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Ansichten vom 4. Mai 2014

mterhoeven

Von Michael Terhoeven

Das ging aber flott. Innerhalb von nicht einmal vier Wochen hat es die ´Bürgerinitiative für den Erhalt der Grün- und Freizeitfläche im Gemeindezentrum Bedburg-Hau´ geschafft, über 1.000 Unterschriften für ein Bürgerbegehren zu sammeln. Spätestens jetzt wird deutlich, dass die vom Großteil des Rates vertretene Meinung, im Ortskern 37 weitere Parkplätze zu schaffen, nicht unbedingt die Meinung der Bürger widerspiegelt. Damit muss sich jetzt der Gemeinderat beschäftigen. Und das möglichst bald. Es sollte alles drangesetzt werden, dass die Auswertung der Unterschriften bis zur nächsten Ratssitzung am 13. Mai abgeschlossen ist. Zur Not muss in der Verwaltung von Bedburg-Hau die eine oder andere Überstunde geschoben werden. Denn auch wenn es die Politiker der einen oder anderen Partei nicht gerne hören: Das Bürgerbegehren ist definitiv ein Wahlkampfthema. Das Verhalten der Parteien und deren Ratsherren bei der Frage, ob das Bürgerbegehren angenommen wird oder es stattdessen zum Bürgerentscheid kommen, dürfte in Bedburg-Hau mit größtem Interesse verfolgt werden... und schließlich auch Einfluss auf das Setzen des Kreuzchens haben. Diesen Entschluss bis nach der Kommunalwahl am 25. Mai hinauszuzögern, würde einen faden Beigeschmack hinterlassen.

Ansichten vom 27. April 2014

olafplotke

Von Olaf Plotke

Die Gründung des „Forum Kalkar“ hatte die CDU Kalkar kurzzeitig in einen Schockzustand versetzt. Die Bürgerpartei wurde von ehemaligen CDU-Leuten gegründet und stieg mit 140 Mitgliedern direkt zur zweitgrößten Partei in Kalkar auf (Lesen Sie Seite 2). Klar ist: Es gibt ein Unzufriedenheitspotenzial mit der CDU in der bürgerlich-konservativen Mitte. Das war aber schon vorher da. Immerhin wurden die „Freien Bürger Kalkar“ (FBK) bei der letzten Wahl drittstärkste Fraktion. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass das „Forum Kalkar“ den FBK die Stimmen wegsaugen wird. Eben die von denen, die schon länger mit der CDU unzufrieden sind. Auch die FDP wird verlieren. Und es mag auch sein, dass der ein oder andere CDU-Wähler zum Forum kommt, aber echte Sorgen muss sich die CDU nicht machen. Alle Parteien neben ihr sind marginalisiert - die SPD kam 2009 nicht annähernd auf 20 Prozent. Die CDU gibt derzeit in Kalkar mächtig Gas, denn sie muss nur ihre Stammwähler an die Urne bringen - also die, die auch den berühmten „schwarzen Besenstiel“ wählen würden. Es wird ihr gelingen. Das „Forum“ wird drittstärkste Kraft und bei ca. 10 Prozent landen. Die Mehrheitsverhältnisse werden sich nicht ändern. Aber der 25. Mai wird wohl das Ende der FBK besiegeln.

Ansichten vom 20. April 2014

olafplotke

Von Olaf Plotke

In Emmerich brodelt es noch immer in der katholischen Gemeinde. Die Frustration und Bitterkeit der Gläubigen über den Verlust von Pfarrer Weidisch und Kaplan Olding ist verständlich. Dennoch: Es ist vorbei. Missgunst, üble Nachrede, Lügen - der Emmericher Kirchen-Krach ist eine Passionsgeschichte der ganz eigenen Art. Ich will weder Weidisch, noch Olding mit Jesus vergleichen - das haben einige Gläubige getan und ich empfand es als völlig falsche Idolisierung. Aber das Leiden von Jesus ist ja eine exemplarische Geschichte. Die  Osterbotschaft lautet: Selbst ein Gott muss in unserer Welt leiden und scheitern wie wir Menschen. Woran scheitern wir? An den Menschen selbst - an der Missgunst und an der Falschheit. Das ist die bittere Seite der Botschaft. Aber es gibt auch eine Gute: Das Leid ist nicht unendlich. Und nach dem Leiden geht es weiter. Deshalb sagt Kaplan Olding ohne Bitterkeit: „Es war das alles wert.“ Denn das Wirken von Olding und Weidisch in Emmerich mag zu Ende sein, aber es ist nicht vergangen. Etwas bleibt. Und das kann kein Bistum, kann kein Bischof mehr wegnehmen.

