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Von Olaf Plotke

Was die CDU-Mitglieder am Mittwoch in Kalkar erlebten, war beste Werbung für die Politik. 4 Bewerber stellten sich zur Wahl, wollten Bundestagskandidat werden. Man hatte eine echte Wahl in einer fairen Auseinandersetzung. An dieser Wahl gibt es nicht nur nichts zu meckern, man muss sie sogar ausdrücklich loben. Mehr Kandidaten bedeuten also nicht mehr Kampf und Streit, sondern mehr Demokratie. Davon können andere Parteien lernen. Stark fand ich, dass die CDU-Mitglieder mit Matthias Reintjes und Stefan Rouenhoff die jungen Bewerber in die Stichwahl schickten und nicht die Älteren. Die CDU-Basis will offenbar die Weichen für die Zukunft stellen, will sich verjüngen und einen neuen Politikstil. Denn Rouenhoff und Reintjes sind keine Hardliner, die alles verdammen, wo nicht CDU draufsteht. „Der Feind steht nicht in unserer Partei, der Feind steht außen.“ Diesen letzten Satz des Kreisvorsitzenden Bergmann am Mittwoch würde man aus Rouenhoffs Mund wohl nie hören. Andere Parteien sind keine Feinde, die die CDU zerstören, sondern Mitbewerber, die das aus ihrer Perspektive Richtige erreichen wollen. Auf dieser Erkenntnis kann eine faire Auseinandersetzung gedeihen. Wenn Rouenhoff das etablieren kann, wäre er nicht nur ein Gewinn für die CDU, sondern für uns alle - unabhängig von der Parteipräferenz.

Kommentare   

#1 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 02.07.2016 18:31
So wie Olaf ihn schildet, so ist er. Diese Erfahrung machte ich. Offene Gespräche auf einer Basis hoher Toleranz - auch mit mir, der die Politik von Dr. Wagenknecht unterstüzt - dies ist neu in der CDU. Dass darüberhinaus sein Wissen m. E. das vieler Mandatsträger in der CDU deutlich übertrifft, ist für mich auch eine positive Erfahrung.
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