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Freitag 18 Mai 2012

Guido de Werd erhält den Krunekroane-Orden

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Kranich

Kranenurg. (29.01.2012) Noch ruht die 15 Zentimeter große Bronzeplakette in ihrer Schatulle. 22 Mal wechselte sie bereits den „Besitzer“, befindet sich derzeit in den fürsorglichen Händen von Paul Wilbers. Er ist Vorsitzender des Partnerschaftsverein Groesbeek-Kranenburg-Ubbergen, dem letztjährigen Preisträger der Karnevalsgesellschaft Krunekroane Kranenburg. Am Sonntag, 29. Januar, wird Wilbers die Laudatio auf den neuen Ordensträger des „Kranich“ halten.

Im Rahmen des Internationalen Prinzenfrühschoppens (ab 9 Uhr, Bürgerhaus Kranenburg) steht dann ein Mann im Mittelpunkt, der nach eigener Aussage „von Haus aus kein großer Karnevalist“ ist: Guido de Werd, Senior-Kurator des Museums Kurhaus Kleve und Leiter des Hauses Koekkoek. Das ist jedoch kein Kriterium, wenn das Gremium zusammentritt, um „Verdienste für die Pflege und Förderung des europäischen Gedankens“ zu würdigen. Bei dem Kranich handele es sich, so Kranenburgs Zugleiter Thomas Peters, schließlich nicht um einen Karnevalsorden im herkömmlichen Sinne.

Vor rund 40 Jahren wurde Guido de Werd über die Grenze „geschubst“. Zu seinem Start als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Haus Koekkoek hätten gerade einmal drei Zeilen in der Zeitung gestanden. „Zum Glück haben Museen heute einen ganz anderen Stellenwert“, sagt der 64-jährige Niederländer, der seine grenzüberschreitende Idee von Anfang an gelebt hat… und sich an seinem ersten Tag in Kranenburg gleich ein Knöllchen abholte. Willkommen in Deutschland! Vor allem vor der Öffnung der Grenzen, so der heutige Kurator und Museumsleiter, seien es schwierige Jahre gewesen. „Umso schöner ist es, einer solchen Ehre zu teil zu werden. Ich freue mich, schließlich kommt so aus einer großen Bürgerschaft.“

Jetzt beginnt für de Werd der karnevalistische Ernst des Lebens. Mit der Annahme des Ordens ist es nämlich nicht getan. Für ihn ist beim Umzug am 19. Februar zudem ein Platz auf dem Wagen des Zugkomitees reserviert. Über das Kostüm habe er sich noch keine Gedanken gemacht, so Guido de Werd.

 

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