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Gochs Zukunft in eine erste Form gebracht

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Kaserne2Goch. (08.07.2012) Allein aufgrund seiner zeitlichen aber vor allem räumlichen Dimension ist es ein echtes Mammutprojekt. Auf 27 Hektar erstreckt sich die ehemalige Reichswaldkaserne, deren Gelände ein wichtiger Baustein für die Zukunft Gochs darstellt. Und an der wird fleißig gearbeitet. Von Vielen und das seit vielen Monaten. Jetzt wurde ein erstes konkretes Ergebnis präsentiert.

Rund 150 Bürger waren in das Gebäude 6 des langsam zuwuchernden Areals gekommen, um zu sehen, inwieweit die Vorschläge aus dem Werkstattverfahren in die Planungen mit eingeflossen sind. „Wir haben uns von der Begeisterung mitreißen lassen und ihre Ideen zu 80, 90 Prozent im Bebauungsvorschlag untergebracht. Ein Zoo oder ein Freibad waren aber nun wirklich nicht zu verwirklichen“, sagte Stadtbaurat Klaus Krantz.
Als erstes galt es jedoch, den Flächennutzungsplan für das Militärgelände zu ändern. In Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung sei schließlich eine Lösung gefunden worden, so Krantz. Die besagt, dass jetzt eine Wohnbebauung möglich ist, wobei jedoch mindestens 20 Prozent des Grundstücks als Grünfläche zu gestalten ist. Darüber hinaus wurde der seit Jahrzehnten angedachte Ringschluss schriftlich fixiert. Dadurch lässt sich der Bahnübergang Kalkarer Straße schließen - ein Gefahren- und Unfallschwerpunkt in der Gocher Innenstadt.
Zentrales Element des neuen Stadtviertels könnte laut Bebauungsvorschlag ein großflächiger See werden, der zugleich als Regenwasser-Auffangbecken fungiert. Um diesen herum schlängelt sich eine zentrale Straße, von der aus über Stichstraßen unterschiedliche „Nachbarschaften“ zu erreichen sind. „Wir möchten die uralte Idee der Plätze aufgreifen, Treffpunkte schaffen“, erklärt Prof. Roland Günter, Vorsitzender des Deutschen Werkbund grüne Inseln in jeder dieser Sackgassen. Das weitere Wegenetz umfasst ausschließlich Fuß- und Radwege. Als weiteres Qualitätsmerkmal vorgeschlagen: Ein großer Park im Nord-Osten des Geländes.
Kaserne3Die angedachte Bebauung umfasst dreigeschossige, städtische Wohnkomplexe, Reihen-, Doppel und Einfamilienhäuser. 250 bis 300 Wohneinheiten könnte so entstehen. „Es wird bauliche Vorgaben geben, damit es keine Papageiengeschichte wird. Dadurch wäre auch der schönste Plan zunichte gemacht“, sagt Prof. Günter. Preislich sollen sich die Quadratmeterpreise „im für Goch üblichen Rahmen bewegen“, prognostiziert Klaus Krantz. Diese liegen derzeit zwischen 110 und 165 Euro pro Quadratmeter Bauland. „Schließlich möchten wir die Leute für Goch gewinnen und müssen nicht nur bauliche Anreize schaffen.“
Der Zeitplan sieht nun vor, in den Planungen ab Herbst  deutlich konkreter zu werden. Dann sollen kleinere Einheiten herausgegriffen und bearbeitet werden. Schritt für Schritt soll es später auch bei der Umsetzung ablaufen.

 

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