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Ansichten vom 27. April 2014

olafplotke

Von Olaf Plotke

Die Gründung des „Forum Kalkar“ hatte die CDU Kalkar kurzzeitig in einen Schockzustand versetzt. Die Bürgerpartei wurde von ehemaligen CDU-Leuten gegründet und stieg mit 140 Mitgliedern direkt zur zweitgrößten Partei in Kalkar auf (Lesen Sie Seite 2). Klar ist: Es gibt ein Unzufriedenheitspotenzial mit der CDU in der bürgerlich-konservativen Mitte. Das war aber schon vorher da. Immerhin wurden die „Freien Bürger Kalkar“ (FBK) bei der letzten Wahl drittstärkste Fraktion. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass das „Forum Kalkar“ den FBK die Stimmen wegsaugen wird. Eben die von denen, die schon länger mit der CDU unzufrieden sind. Auch die FDP wird verlieren. Und es mag auch sein, dass der ein oder andere CDU-Wähler zum Forum kommt, aber echte Sorgen muss sich die CDU nicht machen. Alle Parteien neben ihr sind marginalisiert - die SPD kam 2009 nicht annähernd auf 20 Prozent. Die CDU gibt derzeit in Kalkar mächtig Gas, denn sie muss nur ihre Stammwähler an die Urne bringen - also die, die auch den berühmten „schwarzen Besenstiel“ wählen würden. Es wird ihr gelingen. Das „Forum“ wird drittstärkste Kraft und bei ca. 10 Prozent landen. Die Mehrheitsverhältnisse werden sich nicht ändern. Aber der 25. Mai wird wohl das Ende der FBK besiegeln.

Ansichten vom 20. April 2014

olafplotke

Von Olaf Plotke

In Emmerich brodelt es noch immer in der katholischen Gemeinde. Die Frustration und Bitterkeit der Gläubigen über den Verlust von Pfarrer Weidisch und Kaplan Olding ist verständlich. Dennoch: Es ist vorbei. Missgunst, üble Nachrede, Lügen - der Emmericher Kirchen-Krach ist eine Passionsgeschichte der ganz eigenen Art. Ich will weder Weidisch, noch Olding mit Jesus vergleichen - das haben einige Gläubige getan und ich empfand es als völlig falsche Idolisierung. Aber das Leiden von Jesus ist ja eine exemplarische Geschichte. Die  Osterbotschaft lautet: Selbst ein Gott muss in unserer Welt leiden und scheitern wie wir Menschen. Woran scheitern wir? An den Menschen selbst - an der Missgunst und an der Falschheit. Das ist die bittere Seite der Botschaft. Aber es gibt auch eine Gute: Das Leid ist nicht unendlich. Und nach dem Leiden geht es weiter. Deshalb sagt Kaplan Olding ohne Bitterkeit: „Es war das alles wert.“ Denn das Wirken von Olding und Weidisch in Emmerich mag zu Ende sein, aber es ist nicht vergangen. Etwas bleibt. Und das kann kein Bistum, kann kein Bischof mehr wegnehmen.

Ansichten vom 13. April 2014

olafplotke

Von Olaf Plotke

Vor der Kommunalwahl will es sich keine Partei in Emmerich mit den Eltenern verscherzen. Denn 5.000 Unterschriften unter der „Rettet den Eltenberg“-Petition sind ein Wählerpotenzial, das man nicht leichtfertig vergrätzen will. Zumal die Eltener auch wissen wie sie ihren Protest effektiv in die Öffentlichkeit tragen. Und vor dem 25. Mai will jede Partei natürlich schlechte Presse vermeiden. Der 15 Millionen-Forderung von Bürgerinitiativen-Sprecher Sohni Wernicke widersprach in der Ratssitzung niemand - man konnte Bedenken nur zwischen den Zeilen herauszuhören. Dabei muss eigentlich allen Ratsmitgliedern bei Wernickes Satz, dass Elten diesen Preis wert sein müsse, die Spucke weggeblieben sein. Für Emmerich würde eine Umsetzung dieser Eltener Forderung den finanziellen Kollaps bedeuten. Die Stadt wäre auf einen Schlag in der Haushaltssicherung, Zuschüsse für Vereine, überhaupt alle freiwilligen Leistungen, müssten gestrichen werden.
Kann ein Ortsteil so viel Solidarität verlangen?

