Praktikum zwischen Himmel und Erde
Goch (1.7.2012). Schulfrei für 101 Schüler der Jahrgangsstufe 10 des Gocher Gymnasiums: Für zwei Wochen dürfen sie in ihren Traumberuf hineinschnuppern. Die Berufswünsche sind dabei ganz unterschiedlich: Während die eine ihr Praktikum hoch zu Ross verbringt, greift eine andere nach den Sternen.
Die 16-jährige Hannah Simons macht ihr Praktikum in der Reittherapie der Landesklinik in Bedburg-Hau. „Wir therapieren hier Menschen mit jeder Art von psychischen Krankheiten durch den Umgang mit Pferden“, erklärt sie. Die Patienten sollen die Pferde kennenlernen, Zutrauen zu ihnen fassen und verstehen wie man mit ihnen umgeht. Hannah hat selber schon neun Jahre Reit-Erfahrung mit ihrem eigenen Pferd. Deswegen wollte sie schon immer gerne hauptberuflich mit den Vierbeinern arbeiten. Ihr gefällt es zu sehen, wie die Reittherapie es schafft, kranken Menschen durch die positiven Eigenschaften der Pferde zu helfen. Auch mit der Therapeutin Birgit Buschmann-Franken und den beiden Pferden Pieter und Melvin versteht Hannah sich super. Sie ist jetzt schon traurig, dass das Praktikum nach zwei Wochen vorbei ist. „Ich kann mir gut vorstellen, später mal Reittherapeutin zu werden“, sagt sie.
Während Hannahs Weg aus Goch mit zehn Minuten Zugfahrt recht kurz ist, macht ihre Mitschülerin Sylvana Neutzer ihr Praktikum im 300 Kilometer entfernten Bremen. Denn hier liegt das Betriebsgelände von EADS Astrium, dem führenden europäischen Raumfahrtunternehmen. „Das wollte ich schon immer machen“, verrät Sylvana.
Später selber in den Weltraum fliegen, möchte sie aber nicht unbedingt. Sie interessiert sich mehr für die Forschung, die hinter der Raumfahrt steckt. „Weltraumforschung besteht ja nicht nur aus den Leuten, die hochgeschossen werden“, sagt Sylvana. „Irgendjemand muss ja auch am Boden bleiben und die gesamte Vorarbeit leisten.“
Sylvana arbeitet im Bereich Thermal Engineering (übersetzt: Thermisches Ingenieurswesen). Es geht darum, wie sich Materialien unter den extremen Temperaturen im All verhalten. „Die Technik darf ja im Weltall nicht schmelzen oder einfrieren“, weiß sie. Die Gocherin darf aber auch in andere Bereiche hineinschnuppern. So war sie in der Fertigung, als dort ein Raumtransporter aus Einzelteilen zusammengebaut wurden.
Eine ganz praktische Herausforderung stellt für Sylvana übrigens das EADS-Gelände dar, das doch deutlich größer ist als das Gocher Gymnasium. Sylvana Neutzer: „Obwohl ich herumgeführt wurde, habe ich mich am ersten Tag direkt verlaufen.“
Simone Horn
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Kurzmeldungen
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Im Gespräch mit dem Bürgerforum Goch
Goch. Das Bürgerforum Goch (BFG) lädt interessierte Bürger zum „Offenen Stammtisch“ am Mittwoch, 19. Juni, um 19.30 Uhr in der Gaststätte Rinkenhöfchen (Frauenstraße 17 in Goch) ein. Diskutiert wird unter anderem die zukünftige Nutzung des Gocher Marktplatzes. Soll hier weiterhin kostenloses Parken ermöglicht werden? Sind Parkgebühren zur Sanierung des Haushaltes unumgänglich? Oder sollen die Autos weichen, um im Herzen der Stadt Raum für alternative Nutzungen zu schaffen? Zu Gast sein wird der ehemalige ehrenamtliche Leiter des Archivs der evangelischen Kirchengemeinde Heinz van de Linde, der sich für einen autofreien Marktplatz in Goch einsetzt und seine Gedanken vorstellen wird.
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Stücke aus der Dreigroschenoper
Emmerich. Am Sonntag, 16. Juni, trägt die niederländische Opernguppe „La Musique“ ab 16 Uhr Werke aus der Dreigroschenoper von Kurt Weill und Lieder von Gershwin in der BX-Galerie Emmerich vor. Claudia Wijers singt Sopran, Veronique Lamers Mezzo-Sopran und ihr Mann Hans Bariton. Alle Drei werden auf dem Piano von Jacques Hendriks begleitet. Der Eintritt ist frei.
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Kino-Tag im Goli-Theater
Goch. Am Sonntag, 16. Juni, ist wieder Kino-Tag im Goli. Los geht es um 14.30 Uhr mit dem Kinderfilm über einen Kater, der das Ei einer Möwe ausbrütet und dem Nachwuchs sogar das Fliegen beibringt. Um 16.30 Uhr folgt der Familienfilm über einen Jungen, der sich in die Welt von 1001 Nacht hineinträumt. Um 20 Uhr folgt dann die Tragikkomödie „Zug des Lebens“ über eine jüdische Gemeinde in Rumänien 1941, die mit einem Zug quer durch das besetzte Europa fahren, um nach Palästina zu kommen. Dafür verkleiden sie sich als Nazis und KZ-Häftlinge. Der Eintritt kostet jeweils 3 Euro. Im Foyer des Kinos kann man sich bereits ab 19 Uhr mit anderen Filmfreunden austauschen.
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Geduld der Gemeinde ist am Ende
Weeze. Vor zwei Jahren hatte die Gemeinde Weeze die Chance, das Bahnhofsgebäude zu erwerben. „Hätten wir das doch bloß getan“, sagte Bürgermeister Ulrich Francken angesichts des Spatenstichs für die neuen barrierefreien Bahnsteige. Damals griff die Berliner Aireal Development GmbH zu. Seither geschah, entgegen Absprachen und Versprechen, reichlich wenig bis gar nichts. Jetzt ist die Geduld der Gemeinde am Ende. „Wir wollen den Bahnhof kaufen“, sagte Francken ohne genauer auf den Verhandlungsstand einzugehen. Es war jedoch zu hören, dass bereits über rechtliche Schritte nachgedacht werde.
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Aktion für Organspende
Kleve. Mit einer symbolischen Aktion wird die AOK beim 3. Klever Sparkassen Triathlon am Samstag, 8. Juni, das Thema Organspende stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Als Paten der Kampagne werden Bürgermeister Theo Brauer, der Sparkassen-Vorstandsvorsitzende Rudi van Zoggel und Weltklasseschwimmer Markus Deibler gemeinsam mit AOK-Regionaldirektorin Barbara Nickesen, Triathleten und Zuschauern um 19.45 Uhr mehrere hundert Luftballons mit Organspendeausweisen starten lassen. Außerdem werden an einem Infostand am gesamten Sport-Wochenende Broschüren mit den lebensrettenden Ausweisen verteilen.
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Rentenberater beantwortet wieder wichtige Fragen
Kleve. Der Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung Bund, Hubert Thermann, berät am Donnerstag, 13. Juni, von 15 bis 17 Uhr im Haus der DAK-Gesundheit, Lindenallee 45 in Kleve. Außerhalb dieser Beratung steht er auch unter der Rufnummer 0170/3833352 zur Verfügung.






