„Weltraumlage“ - Was ist das?
Kalkar. Wissen, was im Weltall passiert, welcher Satellit sich wann und wo befindet, welchen Gefahren er ausgesetzt ist und welche Risiken mit einem möglichen Wiedereintritt verbunden sind – das sind die Aufgaben des Weltraumlagezentrums der Luftwaffe am Standort Kalkar / Uedem.
In diesen Tagen trafen sich zu diesem Thema zum ersten Mal rund 50 Experten in der von-Seydlitz-Kaserne in Kalkar. Bemerkenswert schon die Zusammensetzung der Teilnehmer: Neben Fachleuten der Bundeswehr waren namhafte Vertreter verschiedener Forschungseinrichtungen wie vom Fraunhofer-Institut, der Max-Planck-Gesellschaft oder der Technischen Universität Braunschweig und der Industrie vor Ort. Ganz im Sinne des ressortübergreifenden Ansatzes des Weltraumlagezentrums folgten der Einladung auch Vertreter aus dem Innenministerium, dem Verkehrsministerium und dem Bundesamt für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Das Treffen trug der Tatsache Rechnung, dass die heutige Gesellschaft vom ordnungsgemäßen Betrieb dieser Systeme im Weltraum abhängig ist, diese aber zahlreichen Gefahren im Weltraum ausgesetzt sind. Die Konsequenzen für das tägliche Leben ohne die Dienste, die durch raumbasierte Systeme bereitgestellt oder zumindest unterstützt werden, beispielsweise ohne Mobilfunk, Navigationssysteme oder Satellitenfernsehen, sind kaum vorstellbar.
Ziel der gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik (DWT) und dem Weltraumlagezentrum durchgeführten Gesprächsrunde war es, Vertreter dieser unterschiedlichen Bereiche und Ressorts künftig in jährlichem Rhythmus an einen Tisch zu bringen, um aktuelle Fragen zum Schutz von weltraumbasierten Infrastrukturen und möglichen Rückwirkungen auf die Einsatzkontingente der Bundeswehr, sowie den Schutz des eigenen Territoriums und der Bevölkerung zu erörtern.
Hintergrund: Satelliten im Weltall sind ständiger Bedrohung ausgesetzt, entweder mit einem anderen Satelliten oder mit sogenanntem Weltraumschrott zu kollidieren. Zusätzlich können Einflüsse aus dem Bereich des Weltraumwetters die Funktionsfähigkeit stark beeinträchtigen und sogar zu Fehlfunktionen in terrestrischen Netzen führen.
Aufgrund der immensen Bedeutung des Weltraums und der Satelliten nicht nur für den Staat, sondern auch für die Wirtschaft und letztendlich jeden Bürger, müssen diese Systeme bestmöglich gegen Ausfall oder Beeinträchtigung geschützt werden.
Daher hat die Luftwaffe im Jahr 2009 das sogenannte „Weltraumlagezentrum“ in Kalkar / Uedem aufgestellt. Aufgabe ist es zum Beispiel unter anderem, als Lage- und Frühwarnzentrum Warnungen herauszugeben, sollte eine Kollision zweier Satelliten drohen. Das Weltraumlagezentrum soll von derzeit drei Dienstposten auf rund 30 Dienstposten aufwachsen, darunter auch Vertreter der DLR-Raumfahrt-Agentur, des Innenministeriums und des Verkehrsministeriums. Dies entspricht ganz dem Gedanken des ressort-übergreifenden Ansatzes, wie er schon seit Jahren erfolgreich im „Nationalen Lage- und Führungszentrum Sicherheit im Luftraum“ (NLFZSiLuRa) am gleichen Standort praktiziert wird.
Bei der Veranstaltung ging es nicht um Geschäftsinteressen, sondern um eine sachbezogene und frei von Unternehmensinteressen geführte Diskussion zu wesentlichen Aspekten, die allesamt einer detaillierten Betrachtung bedürfen, um für die Zukunft gewappnet zu sein. Die Deutsche Gesellschaft für Wehrtechnik (DWT) bot sich als Mitveranstalter deshalb besonders an, weil sie als gemeinnützige Gesellschaft als neutrale Dialogplattform auftritt und damit ein Garant dafür ist, dass tatsächlich zielgerichtete, an den Interessen des Weltraumlagezentrums orientierte Gespräche stattfanden und keine Firmeninteressen im Vordergrund standen.
Kurzmeldungen
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Infoabend für alle Hundefreunde in Rees
Rees. Am Samstag, 18. Februar, gibt es einen Themenabend zur Körpersprache durch. Beginn ist um 19 Uhr auf dem Fahrgastschiff Stadt Rees an der Promenade in Rees. Die Teilnahme kostet 15 Euro. Anmeldungen: 02823/9193842.
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Sterbehilfe-Matinee im Tichelpark-Kino
Kleve. Im Tichelpark Kino gibt es am Sonntag, 5. Februar, und Sonntag, 12. Februar, eine Matinée zum Thema Sterbehilfe. Um jeweils 12 Uhr wird erst der Film „Halt auf freier Strecke“ von Andreas Dresen gezeigt. Anschließend sollen die Besucher Gelegenheit haben, mit lokalen Hospizgruppen ins Gespräch zu kommen. Der Eintritt kostet 5 Euro.
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FDP lädt zum Neujahrsempfang ein
Emmerich. Am Sonntag, 12. Februar, feiert die FDP Emmerich ihren Neujahrsempfang in der Societät in Emmerich. Beginn ist um 11 Uhr. Gastreferent ist in diesem Jahr der Landtagsabgeordnete Kai Abruszat. Er wird über das Thema Dichtheitsprüfung referieren.
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Jetzt kochen aber mal die Männer
Kleve. Am Dienstag, 14. Februar, beginnt in der FBS Kleve ein neuer Kochtreff für Männer. Er geht über fünf Dienstage und beginnt jeweils um 19 Uhr. Anmeldungen: 02821/72320.
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Gocher Festzelt wird aufgebaut
Goch. Auf dem Klosterplatz in Goch beginnen die Vorbereitungen für den Aufbau des Festzeltes. Halbseitig wird der Platz aus diesem Grund ab dem Abend des 6. Februar gesperrt. Dann werden die ersten Materialien für den Bau des Zeltes und der Toilettenanlagen angeliefert. Voll gesperrt ist der Platz ab dem Abend des 7. Februar, voraussichtlich bis zum 25. Februar. Er steht dann als Parkplatz nicht zur Verfügung. Auch das Parken an der Mühlenstraße wird dann nicht möglich sein. Der Parkstreifen ist ausschließlich für Rettungs- und Einsatzfahrzeuge vorgesehen. Wer hier parkt, wird abgeschleppt.
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Die SPD Bedburg-Hau lädt zur Sprechstunde
Bedburg-Hau. Am Donnerstag, 2. Februar, veranstaltet die SPD Bedburg-Hau eine Bürgersprechstunde im Rathaus Bedburg-Hau. Ratsmitglied Rainer Dekkers und die sachkundige Bürgerin Karin Wilhelm stehen von 17 bis 18 Uhr für Fragen zur Verfügung. Man kann sie auch anrufen: 02821/66081.