Ansichten vom 13. April 2014

olafplotke

Von Olaf Plotke

Vor der Kommunalwahl will es sich keine Partei in Emmerich mit den Eltenern verscherzen. Denn 5.000 Unterschriften unter der „Rettet den Eltenberg“-Petition sind ein Wählerpotenzial, das man nicht leichtfertig vergrätzen will. Zumal die Eltener auch wissen wie sie ihren Protest effektiv in die Öffentlichkeit tragen. Und vor dem 25. Mai will jede Partei natürlich schlechte Presse vermeiden. Der 15 Millionen-Forderung von Bürgerinitiativen-Sprecher Sohni Wernicke widersprach in der Ratssitzung niemand - man konnte Bedenken nur zwischen den Zeilen herauszuhören. Dabei muss eigentlich allen Ratsmitgliedern bei Wernickes Satz, dass Elten diesen Preis wert sein müsse, die Spucke weggeblieben sein. Für Emmerich würde eine Umsetzung dieser Eltener Forderung den finanziellen Kollaps bedeuten. Die Stadt wäre auf einen Schlag in der Haushaltssicherung, Zuschüsse für Vereine, überhaupt alle freiwilligen Leistungen, müssten gestrichen werden.
Kann ein Ortsteil so viel Solidarität verlangen?

Ansichten vom 6. April 2014

olafplotke

Von Olaf Plotke

Frühjahrsputz auch beim Kurier am Sonntag. Unsere Printausgabe hat ihr Erscheinungsbild modernisiert, um noch lesefreundlicher und übersichtlicher zu sein. Eine Zeitung hat es ja gut: Sie unterzieht sich regelmäßig einer Verjüngungskur und sieht danach auch wirklich jünger aus wie Sie heute hier sehen können. Bei uns Menschen funktioniert das ja leider nicht. Das ist bitter, aber auch eine andere Geschichte. Ich hoffe, Ihnen gefällt unser neues Gesicht. Auch wenn Sie sich an das neue Erscheinungsbild vielleicht noch gewöhnen müssen - inhaltlich ändert sich nichts.  Sie dürfen sich auch künftig auf kritische Berichterstattung über die lokale Politik und Wirtschaft freuen und auf Berichte über die großen und kleinen Ereignisse im gesamten Nordkreis Kleve.  Der Kurier am Sonntag bleibt auch in Zukunft Ihr treues Informationsmedium am Wochenende, das man gelesen haben muss, wenn man mitreden will.

Ansichten vom 30. März 2014

mterhoeven

Von Michael Terhoeven

Hebammen hatten nie einen leichten Stand. Heute geht für sie zwar weniger Gefahr von kirchlicher Verfolgung aus als von Versicherungen und Staat. Drangsaliert von explosionsartig gestiegenen Beiträgen vom einzigen Anbieter von Berufshaftpflicht-Versicherungen für freiberufliche Hebammen haben sich viele bereits aus der Geburtshilfe zurückgezogen. Der Rest wird Mitte 2015 folgen, wenn dieser Versicherer die Versicherung für Hebammen ganz abschafft. Das wäre gleichbedeutend mit einem Berufsverbot für die Hebammen (siehe Artikel auf Seite 3). Und der Staat? Der hält sich weiterhin vornehm zurück. Auch in der Bevölkerung scheint noch nicht angekommen zu sein, was dem Kreis Kleve droht: ein medizinischer Notstand. Da ist es nur lobenswert, dass mit dem Gocher Bürgermeister Karl-Heinz Otto endlich mal einer Tacheles redet, um wachzurütteln und Lobbyarbeit zu betreiben. Denn genau das ist es, was den Hebammen fehlt: eine echte Lobby. Doch da kann jeder einzelne Bürger helfen... und sei es „nur“ mit einem bösen Brief an das Ministerium für Gesundheit in Berlin, zu Händen Gesundheitsminister Hermann Gröhe. Der soll übrigens in der zweiten Jahreshälfte nach Uedem kommen. Das wäre ein guter Moment, um nicht nur über den Ärztemangel im Kreis, sondern auch über die Zukunft der Hebammen  zu reden. Denn hier drängt die Zeit.