Ansichten vom 6. April 2014

olafplotke

Von Olaf Plotke

Frühjahrsputz auch beim Kurier am Sonntag. Unsere Printausgabe hat ihr Erscheinungsbild modernisiert, um noch lesefreundlicher und übersichtlicher zu sein. Eine Zeitung hat es ja gut: Sie unterzieht sich regelmäßig einer Verjüngungskur und sieht danach auch wirklich jünger aus wie Sie heute hier sehen können. Bei uns Menschen funktioniert das ja leider nicht. Das ist bitter, aber auch eine andere Geschichte. Ich hoffe, Ihnen gefällt unser neues Gesicht. Auch wenn Sie sich an das neue Erscheinungsbild vielleicht noch gewöhnen müssen - inhaltlich ändert sich nichts.  Sie dürfen sich auch künftig auf kritische Berichterstattung über die lokale Politik und Wirtschaft freuen und auf Berichte über die großen und kleinen Ereignisse im gesamten Nordkreis Kleve.  Der Kurier am Sonntag bleibt auch in Zukunft Ihr treues Informationsmedium am Wochenende, das man gelesen haben muss, wenn man mitreden will.

Ansichten vom 30. März 2014

mterhoeven

Von Michael Terhoeven

Hebammen hatten nie einen leichten Stand. Heute geht für sie zwar weniger Gefahr von kirchlicher Verfolgung aus als von Versicherungen und Staat. Drangsaliert von explosionsartig gestiegenen Beiträgen vom einzigen Anbieter von Berufshaftpflicht-Versicherungen für freiberufliche Hebammen haben sich viele bereits aus der Geburtshilfe zurückgezogen. Der Rest wird Mitte 2015 folgen, wenn dieser Versicherer die Versicherung für Hebammen ganz abschafft. Das wäre gleichbedeutend mit einem Berufsverbot für die Hebammen (siehe Artikel auf Seite 3). Und der Staat? Der hält sich weiterhin vornehm zurück. Auch in der Bevölkerung scheint noch nicht angekommen zu sein, was dem Kreis Kleve droht: ein medizinischer Notstand. Da ist es nur lobenswert, dass mit dem Gocher Bürgermeister Karl-Heinz Otto endlich mal einer Tacheles redet, um wachzurütteln und Lobbyarbeit zu betreiben. Denn genau das ist es, was den Hebammen fehlt: eine echte Lobby. Doch da kann jeder einzelne Bürger helfen... und sei es „nur“ mit einem bösen Brief an das Ministerium für Gesundheit in Berlin, zu Händen Gesundheitsminister Hermann Gröhe. Der soll übrigens in der zweiten Jahreshälfte nach Uedem kommen. Das wäre ein guter Moment, um nicht nur über den Ärztemangel im Kreis, sondern auch über die Zukunft der Hebammen  zu reden. Denn hier drängt die Zeit.

Ansichten vom 23. März 2014

olafplotke

Von Olaf Plotke

Es gibt längst eine Spaltung innerhalb der katholischen Kirche. Da gibt es auf der einen Seite die Institution, die von Bischöfen und Kardinälen geprägt ist, die wie Vorstände großer Unternehmen in einer Art Parallelwelt ohne Bodenhaftung leben. Das ist die Welt, in der z.B. Homosexualität und Scheidung schwere Sünden sind. Auf der anderen Seite stehen die Gläubigen an der Basis, die sowieso schon jeden Glauben an die Kirche verloren haben, nicht aber an Gott. Sie ignorieren die Traumwandler in den Bistümern und leben einfach ihren Glauben, der geprägt ist von der Botschaft ihres Messias´: Liebe.  An der Basis hat man keine Probleme mit homosexuellen Paaren, mit wiederverheirateten Kindergärtnerinnen oder mit Verhütung. Dass die lesbische Klever Ministerin Dr. Barbara Hendricks sich als gläubige Katholikin bezeichnet, darin sieht bei uns niemand einen Widersprich. Sie ist ein guter Mensch und sie liebt. Das ist es, was zählt. Das sehen auch immer mehr Seelsorger so. Seelsorger wie der Emmericher Pfarrer Karsten Weidisch, der auch homosexuelle Paare gesegnet hat. Na und? Für die Bischöfe stellt das, genau wie Multimedia-Gottesdienste mit „Terminator“-Zitaten, einen Frontalangriff dar. Denn sie können nun nicht mehr ignorieren, dass das, was sie sagen und wollen für die Menschen an der Basis ohne Belang ist. Deshalb ist ihre Haltung im Fall Weidisch/Olding aus ihrer Sicht verständlich. Sie meinen, Kirche und Glauben könne man nicht trennen. Aber sie irren sich.

