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Von Olaf Plotke

476 junge Leute erhalten in diesem Jahr von der Arbeitsagentur spezielle Förderung, damit sie auf dem Ausbildungsmarkt überhaupt eine Chance haben (Artikel rechts). Fast 2,4 Millionen Euro lassen wir uns das kosten. Traurig, dass man so was überhaupt tun muss. Aber letztlich gut, dass man es macht. Vor allem für die jungen Leute, die so eine wichtige Chance bekommen, um ihre Defizite auszubügeln. Die reichen vom fehlenden Schulabschluss über zu schlechte Noten bis hin zu Problemen im sozialen Miteinander. Und einige müssen, man glaubt es kaum, erstmal das morgendliche Aufstehen lernen. Die Botschaft, die die Förderangebote der Arbeitsagentur aussenden lautet: „Wir geben Dich nicht auf! Du kannst es schaffen und wir helfen Dir dabei.“ Umso schockierender, wenn sich einige Jugendliche schon selbst aufgegeben haben. Denn eine erkleckliche Anzahl an Jugendlichen nimmt keine Fördermaßnahme an, z.B. mit der Begründung am Samstag keine Lust auf Unterricht zu haben. Lieber für den Rest des Lebens arbeitslos als eine Zeit lang mal am Samstag früher aufzustehen? Das macht mich nicht nur fassungslos - das macht mich echt wütend. Sie stehen am Anfang und sind schon am Ende. Und sie finden das noch nicht mal so schlimm, dass sie ihre Situation ändern wollen. Einigen geht es einfach zu gut.

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