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Kurzmeldungen

  • Schlager-Star Zimmermann singt im Schützenhaus

    Kleve-Kellen. Am 29. August wird Kellen im Festzelt tanzen! Stargast an diesem Abend wird Anna-Maria Zimmermann sein. Im Gepäck hat sie ihre Hits wie „1.000 Träume weit“ oder „Amore Mio“ und viele andere Lieder. Das musikalische Vor- und Nachprogramm präsentieren die Jungs der „Heldenzeit - Disco wie früher“.  Los geht es um 20.30 Uhr. Die Eintrittskarte kostet im Vorverkauf 12 Euro im Kellener Schützenhaus oder bei der Reeser Personenschifffahrt, Vor dem Delltor 6 in Rees. An der Abendkasse wird der Eintritt 14 Euro pro Person kosten.

     

     
  • Klaviermusik am Dienstag und Mittwoch in Kalkar

    Kalkar. Am Dienstag, 29. Juli, gibt Benjamin Mead ein Klavierkonzert im Kalkarer Rathaus. Beginn ist um 19 Uhr. Er spielt Musik von Bach, Mozart und Prokofiev.
    Am Mittwoch, 30. Juli, wird an gleicher Stelle um 19 Uhr Tran-Tina Nguyen Musik von Beethoven und Schumann spielen. Der Eintritt ist frei.

     

     
  • St. Martinus feiert Jubiläum mit Festgottesdienst

    Bedburg-Hau. Auf 50 Jahre blickt die kfd St. Martinus Bedburg-Hau zurück. Am Samstag, 26. Juli, beginnt die kfd um 10 Uhr mit dem Festgottesdienst. Anschließend wird im St. Martinus Pfarrheim das Jubiläum gefeiert.

     

     
  • Rheinmuseum öffnet am verkaufsoffenen Sonntag

    Emmerich. Auch das Rheinmuseum beteiligt sich an der Großveranstaltung Emmerich im Lichterglanz. Am Sonntag, 27. Juli, ist das Museum durchgehend von 10 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Jeder ist herzlich eingeladen, direkt vom Büchermarkt, der vor dem Haus auf dem Rathausvorplatz stattfindet, einen kleinen Abstecher ins Museum zu machen, um mehr über das Leben und Arbeiten am und auf dem Rhein und die Entwicklung der Rheinschifffahrt zu erfahren. Die Sonderausstellung „Entsorgung - Vergesst die Umwelt nicht!“ rund um Abfallvermeidung und –verwertung rundet das Angebot ab.

     

     
  • Focus: Schloss Moyland macht glücklich

    Bedburg-Hau. Zu den „200 Orten, die nicht nur Urlauber glücklich machen“ gehört das Museum Schloss Moyland laut Focus, 29/2014. Auf einer bundesweiten Übersichtskarte werden Urlaubs- und Kulturhighlights vorgestellt. Darin ist das Museum Schloss Moyland in der Rubrik „Burgen/Schlösser“ neben der Veste Coburg, Schloss Linderhof oder der Burg Eltz aufgeführt.

     

     
  • Der MGV Eintracht singt wieder auf der Kirmes

    Materborn. Es ist schon eine gute Tradition: Das Singen des Männergesangsvereins „Eintracht“ 1919 Materborn am Ratskrug zur Kirmes. Am Dienstag, 29. Juli, um 19 Uhr ist es wieder soweit. Dann wird Musikdirektor Wolfgang Dahms mit dem Chor wieder die Kirmesbesucher erfreuen. Dann wird sicher auch wieder das Materborner Lied von Sänger Johann Thyssen angestimmt.