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Kurzmeldungen

  • St. Martinus feiert Jubiläum mit Festgottesdienst

    Bedburg-Hau. Auf 50 Jahre blickt die kfd St. Martinus Bedburg-Hau zurück. Am Samstag, 26. Juli, beginnt die kfd um 10 Uhr mit dem Festgottesdienst. Anschließend wird im St. Martinus Pfarrheim das Jubiläum gefeiert.

     

     
  • Rheinmuseum öffnet am verkaufsoffenen Sonntag

    Emmerich. Auch das Rheinmuseum beteiligt sich an der Großveranstaltung Emmerich im Lichterglanz. Am Sonntag, 27. Juli, ist das Museum durchgehend von 10 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Jeder ist herzlich eingeladen, direkt vom Büchermarkt, der vor dem Haus auf dem Rathausvorplatz stattfindet, einen kleinen Abstecher ins Museum zu machen, um mehr über das Leben und Arbeiten am und auf dem Rhein und die Entwicklung der Rheinschifffahrt zu erfahren. Die Sonderausstellung „Entsorgung - Vergesst die Umwelt nicht!“ rund um Abfallvermeidung und –verwertung rundet das Angebot ab.

     

     
  • Focus: Schloss Moyland macht glücklich

    Bedburg-Hau. Zu den „200 Orten, die nicht nur Urlauber glücklich machen“ gehört das Museum Schloss Moyland laut Focus, 29/2014. Auf einer bundesweiten Übersichtskarte werden Urlaubs- und Kulturhighlights vorgestellt. Darin ist das Museum Schloss Moyland in der Rubrik „Burgen/Schlösser“ neben der Veste Coburg, Schloss Linderhof oder der Burg Eltz aufgeführt.

     

     
  • Der MGV Eintracht singt wieder auf der Kirmes

    Materborn. Es ist schon eine gute Tradition: Das Singen des Männergesangsvereins „Eintracht“ 1919 Materborn am Ratskrug zur Kirmes. Am Dienstag, 29. Juli, um 19 Uhr ist es wieder soweit. Dann wird Musikdirektor Wolfgang Dahms mit dem Chor wieder die Kirmesbesucher erfreuen. Dann wird sicher auch wieder das Materborner Lied von Sänger Johann Thyssen angestimmt.

     

     
  • Baumführung im Moyländer Schlosspark

    Bedburg-Hau. . Um einige der 1050 Bäume und 55 Baumarten im Moyländer Schlosspark ranken sich Geschichten und Legenden. Diese erzählt die Heilpraktikerin Susanne Ewig am Sonntag, 20. Juli, um 14 Uhr in einer Sonderführung. Die Kosten betragen 2 Euro Museumseintritt (Teilbereich Historische Gartenanlage), zuzüglich 3 Euro für die Führung.

     

     
  • Irish-Folk mit "Wild Geese" im Haus Vossegatt

    Kleve. Am Sonntag, 20. Juli, startet um 15 Uhr eine Irish-Folk-Session im Haus Vossegatt in Kleve-Keeken. Musikalisch durch den Nachmittag führen die „Wild Geese“, die mit Christina Lloyd eine irische Gastspielerin mitbringen werden. Der Eintritt ist frei. Gut zu wissen: Alle Musiker aus der Gegend sind dazu eingeladen, sich musikalisch mit einzubringen, bei dieser Session mitzumachen.