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Von Michael Terhoeven

 Windräder haben, wie alle anderen Arten der Energiegewinnung auch, Nebenwirkungen. Wenn sie in Rudeln auftreten, sind sie nicht sonderlich hübsch. Sie sind laut. Sie werfen nervige Schatten. Sie töten seltene und weniger seltene Vögel. Und ab und zu brennt eins aus oder verliert einen Flügel. Insofern ist es verständlich, dass erstmal alle abwehrend die Hände heben, wenn vor der Haustür ein Windpark entstehen soll. Den meisten, auch den Windkraftgegnern in und um Kranenburg, dürfte allerdings klar sein, dass die Energiewende kommen muss und kommen wird. Und die funktioniert nur mit Strom aus Wind. Die Energiewende kann jedoch nicht Totschlagargument gegenüber sämtliche Sorgen und Bedenken sein. Allein auf Effektivität im Einklang mit den gesetzlichen Vorschriften zu achten, reicht für eine schwerwiegende und nicht umkehrbare Entscheidung wie den geplanten Bau von zwölf Windenergieanlagen im Reichswald einfach nicht aus. Bereits bei der Änderung des Flächennutzungsplanes, über die bei der Sondersitzung des Kranenburger Rates am 27. April beschlossen werden soll, müssen bei den Entscheidern auch weiche Faktoren wie Naherholung, Ästhetik der Landschaft oder Tourismus eine Rolle spielen. Ganz ehrlich: Ich bin froh, nicht mit entscheiden zu müssen.

Kommentare   

#1 juergen 27.03.2016 16:57
Es ist schlichtweg falsch zu behaupten das eine Änderung der Stromerzeugung nur durch Wind machbar ist. Warum sagen Sie so etwas? Selbst Kernkraft, wenn daran nicht herummanipuliert wird und die Transmutation, die bereits über 40 Jahre anwendbar ist (zur Auflösung von Strahlung), ist etwas sauberes. Windstrom ist eine eigeredete Alternativlosigkeit und mittlerweile eine leicht durchschaubare Ideologie / Indoktrination. Hat es Nicola Thesla, mit seinen über 700 Patenten niemals gegeben? Warum werden "freie Energiemaschinen" so gezielt unterdrückt? Wer hat Interesse daran die Menschen weiterhin in Abhängigkeit zu halten?
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#2 Heinz Goertz 27.03.2016 20:02
Zitat Michael Terhoeven:

Den meisten, auch den Windkraftgegnern in und um Kranenburg, dürfte allerdings klar sein, dass die Energiewende kommen muss und kommen wird.

Herr Terhoeven, es geht nicht gegen die Energiewende, sondern gegen Windrädern in Wäldern!
Es ist absolut kontraproduktiv, Wälder für die Energiegewinnung zu vernichten. Es sind ja nicht nur die Waldflächen, die hier in Deutschland in Industrieflächen umgewandelt werden. Weltweit verschwinden Regenwälder für Palmölplantagen, damit wir unseren Bioanteil im Sprit verwenden können.
Riesige Waldflächen, von der Größe einiger Bundeslander, werden in Rußland kahlgeschlagen, damit ein großes, skandinavisches Möbelhaus seine Einwegmöbel billig verkaufen kann.

ALLE Waldflächen dienen der Stabilisierung unseres Klimas. Nicht nur das, sie sind für das Leben auf der Erde unabdingbar, sie regenerieren unseren Globus. Jetzt kommt mir bitte keiner mit dem Argument, unsere Wälder wären nur Plantagenwälder. Wir haben keinen anderen!
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#3 Martin Fingerhut 28.03.2016 10:00
GegenWind ( www.gegenwindreichswald.eu )
hat einen sehr interessanten Flyer zusammenGestellt :

www.gegenwindreichswald.eu/.../2016-03_Flyer_f_r_den_Erhalt_des_Reichswalds_zum_17.03.-low_res.pdf

Testen Sie Ihr Wissen über Industrie und Wald ...

Dort finden Sie z.B. wieViele Spezial- und SchwerTransporte für die 12 WindGiganten im KranenBurger Teil des ReichsWalds nötig sein würden.

angesichts der Dimensionen dieser Projekte :

WieViel Energie wird - direkt oder inDirekt - in den Bau der Giganten gesteckt ?

WieLange müßten die riesigen WindMühlen erst mal " Wind mahlen ",
um die Energie für ihren eigenen Bau wieder hereinZuBekommen ?

