Ansichten vom 19. Februar 2012

Von Olaf Plotke
Die große Pokerpartie ums Klever Rathaus ist erstmal zu Ende. Und verloren haben alle: Die Stadt genauso wie die anderen Zocker, die Bieter ten Brinke und Tönnissen. Aber mit dem Rückzug der Beschwerde beim Oberlandesgericht durch die Stadt werden die Karten jetzt ganz neu gemischt. Wie man hört, will man sich im Klever Rathaus das Heft des Handelns nicht noch einmal aus der Hand nehmen lassen. Gründlich verzockt haben, soll sich die Klever Firma Tönnissen, die ja mit juristischen Schritten erst die ganze Sache ins Rollen brachte. Das wird sicherlich für künftige Aufträge von der Stadt sehr förderlich sein... Wie geht es weiter? Zwei Varianten werden als wahrscheinliche Lösungsmöglichkeiten angesehen: Die Stadt Kleve wird wohl in jedem Fall als Bauherr des neuen Rathauses auftreten und die Bauaufträge entweder einzeln vergeben oder einen Generalunternehmer beauftragen. Natürlich müssen beide Möglichkeiten mindestens deutschland-, wenn nicht auch wieder europaweit ausgeschrieben werden. Leider muss man wohl damit rechnen, dass auch diese Lösung wieder juristisch überprüft wird. Vermutlich diesmal gleich von beiden ehemaligen Bietern. Angesichts dieses Rathaus-Chaos mit Dauerstillstand kann man schon an der Sinnhaftigkeit des Vergaberechts zweifeln.Ansichten vom 12. Februar 2012

Von Olaf Plotke
Emmerich und Kleve haben je zwei Baustellen, auf denen aber leider noch keine Baukräne stehen. Beide sind entscheidend für die Entwicklung der jeweiligen Einkaufsstadt. In Kleve ist es der Minoritenplatz für den ein Investor fehlt, in Emmerich ist es der Neumarkt. Da gibt es zwar einen Investor, aber es bleibt fraglich, ob der sein Projekt so realisieren kann wie erhofft. Denn das kombinierte Wohn- und Handelszentrum Neumarkt wird nur dann ein Erfolg für Emmerich, wenn dem Investor der Ankauf von einem Grundstück gelingt, dass er für den Bau der Passage zur Kaßstraße benötigt. Bürgermeister Diks gab sich beim städtischen Neujahrsempfang optimistisch, dass das klappt. Kenner glauben, dass er mit dieser Ansicht ziemlich allein da steht. Ein wenig so wie Theodor Brauer in Kleve, der auch immer wieder vor seinem geistigen Auge Kräne am Minoritenplatz sieht, wie er so schön sagt. Anderen Menschen ist diese Einsicht bislang verborgen geblieben. Keine Frage, in Kleves Unterstadt bewegt sich was: neue Volksbank, neues Hotel (Seite 16), aber ohne eine Minoritenplatzbebauung werden die Impulse für die ganze Stadt fehlen. Gleiches gilt auch für den Neumarkt in Emmerich. Was kann man tun? Leider nichts. Nur hoffen, dass der Optimismus der beiden Bürgermeister begründet ist.Ansichten vom 5. Februar 2012

Von Olaf Plotke
Die Magie des Karnevals besteht darin, dass er Menschen vereinen kann. Er führt sie zusammen im Humor, überwindet Grenzen und Stände. Aber er kann auch spalten wie man in Kleve am Beispiel des Rosenmontagszugs sehen kann. Jahrzehntelang zogen die Wagen vom Herzen Kellens über Kleve bis Materborn. Ein Zug, der die Stadtteile miteinander verband. Vor drei Jahren wurde das geändert, weil das Klever Rosenmontagskomitee (KRK) dem privaten Karnevalsveranstalter gordion einen Gefallen tun wollte. Seitdem findet in Kellen praktisch kein Rosenmontagszug mehr statt. So gut die Veranstaltungen im Festzelt in der Unterstadt auch sind, der Kniefall des KRK vor dem Veranstalter ist nicht gerechtfertigt und muss korrigiert werden, wenn der Vertrag mit gordion jetzt ausläuft. Das Karnevals-Festzelt wird dadurch nicht leerer werden. Sicher werden aber die Nach-Zug-Veranstaltungen in der Mehrzweckhalle Materborn und im Kellener Schützenhaus von der Rückkehr zur Zug-Normalität profitieren. Die Missachtung Kellens muss ein Ende haben. Man kann nur hoffen, dass sich die anderen Karnevalsgesellschaften solidarisch zeigen. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn Kellen tatsächlich einen eigenen Zug realisiert.Ansichten vom 29. Januar 2012

