olafplotke

Von Olaf Plotke

Man hört leider immer häufiger, dass in Familien nur noch Fertiggerichte auf den Tisch kommen. Angeblich fehlt die Zeit, leider aber auch immer öfter die Fähigkeit zum Kochen.  Das ist schlimm. Denn selbst zu kochen hat viele Vorteile: Es ist günstiger und individueller als Fertiggerichte und man lernt, dass ein Gericht nicht im Tiefkühlfach wächst, sondern aus Zutaten besteht, die erst dank der Leistung des Kochs zu einem schmackhaften Mahl werden. Es sollte m.E. die Aufgabe der Schule sein, unseren Kindern den Wert von einem selbst gekochten Essen nahe zu bringen. Und wo ginge das besser als in der schuleigenen Kantine? An der Gesamtschule in Goch geht man mit gutem Beispiel voran und kocht gute Hausmannskost „wie zu Hause“ (siehe Artikel rechts).  Am Konrad-Adenauer-Gymnasium in Kleve dagegen werden tiefgekühlte Fertiggerichte aufgewärmt. Unfassbar! Mag ja sein, dass Tiefkühlkost durchaus qualitativ hochwertig sein kann. Wenn die Küchenleiterin aber meint, dass es mit das Beste sei, was man auf Teller bekommen kann, klingt das wie Hohn in den Ohren von jedem, der seine Familie noch selber bekocht.  Man kann ja nur hoffen, dass das pädagogische Konzept des Konrad-Adenauer-Gymnasiums besser ist als das kulinarische.

olafplotke

Von Olaf Plotke

Kleve wird in diesem Jahr keine Gesamtschule bekommen. Ist das schlimm?  Einige Eltern finden schon, denn sie hätten ihre Kinder im neuen Schuljahr gerne auf eine Gesamtschule geschickt.  Trotzdem gibt es m.E. gute Gründe dafür, dass sich die Politiker noch ein wenig Zeit nehmen. Die Bezirksregierung hat Kleve, Kranenburg und Bedburg-Hau bis zum 15. Juni Zeit gegeben, eine Konzeption für die Zukunft der Schullandschaft in ihren Städten vorzulegen. Ein Experten-Gutachten soll dabei helfen.  Dass Gesamtschul-Gegner dahinter nur eine Verzögerungstaktik vermuten ist nachvollziehbar, weil die CDU die Gesamtschule bekanntlich aus ideologischen Gründen ablehnt. Trotzdem ist es kein Skandal, dass sich Bezirksregierung und Lokalpolitik Zeit lassen.  Denn eins ist schon klar: Die Schullandschaft wird sich verändern. Aber eine Gesamtschule muss nicht die optimale Lösung sein. Die Grünen haben mit der Gemeinschaftsschule ein Konzept vorgelegt, das noch über das der Gesamtschule hinausgeht.  Ob das aber die optimale Lösung für Kleve und Umgebung ist, kann derzeit noch niemand sagen.  Am 15. Juni wissen wir mehr. Und ich glaube, dass die Eltern und natürlich vor allem die Kinder dann für ihre Geduld belohnt werden. 

olafplotke

Von Olaf Plotke

Beim Neujahrsempfang der Stadt Emmerich im PAN kunstforum las Bürgermeister Johannes Diks eine 11-DIN-A4-Seiten lange Rede vor, in der er das vergangene Jahr Revue passieren ließ und natürlich viele lobende Worte für die eigene Stadt, den Rat und die Verwaltung fand. Das ist in Ordnung, das macht man als Bürgermeister so. Unverständlich bleibt mir allerdings, warum sich Diks gleich an mehreren Stellen zu einer m.E. völlig unsachlichen Medienschelte hinreißen ließ. Man konnte den Eindruck haben, dass der Bürgermeister beleidigt darauf reagiert, dass die Zeitungen nicht jede Maßnahme und Idee des Bürgermeisters bejubeln, sondern auch mal unangenehme Fragen stellen oder kritische Stimmen zu Wort kommen lassen. Diks nannte solche Stimmen in seiner Rede „Miesmacher“, denen man die „rote Karte zeigen“ solle und unterstellte den Journalisten, nur die schlechten Nachrichten zu schreiben. Ein absurder Vorwurf wie ich finde. Man darf als Bürgermeister keine Mimose sein, sondern muss auch Kritik aushalten. Hofberichterstattung mag für Politiker wünschenswert sein, im Kurier am Sonntag werden sie die allerdings nicht finden. Das ist ein Versprechen an unsere Leser. Und zu denen gehört ja auch Bürgermeister Johannes Diks.  

