1. Skip to Menu
  2. Skip to Content
  3. Skip to Footer>
Sonntag 05 Feb 2012

Zum Tod von Reinhold Kolsberger

Wir sind sehr traurig, wir haben unseren Kollegen Reinhold auf tragische Art und Weise verloren. Unfassbar für uns alle, die wir noch am Unfalltag anlässlich des Geburtstages eines weiteren Kollegen zusammengestanden und geplaudert hatten. Mit den Wünschen für ein schönes und für die deutsche Fußballmannschaft erfolgreiches Wochenende ging man auseinander, nicht ahnend, dass wir ihn nicht mehr wieder sehen würden. Entsetzen und ein Gefühl von Lähmung machte sich in unseren Räumen breit. „Wenn Menschen wie uns die Worte fehlen, ist Unfassbares passiert“, so treffend formulierte es eine Kollegin in dieser Woche. Viele andere Kollegen äußerten ihre tiefe Betroffenheit und boten ihre Hilfe an. Danke dafür, denn es fällt schwer, wieder zum Alltagsgeschäft überzugehen.

Die Anmerkungen, von jeher auf Seite Zwei in unserer Zeitung, waren Reinholds „Baby“. Sie, unsere Leser, haben den Mann mit der Pfeife mit diesem Kommentar verbunden. In den fast 15 Jahren seiner Tätigkeit beim Kurier am Sonntag hat Reinhold diese Anmerkungen zum wichtigen Bestandteil unserer Zeitung gemacht. Er hat dort seine Meinung kundgetan, hat kritisch lokalpolitische Themen beleuchtet. Da kannte Reinhold sich aus, da konnte ihm kaum einer etwas vormachen. Dabei war er in seinem Kommentar nie einseitig, sondern immer ausgewogen und hatte zu jedem Thema eine realistische Idee oder Lösungsmöglichkeit parat. Diese Kompetenz und seine ruhige und besonnene Art sind sicher mit ein Grund dafür, dass er nicht nur unter Kollegen ein hohes Ansehen genoss. Ich habe viel von ihm gelernt.

In Respekt vor unserem verstorbenen Chefredakteur möchten wir die Kolumne „Anmerkungen“ hiermit beenden.

Ihre Bärbel Braß-Meier

Anmerkungen vom 11. Juli 2010

Von Reinhold Kolsberger

Schön wär’s schon gewesen, aber der Sommer geht ohne Märchen weiter. Wobei es aller Ehren wert ist, unter die besten vier Mannschaften der Welt zu kommen.

Nun können wir uns locker entscheiden, drücken wir unseren Nachbarn die Daumen oder schlägt unser Herz eher im Rhythmus der Kastagnetten. Aber eines ist auch klar, es wird nicht so euphorisch werden, wie es hätte sein können bei einer deutschen Finalteilnahme.

Die Holländer standen bislang zweimal im Endspiel. Beide Male verließen sie am Ende als Verlierer den Platz. Nun haben Robben und Co. die dritte Chance. Doch die Aufgabe ist gewaltig. Während unsere Nachbarn auf einigen Positionen mit Weltklassespielern besetzt sind, können die Spanier auf eine geschlossene Mannschaftsleistung schauen. In der Form vom letzten Mittwoch braucht die Truppe vor keinem Gegner Angst zu haben.

Bei uns am Niederrhein war es in der Vergangenheit nicht gerade die Regel, dass dem Oranje-Team die Herzen zufliegen. Das scheint sich etwas geändert zu haben. Auch durch die vielen Niederländer, die bei uns wohnen, ist die Zahl der holländischen Fahnen deutlich gestiegen. Entscheidend aber dürfte das sympathische Auftreten von Arjen Robben und Mark von Bommel sein, die erheblichen Anteil haben an der Entspannung des deutsch-holländischen Verhältnisses.

Und wer am Dienstag dann wieder Lust auf Live-Fußball hat, der sollte sich die Begegnung des 1.FC Kleve gegen Galatasaray Istanbul anschauen. Trainer der Türken ist ein gewisser Frank Rijkaard. Aber das war einmal eine ganz andere Geschichte.

In diesem Sinne noch einen schönen Final-Sonntag.

Anmerkungen vom 4. Juli 2010

Von Reinhold Kolsberger

Irgendwie passend. Freitag herrschten bei uns Temperaturen, wie sie zuletzt im Sommermärchensommer 2006 gemessen wurden. Zur Erinnerung: vor 14 Tagen zeigte das Thermometer knapp zwölf Grad an. Es war lausekalt und immer wieder hörte man den Satz: „Sommer gibt es bei uns doch sowieso nicht.“ Von wegen!

Doch nicht nur die Sonne heizt uns kräftig ein, es ist auch trocken. An den Straßenrändern hat das Grün längst zu Braun gewechselt, vereinzelt gar zu Schwarz., da einige Raucher offenbar noch nicht kapiert haben, dass glühende Zigarettenkippen einen Brand auslösen können.