Von Olaf Plotke
Das Museum Schloss Moyland und der Flughafen in Weeze-Laarbruch haben auf den ersten Blick wenig gemeinsam. Auf den zweiten Blick erweisen sich beide aber als Steuergeld-Junkies, die ständig einen neuen „Schuss“ brauchen. Egal wie viele Millionen der Steuerzahler in die beiden Projekte steckt, es scheint nie genug zu sein. In den Flughafen pumpte man bislang 34 Millionen Euro Steuergelder, von denen wohl nur Optimisten noch glauben, sie jemals wiederzusehen. Der Steuerjunkie Moyland wurde ungefähr mit der doppelten Dosis versorgt (Siehe Artikel Seite 12). Der Oberwitz ist aber, dass trotz der Millionen nicht einmal deren Existenz gesichert ist. Moyland wackelt, weil die Stiftungsgründung womöglich juristisch nicht korrekt war und Laarbruch, weil die Darlehen des Kreises unter Umständen zu „nicht marktüblichen Bedingungen“ bereitgestellt wurden. Das prüft jetzt die EU-Kommission. Die zweifelt übrigens auch an, dass der Flughafen unter Marktbedingungen betriebsfähig wäre (siehe Artikel rechts). Moyland und Laarbruch sind mittlerweile das, was man bei Banken „too big to fail“ nennt – zu groß, um zu scheitern. Es werden also noch weitere Steuergeld-Spritzen aufgezogen. Der Steuerzahler kann eigentlich nur hoffen, dass die EU-Kommission in Laarbruch und deutsche Gerichte in Moyland den „kalten Entzug“ verordnen.Ansichten vom 22. Januar 2012

Von Olaf Plotke
Die Sensation versteckte sich in der Neujahrsrede des Bürgermeisters am Donnerstag im PAN: Johannes Diks gab da bekannt, dass Emmerich auch künftig Hochschulstandort bleiben wird! Eigentlich sollte mit der Eröffnung des Hochschulbaus in Kleve im September auch das Ende des Interimsstandortes auf dem Emmericher Kasernengelände besiegelt sein. Hinter vorgehaltener Hand wurde aber schon seit Monaten getuschelt, ob das denn wirklich so kommen wird. Denn in den Interimsstandort ist ca. eine Million investiert worden. Dazu kommt natürlich noch der Prestigegewinn. Denn Diks ist genau wie sein Klever Kollege Brauer irre stolz darauf, der eigenen Stadt das Siegel „Hochschulstandort“ anheften zu können. Man konnte Diks so interpretieren, dass die Sache hinter den Kulissen bereits abgemacht ist und auch seine „Lieblingspräsidentin“, (Zitat), Dr. Marie-Louise Klotz, bereits ihren Segen gegeben hat. Allerdings muss die Stadt das Kasernengelände erstmal kaufen. So schön die Bezeichnung „Hochschulstandort“ für Emmerich auch sein mag - an der Sinnhaftigkeit dieser Idee darf man sicher zweifeln. Es werden zig Millionen in einen großen, modernen Hochschulneubau in Kleve investiert, um ideale Bedingungen für alle Studenten zu schaffen. Mit der Einweihung im September sollte die Zeit des Studiums in Kasernen ein für allemal vorbei sein.Ansichten vom 15. Januar 2012

