olafplotke

Von Olaf Plotke

Wenn es nicht so traurig wäre... Wir haben da nun in der Klever Unterstadt ein neues Rathaus stehen, das so aussieht wie das alte, das man aber nicht benutzen kann und das eine Tiefgarage hat, die man nicht befahren kann. Die Verwaltung hat sich dafür in die ehemalige Zentrale eines Reiseveranstalters eingemietet und dafür angeblich schon so viel Miete bezahlt, dass man auch gleich den ganzen Komplex hätte kaufen können. Komplettiert wird der Irrsinn vom Minoritenplatz, der Kleve mal viel Geld bringen sollte, dessen Erlös nun aber vermutlich zu einem erklecklichen Teil auf die Befriedigung der Ansprüche eines Investors verwandt werden muss, den man zu Unrecht aus dem Rennen geworfen hat. Die neue Bürgermeisterin Sonja Northing ist unfreiwillig zu Kleves oberster Trümmerfrau geworden. Sie tut das Richtige, wenn sie das Gespräch mit Sontowski sucht, um die Sache außergerichtlich, und damit für Kleve günstiger, beizulegen. Teuer wird es allerdings trotzdem. Gute Gelegenheit sich daran zu erinnern, wessen Trümmer hier eigentlich weggeräumt werden müssen... Sollte jemals im Stadtrat der Antrag auf Verleihung der Ehrenbürgerschaft an den Bürgermeister gestellt werden, in dessen Ägide der o.g. Irrsinn verbrochen wurde, dann sollte man eine Kostenaufstellung für Rathaus und Minoritenplatz bitte der Ratsvorlage anfügen.

Kommentare   

#1 Der Laie 11.09.2016 15:47
Wenn man bedenkt,wie geräuschlos der Kreis Kleve Projekte wie die Hochschule oder den Berufsschul Neubau in Geldern hochzieht,kann man nur zu dem Schluss kommen,es geht auch ordentlich.
Im Umkehrschluss bedeutet das,es mag in Kleve noch nicht einmal eine böse Absicht dahinter stecken, sondern einfach nur Unvermögen,ein Projekt reibungslos umzusetzen zu können.

Wer denkt nicht daran, das die Verbindungsbrücke zwischen den Teilen der Hochschule unbedingt eine teuere Hubbrücke sein mußte,dafür das heute nur Paddelboote darunter herfahren.

Keiner kann alles können oder wissen,als Chef einer Behörde sollte man aber entweder entsprechende Fachleute um sich versammeln oder externen Sachverstand rechtzeitig einkaufen.

In Deutschland gilt zwar das Recht der kommunalen Selbstverwaltung,
aber ab welchem grobfahrlässigen Verhalten tritt eigentlich die Kommunal Aufsicht in Aktion.

Nach Boris NRW beträgt der Bodenrichtwert 650€/m² für den Minoritenplatz,die Fachleute der Stadt Kleve rufen als Mindestgebot 500€/m² auf. Bei 4800m² werden also schon mal ~700.000€ Bürger Eigentum unter den Tisch gekehrt.Oder ist im Rat jemand der Auffassung, das ein Bieter freiwillig mehr bietet als das Mindestgebot.

Olaf Plottke hat recht, wenn er eine Ehrenbürgerschaft des Pleiten, Pech und Pannen Bürgermeisters als krönenden Abschluss hinterfragt.
Im Arbeitszeugnis eines Mitarbeiters würde stehen,er war stets pünktlich,höflich der Kundschaft gegenüber,er hat sich im Rahmen seiner Möglichkeiten bemüht die an ihn gestellten Aufgaben zu erfüllen.
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen lassen jedoch eine Weiterbeschäftigung in unserem Hause leider nicht zu.
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#2 B.R. 11.09.2016 19:42
1 Laie )

Der Bodenrichtwert hat in dem Fall keinen Einfluss auf den ökonomischen Wert des Grundstückes. Juristisches geplänkel auf dem Papier ist in dem Fall völlig uninteressant.

Mit dem Vermögen der Stadt bzw. der Bürger wird aber leichtfertig umgegangen, wenn man während einer Ausschreibung nur einen Bieter zuläßt.
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#3 ??? 11.09.2016 21:06
Herr Plotke,

Frau Sonja Northing ist freiwillig Bürgermeisterin von Kleve geworden. Sie wusste genauso (wenn nicht noch mehr), wie die "einfachen" BürgerInnen, was sehr wahrscheinlich auf Kleve zukommen würde.
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#4 Der Laie 12.09.2016 11:51
@2 B.R.
Die Aufteilung in kleinere Einzellose hätte sicherlich für mehr Investoren gesorgt,aber wer hätte dann die Tiefgarage gebaut und vor allen Dingen sich die Betriebskosten ans Bein gebunden.

Ob die Öffentlichkeit denn jemals erfahren wird, welche Summe der neue Investor für das Grundstück bezahlt,meine Hoffnung ist da sehr gering.
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#5 juergen 17.09.2016 18:22
Ein Bauführer steckte mir vor bereits über einem Jahr; "das Rathaus ist soweit fertig, warum zieht keiner ein".

Wird das alte Stück Zwischengebäude als Baustelle dafür hergenommen das Rathaus NICHT zu beziehen? Eigenartig das Ganze. Lieber Miete zahlen als umzuziehen? Noch eigenartiger das Ganze.
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#6 F. Schmitz 18.09.2016 01:15
@1. Der Laie
"Wenn man bedenkt, wie geräuschlos der Kreis Kleve Projekte wie die Hochschule oder den Berufsschul Neubau in Geldern hochzieht, kann man nur zu dem Schluss kommen, es geht auch ordentlich."

Beide diese erfolgreichen Projekte wurden übrigens vergaberechtlich von dem hier und an anderer Stelle jetzt so viel gescholtenen Rechtsanwalt vergabe- und baurechtlich begleitet, wie u.a hier nachzulesen ist h t t p s
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#7 Martin Fingerhut 18.09.2016 10:16
@ #6 F. Schmitz :
Nun, generell wird die WerbeIndustrie kaum über die MißErfolge ihrer Klienten berichten.
Auch auf WebSite der Kanzlei selber habe ich nichts gefunden über deren "Erfolge" bei den VergabeVerfahren zum
- RatHaus
- Museum KurHaus
- UmBau der RealSchule an der Gustav-Hoffmann-Allee.

Aber es mag ja sein,
daß all diese ReinFälle nicht am RechtsBeistand der Stadt liegen
sondern an der Stadt selber.
sprich :
an der Verwaltung und am Rat.
Die CDU-grass-grüne Mehrheit des Rates winkt fast alles ohne Bedenken durch,
was die Verwaltung ihr vorschreibt - Pardon : - vordruckt.
Verantwortlich für die DruckSachen ist formal der BürgerMeister, momentan die BürgerMeisterin.
Doch in welcher DruckSache ist mehr als die UnterSchrift vom BürgerMeister ?
Wer formuliert die Texte ?
Wer schlägt dem Rat vor, was dieser zu beschließen habe ?
Wer wertet die Anregungen und Bedenken der Bürger aus ?
Wer beantwortet fast sämtliche Argumente wie am FließBand mit
" Der Anregung wird nicht gefolgt. Der Anregung wird nicht gefolgt. Der Anregung wird nicht gefolgt. Der Anregung wird nicht gefolgt. Der Anregung wird nicht gefolgt. ... " ?
Wer wird zum Dank für alle seine "GlanzLeistungen" für 8 weitere Jahre im Amt betoniert ?

Wer betont in der DankesRede zu seiner WiederWahl,
daß er es Krönung seines LebensWerkes ansehe,
den MinoritenPlatz nun endlch zuZuKlotzen ?
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