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Von Michael Terhoeven

Da wurde wohl an der falschen Stelle gespart. Gerade einmal fünf Jahre ist es her, dass der Gocher Rat mit den Stimmen von CDU und Grünen die Leistungen für die Kindertagespflege zurückschraubte. Jetzt kommt es zur Kehrtwende (siehe Artikel rechts), weil sich das bewahrheitet hat, wovor Politiker der anderen Parteien und Tagesmütter bereits 2011 warnten: Aufgrund fehlender Anreize nimmt die Zahl der Tagespflegepersonen in Goch ab. Und das bei steigender Nachfrage. Zum einen wurde von Eltern inzwischen erkannt, dass die Tagespflege eine in der Regel flexiblere Alternative zu den Kindergartenplätzen im U3-Bereich ist. Zum anderen wollen/müssen immer mehr Eltern ihre Kinder in eine U3-Betreuung geben. Trotz aller baulichen Anstrengungen sind vor allem für unter Zweijährige entsprechende Plätze nach wie vor ausgesprochen rar. Es muss also (mal wieder) schnell reagiert werden. Und da kommen die ins Spiel, denen man vor fünf Jahren vor den Kopf stieß: Tagesmütter. Zum 1. Januar 2017 treten zu ihrem Gunsten neue Richtlinien in Kraft. Eine Charmeoffensive, die der Stadt Goch am Ende einiges sparen dürfte. Zwar wird zur Umsetzung der Pläne viel Geld in die Hand genommen, doch wäre die Alternative kostspieliger: der (Aus-)Bau mindestens einer weiteren Kita.

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