olafplotke

Von Olaf Plotke

Man soll nicht in Panik verfallen - das sagt sich so leicht. Aber die Meldung der Lindenschule in Rees-Haldern schockiert nicht nur Eltern von dortigen Schulkindern: Männer in einem blauen Bulli sollen versucht haben, einen kleinen Jungen zum Einsteigen zu überreden (siehe Artikel unten). Das hat die Schulleiterin den Eltern der Grundschulkinder in einem Brief geschildert, der seit 2 Tagen in den sozialen Medien kursiert. Die Masche mit dem Ansprechen von Kindern kennt man ja schon seit Generationen und immer wieder wird den Kindern deshalb zurecht beigebracht, unter keinen Umständen mit fremden Menschen mitzugehen.Aber es ist bei dieser Geschichte auch das Szenario, das uns so erschrecken lässt: Männer in einem dunklen Bulli - das hört sich irgendwie organisiert und irgendwie ziemlich geplant an. Es fällt schwer, hier nicht gleich an das Schlimmste zu denken. Ich glaube, es ist deshalb auch normal, dass Eltern da nicht cool bleiben. Und es ist sicher genauso natürlich, dass die Eltern von Kindern an anderen Grundschulen jetzt ebenfalls beunruhigt sind. Die bittere Wahrheit ist aber: Man kann eigentlich nichts anderes tun, als den eigenen Kindern noch einmal klarmachen, dass sie niemals mit fremden Menschen mitgehen sollten, welche Vorwände auch immer ihnen erzählt werden. Sagen Sie es Ihren Kindern lieber einmal zu viel als zu wenig. Bislang haben wir nichts weiter als die Schilderung des kleinen Jungen. Hoffen wir, dass es dabei bleibt.

olafplotke

Von Olaf Plotke

Ich bin echt gespannt wie ein Flitzebogen, ob man dem abgewählten Emmericher CDU-Bürgermeister Johannes Diks nun tatsächlich den Job des Wirtschaftsförderers dauerhaft zuschustert. Vielleicht im Austausch dafür, dass die „Koalition“ zwischen SPD und CDU doch weiter bestehen bleibt, damit der SPD-Bürgermeister eine Mehrheit hat? Diks hatte als Bürgermeister den Job des Wirtschaftsförderers ja so nebenbei mitgemacht - als Tausendsassa mit der Fähigkeit 1.000 Fantastillionen Termine im Jahr zu absolvieren für ihn natürlich kein Problem. Unter diesen Voraussetzungen könnte der Job des Wirtschaftsförderers künftig eigentlich über einen 450 Euro-Job nicht hinausgehen - zumindest nicht wenn Diks ihn macht, oder? In Kalkar ist der abgewählte CDU-Bürgermeister Gerhard Fonck noch Wirtschaftsförderer Nummer 1. Er ist nämlich weiter Geschäftsführer der städtischen Wirtschaftsförderung SEG. Drollig: Während Bürgermeisterin Britta Schulz beruflich ihr Privatfahrzeug nutzt und ein Fahrtenbuch führt, kann Fonck weiter im privaten Dienstwagen durch die Gegend brausen, den ihm die SEG stellt. Ob er denn auch noch als Wirtschaftsförderer arbeitet? Einen Monat muss er ja noch. Erst Ende November soll er von der Gesellschafterversammlung auch hier abgewählt werden.

olafplotke

Von Olaf Plotke

Nach der Frist, kam die letzte Frist, dann die allerletzte und jetzt die allerallerletzte. Die Emmericher Ratsfraktionen von SPD und CDU haben sich vollends lächerlich gemacht mit der Entscheidung, Neumarkt-Stillstandsverwalter Josef Schoofs nochmal mehr Zeit zu geben, eine Unterschrift des irischen Eigentümers des Deutsche Bank-Gebäudes zu bekommen. Im Mai hieß es ja bereits, der Knoten sei durchschlagen und wir alle dachten, es wäre der Knoten der Probleme. Dabei war es der Knoten, der das Neumarkt-Projekt noch mit der Realität verbunden hatte. Seitdem ist das Projekt für den Beobachter vollends zur Eulenspiegelei geworden. Für mich sieht die Sache so aus: Schoofs tischt dem Emmericher Stadtrat eine Tollheit nach der anderen auf und kommt damit bei SPD und CDU immer wieder durch. Die beiden Fraktionen sind bereit, ihm alles zu glauben, solange er ihnen einen Hauch Hoffnung lässt, das Neumarkt-Projekt könnte noch irgendwie was werden. Am 2. Oktober sollte definitiv Schluss sein, wenn Schoofs die Unterschrift des Iren nicht hat. Das kündigte im Vorfeld auch SPD-Bürgermeisterkandidat Peter Hinze vollmundig an. Man muss feststellen: Der neue Bürgermeister ist noch nicht im Amt und hat schon das erste Wahlversprechen gebrochen. Das sind ja tolle Aussichten für die nächsten 5 Jahre.