Auch in den Wäldern herrscht höchste Alarmstufe. Wer hier mit Feuer spielt ist nicht nur leichtsinnig, er gefährdet sein Leben und das vieler anderer Menschen und Tiere.

Dass wirklich erheblich zu wenig Regen gefallen ist, hat übrigens Hubert Reyers genau nachgemessen. Der Landwirt und Hobbymeteorologe mit eigener Internetseite hat in den letzten drei Monaten gerade einmal 92 Liter Regen pro Quadratmeter zählen können, normal wären deutlich über 200 gewesen. Kühles Nass von oben ist auch in den nächsten 14 Tagen kaum in Sicht. Allerdings, so Reyers, kann es an diesem Wochenende vereinzelt am Niederrhein zu heftigen Gewittern kommen. Sturm und Hagelschlag sind aber auch nicht das, was beim Bauer und beim Hobbygärtner echte Freude auslösen könnte.

Aber so ist das halt, wo Sonne ist, da ist auch Schatten.

In diesem Sinne noch einen schönen Sonntag.

Anmerkungen vom 27. Juni 2010

Von Reinhold Kolsberger

Und täglich grüßt das Murmeltier. Oder anders ausgedrückt: schon wieder England. Die Inselmannschaft ist der nächste Gegner der Deutschen im Achtelfinale der Fußball-WM. Anstoß ist an diesem Sonntag um 16 Uhr.

War schon am Mittwochabend während des Spiels gegen Ghana gefahrloses Überqueren der Straßen möglich, denn fast ganz Deutschland saß vor dem Fernseher, so  wird das jetzt sicher noch gesteigert. Feierten Mittwoch rund 12.000 Fans beim Public Viewing im Gocher Stadtpark, so wird die Zahl zwar an diesem Sonntag kaum höher werden (voll ist voll), aber diesmal geht es schon ab zwölf Uhr los. Wer also das dicht gedrängte Gemeinschaftserlebnis bei hochsommerlichen Temperaturen mag, der ist in Goch bestens aufgehoben. Alle anderen werden im kleineren Kreis unseren Jungs die Daumen drücken. Natürlich hoffen wir alle, dass die Engländer am Ende in ihre geliebte Heimat zurück reisen dürfen.

Am Montag spielen dann unsere niederländischen Freunde gegen Italien-Bezwinger Slowakei. Dabei wünschen wir den Holländern selbstverständlich alles Gute. Wäre doch schön, wenn es im Finale wieder heißen würde: Deutschland gegen die Niederlande.

Doch bis dahin ist es noch ein weiter weg. Erst einmal heißt es Daumen drücken für Deutschland.

In diesem Sinne noch einen schönen Sonntag.

Anmerkungen vom 20. Juni 2010

Von Reinhold Kolsberger

Kleve boomt! Schaut man auf die begonnenen und geplanten Bauvorhaben, so wird diese Aussage sprichwörtlich untermauert. Doch es gibt weitere Fakten. So kann der Kreis mit einer Arbeitslosenquote aufwarten, die andere Regionen geradezu neidisch macht. Und dann sind da noch die Bilanzen – etwa von der Volksbank Kleverland. Ein Zuwachs von fast 24 Prozent bei der letzt jährigen Bilanzsumme ist rekordverdächtig. Allerdings profitieren die Genossenschaftsbanker genau wie die Kollegen der Sparkassen seit geraumer Zeit von einer Verschiebung des Kapitals weg von den Privatbanken. Doch es bleiben schöne Zahlen. Die Geldinstitute, die im Kreis Kleve insbesondere den Mittelstand mit Krediten versorgen, stehen auf gesunden Füßen.

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Und den wirft der eigentlich auch boomende Flughafen in Weeze, genauer gesagt, dessen Fast-Komplett-Eigner Herman Buurman. Was in den letzten Monaten schon die Spatzen von den Dächern pfiffen, ist nun bittere Wahrheit, Es wird nichts mit der zum Jahresende angekündigten Kreditrückzahlung. Damit fehlen dem Kreis im Haushalt 26,5 Millionen Euro plus Zinsen. Wir reden also von 34 Millionen Euro – von unserem Geld. Buurman will nun einen Aufschub um sechs Jahre. Das ist starker Tobak und der stößt manchem stark auf. Bislang scheint nur die CDU für eine bedingungslose Verlängerung zu sein. Die FDP möchte vernünftigerweise eine Teilrückzahlung und auch nicht weiter auflaufende Zinsen. SPD und Grüne verlangen ein Rechtsgutachten.

Und der Bürger? Der wundert sich, wie da mit seinem Geld hantiert wird. Und möchte gerne eine Antwort auf die Frage: Wer zahlt denn die Zeche, wenn am Ende Buurmans Börse zu bleibt?

In diesem Sinne noch einen schönen Sonntag.

