Studenten und Brauer fordern Rabatte beim Frisör!
Gestern trafen sich im Tichelpark Kino in Kleve die Spitzen aus Wirtschaft und Politik mit interessierten Bürgern. Allerdings nicht zum Film gucken, sondern zum so genannten "Forum Kreis Kleve". Das ist eine Veranstaltung der Kreis Klever Wirtschaftsförderung. Fast 350 waren gekommen, um im großen Kino 1 Vorträge, Diskussionen etc. zu hören. Es hätte also durchaus ein langweiliger Abend werden können. Aber es kam anders.
Wie immer in den letzten Monaten ging es natürlich auch wieder um die Hochschule Rhein-Waal. Glücklicherweise hat Prof. Dr. Marie-Louise Klotz nicht zum x-ten Mal ihren Vortrag über die Chancen der Hochschule für den Kreis runtergeleiert. Dafür durften vier Studenten auf der Bühne mit dem Klever Bürgermeister Theodor Brauer sprechen und ihm sagen, was ihnen so auf dem Herzen liegt. Das Ergebnis war dann einigermaßen überraschend.
Denn die Studenten bemängelten, dass es in den Klever Geschäften so gut wie keine Studentenrabatte geben würde, nicht mal beim Frisör! Brauer sagte, was man als Politiker so sagt und nichts kostet: "Ich kann nur an die Geschäfte appellieren Studentenrabatte einzuführen." Das machten die Studenten dann auch nochmal. Waren ja auch einige Geschäftsleute (hoffentlich auch Frisöre) da, so dass ab heute sicher überall in den Klever Schaufenstern spezielle Studentenpreise ausgewiesen werden. 
Dann kam aber endlich das Thema Wohnungsmarkt. Die Studenten bemängelten, dass es viel zu wenig geeigneten Wohnraum für sie geben würde, man ihnen keine Wohnungen vermieten würde (Vorurteil: "Die wollen ja nur feiern!") oder die Mietpreise astronomisch hoch seien. Brauer beruhigte die Studenten: "Der Wohnungsmarkt existiert, aber Kleve war auf diese gewaltige Resonanz nicht vorbereitet. Mit 1.500 Studenten hatte ja keiner gerechnet."
Aber der Bürgermeister stellte Besserung in Aussicht: "Die Baumärkte sind voll, weil viele Hausbesitzer jetzt ihre Dachböden und Keller ausbauen für Studenten." (siehe Foto) Keine Ahnung, ob er das ernst meinte oder er nur einen Witz machen wollte, das Publikum lachte sich auf alle Fälle "schlapp" über diesen Spruch.
Die Studenten auf der Bühne allerdings nicht. Einer klärte dann nämlich auf, was teilweise für so eine flott "hergespachtelte" Dachgeschosswohnung verlangt wird: 400 Euro warm pro Monat für 20 Quadratmeter! Da blieb dann sogar dem sonst so wortgewandten Theodor Brauer der Mund offen stehen. "Ich bin entsetzt wie einige Menschen diese Nachfragesituation ausnutzen", sagte er sichtlich geschockt.
Am Ende durfte dann aber doch wieder gelacht werden.
Zum Abschluss des Forums guckten alle gemeinsam den neuen Film von Mr. Bean-Komiker Rowan Atkinson "Johnny English". Und das passt ja nun mal perfekt ins Programm unserer Hochschule.
Nicht wegen des Komikers, sondern wegen des "English" natürlich!
Olaf Plotke, 19. Oktober 2011
Neueste Kommentare
- Der ganz alltägliche Fasc...
...wobei es auch Positives in dieser Sache zu beri... - Der ganz alltägliche Fasc...
Ja, der Faschismus in all seinen verschiedenen Gew... - Die glorreichen 30
Ich sehe in diesem Vorstoß einerseits einen unverh... - Das Wort zum Sonntag... v...
Generell kann man sagen: die alten Parteien haben ... - Das Wort zum Sonntag... v...
Die CDU stirbt aus, wie die PDS im Osten; des Weit...


Kommentare
Wenn Hr. Brauer nicht um die Wohnsituation in Kleve weiß - dann ist das nur noch peinlich! Seit 2-3 Jahren ist und war klar, dass sowohl die Hartzler als auch die Studenten auf einen eh schon knappen Wohnungsmarkt schwemmen. Den Hartzlern läßt der Bürgermeister die Leistungen kürzen, Zwangumzüge anordnen uvm. Die jeweilige Begründung: " Es gibt genügend günstigen Wohnraum in angemessener Größe in Kleve..."
Auf einmal, ganz, ganz plötzlich - ist das nicht mehr so?!
Welch perfides, inhumanes Spiel - den Spieler vom Platz nehmen!!!
@ Wim Heuvens: Im Gegensatz zu deinem völlig überraschten Idol hat Pit Driessen schon vorgedacht: Studentenwohnun g auf dem LVR-Gelände für ca. 3,-- bis 3,50 Euro/qm nach Umbau...
So einfach geht das: Aufgreifen, nachdenken, vorschlagen und umsetzen. Dein Idol ist dagegen noch immer beim "aufgreifen"...
