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Donnerstag 09 Sep 2010

Anmerkungen vom 6. Juni 2010

 

Von Bärbel Braß-Meier

 

In fünf Tagen beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Das weiß sogar ich, obwohl ich kein ausgesprochener Fußballfan bin. Aber da jetzt schon wieder zahlreiche Autos, ausgerüstet mit Deutschland-Fähnchen, durch die Gegend brausen, registrieren wir Fußballmuffel: es ist wieder soweit – das runde Leder regiert die (männliche) Welt in den nächsten vier Wochen. Obwohl, was treiben die Fußballer eigentlich in den vergangenen Wochen? Testspiele mit ausländischen Mannschaften bannen die Fans doch jetzt schon an den Bildschirm. Was soll bei diesen Spielen überhaupt getestet werden? Die neuen Fußballschuhe vielleicht oder doch die neue Konstellation im Team, denn immerhin sind ja einige wichtige Spieler sozusagen krank geschrieben und andere Mannschaftskollegen sind plötzlich Gegner und kicken in ihrer Heimatmannschaft. Da muss man sich ja erst einmal dran gewöhnen. Deshalb also diese Vorbereitungsspiele.

Jetzt soll es also Ernst werden mit dem vierten Titel. Das weiß ich, weil ich den Song der Sportfreunde Stiller kenne! 54, 74, 90 und dann sollte es 2006 soweit sein, musste aber auf 2010 verschoben werden. Sei’s drum, natürlich wäre es schön, wenn Deutschland siegreich wäre oder zumindest nicht in der Vorrunde rausfliegen würde. Dann würden wahrscheinlich viele im Voraus geplanten Grillfeste ausfallen und die schnell noch gekauften Flachbildschirme, für die man bei einigen Elektrohandelsketten das Geld bei einem Sieg der deutschen Mannschaft zurückbekommt, würden doch noch ein Loch ins Portemonnaie reißen.

Aber glücklicherweise gibt es nicht nur Fußball in den nächsten Wochen. Für Tennisfreunde ist Wimbledon ein Muss und nach dem Giro d’Italia können sich Radsportfans beim Critérium du Dauphiné  auf die Tour de France einstimmen. Dann sitze ich nämlich vor dem Fernseher.

In diesem Sinne einen sonnigen Sonntag.


Anmerkungen vom 30. Mai 2010

Von Reinhold Kolsberger

 

Nein, ein optischer Genuss ist es nicht, wenn manche Menschen mit Stöcken an Straßen entlang schlurfen. Und mit Nordic Walking hat das eigentlich auch nicht viel zu tun.

Von Finnland aus begann vor rund zehn Jahren der Siegszug des Stocklaufens. Mittlerweile ist er auch bei uns ein Breitensport, was spätestens dann als sicher angesehen werden kann, wenn auch die großen Discounter die entsprechenden Ausrüstungsgegenstände verkaufen.

Auf der anderen Seite hat sich die Sportart dann doch nicht so rasant entwickelt, wie es zunächst den Anschein hatte. Dabei gilt heute insbesondere unter Sportmediziner als sicher, dass Nordic Walking unbestreitbare Vorteile hat: Es ist leicht zu erlernen, überall und zu jeder Jahreszeit auszuüben und eigentlich auch sehr kostengünstig.

An diesem Sonntag hat man gleich eine doppelte Möglichkeit mal in die Sportart hineinzuschnuppern. In Elten findet der Nordic Walking-Tag statt. Los geht es am St. Martinus-Stift und in Kleve an der Tichelstraße wird das fünfjährige Bestehen der dortigen Routen gefeiert.

Wer also etwas für seine Gesundheit tun will und nicht nur mit dem Prädikat „Nordic-Talking“ unterwegs sein will, der sollte die Chance beim Schopfe greifen. Wer aber einfach so wie bisher weitergehen will, der sollte das tun, denn es ist allemal besser am Stock zu gehen, als sich gar nicht zu bewegen.

In diesem Sinne noch einen schönen Sonntag.

Anmerkungen vom 23. Mai 2010

Von Reinhold Kolsberger

 

Das hat lange gedauert. Nach den zwei Apriltagen, in denen das Thermometer die 20-Grad-Marke überschritten hatte, mussten wir warten. Doch jetzt ist der Frühling da. Passend zum Pfingstwochenende lässt Petrus die Sonne vom blauen Himmel scheinen. Hoffentlich können jetzt Pullover und dicke Jacken endgültig in die hinterste Ecke des Kleiderschranks verbannt werden. Nun sind die Sommersachen angesagt.

Das gefällt uns allen, egal ob die Fahrradtour, das Schützenfest, Erholung im eigenen Garten oder der verlängerte Wochenendausflug auf dem Programm stehen. Wenn da nur nicht der leidige Verkehr wär’, vom Spritpreis wollen wir erst gar nicht reden. Und so war es erwartungsgemäß voll ab Freitagmittag. Stoßstange an Stoßstange quälte sich der Verkehr über die verstopften Straße in Richtung holländische Küste.