Von Olaf Plotke
Hinter der aktuellen Pressemitteilung des Kreises Kleve mit dem unschuldigen Titel „Geändertes Verfahren bei Straßenveranstaltungen“ versteckt sich der Super-Gau für alle Nachbarschafts- und Straßenfeste im Kreis Kleve. Es ist ein schöner Brauch, dass Nachbarschaften im Sommer einen Teil ihrer Straße sperren und dort dann eine gesellige Feier durchführen. Dafür werden am Anfang und Ende der Straße von der Stadt für zwei Tage zwei „Durchfahrt verboten“-Schilder aufgestellt, dafür zahlte die Nachbarschaft dann ein paar Euro und fertig! Jetzt schreibt der Kreis Kleve vor, dass auch bei Nachbarschaftsfesten eine „Veranstalterversicherung zur Abdeckung gesetzlicher Haftpflichtansprüche“ (Originaltitel) abgeschlossen und nachgewiesen werden muss. Das heißt, dass sich jede Nachbarschaft vor dem Beginn des Nachbarschaftsfest gegen so genannte „Einzelschadenereignisse“ in Höhe von mindestens 2,5 Millionen Euro für Personen- und Sachschäden versichern muss! Gehts noch?Kurzmeldungen
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Einladung zum Business-Frühstück
Kleve. Die WfG der Stadt Kleve lädt zum Business-Frühstück ein. Die Veranstaltung findet am Freitag, 24. Februar, von 8 bis 10.30 Uhr im Technologie-Zentrum, Boschstraße 16 in Kleve, statt. Das Hauptthema des Vormittages bildet die betriebliche Ausbildung, die zur Sicherung des Fachkräftebedarfs unumgänglich ist. Dr. Jens Stuhldreier, Regionalagentur NiederRhein, wird Möglichkeiten der Unterstützung von klein- und mittelständischen Unternehmen bei der Ausbildung durch Förderprogramme aufzeigen.Interessenten können sich am 20. Februar unter Telefon 02821/ 8948950 oder per E-Mail an raffelt@wfg-kleve.de anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos.
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Gottesdienst mit dem VHS-Chor Goch
Goch. Am kommenden Sonntag, den 19. Februar wird die Niederrheinische Kantorei, die Ende des letzten Jahres gemeinsam mit dem VHS-Chor Goch den Elias aufführte, den Gottesdienst der Freien evangelischen Gemeinde in Goch musikalisch gestalten. Beginn ist um 10 Uhr.
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Einladung der FDP zum Bürger-Dialog
Bedburg-Hau. Die FDP Bedburg-Hau lädt zur Bürgersprechstunde ein. Am Donnerstag, 23. Februar, in der Zeit von 17 bis 18 Uhr stehen im Fraktionsbüro der FDP in der 1. Etage des Rathauses in Schneppenbaum Ralf-Peter Hölscher und Michael Hendricks Bürgern als Ansprechpartner für Anregungen, Wünsche und Diskussionen zur Verfügung. Außerdem kann unter der Rufnummer 02821/ 7389297 Kontakt aufgenommen werden.
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Sozialtreff-Themen: Hartz IV und Mietkosten
Kranenburg. Am Donnerstag, 23. Februar, findet ab 18 Uhr im Don-Bosco-Heim an der Roghmannstrasse in Kranenburg der nächste Sozialtreff statt. Hartmut Hintz von der Selbsthilfe wird über Themen wie Hartz IV oder Mietkosten referieren. Für Interessenten, die nicht persönlich kommen können, ist der Verein für Sozialberatung unter der Rufnummer 02821/ 69808 erreichbar.
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Eine Messe für die Klever Karnevalisten
Kleve. Am Sonntag, 19. Februar, treffen sich Karnevalisten aus Nah und Fern um 11.30 Uhr in der Stiftskirche in Kleve und feiern dort die traditionelle plattdeutsche Karnevalsmesse. Lieder und Begleittexte werden in „Klever Platt“ gesungen und gesprochen.
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Zither-Konzert in der Kleinen Kirche Kleve
Kleve. Am Sonntag, 26. Februar, gastiert das Wiener Zitherquartett in der Kleinen Kirche in Kleve. Beginn ist um 18 Uhr. Das Programm umfasst Werke von Bach, Vivaldi und Händel über Beethoven, Piazzolla, Schostakowitsch bis hin zu Johann Strauß. Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 5 Euro. Karten gibt es im Bürgerbüro und an der Abendkasse.