That's the important difference.
Pit, wir trinken Warsteiner!
Du kannst mir glauben, in Fachdiskussione n über Wirtschaft, Börse, Finanzen, Haushalte etc. ist er mein liebster Diskussionspart ner, ausgezeichnete Kenntnisse in obigen Gebieten, weitaus mehr als viele Führungspersönl ichkeiten von Unternehmen, Körperschaften und Anstalten.
"Die habe ich zuhause vergessen, aber mein Alter Ego Willi gibt mir ja sicher einen aus. Ich trinke alles, wobei wir beim Thema Wirtschaft angekommen wären."
Ich hatte vor Jahren die Gelegenheit, ihn persönlich und intensiv kennenzulernen, sein Wissen und sein Können einschätzen zu dürfen. Da ich mich selbst seit etwa 1970 mit Wirtschaft, Finanzen und Börsen intensiv beschäftige, kann ich beurteilen, daß dieser Mann bedeutend mehr Wissen in diesen Fachgebieten hat als viele Führungskräfte. Darüberhinaus ist er ein sehr sozial und menschlich eingestellter Mitmensch, tolerant und hilfsbereit, ein Bürgermeister aller Bürger.
Am unteren Niederrhein, werden schreckhafte Pferde mit Scheuklappen ausgestattet damit eine problemlose Kutschfahrt mit ihnen möglich ist.
Für den getrübten Blick nach links und rechts hat der Verehrer des Klever Meisterbürgers seine, bereits vor einigen Jahren erhalten.
Da sieht man natürlich nicht, wie der Meister aller Bürger, via Stadtwerke mittels übertriebener Gaspreise seine soziale Ader an den Tag legt.
Als Hauseigentümer kann ich hier selber handeln. Die vielen Mieter in Kleve bekommen jedoch die soziale Rechnung per Nebenkostenabre chnung präsentiert.
Was erwartest Du von jemandem, der als AR Mitglied und Vertreter des Eigentümers der Stadtwerke diese dazu zwingt ein hoch defizitäres Parkhaus von der Sparkasse (der Hochgelobte sitzt da im Kreditausschuss ) zu übernehmen und zu betreiben. Dieses wurde nonchalant entgegen dem Rat des Chefs der Stadtwerke durchgeboxt, ging es doch darum, die Neue Mitte endlich aus dem Portfolio von Willis Brtötchengeber zu eliminieren. Die SpK hat ja so einige Kreditleichen im Keller, aber unser Theo wird es schon gerade biegen.
Kein Wunder, dass der sich nicht um seine eigentliche Arbeit kümmern kann
Zum Thema Stadtwerke;
Als Kunde bin da schon vor einiger Zeit weg und ich empfehle das auch allen anderen Leuten.
Mein Tipp (bereis geschehen) an ihn: diese Laien einfach auslachen.
Die Auflösung ist ganz einfach. Herr Brauer hat sich für Herrn Heuvens einmal sehr stark gemacht. Das soll hier aber nicht weiter vertieft werden.
Zitat: "daß der Klever Bürgermeister überhaupt nicht auf (...) Kritik (...)reagiert."
Herr Heuvens hat auch in dieser Hinsicht keine Ahnung.
Wer allerdings in Kleve wohnt und den realen Gegebenheiten ausgeliefert ist, kann mit der erfundenen Scheinwelt des Herrn TB wenig anfangen - zu sehr gehen Wahrheit und Dichtung auseinander. Herr Willi aber träumt weiter und fühlt sich geschmeichelt - wie die Fraktionen im Klever Rat...
Ich denke du weißt, daß ich in meinem Leben noch nie ein Kriecher und Mitläufer war .... doch jemanden positiv bewerten, der viel leistet, viel kann, viel weiß ... das gehört einfach dazu, fair zu sein.
TB hat kleine Fehler, zum einen setzt er oft seine eigene, hohe Intelligenz bei vielen Diskussionspart nern voraus, zum anderen ist er oft von Führungspersone n umgeben, denen er haushoch überlegen ist.
Dies sind Fakten!
1) ER behandelt, sofern er überhaupt mit Leuten ernsthaft spricht, sein Gegenüber wie Klippschüler...
2) Eine MACHT auszunutzen, notfalls auch im grenzwertigen Bereich - das ist aber eine sehr seltsame Definition von "Überlegenheit"...
Ich weiß nicht wie - aber dass ER auch dich so täuschen kann/ konnte, macht Angst...
Ich kann das nicht beurteilen, finde ihn aber sympathisch und nicht so machtgeil wie andere. Meiner Ansicht nach hat Kleve mit seinen Bürgermeistern immer Glück gehabt, im Gegensatz zu anderen Städten wie Goch zum Beispiel oder früher Bedburg-Hau.
www.rp-online.de/niederrhein-nord/kleve/nachrichten/der-meisterbuerger-nah-am-menschen-1.2527161
Demnächst mal mehr zu dieser "Nähe", versprochen!
Wie wäre es mit §19 (5) Sparkassengeset z ? An geltendes Recht hält er sich doch sicher? ;-)