mterhoeven

Von Michael Terhoeven

Immer mehr Asylsuchende strömen in den Kreis Kleve. Die Kommunen bemühen sich nach Kräften, die Flüchtlinge aufzunehmen und mit dem Nötigsten zu Versorgen. Es sind jedoch vor allem hunderte ehrenamtliche Helfer, die dafür sorgen, dass die Menschen mehr bekommen als bloß ein Dach über dem Kopf und etwas zu essen. Freiwillige, die sich mit großem Einsatz darum kümmern, dass das ganz große Chaos bisher ausgeblieben ist. Nur weil es bisher gut läuft heißt es aber noch lange nicht, dass es so weiter geht. Denn eins steht fest: Die Flüchtlingswelle wird in absehbarer Zeit nicht abreißen. Deshalb ist es geradezu fahrlässig, dass durch die Stimmen von CDU und FDP im Kreistag beschlossen wurde, keine zentrale Koordinierungsstelle für die Flüchtlingshilfe auf den Weg zu bringen. Schon das „Nein!“ zu einem vom Land finanzierten Kommunalen Integrationszentrum, wie es mittlerweile in nahezu jedem Kreis in NRW Standard ist, war schwer nachvollziehbar. Dass jetzt selbst die „Light-Version“ abgelehnt wurde, zeugt von Realitätsferne (siehe Artikel rechts), aber auch von fehlender Weitsicht. Zudem wird ein fatales Signal an die ausgesendet, auf die  der Kreis Kleve eigentlich nicht verzichten kann: Die vielen Ehrenamtlichen, die sich engagieren, Unterstützung aber bitte woanders suchen müssen.

olafplotke

Von Olaf Plotke

Wenn man jahrzehntelang nur den Sieg kennt, muss man das Verlieren erstmal lernen. Aber das fällt der  CDU in Kalkar, Goch, Kleve und Emmerich sehr schwer. Besonders deutlich wurde das in Kalkar und Goch, wo die CDU m.E. in den 2 Wochen vor der Stichwahl einen fiesen Schmutzwahlkampf geführt hat, der eigentlich nur darauf abzielte, die gegnerische Kandidatin, bzw. den gegnerischen Kandidaten und teilweise sogar ihre Wähler herabzusetzen.
Die Quittung hat der Wähler der CDU dann am Sonntag gegeben. Wie beleidigt die Partei auf die herben Niederlagen reagiert, kann man jetzt gut in Emmerich besichtigen. Nachdem der eigene Bürgermeister ab-  und der SPD-Kandidat Peter Hinze gewählt wurde, kündigt die CDU-Fraktion erstmal die jahrelange enge Zusammenarbeit mit der SPD auf. Denn die Rolle des Steigbügelhalters hatte die CDU allein den Sozialdemokraten zugedacht. Lieber macht man nichts als was für den SPD-Bürgermeister. Genau wie in Kleve, wo die bei der Bürgermeisterwahl abgeschmierte CDU (mit den Grünen) jetzt die Sparkommission unter fadenscheinigen Gründen aufkündigte. Dass es um eine absolut wichtige Frage für die Stadt geht, ist ihnen wohl egal. Die eigenen Befindlichkeiten scheinen ihnen wichtiger zu sein. Die Ratsmitglieder sollen zum Wohl ihrer Stadt arbeiten, nicht zum Wohl der ihrer Partei. Viele Jahrzehnte deckte sich das für die CDU in Kleve, Goch, Kalkar und Emmerich, denn Stadt und Partei waren eng miteinander verflochten. Jetzt muss die CDU lernen, dass man auf sie nicht mehr angewiesen ist und Politik auch ganz ohne sie gemacht werden kann.

olafplotke

Von Olaf Plotke

Ist es eigentlich Zufall, dass die Verwaltung den Klever Ratsfraktionen erst jetzt eine Liste mit allen möglichen Einsparmöglichkeiten präsentiert? Sagen wir es so: Es wäre den Bürgermeisterkandidaten von CDU und Grünen sicher schwer gefallen, sich als erfolgreiche Macher zu preisen, wenn gleichzeitig über notwendige Sparmaßnahmen in Millionenhöhe diskutiert worden wäre, um den Haushalt irgendwie auszugleichen. Nun ist das Thema auf dem Tisch. Aber erstmal sind alle sauer, weil man eigentlich in Ruhe hinter verschlossenen Türen über Ideen zum Sparen diskutieren wollte. Und Theo Brauer hätte sich bestimmt auch lieber mit einem anderen Thema aus dem Amt verabschiedet. Leider hat der Kurier es im Notiz-Blog öffentlich gemacht. Immer diese Medien... In einem Monat wird Sonja Northing Bürgermeisterin der Stadt Kleve sein und ihre Amtszeit beginnt gleich mit dem unangenehmen Thema Sparen. Damit sammelt man als Bürgermeisterin erstmal keine großen Sympathiepunkte in der Bevölkerung und einige ihrer eigenen Ideen muss sie nun wohl auch verschieben. Sie hat versprochen, die Bürger mehr zu informieren und einzubinden. Das kann doch hier eine Chance sein. Vielleicht gelingt es ihr, das Thema Sparen nicht zu einem Projekt der Ratsfraktionen, sondern aller Bürger zu machen.