Doch der echte Kurzurlaubsfreund lässt sich durch nichts die Freude verderben – auch nicht durch die Aussicht, dass auf der Rückfahrt das gleiche Verkehrschaos droht.

Am Ende haben alle schon wieder das nächste verlängerte Wochenende über Fronleichnam im Blick und dann wird’s bestimmt wieder kuschelig eng auf den Straßen.

In diesem Sinne zunächst einmal ein schönes Pfingstwochenende.

Anmerkungen vom 16. Mai 2010

Von Reinhold Kolsberger

 

Die Eisheiligen haben in diesem Jahr einen guten Job gemacht. Die Temperaturen der letzten Tage erinnerten mehr an Winter als an Frühling. Zu allem Überfluss hatten sich die Heiligen auch noch sehr zeitig auf den Weg zum Niederrhein gemacht. Nun hoffen wir mal, dass sie nicht auch noch eine Verlängerung einplanen.

Für Kleingärtner beginnt nun eigentlich die Phase, wo traditionell Blumen und Pflanzen nach draußen wandern. Viele, die sich von den warmen Apriltagen haben verleiten lassen, dürfen nun noch einmal bei Null anfangen.

Doch es gibt auch gute Nachrichten. Silesia, ein Aromenhersteller in Kalkar, baut kräftig aus und schafft 20 neue Arbeitsplätze. Das in Neuss ansässige Unternehmen verhält sich dabei so, wie man es klassischerweise von Familienunternehmen kennt. Das Wohl der Firma und damit auch der Mitarbeiter steht an erster Stelle. Konzerne wie Campina und Henkel schließen dagegen ihre eigentlich profitablen Werke in Kalkar und Kleve. Bei ihnen zählt nur der Gewinn, der dann an die Aktionäre ausgeschüttet werden kann. Das Wohl der Mitarbeiter kommt erst an zweiter Stelle. Höchstens!

Wohin dieses kurzfristige Denken führt, merken wir derzeit allerorten. Seit Kriegsende gab es noch keine dermaßen heftige internationale Finanz- und Wirtschaftskrise.

Es sind also nicht nur die Kalte Sophie und Co., die uns derzeit zu schaffen machen. Bleibt zu hoffen dass wir am Ende doch noch aufatmen können und sagen: Alles neu macht der Mai!

In diesem Sinne noch einen schönen Sonntag.

Anmerkungen vom 9. Mai 2010

Von Reinhold Kolsberger

 

Wahl. Wieder mal. An diesem Sonntag sind wir  aufgerufen, unsere Stimme – oder besser gesagt unsere Stimmen abzugeben. Denn erstmals besteht bei einer Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen die Möglichkeit, mit Erst- und Zweitstimmen zu wählen.   Das Verfahren kennt jeder von den Bundestagswahlen.

Doch das Spannende ist nicht das neue Verfahren, spannend ist der Ausgang. Schien vor Monaten noch die Wiederwahl von Rüttgers und Co. so sicher wie das Amen in der Kirche, so liegen nach neuesten Umfragen nun der Amtsinhaber und SPD-Herausforderin Hannelore Kraft auf Augenhöhe. Es wird also auf die Grünen, die Liberalen und die Linken ankommen. Wer erreicht wie viel und wer kommt überhaupt ins Parlament? Klarheit werden wir schon Sonntagabend haben.

Doch wie immer es auch ausgeht, auf die neue Landesregierung wartet eine Herkulesaufgabe. Die gerade veröffentliche Steuerschätzung zeigt, dass in den nächsten Jahren mit erheblich weniger Geld zu rechnen ist. Da ist kein Platz für Wunschträume, denn die Schulden von heute sind die Steuern von morgen!

Besonders hart betroffen sind die Kommunen. Die Gewerbesteuer bricht vielerorts dramatisch weg. Kleves Kämmerer hat schon die Reißleine gezogen, seine Kollegen haben ebenfalls schon die Hand am Abzug. Zu allem Übel kommt jetzt noch die Finanzklemme von Griechenland hinzu. Und dass das schon das Ende der Fahnenstange ist, glauben allenfalls noch hartnäckige Optimisten.

Da bleibt wirklich nur noch die Hoffnung auf besseres Wetter.

In diesem Sinne trotz allem noch einen schönen Sonntag.

Anmerkungen vom 2. Mai 2010

Von Reinhold Kolsberger

 

Noch fast sechs Wochen sind es bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Bislang ist vom Sommermärchen von vor vier Jahren nicht viel zu spüren, doch es mehren sich die Anzeichen.

