mterhoeven

Von Michael Terhoeven

Goch hat in der Vergangenheit deutlich über seinen Verhältnissen gelebt. Seit 2009 schrumpfte das Eigenkapital der Stadt um knapp 30 Millionen Euro. Im Gegenzug stiegen die Kassenkredite von 0 auf 21,5 Millionen Euro. Das Schreckgespenst der Haushaltssicherung klopfte bereits mehrmals an die Tür des Rathauses. Und so schnell wird es sich auch nicht vertreiben lassen, selbst wenn der Rat den schwer verdaulichen Maßnahmen des von Neu-Bürgermeister Ulrich Knickrehm initiierten Haushaltsplanentwurf für 2016 zustimmen sollte, ist er trotz massiver Steuererhöhungen und Einsparungen in Höhe von 350.000 Euro „auf Kante“ genäht. Die launische Diva der Gewerbesteuereinnahmen kann im Alleingang dafür sorgen, dass am Jahresende  statt der schwarzen Null doch wieder rote Zahlen geschrieben werden. Doch egal ob der Haushalt aufgeht oder nicht: Er muss als Signal verstanden werden, zeigt er doch, dass zumindest der Bürgermeister selbst vor der unpopulärsten aller Maßnahmen (Steuerhöhungen) nicht zurückweicht, um dafür zu sorgen, dass Goch seine wirtschaftliche Selbständigkeit behält. Ob dieser Weg zum Ziel der einzige bzw. richtige ist, steht auf einem anderen Blatt. Aber daran können die sechs Ratsfraktionen bis zum 15. März arbeiten. Dann soll der neue Haushalt verabschiedet werden.

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren