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Von Olaf Plotke

 Die Geschwindigkeit mit der sich die Bürgergemeinschaft Emmerich (BGE) auflöst, ist atemberaubend. Jetzt wurde mit der Top-Job-Börse die Renommee-Veranstaltung der Wählervereinigung abgesagt, weil sie schlichtweg nicht mehr genug Leute für die Organisation hat (hier klicken). Traurig. Seit der Bürgermeisterwahl geht es mit der BGE rapide bergab: Streit zwischen Ex-Bürgermeisterkandidat Sigmund und Fraktionschef Bartels, die Austritte von Sandra Bongers und Fraktionsvize Udo Tepass sowie die Absage der Börse sind nur die Höhepunkte der Selbstauf­lösung. Die BGE hat nicht mal mehr eine Internetseite. Ob sie das Ende des Jahres noch erleben wird?  Lange war die BGE das einzig wirkungsvolle Gegengewicht gegen eine übermächtige CDU-SPD-Koalition und legte immer wieder den Finger in politische Wunden. Vorbei. Die Mehrheitsverhältnisse haben sich geändert und die BGE ist plötzlich an der Seite der CDU zur Mit-Entscheiderin geworden und damit in der Verantwortung. Daran scheint sie zu zerbrechen. In der Rolle der Gestalterin der Politik treten die verschiedenen Motivationen des Engagements der Mitglieder zutage. Man war im Protest vereint. Das war bequem. Gestaltung aber erfordert eine andere Qualität als Protest: Man muss nicht wissen, wogegen man ist, sondern wofür.

Kommentare   

#1 Lotta 21.08.2016 18:56
Bartels, mit seiner großen CDU-Nähe, ist der Totengräber der BGE.
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