeisterin betriebswirtsch aftliches Denken kommen,da sie selber nie in der freien Wirtschaft gearbeitet hat.
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#11 Frank Thon 10.12.2011 18:32
Sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst einmal möchte ich mich von Sprüchen wie "Verräter" oder sonstiger Beschimpfungen des Autors distanzieren. Ich schätze Herrn Plotke, wenn ich auch eine Debatte in den Parteigremien zunächst für das geeignete Mittel gehalten hätte. Schließlich ist die Darstellung der vom Parteivorstand( NRW) an den Ortsvereinen vorbei delegierten Beitragserhöhun g sachlich inkorrekt. Bereits im Sommer diesen Jahres wurde auf einer Ortsverein(OV)s vorsitzendenkon ferenz das mittlerweile viel diskutierte Vorhaben angesprochen und unterredet.(Fortsetzung unten)
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#12 Frank Thon 10.12.2011 18:33
Im Juli diesen Jahres ist den OV-Vorsitzenden und ihren Kassierern ein schreiben mit einer Liste zugegangen. Hier bekam jeder verantwortliche Funktionär Gelegenheit diejenigen zu streichen, die wirklich nicht in der Lage sind mehr als die 2,50 € Beitrag zu leisten und somit das Anschreiben dieser Personen zu verhindern. Mitglieder im Alter unter 27 Jahren und über 75 Jahren wurden im Übrigen nicht angeschrieben (Fortsetzung unten! (Fortsetzung unten)
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#13 Frank Thon 10.12.2011 18:39
Nun zum Vorgehen generell. Die politische Arbeit der SPD stützt sich im wesentlichen auf drei Säulen: 1. Mandatsabgaben; Abgaben der öffentlichen Mandatsträger 2. Zuwendungen des Staates gekoppelt an Wählerstellen. 3. !Mitgliedsbeitr äge! Mit Sicherheit dürfte dem interessierten Leser jetzt ein wichtiger Punkt fehlen, der bei der Finanzierung anderer Parteien eine enorme Rolle spielt: Parteispenden von Großspendern
Damit unterscheidet sich die Sozialdemokrati e ganz erheblich von einer Partei wie der FDP, die ja gerne auch mal Gesetze auf den Weg bringt um diese wichtige Säule ihrer Finanzierung nicht zu gefährden.
Zum Thema sparen besonders für "den Laien": In den letzten Jahren hat die NRWSPD ganz erheblich Personal eingespart.(Fortsetzung unten)
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#14 Frank Thon 10.12.2011 18:44
Nicht zuletzt bekamen das die Ortsvereine zu spüren, da mehr Arbeit auf die Ehrenamtler entfiel.
Solidarischer Beitrag: Die SPD hat sich im Sinne ihrer Grundwerte dazu entschieden einen solidarischen und freiwilligen Beitrag zu erheben. Wer viel Geld verdient muss also mehr zahlen, als jemand, der über weniger Einkommen verfügt. Nicht zuletzt besteht auch noch die Möglichkeit für Auszubildende, Studierende, Rentner o. Arbeitslose einen ermäßigten Beitrag von 2,50 € zu zahlen, der keineswegs die Verwaltungskost en für das Mitglied deckt. Dieser Umstand war allerdings nie Entscheidend, da es immer Anliegen war und noch ist, eben auch diejenigen an der politischen Willensbildung zu beteiligen, die nichts haben. (Fortsetzung unten)
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#15 Frank Thon 10.12.2011 18:50
Leider gibt es auch in der unseren Partei viele Menschen, die den Vorgang der solidarischen Beitragserhebun g nicht ganz verstanden haben. So zahlt ein ganz erheblicher Teil der Mitglieder weniger als den Mindestbeitrag von 5,00 €. Ein Umstand den ich zutiefst traurig finde. Um also nicht noch weiter Personal abbauen zu müssen und auch weiterhin ein qualitativ hochwertiges Angebot für die ehrenamtlichen Mitglieder vor Ort aufrecht erhalten zu können mussten Maßnahmen ergriffen werden.
