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Von Michael Terhoeven

In den jüngsten Diskussionen um den Haushalt für das Jahr 2016 stritten sich Gochs Ratspolitiker unter anderem darum, ob dem Museum eine Budgetkürzung in Höhe von 6.900 Euro zuzumuten sei und ob die Stadtbibliothek in diesem Jahr vielleicht mit 3.800 Euro weniger auskommen könnte. Bei einem 80 Millionen Euro-Haushalt handelte es sich in diesen Fällen um vergleichsweise kleine Sparansätze, die jedoch deutlich machen, wie es um die finanzielle Lage der Stadt bestellt ist. Jeder Euro ist es wert, zweimal umgedreht zu werden. Und dann das: 50.000 Euro mussten innerhalb der vergangenen zwölf Monate in die Reparatur der Parkautomaten gesteckt werden. Nicht etwa weil schlampig gearbeitet wurde, sondern aufgrund purer Zerstörungswut. Sind es jugendliche Rabauken oder radikale Gegner der Parkgebühren, die regelmäßig zuschlagen? So aufgeheizt wie die Stimmung bei der Einführung der Parktickets in der Gocher Innenstadt im vergangenen Jahr war, ist Letzteres durchaus wahrscheinlich. Dem Täter oder den Tätern sei jedoch gesagt: Gewalt ist auch in diesem Fall keine Lösung, kostet nur jede Menge Geld, das die Stadt eigentlich nicht hat und das sie sich beim Steuer- bzw. Gebührenzahler zurückholen muss. An der Erhebung der Parkgebühren wird das nichts ändern.

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