Pakistan: Brutstätte des militanten Islamismus?
Kalkar. „Der militante Islamismus hat seine Wurzeln nicht im Islam als Religion. In Pakistan wird der Fanatismus aus politischen Motiven geschürt: Radikale Islamisten wie die Taliban sind nützlich“, so das Fazit des Journalisten Thomas Bärthlein (42) beim vierten Wintervortrag 2009/2010 in der von-Seydlitz-Kaserne. Thema des Vortrags war Pakistan und der militante Islamismus.
„Pakistan hat im Westen kein besonders gutes Image“, sagte Generalleutnant Friedrich Wilhelm Ploeger einleitend. „Dennoch ist es ein bemerkenswertes Land: 1956 war Pakistan der erste Staat, der eine islamische Republik ausrief. Andererseits war Pakistan der erste islamische Staat, der von einer Frau regiert wurde.“ Der Kommandeur des Kommandos Operative Führung Luftstreitkräfte und die Deutsch-Atlantische Gesellschaft als Mitveranstalter hatten adazu in die Kalkarer Kaserne eingeladen. Und mehr als 250 interessierte Gäste waren dieser Vortragseinladung gefolgt.
Als Referenten hatte man den Journalisten Thomas Bärthlein von der Deutschen Welle gewinnen können. Bärthlein ist Asien-Experte und beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Pakistan.
In seinem Vortrag betonte Bärthlein immer wieder die dominierende Rolle, die das Militär und die Geheimdienste in Pakistan spielen. „Das Militär und die ihm unterstellten Geheimdienste haben die pakistanische Gesellschaft durchdrungen“, so der Journalist. Und: „Die faktische Militärherrschaft löst keine Konflikte, sondern schafft neue.“
Dabei sei die Politik des Militärs oft „undurchsichtig“. Bärthlein: „Das Militär spielt ein Doppelspiel.“ Auf der einen Seite habe das Militär den militanten islamischen Fundamentalismus massiv gefördert. Denn: Fundamentalisten wie die Taliban lassen sich leicht als Begründung für die Macht des Militärs in Pakistan anführen. Auf der anderen Seite buhle das Militär um westliche Ausrüstungs- und Ausbildungshilfe und betone seine Entschlossenheit im Kampf gegen die Taliban. Doch: Auch hier ist die Existenz der Taliban als Schreckgespenst Voraussetzung.
Bärthlein gab seinen Zuhörern zudem einen kenntnisreichen Einblick in die innenpolitischen und gesellschaftlichen Befindlichkeiten Pakistans. „Pakistan sieht sich häufig als Opfer“, so der Journalist. Auf der einen Seite habe man mehrere Kriege gegen den Nachbarn Indien verloren. Außerdem habe die muslimische Welt zunehmend das Gefühl, der Westen führe einen Kreuzzug gegen sie. „Reflexartig sucht man in Pakistan nach externen Sündenböcken, um von den eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken.“ Deshalb sei – und hier könne der Westen einen wichtigen Beitrag leisten – der Abbau von gegenseitigem Misstrauen ein wichtiges Element, um das fundamentalistische Pulverfass in Pakistan zu entschärfen.
Kurzmeldungen
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Infoabend für alle Hundefreunde in Rees
Rees. Am Samstag, 18. Februar, gibt es einen Themenabend zur Körpersprache durch. Beginn ist um 19 Uhr auf dem Fahrgastschiff Stadt Rees an der Promenade in Rees. Die Teilnahme kostet 15 Euro. Anmeldungen: 02823/9193842.
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Sterbehilfe-Matinee im Tichelpark-Kino
Kleve. Im Tichelpark Kino gibt es am Sonntag, 5. Februar, und Sonntag, 12. Februar, eine Matinée zum Thema Sterbehilfe. Um jeweils 12 Uhr wird erst der Film „Halt auf freier Strecke“ von Andreas Dresen gezeigt. Anschließend sollen die Besucher Gelegenheit haben, mit lokalen Hospizgruppen ins Gespräch zu kommen. Der Eintritt kostet 5 Euro.
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FDP lädt zum Neujahrsempfang ein
Emmerich. Am Sonntag, 12. Februar, feiert die FDP Emmerich ihren Neujahrsempfang in der Societät in Emmerich. Beginn ist um 11 Uhr. Gastreferent ist in diesem Jahr der Landtagsabgeordnete Kai Abruszat. Er wird über das Thema Dichtheitsprüfung referieren.
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Jetzt kochen aber mal die Männer
Kleve. Am Dienstag, 14. Februar, beginnt in der FBS Kleve ein neuer Kochtreff für Männer. Er geht über fünf Dienstage und beginnt jeweils um 19 Uhr. Anmeldungen: 02821/72320.
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Gocher Festzelt wird aufgebaut
Goch. Auf dem Klosterplatz in Goch beginnen die Vorbereitungen für den Aufbau des Festzeltes. Halbseitig wird der Platz aus diesem Grund ab dem Abend des 6. Februar gesperrt. Dann werden die ersten Materialien für den Bau des Zeltes und der Toilettenanlagen angeliefert. Voll gesperrt ist der Platz ab dem Abend des 7. Februar, voraussichtlich bis zum 25. Februar. Er steht dann als Parkplatz nicht zur Verfügung. Auch das Parken an der Mühlenstraße wird dann nicht möglich sein. Der Parkstreifen ist ausschließlich für Rettungs- und Einsatzfahrzeuge vorgesehen. Wer hier parkt, wird abgeschleppt.
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Die SPD Bedburg-Hau lädt zur Sprechstunde
Bedburg-Hau. Am Donnerstag, 2. Februar, veranstaltet die SPD Bedburg-Hau eine Bürgersprechstunde im Rathaus Bedburg-Hau. Ratsmitglied Rainer Dekkers und die sachkundige Bürgerin Karin Wilhelm stehen von 17 bis 18 Uhr für Fragen zur Verfügung. Man kann sie auch anrufen: 02821/66081.