Damit Sie nun nicht den Eindruck erhalten, dass ich als Funktionär der Jungsozialisten völlig unkritisch an das Vorgehen der eigenen Partei gehe noch einen letzten Kommentar(s. unten)
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#16 Frank Thon 10.12.2011 18:57
Das Schreiben des Landesverbandes ist uneindeutig geschrieben und es fehlt eine Betreff Zeile in der eindeutig der Inhalt offenbart wird. Nämlich eine Beitragserhöhun g, der ich widersprechen kann. Der Zeitpunkt zum Ende des Jahres ist nicht sonderlich gut ausgewählt, da jedes Mitglied am Anfang des Jahres auch einen Brief der Bundesschatzmei sterin erhält, der mit dem besprochenen Anschreiben leicht verwechselt werden könnte. Ein früheres und gezieltes Eingreifen der beiden Akteure Plotke und Ermers in den Gremien, denen sie angehören hätte eine anschließende Presseöffentlic he Auseinandersetz ung mit den üblichen, wenig reflektierten Sprüchen Parteipolitisch er Konkurrenten mit Sicherheit verhindert und wäre allein schon deshalb ein Gewinn für die gemeinsame Sache(Sozialdem okratie nach vorne bringen) gewesen.
Frank Thon/stellvertretend er Vorsitzender der Jusos im Kreis Kleve
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#17 Jens-Uwe Habedank 11.12.2011 11:20
So so - die SPD hat keine "großen" Spender. Wer bitte sind/ waren dann z.B. Maschmeyer, der AWD und viele,viele andere...?
"Solidarische Beitragserhebun g" - nun, diesen Gedanken hätte ich mir bei einer SPD gewünscht als sie den Spitzensteuersa tz von 53% auf 42% runterbrachte und dafür unaufhörlich Kleinverdiener und Arbeitnehmer immer mehr belastete. Wo war da, wo ist da, die "Solidarität", geht diese auch mal über die eigene Parteikasse hinaus?!
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#18 O.Plotke 11.12.2011 11:33
Lieber Frank,
Danke für Deine umfangreiche Kommentierung.
Vorweg: Von einer Liste, von der ich Mitglieder streichen konnte, ist mir nichts bekannt. Ich habe aber einen Brief an die Landes-SPD geschrieben und gebeten, den von mir kritisierten Brief nicht an Uedemer Mitglieder zu versenden. Ich weiß, dass auch Heinz Ermers das getan hat. Wirkung gleich null. Keine Reaktion, keine Antwort und der Brief wurde trotzdem verschickt.
So viel zu Deiner Kritik, man müsse doch erst versuchen, intern etwas zu regeln.
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#19 O.Plotke 11.12.2011 11:40
Du gestehst ja immerhin ein, dass Brief "uneindeutig" ist. Eine süße Untertreibung.
Wenn hier jemand schreiben würde, dass sich die SPD Drückermethoden bedienen würde, um an das Geld ihrer Mitglieder zu kommen, würde ich nicht widersprechen.
Es geht hier um eine moralische Frage: Ist jedes Mittel erlaubt, wenn man nur meint, einer guten Sache zu dienen?
Ich verwahre mich auch gegen die Unterstellung, ich wolle die Sozialdemokrati e "nach vorne bringen". Mein Engagement gilt den Menschen, nicht einer Ideologie.
Und schon gar keiner, die moralisches Handeln nur im Geiste, nicht im praktischen Tun beweist.
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#20 Der Laie 11.12.2011 13:06
@ Frank Thon
Natürlich ist es zunächst eine interne Angelegeheit der SPD,bei sinkenden Mitgliederzahle n zum Großteil auch Alters bedingt,schafft man durch diesen besonderen Stil, im Umgang mit Mitgliedern nicht die Basis um neue Genossen zu gewinnen.

