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Ansichten vom 17. Juni 2012

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olafplotke

Von Olaf Plotke

Gäbe es einen Populismus-Preis der Stadt Emmerich, so würde er in diesem Jahr m.E. sicherlich an die Bürgergemeinschaft Emmerich (BGE) verliehen werden. Die Bürgerpartei macht eine Riesenwelle, weil die Stadt Emmerich den Strom für ihre Schulen bei einem Billiganbieter aus Hamburg einkauft und nicht bei den Stadtwerken Emmerich, die der Stadt doch zu 75 Prozent selbst gehören. BGE-Gründungsmitglied Dieter Koditek nennt das einen „handfesten Skandal“. Dumm nur, dass die Stadt Emmerich ihre Aufträge nicht so einfach nach dem niederrheinischen Landrecht vergeben kann. Die Stromverträge mussten und wurden europaweit ausgeschrieben und alle möglichen Anbieter durften Angebote abgeben. Auch die Stadtwerke Emmerich. Das beste Angebot gaben die Hamburger ab, die Stadt spart in 5 Jahren 70.000 Euro Kosten. Ein angeblicher Insider forderte trotzdem in einer Zeitung, man könne eine erneute Ausschreibung im Rathaus doch so manipulieren, dass am Ende nur die Stadtwerke als Sieger daraus hervorgehen können. Der Witz der Geschichte ist aber, dass die Stadtwerke Emmerich überhaupt kein Angebot abgegeben hatten, als der Auftrag 2011 ausgeschrieben wurde. Und dann kann man leider auch keine Ausschreibung gewinnen. Nicht mal eine manipulierte.

 

Kommentare 

 
#1 Frensen 20.06.2012 17:18
Ich vermute Herr Plotke, da haben Sie persönlich nicht vor Ort recherchiert. Sie haben deshalb mit lückenhaften bis falschen Informationen nicht die richtigen Schlussfolgerun gen gezogen. So ergibt sich zwangsläufig, dass Sie mit Ihren Wertungen tendenziös sind und den Leser journalistisch nicht überzeugen können.
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#2 Tyler Durden 20.06.2012 18:45
Sehr geehrte(r) Herr/Frau Frensen,

da Sie offenbar über Insiderinformat ionen verfügen, wäre es im Sinne einer fruchtbaren Diskussion wünschenswert, wenn Sie, statt Herrn Plotke Vorhaltungen zu machen, diese Informationen mit uns Lesern teilen würden.

Also, erhellen Sie uns bitte: Welche Informationen sind falsch, welche lückenhaft und was wären die korrekten Schlussfolgerun gen Ihrer Ansicht nach?
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#3 Frensen 22.06.2012 08:17
Leider verfüge ich nicht über besagte Insiderinformat ionen, aber die Berichterstattu ng der letzten Wochen und die Stellungnahme der Stadt zeigen jedem auf, dass es um die Frage der Auslösung einer Stromoption für die Jahre 2014 und 2015 aus einem laufenden Vertrag ging, nachdem die Stadtwerke FRÜHER an einer offensichtlich komplizierten Ausschreibung nicht teilgenommen haben. Insider sind der Emmericher Stadtwerkechef und der Bürgermeister, die ich gezielt befragt hätte.
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