olafplotke

Von Olaf Plotke

Ich freue mich jetzt schon auf mein leckeres Frühstücks-Ei am Sonntagmorgen. Das gehört für mich zu einem guten Frühstück dazu. So wie ich auch einfach sehr gerne Omelette esse. Eierspeisen sind beliebt, auf der ganzen Welt. Deshalb ist jetzt ja auch die Aufregung um die dioxin-verseuchten Eier so groß.  Allerdings schlägt in Deutschland so was auch schnell in Panik um. Wenn man den Experten trauen darf, dann ist selbst der Verzehr eines dioxinbelasteten Eis nicht wirklich gesundheitsschädlich.  Aber ich habe großes Vertrauen in die Produzenten, bei denen ich meine Eier kaufe. Ich bin mir sicher, dass mein Frühstücks-Ei unbedenklich ist.  Aber nachgefragt habe ich natürlich auch, ob man mir die Unbedenklichkeit der Eier garantieren könne. Der Händler zeigte mir daraufhin ein Zertifikat des Eier-Produzenten. Das hat mich überzeugt. Ich hätte sogar bei dem Produzenten vorbeifahren können, denn der sitzt hier im Kreis.  Viele Verbraucher machen es wie ich und fragen nach. Das ist gut so. Denn ich denke, an der Reaktion des Händlers kann man auch einiges ablesen. Ich habe mal einen Metzger nach der Herkunft des Fleisches gefragt. Statt einer Antwort, fragte er mich nur, warum ich das denn wissen wolle. Da habe ich dann nicht gekauft. Meine Hühnereier kaufe ich jedoch weiter bei dem Händler meines Vertrauens. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen guten Appetit! 

Baerbel2008

Von Bärbel Huisman

23 Jahre ist es gut gegangen und der Silvesterlauf in Pfalzdorf konnte stattfinden. Kalt war es öfters, geregnet hat es auch und einmal in den 90er Jahren gab es Blitzeis. „Da mussten wir ganz schön rödeln“, erinnert sich Renate Verwayen an diesen besonderen Silvestertag. Doch in diesem Jahr ist es viel schlimmer und aus diesem Grund haben der Verein, Alemannia Pfalzdorf, die Stadt Goch, die Kommunalbetriebe und die Polizei gemeinsam beschlossen, dass der Silvesterlauf erstmalig ausfallen muss. Die Verantwortung für diese Großveranstaltung konnte und wollte man nicht übernehmen, erklärte Verwayen. Eisplatten auf der Laufstrecke und Schneeberge auf den Bürgersteigen, das wäre einfach zu gefährlich und keiner wollte, dass jemand stürzt. Da muss man die Verantwortlichen loben, dass sie diese unpopuläre Entscheidung getroffen haben –obwohl es finanzielle Einbußen gibt. Und Arbeit hatten die Verantwortlichen trotzdem. Fast 3.000 angemeldete Läufer mussten benachrichtigt werden über Zeitungen, Radio, E-Mails oder Newsletter, die Startgebühr wieder zurück überwiesen, von den Arbeiten vor Ort mal ganz zu schweigen. Aber die Vernunft hat gesiegt und so kann man die traurigen Läufer nur auf de Silvesterlauf 2011 vertrösten. Und bis dahin: Immer schön trainieren!

olafplotke

Von Olaf Plotke

Wer jüngst selbst schon mal geflucht hat bei dem Versuch, die Mülltonne durch den hohen Schnee zu ziehen, der kann sich ausrechnen, wie schwierig der Job der Müllmänner zurzeit ist. Was im Sommer so zack-zack geht, also Mülltonne vom Bürgersteig ziehen und im Müllwagen entladen, ist im Schnee eine Meisterleistung.  Denn oft türmen sich am Bürgersteigrand die Schneemassen - da kann man die Tonne nur schwerlich durchziehen.  Ich finde, dass man diesen Menschen an dieser Stelle einmal „Danke“ sagen sollte dafür, dass der Müll immer noch pünktlich abgeholt wird.  Man schätzt das oft, viel zu oft zu gering. So wie man auch die Menschen, die diese Arbeit machen, zu oft gering schätzt. Dazu besteht freilich kein Grund: Müllmänner, Altenpfleger, Hausmeister, Reinigungskräfte, Straßendienstler – das sind Berufe, die für unsere Gesellschaft unverzichtbar sind.  Dass wir dem Manager im Nadelstreifenanzug dennoch mehr Respekt entgegen bringen als dem Mann, der einem alten, kranken Menschen das Essen reicht, ist eine der Absurditäten unserer modernen Welt.  Deshalb gilt heute ein „Dankeschön“ all diesen Menschen, die unser Leben im Stillen so komfortabel machen.