Wer mit Summen im Millionenbereic h hantiert,sein Auto nicht selber betanken muß,dem zufolge auch keine Benzinrechnung selber bezahlen muß, verliert schon mal
den Überblick der Größenordnung.

Daher hier zur Auffrischung:
11,4 Millionen € Ausschüttung aus der Verlagsgesellsc haft an die SPD, 128 Mio Steuergelder zum Betrieb der Friedrich Ebert Stiftung durch 614 treue Parteigenossen zur Förderung des Politiker Nachwuchses, ja der formelle Sprachgebrauch lautet Studentenförder ung mit dem Zusatzangebot der ideellen Förderung.
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#21 H. Ermers 11.12.2011 13:08
Lieber Frank,
auch ich Danke für Deine umfangreiche Kommentierung.
Gerne hätte ich früher und gezielter eingegriffen in den Gremien, denen ich angehören. Deshalb hat der OVV Kevelaer 2 Stunden nach Erhalt der Info (im November) reagiert. Deshalb auch die Besprechung im UB - Ausschuss, an der auch Du teilgenommen hast. Ich danke dort haben mehrere Ortsvereine deutlich gemacht, dass sie von einer frühen Beteiligung nichts erfahren haben. es war gut, dass wir dort mehr Info´s zum vorgehen bekommen haben, nur für mich der ich handeln musste zu spät. Übrigens hatte da ein Juso in der Debatte solidarisch verkündet:" Ich bekomme keinen Brief, dann brauche ich mich ja nicht ärgern."
Lg
H. Ermers
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#22 Politikverdrossener 11.12.2011 15:07
Diese Diskussion bietet Außenstehenden ja einen wundervollen Einblick in die SPD.
Es ist doch immer wieder faszinierend zu beobachten wie treue Vasallen die versuchen fertigzumachen die eine eigene Meinung haben. Das ist ja leider nicht gewünscht wie man an den Kommentaren von Herrn Thon und den anderen sehen kann.
Mein Eindruck ist schon lange das Frau Hendricks hier im Kreis die Basta-Politik praktiziert die sie von ihrem einstigen Chef Gerhard Schröder gelernt hat. Und wer aufmuckt bekommt einen drauf.
Aber Herr Thon denkt vielleicht auch nur an seine Zukunft. Mit diesem beherzten Eintreten für das dreiste Vorgehen der Partei hat er sich sicher für einen führenden und gut dotierten Posten empfohlen.
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#23 Frank Thon 11.12.2011 19:10
@Politikverdros sener: Schade, dass Sie nicht die Größe besitzen sich unter Ihrem richtigen Namen zu äußern. So ist es selbstverständl ich leichter Menschen, die sich EHRENAMTLICH engagieren ins Gesicht zu spucken.
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#24 Bernd Derksen 11.12.2011 20:14
@Frank Thon
Natürlich haben Sie recht, dass manch anonymer Schreiber dies ausnutzt. Z.B. auch der vermutliche Genosse "Erich Ollenhauer".

Aber wie wäre es Ihrerseits mit einer Auseinandersetz ung mit den angeführten Gegenargumenten ? Gerade denen der unter ihrem Namen schreibenden Kommentatoren.

Auch mir drängte sich unmittelbar der Eindruck auf, dass da jemand (Sie) was für die eigene (partei)politis che Karriere tun wolle. Und zu jeder Zeit und in jedem System geschieht dies am leichtesten durch Opportunismus gegenüber "Mächtigen".

Aber wenn Sie von Ihrer Position aus inhaltlichen Gründen überzeugt sind, dürfte die argumentative Debatte ja kein Problem sein, oder?
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#25 Lothar Dierkes 11.12.2011 22:13
Moin,

1. bin ich sehr stark in ehrenamtliche Tätigkeit involviert,
2. bin ich kein Parteimitglied,
3.würde ich spätenstens nach den hier abzulesenden parteiinternen Reaktionen meine Gedanken an einen vielleicht, eventuell unter bestimmten Voraussetzungen in Zukunft oder später angedachten Parteibeitritt bis auf Weiteres in weite Fernen zurückstellen,
4.sollten die "Verräterschreie r"doch etwas intensiver über die Sprengwirkung solcher Äusserungen nach draussen reflektieren und ihre Wirkung in Richtung Stärkung der latent vorhandenen Parteien- und Politikverdross enmheit überprüfen.
"Kein Mensch hat die Absicht..." Mitgliederbeitr äge in Frage zu stellen. Vereine und Parteien sind darauf angewiesen.
Diskussionen über weitere Parteienfinanzi erungen interessieren mich nicht (mehr), das führt ja doch nicht weiter!!!!!!!
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#26 Lothar Dierkes 11.12.2011 22:14
Fortsetzung:
Das kann man auch als Desinteresse interpretieren. Aber derzeit gibts da wohl wichtigere Probleme zu lösen.
Was aber weiterführt in die Unanständigkeit ist die Art,wie hier eine "Vergesslichkeit "im Stil von fragwürdigen Marketingmethod en für Parteifinanzier ung benutzt wird!
Und da werden nicht nur Niederrheiner sauer, das geht auch anderen auf den Keks!
Auch mir. Ich mag absolut keine unsauberen Callcenter- oder Versicherungsme thoden

Moin!
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#27 Politikverdrossener 12.12.2011 00:22
@Frank Thon: können Sie jetzt zur Abwechslung mal Stellung nehmen zum Inhalt und zum Aufbau des Schreibens Stellung nehmen das die Herren Plotke und Ermers kritisieren?
Niemand spuckt Ihnen ins Gesicht. Es ist lobenswert das Sie sich engagieren.
Aber wenn Sie hier das Schreiben verteidigen wollen, dann wäre es schön wenn Sie sich auch mit dem Kern der Kritik auseinandersetz en würden. Das Schreiben können Sie doch nicht ernsthaft gut finden.
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#28 Politikverdrossener 13.12.2011 22:46
Da Herr Thon offensichtlich nicht in der Lage ist zu den sachlichen Argumenten Stellung zu nehmen kann man wohl feststellen, dass die Funktionäre wie er leider nur polemisieren und beleidigen (nicht Herr Thon, aber der der sich hinter Ollenhauer verbirgt) können.
Ich hatte nichts anderes erwartet.
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