So hört man hier und da ein durchdringendes Tröten und glaubt, im nächsten Moment käme ein ausgewachsener Elefant ums Eck getrabt. Doch weit gefehlt. Dahinter steckt stets eine Vuvuzela. Die Dinger, die die Lautstärke eines startenden Flugzeugs übertönen können, werden uns in den nächsten zehn Wochen wahrscheinlich bis in den Schlaf verfolgen.

Wer ansonsten schon einmal einen Vorgeschmack aufs Fußballfest bekommen möchte, der sollte an diesem Sonntag nach Goch gehen. Das Mai- und Brunnenfest steht im Zeichen des Fußballsommers. In der Stadt rechnet man übrigens bei der öffentlichen Übertragung der WM-Spiele im Stadtpark mit Tausenden von Besuchern.

Ob am Ende allerdings eine Begeisterung aufkommt wie vor vier Jahren, hängt auch von unserer Nationalmannschaft ab. Bislang sorgt nicht die Leistung für Gesprächsstoff, sondern nur die Frage, wer fährt mit nach Südafrika?

Doch zunächst schauen wir auf das Finale in der Bundesliga, der Champions League und natürlich vor Ort auf die vielen Vereine, die noch um den Aufstieg oder gegen den Abstieg kämpfen. Immerhin ist sicher, dass der Kreisstadt mit dem 1. FC Kleve die NRW-Liga erhalten bleibt.

Freuen wir uns also auf die kommenden Wochen. In diesem Sinne noch einen schönen Sonntag.

Kurzmeldungen

  • Swingfest im Schützenhaus

    Keeken. An diesem Samstag, den 11. September,  organisiert das Centrum für Entfaltung, Nieler Schule e.V., erstmalig das Swingfest im Keekener Schützenhaus. Im schönen und rauchfreien Saal tanzen internationale Gäste unterschiedlichen Alters zu etwas anderer Musik: Willi wechselt alte und neue Discohits ab mit multikulturellen Klängen. Das Lagerfeuer in einem Zelt lädt ein zum Ausruhen und Träumen. Der Beginn ist bereits um 20 Uhr. Am Anfang von 20 Uhr bis 21 Uhr wird ein Workshop angeboten. „Tanze deinen Raum“ angeleitet von Wilco Boekhorst. Der freiwillige Beitrag beträgt  7,50 Euro. Für Informationen rufen Sie bitte an 02821/971193 oder besuchen Sie die Website www.nielerschule.com

     
  • Senioren des BSV Brienen treffen sich

    Kleve. die Senioren-Abteilung des Bürgerschützenvereins Brienen-Wardhausen findet am kommenden Donnerstag, den 9. september ab 16 Uhr im Schützenhaus Brienen statt.

     
  • Wanderung durchs Bergische Land

    Kleve. Der DAV-Kleverland wandert am 12. September durch das Bergische Land. Wanderführer K.-H. Budweg führt durch die 16 Kilometer lange Strecke.. Treffpunkt ist um 8 Uhr am Kolpinghausparkplatz, Kleve oder um 8.30 Uhr an der Esso-Tankstelle Kevelaer. Infos unter Tel.: 02837-8567.

     
  • Wochenmarkt muss weichen

    Emmerich. Der Wochenmarkt am Samstag, den 4. September muss für das Stadtfest auf den Geistmarkt verlegt werden. Das Team der Wirtschaftförderungs- und Stadtmarketing-Gesellschaft Emmerich am Rhein möchte sich bei den Marktbeschickern für ihr Verständnis bedanken.

     
  • Beratung bei der VHS

    REES. Das neue Programm der Volkshochschule für das zweite Halbjahr 2010 ist ab sofort im Reeser Rathaus, in der Stadtbücherei und bei allen Banken und Sparkassen erhältlich. Alle Interessierten, die sich das Programm erläutern lassen oder konkrete Fragen stellen möchten, können sich am Mittwoch, 1. September, in der Zeit von 17 Uhr bis 19 Uhr in den Räumlichkeiten der VHS im Reeser Bürgerhaus kostenfrei informieren und beraten lassen. Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenfrei.

     
  • Sperrungen zur Kirmes

    Weeze. Anlässlich der Kirmesfeierlichkeiten werden von Mittwoch, 1. September bis einschließlich Mittwoch, 8. September folgende Straßen gesperrt: Cyriakusplatz, Kirchplatz ab Einmündung Alter Markt und die Straße Zur Geizefurth für Fahrzeuge aller Art. Sperrung der Loestraße ab Einmündung Petersstraße bis Einmündung Kirchplatz für Fahrzeuge aller Art, ausgenommen Anlieger. Die Gemeinde Weeze weist darauf hin, dass auf dem Fährsteg am Sonntag, 5. September anlässlich des 11. Weezer Entenrennens absolutes Halteverbot besteht. Weiterhin ist der Bereich an der Niersbrücke und am Park am Fährsteg in der Zeit von 15 Uhr bis zum Ende der Veranstaltung voll gesperrt.