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Von Olaf Plotke

Für den Kreisvorstand der CDU ist der Fall klar: Der ehemalige Landtags- und jetzige Kreistagsabgeordnete Manfred Palmen ist der böse Bube. Denn durch seinen „Brandbrief“ über den desolaten Zustand des Stadtverbands der Klever CDU, den der Kurier öffentlich machte, sei der Partei großer Schaden entstanden. Tatsächlich? Der Schaden war aber doch schon vorher da. Nach der krachenden Niederlage des CDU-Kandidaten bei der Bürgermeisterwahl trat der geschäftsführende Vorstand zurück und fortan wusste keiner mehr, wer in der Klever CDU, was zu sagen hat. Darauf hat Palmen hingewiesen und sich den Zorn vom Kreisvorsitzenden und sogar dem Chef der Klever Ratsfraktion zugezogen. UIkig: Nicht die fehlende Führung schadet der Partei, sondern der, der sagt, dass die Partei führungslos sei. Sicher: Manfred Palmen eckt schnell an. Seine besserwisserische Art kann einem schon gehörig auf den Wecker gehen. Aber mit seinem Schreiben hat er die Partei aufgerüttelt und für die Klarheit gesorgt, die nötig war: Die verbliebenen Beisitzer haben es nun schriftlich, dass sie die Führung übernehmen müssen. Und sie haben bekräftigt, dies auch tun zu wollen - übermäßige Einmischung von der Kreispartei verbitten sie sich. Die CDU Kleve steht vor einem Neuanfang. Er war längst fällig.

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