Vor einiger Zeit habe ich einen Bericht gefunden,
in dem vorgerechnet wurde,
welche wortWörtlich "Berge" umgebaggert werden müssen,
um aus dem gesamten auch nur 1g Uran zu gewinnen.
Schon der dazu nötige TreibStoff für RiesenBagger und SuperSchwerstLastWagen
relativierte den Energie"Gewinn" aus Uran.

Die weiteren Schritte
( HerausLösen aus dem Gestein, Reinigen, Konzentrieren, Aufbereiten, ..., Transport um die halbe Welt, ... )
verschlimmern die Bilanz noch weiter.

Der tatsächliche EnergieEinsatz für die "Entsorgung" und "EndLagerung" über JahrHunderte und JahrTausende ist immer noch nicht realistisch abzuschätzen.

Gibt es eine entsprechende Rechnung über den wirklichen totalen EnergieVerbrauch der WindGiganten ?

Welche riesigen Gruben müssen ausgehoben werden ?
WieViel zig Tonnen Beton werden hergestellt, transportiert, verarbeitet, schließlich wieder abgebrochen, zerkleinert, wegTransportiert, ... ?
WieViel Stahl, Aluminium, ... ?
WieViel "Energie" in Form von Öl steckt in den KunstStoffen z.B. der riesigen RotorBlätter ?

Wie ist die EnergieBilanz solcher Anlagen tatsächlich ?
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#4 Der Laie 28.03.2016 14:52
Die Sinnhaftigkeit der Energiegewinnung läßt sich natürlich trefflich an einem Computer der auch um nur ein Bit Rechnerleistung zu erbringen, Strom benötigt,festlegen.
Was antwortete der Grüne,der vehement Katalysatoren für PS starke Autos forderte, auf die Frage, warum er seine Ente nicht nachrüsten würde,der Aufwand ist zu groß und zu teuer.
Die saubere Energie, die Umweltschonend und in der Ökobilanz Wert neutral ist,wird es nicht geben,es sei denn, es kommt jemand der die Physik auf den Kopf stellen kann.
Der Ansatz der AKW`s war es ja, ohne CO-2 Ausstoß, Strom produzieren zu können,die Risiken bei einem Störfall und die Endlagerung
des Atom Mülls wurden bewußt der Kapitalgewinnung untergeordnet.
Oder warum klagen heute die Kommunen über die fehlende RWE Dividende.
Der Steinkohlen-Bergbau wurde über Jahrzehnte teuer subventioniert,mit der Begründung der Unabhängigkeit von Energie Importen.
Dem Braunkohlen Tagebau mußten zum Wohle der Kraftwerksbetreiber mit staatlicher Unterstützung ganze Dörfer weichen.
Warum die größten CO-2 Dreckschleudern noch immer vorrang bei der Netzeinspeisung vor anderen Erzeugern haben,zeigt die Scheinheiligkeit der Politik.
Das selbe trifft auf die sogenannten regenerierbaren Energieerzeuger zu,
ich stelle etwas her und dritte sind verpflichtet mein Erzeugnis abzunehmen.Eine ständige Lieferung muß ich aber nicht sicherstellen,damit das Licht nicht ausgeht,dafür sollen andere sorgen.
Eben Plan Wirtschaft nach Politiker Denkweise.
Wenn dann Kraftwerksbetreiber wegen dauernder Verluste ihre Kraftwerke still legen wollen, kommt der Aufschrei,das geht nicht, nachts und bei Windstille brauchen wir auch noch Strom.

Das aber jetzt auch noch Landesbetriebe mit dem Segen eines Grünen
Umweltministers,nur um Geld aus der Verpachtung von volkseigenem
Besitz,Wälder roden lassen will,zeigt die ganze Scheinheiligkeit der
CO-2 Reduzierungs Debatten.
Es geht nicht um nachhaltigen Umweltschutz sondern um die Erzielung des schnellsten größtmöglichen Profit bzw. Rendite.

Je weiter die Entfernung zum Problem, je höher die Akzeptanz.
Gas und Öl Pipeline liegen auch im Erdreich, warum das mit Gleichstrom- Kabel nicht auch möglich sein soll,ach ja, ist ja teurer als hohe Überlandleitungen.

Was steht noch mal alles auf der Stromrechnung, was der Verbraucher alles zahlen darf, bevor der Computer seine erste Rechnerleistung erbringt,das ist eben an einem Netzbetrieb das schöne, der Kunde kann nicht weglaufen.
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