Anmerkungen vom 13. Juni 2010

Von Reinhold Kolsberger

Endlich rollt der Ball in Südafrika. Da sind nicht nur die Fans des Fußballspiels erleichtert, nein, auch so mancher Politiker dürfte nun einen Stoßseufzer gen Himmel schicken. Ist doch Volkes Seele in den nächsten vier Wochen voll auf Schwarz-Rot-Gold getrimmt. Das lenkt ab vom Schwarz-Gelben Chaos in Berlin und vom sich langsam klärendem Koalitionsfarbenspiel in Düsseldorf.

Was ist uns da in den letzten Monaten nicht alles um die Ohren geflogen, angefangen bei der Finanzkrise über die folgende Euroschwäche bis zur gescheiterten Opelhilfe. Wobei den rund 25.000 deutschen Autobauern schwer klar zu machen sein dürfte, dass man Milliarden in Richtung Griechenland schaufelt, dagegen aber einen vergleichsweise kleinen Betrag nicht bereitstellen will, zur Rettung heimischer Arbeitsplätze.

Das alles ist jedoch ab sofort Schall und Rauch von gestern, denn ab sofort bestimmt die Vuvuzela den Takt des Tagesgeschehens. Doch auch hier wird uns schon wieder in die Suppe gespuckt. Wenige Tage vor der WM fiel dem NRW-Umweltministerium auf, dass die Tröten fiel zu laut sind und empfiehlt bei öffentlichen Rudelgucken, doch auf die afrikanische Begleitmusik zu verzichten. In Goch ist man dem Ansinnen aus Düsseldorf gleich gefolgt. Public Viewing im Stadtpark findet ohne Vuvuzelas statt, obgleich man bei der Vorstellung des Gocher Sommermärchens noch kräftig ins Horn gestoßen hatte. Und da sind wir wieder bei der Politik. Was interessiert schon das eigene Getröte von gestern.

In diesem Sinne noch einen schönen Fußballsonntag.

Kurzmeldungen

  • Infoabend für alle Hundefreunde in Rees

    Rees. Am Samstag, 18. Februar, gibt es einen Themenabend zur Körpersprache durch. Beginn ist um 19 Uhr auf dem Fahrgastschiff Stadt Rees an der Promenade in Rees. Die Teilnahme kostet 15 Euro. Anmeldungen: 02823/9193842.

     

     
  • Sterbehilfe-Matinee im Tichelpark-Kino

    Kleve. Im Tichelpark Kino gibt es am Sonntag, 5. Februar, und Sonntag, 12. Februar, eine Matinée zum Thema Sterbehilfe. Um jeweils 12 Uhr wird erst der Film „Halt auf freier Strecke“ von Andreas Dresen gezeigt. Anschließend sollen die Besucher Gelegenheit haben, mit lokalen Hospizgruppen ins Gespräch zu kommen. Der Eintritt kostet 5 Euro.

     

     
  • FDP lädt zum Neujahrsempfang ein

    Emmerich. Am Sonntag, 12. Februar, feiert die FDP Emmerich ihren Neujahrsempfang in der Societät in Emmerich. Beginn ist um 11 Uhr. Gastreferent ist in diesem Jahr der Landtagsabgeordnete Kai Abruszat. Er wird über das Thema Dichtheitsprüfung referieren.

     

     
  • Jetzt kochen aber mal die Männer

    Kleve. Am Dienstag, 14. Februar, beginnt in der FBS Kleve ein neuer Kochtreff für Männer. Er geht über fünf Dienstage und beginnt jeweils um 19 Uhr. Anmeldungen: 02821/72320.

     

     
  • Gocher Festzelt wird aufgebaut

    Goch. Auf dem Klosterplatz in Goch beginnen die Vorbereitungen für den Aufbau des Festzeltes. Halbseitig wird der Platz aus diesem Grund ab dem Abend des 6. Februar gesperrt. Dann werden die ersten Materialien für den Bau des Zeltes und der Toilettenanlagen angeliefert. Voll gesperrt ist der Platz ab dem Abend des 7. Februar, voraussichtlich bis zum 25. Februar. Er steht dann als Parkplatz nicht zur Verfügung. Auch das Parken an der Mühlenstraße wird dann nicht möglich sein. Der Parkstreifen ist ausschließlich für Rettungs- und Einsatzfahrzeuge vorgesehen. Wer hier parkt, wird abgeschleppt.

     

     
  • Die SPD Bedburg-Hau lädt zur Sprechstunde

    Bedburg-Hau. Am Donnerstag, 2. Februar, veranstaltet die SPD Bedburg-Hau eine Bürgersprechstunde im Rathaus Bedburg-Hau. Ratsmitglied Rainer Dekkers und die sachkundige Bürgerin Karin Wilhelm stehen von 17 bis 18 Uhr für Fragen zur Verfügung. Man kann sie auch anrufen: 02821/66081.