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Von Michael Terhoeven

 Was hat die Klever CDU aus den jüngsten Wahldebakeln gelernt? Die Antwort ist ebenso einfach wie kurz: Nichts! Nach alter Väter Sitte agierten die Christdemokraten in der jüngsten Ratssitzung nach dem Dampfwalzen-Prinzip und überfuhren, gemeinsam mit der ihnen eng und gerne verbundenen Fraktion der Grünen, nicht nur sämtliche Ratskollegen, sondern auch die Verwaltung sowie die Elternvertretung und die Schulkonferenz der Sekundarschule. Diese beiden Gremien hatten sich dafür ausgesprochen, die Sekundarschule in eine Gesamtschule umzuwandeln. Ein Vorschlag, dem die Mehrheit im Rat sicher schien. Und dann das: Kurz vor Toresschluss legte die CDU den Antrag vor, die Sekundarschule zu schließen. Im Gegenzug soll zum Schuljahr 2017/18 eine neue Gesamtschule gegründet werden. Viele Ratsmitglieder und die Verwaltung wurden kalt erwischt. Auch die Schulleitung und die Gemeinde Bedburg-Hau, in der sich ein Teilstandort der Sekundarschule befindet, trafen diese neuen Pläne vollkommen unvorbereitet - anscheinend war im Vorfeld mit niemanden (außer den Grünen) über den plötzlichen Gesinnungswandel gesprochen worden. Bürgernah geht anders. Fair auch. Die CDU hat die Abstimmung zwar gewonnen, Applaus für diesen vermeintlichen „Erfolg“ hat sie jedoch nicht verdient.

Kommentare   

#1 Dörper Marion 14.11.2016 12:52
Genau so war es, wir Eltern die da waren, waren alle geschockt. Der CDU und den Grünen ging es nicht um die Kinder und den immer wieder betonten Elternwillen, sondern nur darum möglichst wenig Zeit in das Thema zu investieren. Was aus den Sekundarschülern wird scheint denen egal zu sein.
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#2 Jens-Uwe Habedank 14.11.2016 21:08
Es ist bemerkenswert - wie sich CDU und Grüne in Kleve noch immer gegen sinnvolle und wünschenswerte Bildungspolitik in Kleve wehren; statt dessen mal zeigen "wo der Hammer hängt" und dabei Kinder, Eltern, engagierte Lehrer und Zukunft ignorieren.

Hat man sich zunächst einer Gesamtschule total verwehrt und mußte diese dann doch zulassen, hat man die Chance versäumt in 2011 gleich 2 davon zu errichten (" 1 mal Teufelszeug ist genug...").
Nun, 4-5 Jahrgänge später hat man die Crux mit der Sekundarschule eingesehen - und man versucht den vorherigen Fehler mit einem neuen Fehler zu korrigieren...
Warum? Weiß kein normaler Mensch; das bleibt verborgen in der Melange von Machtgedöns, beleidigter Provinz-Egoismen und wohl "Expertentum" ( wer sich heute allles als "Schulexperte" bezeichnet...!?).

Wem dient's? Niemandem!
Wem schadet's? Den Kids, den Eltern, der Infrastruktur, der Bevölkerung...

Wer haftet: Nie und nimmer Cosar, Bay, Gebing, Meyer-Wilmes...
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