olafplotke

Von Olaf Plotke


Am Mittwoch wird der Rat der Stadt Kleve wohl eine Entscheidung treffen, die viele Eigenheimbesitzer viele tausend Euro kosten wird. Die so genannten Anliegerbeiträge sollen drastisch erhöht werden. Bislang mussten Anlieger in Wohnstraßen 50 Prozent der Kosten einer Straßenerneuerung tragen, künftig sollen das 75 Prozent sein.   Es kommt noch dicker: Wer ein Eckgrundstück hat, musste bislang bei der Sanierung der zweiten Straße dafür lediglich zwei Drittel der Kosten tragen. Sozusagen eine Art Kostendämpfung, weil diese doppelten Kosten Eigenheimbesitzer an den Rand des Ruins bringen können. Diese Kostendämpfung soll nun auch gestrichen werden.  Man muss es offen sagen: Es handelt sich hier um einen dreisten Griff in die Portemonnaies der Eigenheimbesitzer. Die FDP zumindest leistet Widerstand. Fraktionschef Daniel Rütter sagte mir, dass er sich frage, wofür man eigentlich Steuern zahle, wenn die Bürger jetzt auch schon den Straßenbau nahezu komplett selbst bezahlen sollen.  Die FDP ist auch der Ansicht, dass die Stadt lieber dafür sorgen sollte, dass Kostenexplosionen wie bei der Kurhaus-Erweiterung vermieden werden, anstatt einfach den Steuerzahler für die eigene Unfähigkeit bluten zu lassen.   Ich finde, der Mann hat Recht.

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren